Forum: Wirtschaft
Siemens-Chef Kaeser und der Fall Khashoggi: Absage mit Nebenwirkungen
DPA

Siemens-Chef Kaeser bleibt der Investorenkonferenz in Riad nach einigem Zögern fern - wie fast alle prominenten Wirtschaftsvertreter. Ein Debakel für Saudi-Arabien: Das Königreich braucht dringend Geld.

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kaltschale 22.10.2018, 19:10
1. Ist GE auch weggeblieben?

Die Frage stellt sich gleich, nach der Einleitung. Siemens soll abgestraft werden, und ein Teil soll an GE gehen. Ist denn der GE Manager hingefahren? Stellen sich die USA mal wieder als Hüter der Moral hin, der sie nicht sind, nur um am Ende abzukassieren? Dann hätte der Käser auch fahren können. Entweder man straft diese insgesamt Despoten ab oder man wurschtelt halt weiter. Kaeser hat die dümmste Lösung gewählt, die ihn, Siemens und Deutschland beschädigen, ohne wenigstens einen Gegenwert erhalten zu haben.

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milpark 22.10.2018, 19:16
2. Einer gegen Tausende

Es ist erstaunlich, wie nach dem Tod eines Journalisten plötzlich alles wach wird und mit Gegenmaßnahmen droht. Erstaunlich deshalb, weil die Tötung vieler tausend Menschen im Jemen mit deutschen Waffen keinen Sturm entfacht hat. Allein in diesem Jahr wurden Waffenverkäufe in Höhe von über 400 Millionen EURO von der Regierung Merkel genehmigt. Damit kann man eine ganze Menge Menschen in Jemen töten. Dann wird uns erzählt, wir müssten Menschen von dort als Flüchtlinge aufnehmen und versorgen, weil sie vor Tod und Gewalt aus ihrem Land fliehen müssen. Merkel versorgt also mit Steuergeld zwei Lobbies, die der Rüstung und die der Migrationsindustrie. Meine Empfehlung: Friedensnobelpreis für Merkel.

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Splyder 22.10.2018, 19:19
3. Na und?

Wir leben im Zeitalter der Virtual Reality Konferenzen. Keiner muss persönlich anwesend sein, um Geschäfte abzuschließen. In meiner kleinen alten Froschungsfirma wurde das schon vor 20 Jahren so gemacht. Und bei großen Konzernen ist das längst Standard. Um den Imageschaden in der Öffentlichkeit des Westens zu vermeiden bleibt man weg. Das heißt aber noch lange nicht, dass keine Geschäfte zu Stande kommen. eher im Gegenteil, da die großen Firmen durch die momentane Situation bessere Deals aushandeln können. Abgesehen davon redet in 3 Wochen eh kaum noch einer darüber und nächstes Jahr ist alles vergessen. Konzerne können darüber sogar ihre Beziehungen zum saudischen Königshaus verbessern. Natürlich werden das nicht alle tun. Ich glaube oder eher will noch daran glauben, dass nicht alle nur durch Profitinteressen geleitet werden. Aber es wird eine Menge geben die genau das tun. Vlt sollte man mal etwas ausgewogener und intelligenter unter Berücksichtigung der Möglichkeiten berichten.

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Tolotos 22.10.2018, 19:21
4. So ist es leider auf der Welt!

Wer es sich leisten kann, der darf ungestraft die Bestie rauslassen! Würde eine gute Fee die Welt von menschlichen Bestien säubern, dann würde die Oberschicht wohl besonders ausgedünnt!

Leider gibt es keine guten Feen, nur menschliche Bestien!

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brazzo 22.10.2018, 19:24
5.

Soll er stattdessen halt die FIFA einladen. Infantino und seine Kollegen (beinahe hätte ich versehentlich Gang geschrieben), kommen sicher gerne.

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carlitom 22.10.2018, 19:44
6.

Zitat von Splyder
Wir leben im Zeitalter der Virtual Reality Konferenzen. Keiner muss persönlich anwesend sein, um Geschäfte abzuschließen.
Ja, und? Sie haben doch wirklich gar nichts begriffen.
Es geht darum, dass der Prinz sein Ansehen und das Saudi Arabiens heben wollte, dazu brauchte er nicht nur Investitionen (die seit 2014 zurückgehen), sondern vor allem Image. Also Bilder, die um die Welt gehen wie Trumps alberner Schwerterkampf, über den heute noch alles lacht. Bilder mit Repräsentanten großer Konzerne, mit denen er sich schmücken wollte. Menschen, mit denen er persönlich Kontakt aufnehmen wollte, die er hofieren, bequatschen, umgarnen wollte.
Virtuelle Verhandlungen können sowas niemals bewirken. Sie haben keine Ahnung.

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outofgermany 22.10.2018, 20:13
7. ab in die Wüste

Somit ergibt sich die Möglichkeit das sich Investoren wirklich und geschlossen zurück ziehen. Dann sieht SA ziemlich alt aus. Wer möchte schon ernsthaft in die Wüste ziehen um dort die Vision von "führender Industrie Nation Saudi-Arabien" zu realisieren? Schon jetzt stehen zahllose leere Wolkenkratzer in den Emiraten, Qatar und Saudi-Arabien in der 50 Grad heißen Wüste denn nur mit viel Geld läßt sich jemand der eine Wahl hat dazu überreden sein Leben auch nur zeitweise. dorthin zu verlegen. Ohne ausländische Investoren müßten diese Länder dann mit dem auskommen was sie auch wirklich einnehmen, dann ist die Party vorbei.

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hpampel 22.10.2018, 20:13
8. 1. kaltschale

Hups, gleich der erste Beitrag geht ins USA Bashing. Na klar, GE will Milliarden verdienen und deshalb hauen uns die Amis raus. Nur zur Erinnerung: Siemens war zig Male in Korruptionsvorwürfen verstrickt. Die deutsche Wirtschaft ist weitem nicht so sauber wie uns die Propaganda Medien in DE gerne erzählen. Schmutzige Geschäfte mit totalitären Staaten und menschenfeindliche Arbeitsbedingungen gehören zum Geschäftsmodell deutscher Unternehmen. Das der Kaeser jetzt zurückzieht basiert auf internationalem Druck, nichts anderes!

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Ranus 22.10.2018, 20:22
9. Da hat der Häuptling

von Siemens wohl so gerade nochmal die Kurve gekriegt. Trotzdem voll peinlich, dass er dafür so viel Bedenkzeit brauchte. Aber davon mal abgesehen wird in spätestens sechs Wochen keiner mehr von Kashoggi sprechen und dann geht die Schacherei munter weiter. Geld regiert die Welt.

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