Forum: Wirtschaft
Seit Programmstart: Rund 83.000 Familien beantragen Baukindergeld
DPA

Gut ein halbes Jahr nach seiner Einführung haben bereits zehntausende Familien das Baukindergeld beantragt. Trotz zweifelhafter Wirkung der Subvention bezeichnet Innenminister Seehofer sie als "Erfolgsgeschichte",

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aussieman 03.04.2019, 16:23
10. Nachhilfe in Marktwirtschaft gefällig?

Klar dass dem Vater der modernen Vetternwirtschaft und Nachkomme derTradition des Ober-Vetter Strauß von einer Erfolgsgeschichte spricht. Allein stellt sich die Frage Erfolg für wen? Die 83.000 Familien die das BauKiGe beantragt haben oder eher doch Erfolg der ohnehin schon bayrischen Großgrundbesitzern und Maklern..... Der Erfolg, den Seehofer feiern kann ist der, das die Nschfrage gesteigert wurde. Aber was passiet in der Wirtschaft, wenn die Nachfrage steigt, aber nicht das Angebot? und wem nutzt das dann???
Seehofer sollte lieber mehr Zeit mit dem Zusammenkleben von Modellbauhäuschen für seine Eisenbahn oder seiner Liebschaften verbringen, als für die breite Bevölkerung weiter Politik zu machen. Leider wählen die Bayern diese Partei immer noch mehrheitlich. Schade nur, dass alle anderen Bundesländer den Bay-Exit nicht erzwingen können, eine EU ohne Bayern wäre eine gute EU....

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andreas.unruh 03.04.2019, 16:27
11.

Zitat von eisbaer68
dass hier wieder beste Klientelpolitik gemacht wurde. Es ist eine Frechheit, dass die Allgemeinheit für das Lebensglück einiger wenigen (woran nicht die Gesellschaft partizipiert) bezahlen soll. Eine Senkung der Grunderwerbssteuer für Eigennutzer oder eine befristete Aussetzung der Grundsteuer wären wesentlich gerechtere Instrumente gewesen.
Politik will stets Anreize schaffen, allen die Grundsteuer zu verkürzen hätte nicht diesen Effekt. Die Bedingung für das Baukinder und dessen Höhe sind ausschließlich Kinder in Familien mit einer Gehaltsobergrenze. Dieses "Klientel" ist in der Tat zu fördern und wird in der politischen und sozialen Landschaft oft nur wenig berücksichtigt.

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chinawoman 03.04.2019, 16:38
12. Wie auch bei der Eigenheimzulage

fließt das Geld ungefiltert in die Kassen der Bauträger/Hausverkäufer. Die Preise werden einfach um 83000 Euro angehoben. Zu sehen deutlich als die Eingenheimzulage abgeschafft wurde, die Hauspeise sanken sofort um den entsprechenden Betrag. Der Häuslebauer hat genau garnichts davon, eine absolute Steruerverschwendung. Hält unsere Regierung aber nicht davon ab den gleichen Bockmist unter neuem Namen als "Erfolgsgeschichte" zu verkaufen... das alles ist nichts anderes als Subventionierung des Baugewerbes.

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lg73 03.04.2019, 16:41
13. Balance

Zitat von angelobonn
Und wieder mal wird eine sehr sinnvolle Maßnahme, die der hart arbeitenden Mittelschicht das Leben etwas leichter macht, von linken Medien und Politikern kritisiert.
Nein, das ist eben leider nicht so, weil die Preise einfach nur um den zusätzlich verfügbaren Betrag oder dank erhöhter Nachfrage noch darüber hinaus steigen. Das nutzt eben nicht der Mittelschicht, sondern großkotzigen Landerben und Maklern, also der Oberschicht wenn man so will. Und eine immer größere soziale Schieflage nutzt höchstens rechten Populisten - die Demokratie kann nur mit einer gesunden Balance zwischen rechts und links überleben.

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haku210 03.04.2019, 17:13
14. Makler, die Krone der Schöpfung

Zitat von lg73
Das nutzt eben nicht der Mittelschicht, sondern großkotzigen Landerben und Maklern, also der Oberschicht wenn man so will.
Makler = Oberschicht. LOL
Intellektuell womöglich nicht, aber finanziell - in der Tat!

Maklergebühr abschaffen wäre auch so eine Sache. Wäre doch nur fair wenn sie ebenfalls Angestelltenlohn erhielten wie z.B. Lehrer, Altenpfleger, Ärzte. Dank Mindestlohn werden sie sicher nicht verarmen.

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ayee 03.04.2019, 17:25
15. Tolle Erfolgsgeschichte

Die meisten Kinder in diesem Land haben nichts von diesem Zuschuss. Der Zuschuss lässt die Immobilienpreise weiter steigen. Der Zuschuss sorgt kaum für Neubau. Vielleicht hat Herr Seehofer einfach eine andere Definition von Erfolg.

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Schöneberg 03.04.2019, 17:57
16. Wieviele Menschen profitieren?

Rechnet man großzügig mit durchschnittlich 4-köpfigen Familien und einer Gesamtbevölkerungszahl von > 80.000.000, dann kann man nichtmal vom berühmten Tropen auf dem heißen Stein reden. Höchstens vom Dunst dieses Tropfens. Hauptsache die Politik klopft sich auf die Schulter.

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so-long 04.04.2019, 07:35
17. Obergrenzen

Zitat von n.wemhoener
Natürlich eine "Erfolgsgeschichte" für jene Gutverdiener, die diese Subvention nach dem Unions- Motto "Wer hat, dem wird gegeben" gerne mitnehmen. Finanziert auch von Steuerzahlern, deren Budget durch ständig steigende Mieten immer kleiner wird.
Es gibt Einkommensobergrenzen. Innerhalb dieser können Sie jedoch in Ballungsgebieten schwer einen Fuß auf den Boden bekommen. Da möchte ich nicht die Finanzkalkulation einzelner anschauen müssen.

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so-long 04.04.2019, 07:40
18. Dann sagen

Zitat von eisbaer68
dass hier wieder beste Klientelpolitik gemacht wurde. Es ist eine Frechheit, dass die Allgemeinheit für das Lebensglück einiger wenigen (woran nicht die Gesellschaft partizipiert) bezahlen soll. Eine Senkung der Grunderwerbssteuer für Eigennutzer oder eine befristete Aussetzung der Grundsteuer wären wesentlich gerechtere Instrumente gewesen.
wieder viele, dass vom Grundsteuererlass nur die Flicks profitieren, weil deren Villa 10Mio kostet und meine Butze nur 250Tsd. Dto. bei der Grundsteuer. Der Neid- und (Un)gerechtigkeitsdebatte gibt es kein Entkommen.

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mariakar 04.04.2019, 08:47
19. Mag ja sein, dass das Baukindergeld nicht zu

vielen Neubauten verhilft, sondern überwiegend schon vorhandene Objekte gekauft werden. Und es mag auch sein, dass es der oberen Mittelschicht hilft. Ist es aber nicht so, dass genau diese Mittelschicht in den letzten 30 Jahren von den Politikern vergessen wurde und überproportional zur Kasse gebeten wurde und man nur immer die am Rand sah, sowohl in die eine wie andere Richtung.
Darüber hinaus ist in den letzten Jahren auch die Mittelschicht aus dem Grund immer mehr nach unten gerutscht. So hilft das zumindest im Alter, Altersarmut vorzubeugen.
Es wäre in der Tat wünschenswert, in der BRD würden sich mehr Personen Grundeigentum leisten können. Unsere Quote liegt nur bei knapp unter 50 %, während es in den anderen EU Ländern so um die 70 % sind. Helfen könnte man, indem die Grunderwerbsteuer ausgesitzt wird und die diversen Baugesetzbücher mit ihren nicht mehr zu durchschauenden Bauvorschriften massiv verschlankt werden würden.

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