Forum: Wirtschaft
Siemens-Chef Kaeser und der Fall Khashoggi: Absage mit Nebenwirkungen
DPA

Siemens-Chef Kaeser bleibt der Investorenkonferenz in Riad nach einigem Zögern fern - wie fast alle prominenten Wirtschaftsvertreter. Ein Debakel für Saudi-Arabien: Das Königreich braucht dringend Geld.

Seite 2 von 5
fred_m 22.10.2018, 20:23
10. Kosten / Nutzen Abschätzung

Ich nehme mal an, dass nicht unbedingt jede Absage moralische Gründe hat. Es könnte auch sein, dass man die Kosten des Imageverlustes bei Teilahme höher einschätzt als der mögliche Verlust von Aufträgen bei Absage. Wobei die Chancen auf Verlust von Aufträgen geringer wird, je mehr Teilnehmer absagen.

In Zweifelsfall könnte das Risiko, das Land nach einigen eventuellen unvorsichtigen Äußerungen nur verteilt über mehrere Koffer wieder zu verlassen, die Entscheidung vereinfacht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mel_low 22.10.2018, 20:29
11. ...viel zu lange..

Viel zu lange wurden die unrechtmäßigen Dinge der Saudis auf Kosten des Geldes geduldet. Vielleicht (aber auch nur vielleicht...) bekommen wir als gutgeglaubter Lieferant gerade so noch die Kurve. Es ist unübersehbar, was diese Staatsoberhäupter sich bis zum jetzigen Zeitpunkt herausnehmen durften, ohne abgestraft zu werden. Sollte es zu Sanktionen kommen (ein herzliches "hallo" an dieser Stelle an den Konzern GE), wird es uns die übrig gebliebene Bevölkerung im Jemen danken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dark Agenda 22.10.2018, 20:30
12. Endlich alle aufgewacht?

Salman als geheimer Bösewicht ist ja so ein offensichtlicher Plot-Twist den man schon ein Jahr vorhersehen konnte aber klar so konnte man noch ein paar Jahre Waffen an die Saudis verschieben ohne dass sich die dt. Bevölkerung ereifert.
Übrigens -breaking news- schickt das Königreich fanatische Hassprediger in alle Welt, vielleicht sollte man da auch mal nachhaken?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Splyder 22.10.2018, 20:31
13. @carlitom "Ernsthaft?"

Ich habe nie gesagt, das Saudi-Arabien keinen Imageschaden hinnehmen wird oder das dieses total egal wäre. Aber in erster Linie geht es immer um Geschäfte und natürlich kann man persönlich besser Menschen kennen lernen oder auf so einem Event neue potentielle Partner kennen lernen, was nun ziemlich obsolet geworden ist. Aber hat das Massaker auf dem "Tian´an en" Platz zu irgendwelchem schwer wiegenden Konsequenzen für China geführt oder all die anderen Greueltaten, die weltweit passieren? Hat Deutschland die Waffenleiferungen an die Saudis beschränkt, die auf harte Weise alles im Jemen in Grund und Boden bomben? Und hat sich Trumps Politik geändert oder seine Unterstützung in der amerikanischen Bevölkerung trotz besagtem Videos? Nicht zu vergessen seiner ungezählten Unwahrheiten die er aufstellt und auf Twitter verbreitet. Wird immer in den Medien drüber berichtet. Stellt sich die Frage des Begreifens evtl neu!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freddygrant 22.10.2018, 20:34
14. Das Buhlen um die ...

... Aufträge der Saudis zeigt, dass die westlichen Wirtschaftsführer
aus demselben Holz geschnitzt und mit derselben Geschäftsmoral
ausgestattet sind wie die Scheichs in Saudi Arabien selbst. Und
ebenfalls nicht zu leugnen ist, dass hinter ihnen die ganze(n)
Politik(er) der betreffenden, westlichen Staaten und Nationen
stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
modemhamster 22.10.2018, 20:37
15. Und jetzt noch

eine saubere Berichterstattung über die Kriegsverbrechen im Jemen, und Deutschland wird einem Land, in dem es sich zu lohnen lohnt, wieder ähnlicher. Dennoch hat der SPIEGEL in der Sache durch sein Lavieren dafür gesorgt, dass sein Ruf Schaden nimmt.
Aber der Kommentar wird ja eh wieder nicht veröffentlicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mistermister 22.10.2018, 20:39
16. Trumpfkarte für die EU

Die Stunde der EU hat jetzt geschlagen. Die EU könnte Saudi Arabien mit den gleichen Sanktionen belegen wie die USA den Iran. Und Firmen, die Geschäfte machen verlieren den Zugang zum EU Markt mit 600 Millionen Konsumenten. Das wäre mal eine hervorragende Situation...!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friwi1 22.10.2018, 20:44
17. 7. Phoenix/Arizona, Las Vegas/Nevada : wer will schon ?

Lanzarote,Fuerteventura als Destination europaeicher Touristen und Winterdauerurlauber.
Der werte Herr Geschaeftsmann musste eben einsehen, dass es augenblicklich nicht opportun ist, dort -in dem Wuetenstaat- gute Miene zum boesen Spiel zu machen.
Hindert aber nicht in die Zukunft, 2030 und darueber hinaus, zu blicken.
Und da sind die abermillionen Konsumenten,welche diese Wuestengebiete bewohnen und mit finanzieller Liquditaet aus Rohstoffexplorationen ausgestattet sind immer als Kunden willkommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlitom 22.10.2018, 20:47
18.

Zitat von fred_m
Ich nehme mal an, dass nicht unbedingt jede Absage moralische Gründe hat. Es könnte auch sein, dass man die Kosten des Imageverlustes bei Teilahme höher einschätzt als der mögliche Verlust von Aufträgen bei Absage.
Richtig. Aber der Effekt für Saudi Arabien bleibt derselbe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
genauhinschauen 22.10.2018, 20:51
19. In die Wüste jagen

Es wird interessant sein, die Zukunft von M b Salman zu beobachten. Der Gesichtsverlust des saudischen Königshauses ist unübersehbar. Wird er nun im wörtlichen Sinne in die nahegelegene Wüste gejagt? Jedenfalls hatte er nach seiner Ernennung als Nachfolger genügend Konkurrenten aufs Abstellgleis befördert. Und die dürften jetzt beherzt die Messer wetzen. Und die Geschichte hat uns gelehrt, daß sie nicht wenig Aussicht auf Erfolg haben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5