Forum: Wirtschaft
Seitan, Soja und Co.: Vleischeslust
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Die Nachfrage nach vegetarischen Lebensmittel steigt rasant. Aber schmecken Fleisch und Wurst aus pflanzlichen Zutaten überhaupt? Sind die Ersatzprodukte wirklich gesünder und umweltfreundlicher? Der Faktencheck.

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hzj 13.12.2015, 11:20
20. Geschmack?

Wieso müssen diese Produkte so ähnlich schmecken wie Wurst und Fleisch? Dieses "so ähnlich" schmeckte bei all meinen Versuchen mehr oder weniger scheußlich. Da bleibe ich lieber bei echtem Tofu oder geräuchertem Tofu.

Besonders ecklig fand allerdings ich eine Fleischwurst aus einem Bioladen. Da hatte es der Produzent tatsächlich geschafft, sie im Geschmack perfekt an den Veggie-Wurstersatz anzupassen. Die Verkäuferin meinte dazu: Die Kunden wollen das so, Fleischwurst muss schmecken wie Sojawurst, sonst kaufen die Veggies das nicht für ihre fleischfressenden Freunde oder Gäste.

Ich esse gerne Fleisch, allerdings nur in Bio-Qualität, vorzugsweise von regionalen Anbietern. D. h. schon mal nicht aus dem Supermarkt, auch nicht, wenn der sich Bio-Supermarkt nennt. In Essen gibt es mit Burchharth zum Glück einen vertrauenswürdigen Anbieter. Weil es teuer ist, gibt es eben nur selten Fleisch; dann aber richtiges!

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Khaled 13.12.2015, 11:22
21. Soja, Seitan etc.

kann im Ernährungsplan nie und nimmer Fleisch ersetzen. Leider geht der offenbar vegetarisch eingestellte Autor nicht näher auf die biologische Wertigkeit des Eiweiß ein- aus gutem Grund, die ist bei allen vegetarischen "Alternativen" nämlich haarsträubend schlecht. Und statt Seitan besser gleich Weizenbrot essen, da ist wenigstens die essentielle Aminosäure Lysin noch mit drin, die beim Seitan gemeinsam mit der Stärke herausgewaschen wird.

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der_durden 13.12.2015, 11:32
22.

Zitat von Roleroli
Danke SPON für den Artikel, nüchtern und einfach das Thema auf den Punkt gebracht. Aber die "Fleischfresser-Kommentare" zeigen, es ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig!
Und Kommentare, wie der Ihre, der andere als "Fleischfresser" bezeichnet wird dazu nicht beitragen. Aber daran sieht man die Militanz. Sie kommen einfach nicht aus, ohne einem negativ konnotierten Begriff über Menschen, sich vielseitig, also auch mit Fleisch ernähren.

Im Übrigen fehlt im Artikel, dass eine Welt, ohne Fleisch auf dem Ernährungsplan, ebenfalls sehr negative Folgen für die Umwelt hätte. Denn je Kalorie braucht es für eine vegane Lebensweise mehr Fläche. Es bräuchte riesige Flächen an Monokulturen, in den es sonst nicht viel Leben gibt. Aber das wird gerne ignoriert.

Bewusstes Ernähren - dazu gehört sicherlich auf Quantität und Qualität beim Fleischkauf zu achten - das sollte die Aufklärung sein und nicht der Bekehrungsversuch zu einer veganen oder vegetarischen Ernährungsweise.

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Tiananmen 13.12.2015, 11:34
23.

Zitat von dernordenrockt
Wenn Greenpeace und der Vegetarierbund eine Studie in Auftrag geben, ist doch klar, was da rauskommen soll, schließlich will der Ersteller der Studie ja noch ganz ganz viele Aufträge von denen. Da Sojaprodukte wegen des Gehalts an Phyo-Östrogenen auch Frauen zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden verabreicht werden, frage ich mich als Mann, ob das gut für mich sein kann. Aber wer das Viehfutter fressen will, soll´s halt machen. Ich nehme Soja nur in der veredelten Form zu mir, Medium und ohne Phyto-Östrogene.
Da stimme ich Ihnen völlig bei. Ich kann diese Zeigefinger-Philosophen nicht leiden, die einem permanent erklären, wie man z.B. durch seine Ernährung die Umwelt belastet und die dann in den nächsten Flieger nach Thailand steigen und die Umwelt mit Kerosin beglücken.

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Tiananmen 13.12.2015, 11:35
24.

Zitat von Roleroli
Danke SPON für den Artikel, nüchtern und einfach das Thema auf den Punkt gebracht. Aber die "Fleischfresser-Kommentare" zeigen, es ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig!
Sie gehören offensichtlich auch zu den netten Mitmenschen, die der Meinung sind, dass ihre Einstellung die einzig seelig machende ist.

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Khaled 13.12.2015, 11:40
25. Soja Seitan etc.

kann im Ernährungsplan nie und nimmer Fleisch ersetzen. Leider geht der offenbar vegetarisch eingestellte Autor nicht näher auf die biologische Wertigkeit des Eiweiß ein- aus gutem Grund, die ist bei allen vegetarischen "Alternativen" nämlich haarsträubend schlecht. Und statt Seitan besser gleich Weizenbrot essen, da ist wenigstens die essentielle Aminosäure Lysin noch mit drin, die beim Seitan gemeinsam mit der Stärke herausgewaschen wird.

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dachauerthomas 13.12.2015, 11:43
26. Fleischersatz?

Ich finde diese Diskussion sonderbar, entweder ich esse Fleisch, oder keines, doch hier "Ersatzfleisch" auf pflanzlicher Basis zu propagieren finde ich daher seltsam. Wollen diese Leute also doch Fleisch, aber kein "richtiges".

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Khaled 13.12.2015, 11:44
27. Faktencheck??

Dieser angebliche "Faktencheck" stammt von einem engagierten Veganer. "Ideologiecheck" wäre da wohl etwas treffender.

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welanduz 13.12.2015, 11:44
28.

Zitat von wolf_xl
warum manche Veganer etwas essen wollen, was so aussehen und schmecken soll wie das, was man nicht essen will...
Manchmal habe ich das Gefühl, dass einige Fleischesser einfach nicht verstehen wollen, worum es Vegetariern und Veganern geht. Wenn Sie Vegetarier fragen, warum diese kein Fleisch essen, welche Antworten bekommen Sie dann? Schlecht für die Umwelt, schlecht für den Regenwald, schlecht für die Tiere, schlecht für die Gesundheit, schlecht für die Gesellschaft, schlecht für alles mögliche. Was Sie sehr selten hören werden ist, dass Menschen auf Grund des Geschmackes kein Fleisch essen. Ich habe 25 Jahre meines Lebens Fleisch gegessen und Ja, Fleisch kann sehr wohlschmeckend sein. Ich Esse Fleischersatzprodukte, die wie Fleisch aussehen und wie Fleisch schmecken, aber besser für die Umwelt sind, besser für die Gesundheit sind und VORALLEM mussten für meinen Genuss keine hoch intelligenten Tiere und hochgradig sozialen Tiere ihr leben lang leiden.
Es geht also bei dem Verzicht von Fleisch, um eine Reduzierung der negativen Auswirkungen meines Konsums und nicht um den Geschmack. Ich hoffe, dass Sie das nun verstanden haben.

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bazzu 13.12.2015, 11:45
29.

Leider wieder ein tendenziöser Artikel.

Was fehlt?
-Die Landwirtschaft ist von tierischem Dünger abhängig
-Für die Produktion von pflanzlichen Nahrungsmitteln sterben auch Tiere; bei nachhaltiger Jagd und Weidewirtschaft sterben weniger Tiere pro kcal als bei biologisch oder konventionell angebautem Getreide
-Nebenprodukte der Landwirtschaft, die keiner Essen will, sollten wir nicht wegwerfen; damit Tiere aufzupäppeln ist im Sinne der Nachhaltigkeit und der Nutzen-Effizienz aus der Landwirtschaftsindustrie
-Sojabohnen und generell sämtliches angebautes Tierfutter steht nicht in Konkurrenz mit menschlicher Nahrungsnutzung; kein Bauer verkauft seine Ernte für einen Bruchteil dessen, was er für menschliche Nahrungsmittel bekommen könnte

Ein Fazit müsste sein: Zu viel Fleisch aus falscher Produktion ist eine Sünde; mäßig Fleisch aus einer nachhaltigen Erwirtschaftung (nachhaltige Jagd, Nebenproduktverfütterung, Weidewirtschaft, nachhaltige Aquakultur und Fischerei) ist ökologisch, ökonomisch und physiologisch oft pflanzlicher Nahrung überlegen.

Aber das scheint in Deutschland leider nicht mehr ins Bild zu passen!

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