Forum: Wirtschaft
Sky-Chefs: Beschäftigte protestieren gegen Verkauf der Lufthansa-Küchen
dpa

"Wir kochen vor Wut": Die Lufthansa will sich von ihrer Catering-Sparte trennen. Bei den Mitarbeitern, die längst nicht mehr nur Flugpassagiere verpflegen, stößt das auf Widerstand.

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spiegerlguckerl 04.06.2019, 20:11
1. So geht daa im Real Existierenden Kaputalusmus:

möglichst viel durch Subunternehmen arbeiten lassen, die ihrerseits Sub-Subunternehmen einschalten. Natürlich mittels ausbeuterischer Arbeitsbedingungen für die Lohnsklaven. Letztendlich ist keiner verantwortlich. Organisierte Verantwortungslosigkeit heisst dieses Geschäftsmodell. Daran ist der Real Existierende Sozialismus zugrunde gegangen, und bald wohl auch sein real existierender kapitalistischer Zwilling. Missgeburten beide.

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KevinPriegnitz 04.06.2019, 20:42
2. ach ist es auch schon "ganz oben" angekommen?

BurgerKing McDonalds, Kaufland und diverse andere Unternehmen arbeiten nur noch auf diesem Prinzip. Sie halten den Namen dafür her das alle billig für sie arbeiten!

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micsei 04.06.2019, 21:01
3. Dem Trend folgend

Das Problem ist nicht so sehr, dass die Küche zu teuer kocht, sondern viel mehr, dass man insgesamt weniger Essen ausgeben möchte. Innereuropäisch z.B. nur Sandwiches. Aber auch die sollen wohl wegfallen. Damit werden Arbeitskräfte überzählig und ein Grossunternehmen kann sich nur schwer von Mitarbeitern trennen

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Algol-Paradoxon 04.06.2019, 21:36
4. Organisierte Verantwortungslosigkeit

Jep, erkenne das Prinzip bei der Firma eines dort arbeitenden Freundes wieder: Internationaler Großkonzern mit Tochter (zugekauft) und Enkeltochter (mit der Tochter zugekauft): die einst top laufende Enkeltochter wird mit unerfüllbaren Vorgaben ausgeplündert, Kollegen intrigieren plötzlich oder resignieren (aufgeteilt in seelenlose 8Stunden-Abarbeiter und Kündigende).
Und der Endkunde bezaht die ganze Brühe.
Echt entmutigend, wenn man sowohl realen Soz und realen Kap kennengelernt hat und offenbar keins von beiden richtig funktioniert ...

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kuschl 04.06.2019, 22:11
5. Nur konsequent

Wenn an Bord nur noch Billigservice geboten wird, ist der Verkauf nur konsequent. Das ist die Zukunft des ganzen Landes. Billig und schlecht. Wer nur noch 9.99 für das Ticket zahlen will, darf keinen Service an Bord erwarten. Siebentausend Arbeitsplätze interessieren auch nur dann, wenn man selbst dabei ist, ansonsten zieht die Karawane weiter.

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max-mustermann 04.06.2019, 22:12
6.

Alles für die Rendiete, erst wenn der letzte Mitarbeiter ausgesourct ist und dann als billiger Leiharbeiter, Sub Sub Unternehmer oder Scheinselbständiger wiederangestellt ist sind die Chef BWLer zufrieden.

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hoeffertobias 04.06.2019, 22:13
7. Was auch völlig richtig ist, denn...

Zitat von micsei
Das Problem ist nicht so sehr, dass die Küche zu teuer kocht, sondern viel mehr, dass man insgesamt weniger Essen ausgeben möchte. Innereuropäisch z.B. nur Sandwiches. Aber auch die sollen wohl wegfallen. Damit werden Arbeitskräfte überzählig und ein Grossunternehmen kann sich nur schwer von Mitarbeitern trennen
... der Aufwand, um das Essen in der Luft zu servieren ist enorm und erhöht das Startgewicht der Flieger signifikant. Unterm Strich für 3-stündige Flüge reine Ressourcenverschwendung. Würde der Kunde wissen, was ihn das Menü kostet und wählen können, würde er sich mit einem Sandwich begnügen und am Zielort zweimal auf hohem Niveau speisen. Durch die Billigflieger wird einem diese Wahl recht leicht gemacht. Insofern ist hier nicht die Lufthansa der Böse, sondern wahlweise der Kunde oder die Realität. Aber auf die Unternehmen schimpfen ist ja so viel einfacher, als die wahren Ursachen zu hinterfragen...

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brazilian_german 05.06.2019, 00:11
8. Essen im Flieger

Die Lufthansa ist eine Fluglinie und kein Catering service. Außerdem gibt nur noch essen auf langen Flügen und in der extra klasse. Auf jeden Amerikanischen Flugplatz gibt es schon seit zehn Jahren fast Food Restaurants um essen in den Flieger mitzunehmen. Außerdem hat man so wie so kein platz im Flugzeug zu essen.

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raoul2 05.06.2019, 00:20
9. Outsourcing

Verständlich, daß man zugunsten der Aktionäre und der Konzernführung und zulasten der MitarbeiterInnen einen "Schnitt" machen möchte - das Wegrationalisieren des Sandwichs darf also nur der Anfang sein. Wie wär's mit einem SB-Buffet in First und Biz?

Mir wird echt übel.

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