Forum: Wirtschaft
Sichere Anlagen: Bleibt nur noch Gold?
Michael Dalder/ REUTERS

Die Aktienkurse fallen. Da flüchten viele Anleger in Gold, dessen Preis logischerweise steigt. Doch es gibt nur wenige Bedingungen, unter denen auch Sie davon profitieren könnten.

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HARK 17.08.2019, 12:35
1. Gold ist das beste Beispiel dafür

Dass sich Geld nicht von selbst vermehrt. Der produktive Nutzen des Edelmetalls ist doch arg beschränkt - ganz anders als bei Immobilien oder gar Unternehmen, an denen man sich via Aktien beteiligen kann. Die werfen - zumindest meistens - eine Rendite ab. Gold jedoch nie. Da kann man höchstens Spekulationsgewinne einfahren - oder entsprechend Verluste. Wer zu Gold rät, hat diesen Sachverhalt nicht verstanden - oder verdient am Verkauf / der Lagerung / der Versicherung...

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mopsfidel 17.08.2019, 12:49
2. Bezahltmittel in der Krise!?

Ein Bekannter drängt mich seit längerer Zeit dazu, Gold als Bezahlmittel in den Schrank zu legen. Jede Diskussion darüber, wie er sich das dann in der Krise so vorstellt, enden in der Regel mit einer Pattsituation. Er behauptet, dass er sich damit auch notfalls ein ganzes Schwein kaufen kann. Ich entgegne ihm, dass Schweine nicht auf Bäumen wachsen. Und dass der Bauer seinerseits vielleicht Probleme hat, Futter oder anderes zu kaufen. Oder der Staat verabschiedet ganz schnell ein Notfallgesetz, was den Verkauf von Schweinen an Privatpersonen verbietet. In der Theorie ist Gold ein prima Zahlungsmittel.

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Frittenbude 17.08.2019, 12:53
3. Danke

Danke für diesen außergewöhnlich informativen Artikel zum Thema Gold! Da könnte man fast Lust bekommen, welches zu kaufen :)
Nein, nur natürlich Spaß - bevor ich mir einen Klumpen Metall ans Bein binde, lass ich die Kohle lieber komfortabel und sicher und jederzeit verfügbar bei 0% Zins auf dem Girokonto liegen....
Für mich wichtigstes Zitat aus dem Artikel: "Wer 2011 bis 2013 zu Höchstkursen Gold gekauft hat, sitzt immer noch auf Verlusten."

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minimatz 17.08.2019, 12:55
4. da soll der....

werte Herr Tenhagen vielleicht doch darauf hinweisen, dass die in Dollar berechneten Goldpreisverluste zwar spektakulär klingen, jedoch in Euro seit 2013 gar nicht so erheblich waren und aktuell fast ausgeglichen sind. Selbst für Anleger in US-Dollar hielten sich die Verluste durch Währungsgewinne des Dollars letzendlich im Rahmen. Wirklich jede Anlageform, egal ob Aktien, Staatsanleihen und Währungen unterliegen solchen Schwankungen.

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Spiegelleser#70 17.08.2019, 12:56
5. "Flucht" in sichere Anlagen

Tatsächlich schneiden, je nachdem welchen Zeitabschnitt man betrachten will, viele Anleger die in Krisenzeiten in Gold oder andere vermeintlich "sichere" Anlagen investieren oft besser ab. Allerdings hat man bei einer solchen antizyklischen Strategie immer dasselbe Problem: Ab wann soll man wieder einsteigen? Die meisten Anleger steigen zu spät ein, und haben einen großen Teil der Renditen schon verpasst.

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thequickeningishappening 17.08.2019, 13:00
6. Kleine Rechnung

Welt Vermögen = ca 200 Billionen Dollar. Bisher gefoerderte Gold Menge = ca 200.000 Tonnen. Ergibt bei Golddeckung Des Vermögens Einen Gegenwert von z.Zt. ca 50.000 Dollar/Unze

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tobi1991 17.08.2019, 13:01
7. Sicher?

Was soll bitte an Gold sicher sein? Die Wahrscheinlichkeit ist zwar nicht besonders hoch, aber wenn irgendwo auf der Welt eine Goldader gefunden wird stürzt der Preis ab.

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dudek 17.08.2019, 13:01
8. Immer diese Vergleiche...

...mit Aktien.
Telekom/ SolarWorld und Deutsche Bank haben dem Kleinanleger super Renditen verschafft, oder.

Bei Historischen Goldmünzen (zb Vreneli) gibt es keine Depotgebühren, Mehrwertsteuer und keine Gewinnabschöpfung durch das Finanzamt.
Also - Für den Kleinanleger eine gute Anlage. Egal was die sagen, die vom Aktiengeschäft direkt oder indirekt profitieren.

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rosinenzuechterin 17.08.2019, 13:10
9. Gold ist immer nur Psychologie

Der wirtschaftliche Nutzen dieses Metalls rechtfertigt nicht dessen hohen Preis. Dieser wird nur durch die Erwartung gebildet, die begrenzte Verfügbarkeit des Goldes (es wächst schließlich nicht auf Bäumen) führe zu weiteren Preissteigerungen. Würde jeder Mensch auf Gold pfeifen (einschließlich Schmuckträger) und nur noch diejenigen an einer marktgerechten Preisfindung teilnehmen, die Gold wirklich benötigen (Hersteller gewisser Medizin- und Elektronikprodukte), wäre der Goldpreis weitaus niedriger. Wer Gold kauft, sollte immer bedenken, dass er es nur dann wieder verkaufen kann, wenn es ihm ein anderer auch wieder abkauft. Man kann es nicht essen und nicht damit heizen und keine Krankheiten heilen. Das gilt zwar für viele andere Sachen auch, aber trotzdem ist - abgesehen von der Spekulation auf die Gier anderer - Gold letztlich so unnütz wie kaum etwas anderes auf der Welt. Wenn nach einer globalen Katastrophe niemand mehr etwas hat, das er für Gold hergeben könnte, ist Gold wertlos. Goldinteressenten sollten dies immer einkalkulieren.

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