Forum: Wirtschaft
Selbstzufriedenheit: Die Deutschen sind gefährlich satt
iamgo

Wirtschaftswachstum, Jobs, schönes Wetter: Die Deutschen sind hoch zufrieden. Da soll bloß niemand von außen stören - weder Zuwanderer noch die Politik mit ihrem Freihandelsabkommen. Die Abwehrhaltung ist gefährlich.

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leonalex211 09.08.2015, 19:43
590. Nein!

Nein, wir brauchen keine Zuwanderung. Besonders da "Zuwanderung" meist Zuwanderung von den problematischen Regionen dieser Welt meint.

Aber egal, ich habe keine Lust, das wir unser schönes Land mit fremden vollstopfen. Wir sollten viel eher dafür sorgen das sich unsere Menschen wieder Familien leisten können und auch wollen.

Das Problem ist doch folgendes: Eine Familie zu gründen (insbesondere wenn man eine Frau ist) und diese der Karriere vorzuziehen ist extrem unbeliebt. Und ich rede nicht mal von den Gesetzen, ich rede von der Gesellschaft. Die Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Arbeitgeber.
Hinzu kommen dann noch das sehr viele einfach nicht genug Geld verdienen um sich eine Familie überhaupt leisten zu können (Hartz 4 Empfänger, Aufstocker, prekär beschäftige usw.)


DA müssen wir ansetzen. Und nicht diese Probleme durch Zuwanderung verschleiern, das bringt gar nichts. Die Probleme werden sich ja auch auf die Zuwandere übertragen.

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postmaterialist2011 09.08.2015, 19:47
591. Seltsam diese Deutschen !

Ich würde mich persönlich auch zu den 91% zählen die mit ihrem persönlichen Leben zufrieden sind, allerdings sehe ich auch bei häufigen Reisen nach Asien und in den Mittleren Osten, dass der Boom bei Maschinen und Autos nicht ewig andauern wird und wir dann durch das merkeln in den letzten Jahren plötzlich ganz dumm dastehen werden.
Bezgl. Flüchtlinge kenne ich niemanden in meinem sozialen Umfeld der gegen eine Einwanderung von Kriegsflüchtlingen ist, viele ( wie auch ich) verstehen auch die Wirtschaftsflüchtlinge gut und ich würde es genauso machen wenn ich keine Perspektive hätte. Im 19. und 20. Jahrhundert sind Millionen Deutsche als Wirtschaftsflüchtlinge in die USA ausgewandert und nach 1989 kamen 4 Millionen Armutsflüchtlinge aus der ehemaligen DDR in den Westen.
Ich bin prinzipiell für ein Freihandelsabkommen mit möglichst vielen Ländern dieser Erde. Das Problem mit TTIP ist die Geheimhaltung vieler Dokumente, die Schiedsgerichte und eine klare Bevorzugung von Grossunternehmen gegenüber kleineren und mittleren Betrieben.
Das Vertrauen in Grossunternehmen ist durch Leiharbeit, Steuervermeidung, Abbau von Weihnachts- , Urlaubsgeld und vielen Sozialstandards stark gesunken. Würden diese ihre gesellschaftlich Verantwortung wahrnehmen und nicht konstant nach Subventionen rufen und mit Wegzug drohen, dann wären sie auch wieder viel beliebter.

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karljosef 09.08.2015, 19:48
592. Es ist nicht zu fassen!

Zitat von wernerz
Ich denke nicht, dass die Einwohner der USA, insgesamt gesehen, witschaftlich besser dastehen, als die meisten Westeuropäer. Dass sowohl hier, als auch dort, der Grossteil der Bevölkerung im Vergleich zu früheren Generationen weniger bescheiden leben muss, ist unbestritten. Daraus zu schliessen, dass die Deutschen ein risikoscheues und besonders sicherheitsbedürftiges Volk seien, lässt mich vermuten, dass Sie glücklicherweise nicht zu der Generation gehören, für die es damals wirklich um die Existenz ging.
Die Frage darf nicht lauten,
wie gut geht es dem durchschnittlichen Einwohner der USA/Deutschlands
(da hatte Mutti sicherlich recht mit "Uns ging es noch nie so gut", weil das deutsche Volksvermögen summa summarum immerzu wächst)

Die Fragen müssen doch lauten:
Wie gut geht des der unteren Hälfte(!) des Volkes sowohl in den USA als auch hier.

Wie weit muss sich die Schere zwischen arm und reich eigentlich noch öffnen, bis entweder die Regierenden irgendwie reagieren,

oder

bis das Volk wach wird und entsprechend reagiert

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you_name_it 09.08.2015, 19:53
593.

Was da alles als bemerkenswert benannt wird kaum zu glauben aber vielen dank für kalten Kaffee an heißen Tagen. In allen 3 Punkten haben die Deutschen reichlich Erfahrungen. Zuwanderer seit den Fünfzigern, amerikan way of live seit den Fünfzigern, Großkonzerne seit den Fünfzigern. das Pfandflaschen sammel hat hierzulande beste Chancen ein Ausbildungsberuf zu werden ebenso das Regaleinräumen. Alle die negativen Prognosen müssen sich erst beweisen.

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delta058 09.08.2015, 19:54
594.

Zitat von seid-kritisch
einfach besser informiert sind? Und wem haben wir das zu verdanken? Nun, dem Pressegesetz, dass uns die westlichen Besatzungsmächte aufzwangen: u.a. muss jede Zeitung (auch kleine !) ein paar Seiten über das Ausland berichten. Die USA-Blätter brauchen das nicht. Deshalb wissen z.B. 70 % der Deutschen wo die Elfenbeinküste ist, aber nur 8% der Amis. Also, ein ganz großes Lob für die deutsche Presse.
Das ist kein Verdienst der Presse sondern engagierter Lehrer. Menschen die ihre Bildung aus der Presse haben, wissen nicht mal über unser Land wirklich bescheid.

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ericstrip 09.08.2015, 19:55
595. Wer wurde denn da befragt?!

…und mit welchem Umfragedesign? „91 Prozent der Bundesbürger sind mit ihrem persönlichen Leben zufrieden.“ Da bleibt mir das Lachen im Halse stecken. Von satter Selbstzufriedenheit merke ich nichts, die Leute haben Angst.

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meergans 09.08.2015, 19:58
596. Hallo, Frau Ruth!

Zitat von ruthteibold-wagner
sind meistens Verlierertypen, Hungerleider, die nix auf die Reihe gebracht haben. Und das in einem der florierendsten Länder der Welt. Für ihr eigenes Versagen machen diese Loser jetzt halt "die Gesellschaft" oder "den Staat" oder "die Politik" verantwortlich, weil sie es nicht wahrhaben wollen, dass sie einfach zu doof sind, es zu etwas zu bringen.
Sind Sie das wirklich?
Ich nehme eher an, daß da jemand Ihren Rechner
gekapert hat.

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lupo44 09.08.2015, 20:01
597. Einschätzung:herr Müller....

nach Meinung der überwiegenden Mehrheit der 114 Beiträge liegen Sie weit daneben mit den Inhalt ihres Beitrages.Diese Deutschen ,man kann sich nur wiederholen haben Zusammen mit den hierhergekommenden ehemaligen Gastarbeitern vo 11 Millionen,Deutschland zu dem gemacht was es heute ist.
Trotz Teilung,Währungsreformen und diversen Gesetzesänderungen.Und bitte bedenken Sie die politische Stärke der ehemaligen 17 Millionen Ost-Deutschen die mutug die Wiedervereinigung forciert haben. So ein Volk darf stolz seine auf seine Leistungen ohne einen nazistischen Nachgeschmack.
Die jetzigen sich an der Macht befindlichen Politikern sollten sich dessen bewußt sein und alles dafür tun das es ihren Volk weiterhin gut geht.Ohne Krieg,Hunger und Verderben.Und die Menschen anderer Nationen denen es nicht so gut geht und von Krieg,Hunger,Terror betroffen sind ,werden hier herzlich willkommen sein,aber nicht Menschen die sich in Deutschland ohne Arbeit ein schönes Leben machen wollen.Dafür sollten endlich die Politiker sorgen.

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iluminar 09.08.2015, 20:02
598. Hohes Niveau

Zitat von andneu
"Wirtschaftswachstum, Jobs, schönes Wetter: Die Deutschen sind hoch zufrieden." Geht es denn allen Deutschen gleich gut? Solche Jubelmeldungen hab ich zuletzt vor 30 Jahren im "Neues Deutschland" gelesen.
Sie jammern auf hohem Niveau.
Wenn Sie Wohlstand einfordern und nicht bekommen,
dann wird es einen Grund haben.

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Searchio 09.08.2015, 20:03
599.

Diese Selbstzufriedenheit resultiert, wie hier im Forum immer wieder bestätigt, in einem Chauvinismus wie ihn in Deutschland nicht (mehr) kennengelernt habe.
Die Saat der Legende vom Wohlstand der ausschließlich durch eigene Kraft entstand, lässt eine Sprache sprießen wie sie zur Kolonialzeit auf subtile weise die Menschen aus den Kolonien als nicht zivilisationsfähig darstellt.
Die allgemeine Stimmung betrachtet und logisch vorausgedacht wird mit dieser Attitüde zu Krisenzeiten wieder anderen die Schuld gegeben; denn am Deutschen kann es ja nicht liegen. Sie sind ja besser als die anderen.
Deutschland geht es gut. Und das wird in alle Ewigkeit so weiter gehen...
...falls nicht doch irgendwann die nichtsnutzigen Anderen den Preis unserer Exporte nicht mehr zahlen können/wollen und die Importe teurer werden. Und dann möchte ich Merkel in ihrer 8. Legislaturperiode mal sehen.

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