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Sitzung des Aufsichtsrats: BER-Chef Mehdorn drängt auf Ausbau
DPA

Ein neues Terminal, mehr Check-In-Schalter und Parkhäuser: BER-Chef Mehdorn fordert an diesem Freitag vom Aufsichtsrat eine schnelle Entscheidung über weitere Investitionen. Der Flughafen sei bereits vor der Eröffnung überlastet.

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hschmitter 12.12.2014, 09:33
10.

Wie andere wundert es mich auch, daß dem Mehdörnchen, der bisher jede Firma, für die er zuständig war, in die Katastrophe geführt hat, ein Podium geboten wird. Soweit ich weiß, gibt es auch andere Nachrichten, die irgendwie hier nicht erscheinen: daß er die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel noch nicht mal ausgeschöpft hat (aber schon nach neuen schreit), daß durchaus gemunkelt wird, ob und wie lange man den noch erträgt. Und falls im Aufsichtsrat wirklich mal wirtschaftliche Vernunft statt politischer Machtgeilheit einsetzt - Mehdorn wird dann hoffentlich das machen, was man in seinem ALter bei seinen Fähigkeiten erwartet: aus dem Arbeitsleben verschwinden. Mir als Berliner reicht, wie er die S-Bahn totgeritten hat, jetzt nicht auhc noch Flughafen länger als unvermeidlich.

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Bernd S 12.12.2014, 09:34
11. 2017?

Ich persönlich komme einfach mit folgendem Umstand nicht klar: Am 24. Mai 2012 war die Eröffnungsfeier geplant, am 8. Juni 2012 die tatsächliche Eröffnung. Am 8. Mai 2012 wurden die Termine abgesagt.

Das heißt: Am 7. Mai war noch irgendjemand der Meinung, man könne das Ding in drei Wochen fertig bauen. Nun werden aus den drei Wochen fünf Jahre.

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chalchiuhtlicue 12.12.2014, 09:38
12.

Ein weiterer "Ausbau" eines noch immer nicht einmal ansatzweise fertiggestellten Flughafens basierend auf zweifelhaften Prognosen? Und dass, wo das Ding bereits jetzt ein vielfaches des Planungswertes kostet? Größenwahn und Realitätsverlust kennen in diesem Land wirklich keine Grenzen ...

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danubius 12.12.2014, 09:38
13. Gröbaz

Als Gröbaz (Grösster Bauherr aller Zeiten) macht Mehdorn nur das, was er früher zu seinen Industriezeiten auch schon gemacht hat: er expandiert weil er das Normalgeschäft nicht bewältigt - diesmal mit dem Geld der Steuerzahler. Er hat nahezu alle Firmen, bei denen er beschäftigt war, an den Rand des Ruins getrieben. Beim BER sollte er von seinen politischen Gegnern ein für alle Mal gestoppt werden. Auch seine Unfähigkeit stößt irgendwann an ihre Grenzen... und irgendwann ist jetzt!

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tageskolumne 12.12.2014, 09:39
14. Kann moich den meisten anderen Kommentatoren hier nur anschließen:

Statt noch weitere Milliarden anzufassen, soll und muß der Flughafen erst einmal erfolgreich eröffnet werden. Inzwischen ist es ja selbst für Fachleute überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, woran es überhaupt hängt. Einige sprechen von einem Totalschaden, der nicht behoben werden kann. Andere sagen, es liege hauptsächlich an der Entrauchungsanlage, die komplett neu konstruiert werden muß. Andere schieben den schwarzen Peter an die Einmischung der Politik, die nachträglich Gebäudenutzungen verändert haben (Stichwort: Shopping-Etage), was zu drastischen technischen Konflikten führte etc.... Wie auch immer: der Plan kann und muß sein, das Ding zur Eröffnung zu treiben. Möglichst noch innerhalb der vorliegenden Baugenehmigung. Dann kann man gerne über sinnvolle Erweiterungen und den Ausbau sprechen. Tegel wird ja auch nicht über Nacht geschlossen; ein sukkzessiver Übergang ist sicher möglich. Und wenn Herr Mehdorn Rückrat hätte, würde er auch endlich sagen, ob die Eröffnung überhaupt stattfinden kann oder nicht. Statt dessen eskaliert und trickst er, vermutlich um seinen sich ja ankündigenden Abgang zu versilbern.

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reever_de 12.12.2014, 09:42
15. Echt der Brüller ...

Bei einem Flughafen, bei dem immer noch kein Eröffnungstermin feststeht, noch einen Anbau zu planen, der ebenfalls wiederrum explodierende Kosten verursacht. 177 Millionen werden veranschlagt, das glaubt keiner; sagen wir mal 450 Millionen am Ende! Bei dieser ganzen Geschichte scheint es Firmen zu geben, die am Ende "wegen Reichtum geschlossen" an die Bürotür schreiben können. Ich glaube langsam, wir sollten wirklich den ganzen Mist abreißen, eine schöne ebene Fläche hinstellen und dann eine chinesische Großfirma dranlassen: die wissen, wie so was geht mit Großprojekten- dann wird's auch was.

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Partieller Augentinnitus 12.12.2014, 09:46
16. Wie verspeist man einen Elefanten?

Stück für Stück mit etwas Flüssigkeit gut durchkauen. Und erst wenn die die Platte leer gegessen ist, sollte man eine neue bestellen.

Vielleicht wäre auch ein besserer Esser aus Sicht des Gastwirtes nützlich.

Mehdorn könnte zwar schon jetzt die Schnittstellen zu eine Erweiterung mit einplanen, aber seine Aufgabe ist wohl eher, das verdammte Ding real und asap ans laufen zu bringen und nicht auf die Entwicklung in den nächsten mfpfzig Jahren hinzuwarten.

Ein besonderer Visionär scheint er ja wohl eher nicht zu sein, wenn man den Zustand der Bahn, von Air Berlin und aktuell sogar Airbus würdigt.
Vielleicht gibt es bis dahin völlig neue Abfertigungs-, Ab- und Anflugverfahren, die eine engere Staffelung zulassen. 24 Stunden am Tag sind nämlich eine lange Zeit, um Flugzeuge, Gepäck und Passagiere sicher zu handhaben.

Andere Groß-Flughäfen konnten bisher auch immer mal wieder baulich erweitert werden. Und das auch noch während des laufenden Flugbetriebes.

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motzbrocken 12.12.2014, 09:59
17. Wo man hinschaut

Irrsinn, Unfähigkeit gepaart mit Sturheit und Arroganz. Und so was nennt sich "Elite", "Verantwortungsträger" und "Politiker". Mich wundert es nicht, dass man diesem erwähnten Teil der Bevölkerung keinerlei Achtung und Respekt mehr entgegen bringt, ja bringen kann. Es kommt nicht drauf an in welchem Land. Egal ob EU, D, CH, wirklich es ist egal. Einer wie der Andere, Hauptsache man kann dem Volk ans Bein P.ssen. Nur, um diesem Irrsinn ein Ende zu bereiten da wären weltweite Volksaufstände nötig. Aber sobald es mal jemanden gibt, der die Sache auf den Punkt bringt (Bsp die Wagenknecht der Linken) wird sie von der staatlichen Presse gleich zur Stalinistin gestempelt. Obwohl ihre Gedanken gar nicht mal so abwegig sind. Aber die Mehrheit der Menschen jubeln lieber Versagern wie Wohwereit, Mehdorn, Juncker und anderen Schreihälsen zu. Und so lange das so bleibt, sich die Leute lieber mit Facebook und Bachelors befassen, statt sich für ihre Rechte zu wehren, so lange wird sich am ganzen System nichts ändern. Es wird nur noch unverschämter weiter geführt. Frohe Weihnachten noch

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Eppelein von Gailingen 12.12.2014, 10:00
18. Will Mehdorn in die ursprüngliche, logischerweise überholte Planung von anno Tobak eingreifen?

Nur einmal zum Vergleich, München plante seinen neuen Flugplatz etwa 1971, 1974 wurde das Planfeststellungsverfahren beantragt, 1992 wurde er dann bekanntlich eröffnet. Nach nur einem Jahr stellte man fest, die ach so tolle Planung ist bereits überholt, weil Engpässe festgestellt wurden, bezogen auf die Abfertigungsgebäude. Dann muss eben von Beginn auf Erweiterung geplant werden.
Mehdorn ist nach seinem gezeigten Verhalten ein alter ostpreußischer Offizier, der mit seiner Großmannssucht, die man dieser Volksgruppe nachsagt, wie die Faust aufs Auge zum verkorksten Projekt BER-Fluchthafen passt. Anstelle erst einmal zusehen, dass dieses Dilettanten-Prunkstück überhaupt erst eröffnet wird, kann man dann im wirklichen Betrieb erkennen, wo es hapert und fehlt.
Bis heute ist die vorzügliche Planung der Münchner richtungweisend und bestens geglückt. Am besten hätte man gleich einen vorbelasteten Mitplaner von MUC-Airport eingebunden, dann würde das ganze peinliche Theater in der Großmaul-Hauptstadt nicht passiert sein. Leider wissen die Preußen immer alles besser, wenn sie für ihre Pleiten hinterher ausgelacht werden, ist ihre Haut so dick, dass sie nicht einmal mehr Rot werden. Rot-Rot steht ihnen besonders.

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Ex-Kölner 12.12.2014, 10:07
19. Nur noch grotesk...

Es mag ja sein, daß der BER zu klein ist. Aber nachdem Hartmut M. schon seit Monaten mehr Schlagzeilen durch sein Trommeln für den Weiterbetrieb Tegels als durch Fortschritte beim BER produziert, muß man den Eindruck gewinnen, daß er von der Aufgabe ablenken will, für die er eigentlich geholt wurde.

Das läßt für den BER nichts Gutes hoffen. In Anbetracht der immer noch ungelösten Probleme würde sich ein vernünftiger Mensch doch zunächst darauf konzentrieren, den in einen betriebsfähigen Zustand zu bringen und Gedanken über eventuelle Erweiterungen seinen Nachfolgern zu überlassen.

Aber es wird wohl wieder gehen wie bei der DB: Mehdorn wird vorzeitig abgelöst und kassiert munter weiter Geld.

Sehr beunruhigend, daß dieser Mensch auf Seiten der DB die Verträge fürs Spukschloß in Schuttgart unterschrieben hat... Und bemerkenswert, wie viel verbrannte Erde ein Einzelner hinterlassen kann.

Wowereit, Platzeck und Ramsauer müssen sehr verzweifelt gewesen sein, als sie ausgerechnet ihn zu ihrem Milliardengrab holten...

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