Forum: Wirtschaft
Slowakei: Wenige Cent mehr Lohn - deutsche Firmen sind empört
DPA

Die Slowakei ist das Billiglohnland der Euro-Zone, jetzt sollen Arbeiter etwas höhere Schichtzulagen bekommen. Geht gar nicht, wettern deutsche Unternehmen. Cooler bleibt die Konkurrenz aus Österreich.

Seite 3 von 7
sailor1818 30.04.2018, 12:53
20. Schamlose Ausbeutung von a bhängigen Arbeitnehmern

ist die bevorzugte Masche von unfähigen visionslosen Vorständen, die vor allem in der sog. "Deutschland AG" anzutreffen sind. Dafür läuft es seit längerer Zeit gerade für diese Leute finanziell blendend mit Boni und Basisgehältern in der Größenordnung globaler Großkonzerne. Und die Groko schaut zu und lacht sich ins Fäustchen ...

Beitrag melden
bretone 30.04.2018, 12:53
21. Es ist ein Unding ...

„“Die von der Regierung beabsichtigte dramatische Erhöhung der Mindestzuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit gefährdet den Industriestandort Slowakei", kritisierte die Wirtschaftslobby damals.“ Das Einzige, was hier gefährdet wird, ist die Maximierung der Marge solcher Unternehmen. Es ist ein Unding, dass so etwas im heutigen Europa noch existiert. Die Bürger der EU sollten in allen Mitgliedsstaaten die gleichen Bedingungen vorfinden.

Beitrag melden
kassandra21 30.04.2018, 12:53
22. Tja...

..da würde ich doch allen Kritikern raten, mit gutem Beispiel voranzugehen. Also, Ärmel aufgekrempelt, die Herren Wirtschaftsbosse, und die Nacht- und Wochenendarbeit selber erledigen!
Nur so sind die Profite zu retten und das ist doch ihr Job, oder habe ich das falsch verstanden?

Beitrag melden
barzussek 30.04.2018, 12:54
23. Diese Arbeitgeber kann man nicht ernst nehmen

Vor Einführung des Mindestlohnes ist der Zusammenbruch der Wirtschaft erklärt worden jetzt sind die Gewinne so hoch wie noch nie Es sollen Gewinne gemacht werden aber nicht auf Kosten der Arbeitnehmer und jenen welche den Hals nicht voll bekommen können sei gesagt sie arbeiten am Niedergang des Kapitalismus

Beitrag melden
barrakuda64 30.04.2018, 13:03
24. Kaum zu glauben

Ich wußte zwar, dass die Slowakei ein Billiglohnland ist, aber dass der Mindeststundenlohn 2,80 € beträgt, das ist fast unglaublich. Selbst verglichen mit dem ehemaligen Landesteil, dem heutigen Tschechien, ist das lächerlich. Aber wirklich skurril wird es, wenn man bedenkt, dass die Slowakei direkt an Österreich grenzt und in Österreich ein ähnliches, oft sogar besseres Gehaltsniveau herrscht. Von der Rente ganz zu schweigen, denn da staunen sogar deutsche Arbeitnehmer! Dass so etwas auf Dauer nicht gutgehen kann, in einem Europa, in dem die Großverdiener, Politiker, Manager, also alle, die sich die Taschen vollstopfen, permanent von Werten, Menschenwürde und Glaubwürdigkeit reden, muss sogar dem Dümmsten einleuchten. Im Gegenteil, mich wundert es, dass es so lange ging und vermutlich noch einige Zeit gehen wird. Ein Europa mit derart unterschiedlichen Strukturen und Leveln wird sowieso keinen Bestand haben.......................hier soll zusammengezwungen werden, was nicht gemeinsam kann. Mit Mazedonien, Montenegro usw. kommen die nächsten Kandidaten, die von der korrupten Kapitalistenmafia aus Deutschland ausgenutzt werden kann - zumindest eine gewisse Zeit. Und all denen, die wegen ein paar Cent den Untergang der Wirtschaft vorhersagen, sei ein Blick auf ihren Gehaltszettel empfohlen - da finden sich sicher mehr als 300 bis 900 €/mtl. Da freue ich mich schon auf die Keule, die Donald Trump Europa mit seiner Strafzollkeule überbraten wird! Gegen den traut sich der zerstrittene Laden Europa nämlich nichts zu unternehmen. Außer ein paar lauen Wörtchen und einer Drohung mit der WTO fällt der EU nichts ein. Im Übrigen haben die USA sich bei der WTO in den 70er Jahren ein Hintertürchen offengehalten, dass es ihnen ermöglicht jederzeit ohne Konsequenzen aus den Handelsverträgen auszusteigen. Das wird sicher teurer, als ein paar Cent Lohnerhöhung für den slowakischen Arbeiter.

Beitrag melden
horstenporst 30.04.2018, 13:06
25.

Immer wieder darf die neoliberale Wirtschaftslobby ihr Mantra, höhere Mindestlöhne würden Arbeitsplätze gefährden, unwidersprochen hinausposaunen. Ich kopiere hier einfach nochmal meinen Beitrag von vor 2 Wochen: Ein höherer Mindestlohn gefährdet keine Arbeitsplätze! Das kann man gut in den USA beobachten, wo es unterschiedliche Mindestlöhne in den einzelnen Staaten gibt. Studien konnten keinen Zusammenhang zwischen Höhe des Mindestlohns und Arbeitslosigkeit finden. Zitat: "However, the United States Department of Labor reviewed 64 studies on the effects of minimum wage increases and unemployment, finding no correlation between the two." Quelle: https://www.investopedia.com/articles/personal-finance/013015/how-minimum-wage-impacts-unemployment.asp
Zitat: "Nevertheless, we analyzed more than two decades worth of minimum-wage increases in U.S. states and found no clear evidence that the minimum wage impacts aggregate job creation during periods of high unemployment."
Quelle: https://www.americanprogressaction.org/issues/economy/news/2013/12/03/80222/raising-the-minimum-wage-would-help-not-hurt-our-economy/

Beitrag melden
alex77lubu 30.04.2018, 13:09
26. Ich schäme mich

Für die Gier deutscher Unternehmer. Reicht es nicht, hier die Leute auszubreiten? Muss das auch noch im Ausland passieren? Eigentum verpflichtet. So ein Gebaren verhöhnt das Grundgesetz. Und Merkel und Komplizen spucken darauf und auf den sozialen Zusammenhalt.

Beitrag melden
maf123sp 30.04.2018, 13:13
27.

Zitat von hexenbesen.65
kann ich nicht mehr hören. Immer nur "Ihr gefährdet die Industrienation"....bla bla bla... Da haben wohl einige Unternehmer angst, ihre Millionenschweren Dividenden nicht mehr ausgezahlt zu bekommen. Dann verdienen die "nur lächerliche" 3 Millionen anstatt 5 Millionen.. Sollen die in ......
Sie beschreiben es sehr schön. Ohne ein deutliches Lohngefälle macht es wenig Sinn, im Ausland zu produzieren (außer es ist auch der Absatzmarkt).
Dies hat nun der Geschäftsführer der Slowakischen Handelskammer erkannt und warnt davor, dieses Lohngefälle zu reduzieren - denn dann gehen die Firmen weg.
Ich würde den Slowaken und all den anderen Arbeitskräften im Ausland gerne höhere Löhne gönnen. Doch es sollte hier in Deutschland dann jedem klar sein, dass die Preis für alle Importartikel steigen werden und Urlaub im Ausland nicht mehr so einfach möglich sein wird. Wir müssen ein gehöriges Stück Kuchen abgeben, um unseren eigenen moralischen Vorstellungen wirklich nachzukommen.

Beitrag melden
plutinowski 30.04.2018, 13:14
28. Bedingungen können sich ändern

Zitat von bebreun
Wenn ausländische Firmen in der Slowakei investieren, dann tun sie das wegen günstiger Rahmenbedingungen wie Löhne, Steuern etc. Sobald diese sich ändern werden solche Standorte wirtschaftlich uninteressant und neue .....
Fast jedes Unternehmen, fast jeder Selbständige unterliegt knallhartem Wettbewerb. Das ist nichts Besonderes. Bedingungen können sich nun mal ändern, damit muss man als Unternehmen zurechtkommen. Wenn sich für kleine Unternehmen und Einzelunternehmer die Bedingungen ändern, kräht doch auch kein Hahn danach.

Beitrag melden
marty_gi 30.04.2018, 13:17
29. Ausbeutung

Ist halt schade, wenn sich andere nicht mehr so leicht ausbeuten lassen wie bisher....dann muss man ihnen damit drohen, dass es anderswo eben noch welche gibt, die sich ausbeuten lassen.... Aber Hauptsache die Manager bekommen weiterhin Millionen.

Beitrag melden
Seite 3 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!