Forum: Wirtschaft
Senkung der Mehrwertsteuer: Die vergessene Steuerreform
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Eine Senkung der Mehrwertsteuer würden gerade ärmere Deutsche täglich spüren. Dennoch steht sie nicht in den Wahlprogrammen der großen Parteien - warum nicht? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

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rainer_thomas 02.08.2017, 21:50
30. unsinnige Debatte

Worum geht es? Über marginale Mehrwertsteuersenkungen soll den Menschen in prekären Situationen geholfen werden? Warum hilft man ihnen nicht, indem wieder ordentliche Löhne für ordentliche Arbeit gezahlt werden? Dann wäre diese ganze Disskusion überflüssig. Und im übrigen: was der "Staat" - sprich die Regierungsparteien an der Massensteuer weniger einnehmen, fällt wieder zu Lasten von Schulen, Krankenhäusern...etc. Da halt auf der Seite der hohen Kapitalerträge die Belastungen stets gesenkt anstatt erhöht werden. Deshalb sind ja auch Forderungen der OECD, des IWF und anderen die Löhne in D massiv zu erhöhen und gerade keine Steuern zu senken, das Maß der Mitte.

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fisa_thul 02.08.2017, 21:53
31. Mwst. ist sozial gerecht !

Wer viel konsumiert zahlt viele Steuern. Geringverdiener zahlen ohnehin kaum noch direkte Steuern. Wer wirklich die Geringverdiener entlasten will sollte sich eher um den ermässigten Steuersatz kümmern und noch besser um faire Löhne. Und wenn wir es nach langer, langer Zeit mal wieder schaffen einen kleinen Überschuss zu erwirtschaften ist es Unsinn gleich Steuern zu senken. Wir sollten das Geld besser in die Zukunft investieren, dh Bildung und Technologie.

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denker111 02.08.2017, 21:56
32.

Das ist eine typische Milchmädchenrechnung, bei der jemand am Rechner mit einem schönen Programm und bielen Zahlen mal durchgerechnet hat, wie sich die Senkung der Mehrwertsteuer auswirken würde. Dabei hat er oder sie aber - wie viele andere Kommentatoren korrekt bemerkt haben - übersehen, dass es in vielen Bereichen keinen Grund gibt diese Senkung an den Kunden weiterzugeben. Ich hätte aber trotzfem nichts dagegen. Als Selbstständiger würde mir ein bisschen mehr netto vom brutto bleiben.

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Onsom2000 02.08.2017, 21:57
33. Uhi...

... so viel ökonomischer Sachvstand heut im Spon-Forum. Gabs eine Einladung an ökpnomie Professoren?

Absolut richtiger Punkt, der im Artikel beleuchtet wird, leider entäuscht die Leserschaft. Natürlich sind die Geringverdiner nicht im Focus der Politik. Schließlich ist hier die Nichtwählerquote hoch. Die Schlußfolgerungen, dass eine MWST-Senkung unsozial ist, sind allerdings echt der Hammer. Der Milionär spart 100 Euro der Harzer 10 Euro. Ergo alles unfair. Bei dieser Logik kapituliere ich.

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benny_na_lievo 02.08.2017, 21:58
34.

Eine hervorragende, aber allzu durchsichtige Möglichkeit, einmal mehr die Unternehmensgewinne zu steigern, indem der Staat auf Einnahmen verzichtet, statt sie zu sinnvollen Investitionen zu nutzen. Und was perfide daran ist: Es wird als Wohltat für Geringverdiener verkauft. Die sinkenden Staatseinnahmen werden dann natürlich in der nächsten Legislaturperiode als Rechtfertigung für die Senkung von Sozialleistungen genutzt, damit wir nicht weiter über unsere Verhältnisse leben, gelle?

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C. Schmidt 02.08.2017, 21:59
35.

Zitat von danduin
Wir brauchen keine Mehrwertsteuer-Erniedrigung. Das spielt doch genau denen in die Hände die viel konsumieren oder den Händlern, also nicht den Armen.Wir brauchen Einkommenssteuer Erniedrigung.
Unsinn. Wie soll eine Einkommensteuersenkung den Armen mehr helfen als eine Mehrwertsteuersenkung? Arme zahlen keine oder nur wenig Einkommensteuer; im Endeffekt zahlen sie mehr Mehrwertsteuer als Einkommensteuer.

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andreas.l 02.08.2017, 22:06
36.

Meinem Azubi hätte ich gesagt: Du hast das Prinzip nicht verstanden.Grundsätzlich bin ich mit Steuersenkungen ja einverstanden.Aber doch nicht zum Selbstzweck.Nur wenn eine echte Wirkung zu erwarten ist.Und zwar auch eine gewollte.Wer ernsthaft glaubt dass die Verbraucherpreise dadurch sinken glaubt auch...naja lassen wir dass.Einziger Effekt wären höhere Margen für Unternehmen...ohne entlastunfseffekt beim Verbraucher (oder ist irgendein Hotel billiger geworden seit es nur noch 7 % gibt dort?) Davon abgesehen wäre wenn überhaupt zu prüfen, ob der Satz für Lebensmittel usw sinken könnte.Hier wäre der Effekt wenn er den eintritt wenigstens sozial. Wie z.B.niedrigere Steuer auf Porsche und Co. sinnvoll sein soll kann nicht nachvollzogen werden. Schwacher Artikel. Unfundiert und an dwr Realität vorbei. Wer "unten" entlasten will muss bei den SV Beiträgen tätig werden oder bei vielkeicht bei der Besteuerung der Renten.

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muunoy 02.08.2017, 22:12
37. Entlastung für wen und warum

Zitat von Pinky McBrain
Ich bin Unternehmer und habe das Glück, „Besserverdiener“ zu sein. Im letzten Monat habe ich mir eine Klimaanlage für meine Wohnung gekauft, einen Beamer und einen Brotbackautomaten. Ich habe etwa 100 Liter getankt, rund 250 € Betriebs- und Heizkosten für meine Wohnung bezahlt, war sicher 12 - 15 Mal zu rund 12 € essen und abends auch mal weg. Ich denke mal, das waren mit etwa 4.000 €, sicher etwas über meinem Schnitt. Alles davon mit 19% Umsatzsteuer, also waren das dieses Mal etwa 600 €. Hinzu kommen auch noch andere Ausgaben. In manchen Monaten ist es zugegeben auch weniger. Bitte zeigt mir auch nur einen Hartz-4-Empfänger, der nur ansatzweise so viel Umsatzsteuer zahlt! Das meiste, was er bezahlt ist nur mit 7% besteuert. Von der Senkung der Umsatzsteuer profitieren Besserverdiener. Punkt. Von der Senkung der Lohnsteuer ebenfalls. Wollt ihr Geringverdiener entlasten, senkt die Sozialabgaben. Finanziert das Ganze mit einer Umsatzsteuererhöhung! Läge sie bei 25% wären das bei mir im letzten Monat über 200 € mehr. Beim Hartz-4-Empfänger vielleicht 20 €, wenn überhaupt. Das wäre dem aber vielleicht egal, weil ihn dann eventuell jemand angestellt hat, da die Sozialabgaben deutlich geringer sind.
Vielleicht sollte man sich einfach mal darüber einigen, wen man warum entlasten will. In unserem Steuersystem werden absolut immer diejenigen am meisten entlastet, die am meisten Steuern zahlen.
Auch ich bin Selbständiger mit normalerweise sehr gutem Einkommen. In 2009 hatte ich wie so viele meine Durststrecke und sehr wenig verdient. Dabei habe ich aber gelernt, wie billig das Leben in Deutschland ist, wenn man nicht arbeitet: Selber gesunde Lebensmittel kaufen und kochen, keine Reinigungskosten für Hemden und Anzüge, keine Klamotten für den Job, kaum noch Mobilitätskosten (Fahrradfahren macht sowieso viel mehr Spaß!) und zeitverzögert drastisch reduzierte Kosten für meinen Hauptkostenfaktor, nämlich den Staat. Nur die Fixkosten wie die Kosten der sozialen Absicherung, Miete und Auto-Fixkosten bleiben ein Problem. Daher gebe ich Ihnen Recht. Wer auch Leute entlasten möchte, die keine oder kaum Steuern zahlen, muss an diese Fixkosten ran. Auf staatlicher Seite sind das die Kosten der sozialen Absicherung, aber auch die Wohnkosten, die leider in den letzten Jahren durch den Staat (hauptsächlich durch Länder und Kommunen) auch drastisch erhöht wurden.

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spon-facebook-1293013983 02.08.2017, 22:18
38. Nicht wirklich viel

Ein Geringverdiener um die 1.000 Netto, der sein Einkommen komplett ausgibt, hat (ermäßigter Steuersatz bleibt ja bei 7%) ca. 15 Euro mehr pro Monat zur Verfügung, sofern die Händler das komplett weitergeben. Eine "spürbare" Entlastung sieht anders aus. Der Topverdiener mit 10.000 Netto hat mehr davon, insbesondere da weniger Einkommen in Lebensmittel & Co. gehen.

Wenn, dann besser den vergünstigten Steuersatz noch weiter runter, das hilft vor allem den unteren Einkommensgruppen überproportional.

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voiceecho 02.08.2017, 22:19
39. Bringt nichts !

Eine Senkung der MwSt. in Deutschland würde nur die Gewinne von Firmen oder Unternehmen steigern.
Keine Firma würde den Vorteil an die Kunden weitergeben, bestes Beispiel dafür war die Senkung der MwSt. für Hotels vor 8 Jahren durch die FDP, es ist dadurch kein Hotel billiger geworden und FDP bezahlt es mit dem Rausschmiss aus dem Bundestag!
Es ist viel nützlicher, wenn man die Einkommssteuer senkt oder den Solidaritätszuschlag abschafft, so würde das Plus direkt bei den Menschen ankommen und sinnvoller sein.

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