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Sichere Renten: Wo Norbert Blüm recht hatte
DPA

Politiker und Ökonomen wollen die Ehre der Riester-Rente retten. Dabei war es irre zu glauben, dass Geldanlegen überhaupt als Wundermittel zur Altersvorsorge taugt.

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aqua-vitae 29.04.2016, 16:13
1. womöglich?!

"womöglich besser als ihr Ruf". Womöglich?! Was heißt das denn bitte?
Was immer Du ansparst und investierst, kann seinen Wert von heute auf morgen völlig verlieren. Immer, überall und jederzeit. Das einzige, was nicht kaputt gehen kann, ist das umlagefinanzierte Sozialsystem. Wenn von allem, was erwirtschaftet wird, ein bestimter Anteil umgelegt wird auf die, die noch nicht (Kinder), momentan nicht (Kranke) oder nicht mehr (Alte) miterwirtschaften können, dann ist IMMER genug für alle da, denn irgendwas wird immer erwirtschaftet, mal mehr, mal weniger, aber nie nichts.

Das einzige Problem der "ollen Rente" ist seit jeher, dass nicht alls mitmachen müssen, dass sich die Reichen und Besserverdiener aus dem Solidaritätsprinzip ausklinken können.
Ganz wunderbar, dass der Spiegel mit 30 Jahren Verspätung auf die Idee kommt, Solidarität könne "wömöglich besser sein als ihr Ruf".

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sikasuu 29.04.2016, 16:14
2. Riesterrente gescheitert? Die private Altervorsorge auf Zinsbasis ist kaputt!

Riesterrente war schon in der Startphase etwas zweifelhaft. mMn. konnte die nie sauber funktionieren. Frei nach dem guten alten Anlageprinzip:
Lebensversicherungen mit Sparanteil sind eine gute Anlage. Aber nicht einen Vertrag abschließen sondern die Aktien kaufen :-))
Altersvorsorge muss auf einigen Säulen stehen, unter anderem auch mit einem großen Teil als Basis "gesetzliche Rente" ...
.
Über den Rest kann man streiten, aber freiwillige Zahlungen in die RV sichern immer einen Sockel der wohl nie ganz wegbrechen kann (das Umlageprinzip bringt es da)....
.
Vorsorge in Geld=siehe heute, 2 Inflationen.
Immobilien usw. (da war man z.b in der DDR nach 1945 auch dumm dran.
Aktien, ich sag nur Enron, Worldcom,AEG, et all. .
Altersversorgung braucht einen privaten Anteil, aber sich aus der "Solidargemeinschaft ganz ab zu seilen" ist ein ziemlich gefährlicher Schritt.
Das Schweizer Modell ALLE in der gesetzlichen RV & GKV wer mehr haben will macht das privat, ist da mMn. beispielhaft und bestimmt nicht "Sozialismus verdächtig!"
Gruss Sikasuu

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sikasuu 29.04.2016, 16:22
3. Eins hat der Autor aber noch vergessen!

Es steht in keiner Bibel geschrieben, das für die gesetzliche Rente nicht ALLE gesamtgesellschaftlichen Gewinne herangezogen werden.
Die Parität der Beträge NUR angerechnet auf Arbeitsleistungen WAR vielleicht zu Bismarks Zeiten mal OK.
Aber alle Gewinne die eine Volkswirtschaft macht zur Versorgung ALLER Alten sprich aller Rente heranzuziehen ist mMn. in keiner Weise systemfremd!

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steviespeedy 29.04.2016, 16:22
4. War das nicht

einer von der CDU, der einst sagte: Kinder kriegen die Leute immer.
Kann ich leider nicht mitreden.

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dasauge17 29.04.2016, 16:28
5. hört auf von Blüms Kasse zu sprechen

denn er hat diese Rentenkasse am wenigsten verstanden und ihr systematisch die Grundlage entzogen. Grundlage dieser Kasse waren, sind und werden immer zahlende Mitglieder sein. Und wer sagt denn, dass das nur Arbeitnehmer sein müssen? Aber dann hätte man schon mal was verstanden.

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Oskar ist der Beste 29.04.2016, 16:32
6. Stimmt alles.

bis auf den Satz des demographischen Wandels und dessen moegliche Folgen fuer die Rentenversicherung absolut SPOT ON: es gibt nichts besseres als die paritaetisch finanzierte umlagefinanzierte Rentenversicherung, eben die Blümrente.

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curiosus_ 29.04.2016, 16:32
7. Na, scheint ja etwas geholfen zu haben, ...

Zitat von Thomas Fricke
Den künftigen Rentnern wird es viel mehr helfen, wenn die Regierenden dafür sorgen, dass es dank ... höheren Geburten und lukrativer Zuwanderung in Deutschland stetig mehr Beitragszahler gibt als heute
.... das hier:
Herr Fricke, das wäre doch mal ein lohnenswertes Thema für einen Wirtschaftsjournalisten?

Wobei "höheren Geburten" durchaus dazu passt, bei "lukrativer Zuwanderung" aber der Knackpunkt im "lukrativ" liegt. Dazu bräuchten wir ein Zuwanderungssystem wie z.B. in den USA oder Kanada, so wie es seit der Gründung von der AfD propagiert wird.

Nachdem die "Etablierten" sich in letzter Zeit mit atemberaubender Geschwindigkeit originärer AfD-Forderungen bemächtigen besteht da ja noch Hoffnung. Wobei das Heranziehen des Auslandes zur Deckung des eigenen Geburtendefizits auf Dauer ein ziemlich unsoziales Verhalten ist. Man überlässt anderen die Mühen des Kinderkriegens und Aufziehens und wählt sich dann die besten aus. Auch so kann man Staaten ausbeuten.

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curiosus_ 29.04.2016, 16:38
8. Na, scheint ja etwas geholfen zu haben, ...

Zitat von Thomas Fricke
Den künftigen Rentnern wird es viel mehr helfen, wenn die Regierenden dafür sorgen, dass es dank ... höheren Geburten und lukrativer Zuwanderung in Deutschland stetig mehr Beitragszahler gibt als heute
.... das hier:
Herr Fricke, das wäre doch mal ein lohnenswertes Thema für einen Wirtschaftsjournalisten?
Wobei "höheren Geburten" durchaus dazu passt, bei "lukrativer Zuwanderung" aber der Knackpunkt im "lukrativ" liegt. Dazu bräuchten wir ein Zuwanderungssystem wie z.B. in den USA oder Kanada, so wie es seit der Gründung von der AfD propagiert wird.

Nachdem die "Etablierten" sich in letzter Zeit mit atemberaubender Geschwindigkeit originärer AfD-Forderungen bemächtigen besteht da ja noch Hoffnung. Wobei das Heranziehen des Auslandes zur Deckung des eigenen Geburtendefizits auf Dauer ein ziemlich unsoziales Verhalten ist. Man überlässt anderen die Mühen des Kinderkriegens und Aufziehens und wählt sich dann die besten aus. Auch so kann man Staaten ausbeuten.

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mborevi 29.04.2016, 16:41
9. Die

... ist ein Unding. Sie muss prinzipbedingt ineffektiv sein (für die Versicherten natürlich), da die Konzerne vorrangig am Verdienst interessiert sind. Diese sogenannten "Verwaltungskosten" verschlingen Kapital ohne Ende. Staatliche Vorsorge dagegen kann zum Selbstkostenpreis funktionieren. Sie ist die billigste und effektivste Form der Altersvorsorge.

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