Forum: Wirtschaft
So will Europa Putins Gas-Herrschaft brechen
REUTERS

Europa will weniger abhängig von Russlands Gas werden. Nun hat die EU-Kommission nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen 14 Projekte definiert, um sich aus anderen Quellen zu versorgen.

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prince62 09.02.2016, 09:32
1. Die Schulden der Ukraine wurden und werden von Brüssel bezahlt.

Zitat von kobra21
Ein zweites oder sogar drittes Standbein ist im Energiesektor nie verkehrt. Andererseits ist Nordstream ein gutes Projekt. Es kann schließlich nicht sein, dass die Ukraine ihre Fehden mit Russland auf Kosten Europas und vorallem Deutschlands austrägt. Die Ukraine zahlt ihre Schulden an Russland nicht und bekommt dann jein Gas mehr. Ein normaler Vorgang überall auf der Welt. Dann plustert sich die Ukraine auf und erwartet, dass Europa die hausgemachten Probleme löst. So kann es ja wohl nicht gehen. Darum ist eine Energieversorgung, die außerhalb der Ukraine verläuft, für Deutschland der bessere Weg.
Mal zur Erinnerung, seit 2014 übernimmt die EU in Brüssel alle Zahlungen der Ukraine an Rußland, also auch die Schulden wurden bereits bezahlt, oder das Geld wurde von den Oligarchen in Kiew selbst behalten,

der damalige EU-Ratspräsident Barroso hatte dies vor dem EU-Parlament versprochen, daß ab sofort die EU sämtliche Rechnungen der Ukraine an Rußland bezahlen wird,

sollte wie berichtet trotzdem nichts an Moskau bezahlt worden sein, dann sollte die EU mal ganz ganz schnell aufklären, ob und wie viel Geld bislang bezahlt wurde und vor allem, warum dann nichts in Moskau angekommen ist.

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milpark 09.02.2016, 09:32
2. Ideologie statt Fakten

Russland hat noch nie jemandem den Gashahn zugedreht, der das Gas auch bezahlt hat. Die Ukraine ist nicht nur ein säumiger Zahler, sondern ein Wegelagerer. Insofern steht nicht die Unabhängigkeit, sondern die von der Ukraine auf der Tagesordnung. Deshalb ist Schröders Nordpipeline das einzig Richtige.

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nordschaf 09.02.2016, 09:39
3. Gabriel?? Schröder!!!

Wieso wird denn in diesem Zusammenhang Siegmar Gabriel an den Pranger gestellt? Liebe Journalisten, so kurz ist unser Lesergedächtnis nun auch wieder nicht. Den Nordstream-Deal hatte doch Schröder unmittelbar zum Ende seiner Kanzlerschaft eingefädelt und sich dann direkt als Berater ins Management von Nordstream abgesetzt. Ein Schelm, wer hier an Lobbyismus und Genossenselbstversorgung denkt.

Gabriel wird nicht viel anderes übrig bleiben, als die damals geschlossenen Verträge anzuerkennen. Allerdings wundert es mich, dass Schröder in letzter Zeit wieder öfter in Artikeln auftaucht. Ich will doch stark hoffen, dass er nicht eine Rückkehr in die Politik erwägt.. Wie man sieht, haben wir ja noch an seiner letzten Tätigkeit als Politiker zu knabbern.

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Sergeij 09.02.2016, 09:41
4. In Deutschland politisch nicht gewollt...

Eine Diversivizierung der Gasbeschaffung ist in Deutschland politisch nicht gewollt. Schon unter der Schröder-Regierung wurden Pläne für ein LNG-Terminal in WHV torpediert und letztendlich nicht umgesetzt (siehe auch die Antwort 18/1299 auf die kleine Anfrage 18/1145 der Grünen im Bundestag). Man kann nur vermuten, was der Grund dafür war und immer noch ist...

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WeißteBescheid 09.02.2016, 09:42
5. Komische Logik

Aus einer russischen Abhängigkeit wird nun eine norwegische + US-amerikanische.
Jedes Land, das nicht ausreichend fossile Brennstoffe aus eigenen Lagerstätten fördert, fördern kann bzw. fördern "darf", ist abhängig von irgendwelchen Lieferanten. Zu den unterschiedlichen wirtschaftlichen Parametern zwischen transatlantisches Flüssig-Gas und Pipeline-Gas aus der direkten Nachbarschaft muss ja nichts gesagt werden.

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abc-xyz 09.02.2016, 09:42
6. Erfreulich

Jede Schritt, der uns von der Gaswaffe Russlands unabhängiger macht, ist ein guter Schritt. Mit Putin kann man jedenfalls keine Vertrauensbasis bilden.

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friedel99 09.02.2016, 09:42
7. Ukraine

Wenn die Ukraine ihre Korruptionsprobleme in den Griff kriegen würden bräuchten sie auch kein Geld aus Brüssel und könnten ihre Schulden bei den Russen bezahlen. Northstream ist also nur gut für uns.

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silverhair 09.02.2016, 09:43
8. Anmerkungen:

1) Der Energiehunger der Westlichen Welt ist so gigantisch, das schon heute absehbar ist , das in 10 Jahren, wenn diese Projekte dann anfangen zu greifen, der Bedarf an Gas wohl um 100% gestiegen sein wird, man also nichts "einspart" sondern sich gerade mal auf dem Weg befindet die Resourcen der Welt noch weiter auszuplündern!

2) Putin? Ich warte noch auf das Gesetz der EU-Kommission das säumingen Schuldnern der Privathaushalte erlaubt , Strom und Gas zu beziehen, und denen man bei nichtbegleichung der Rechnung dann sogar noch Staatlich von der EU-Kommission diese Rechnungen bezahlt!

Solange kein Solches Gesetz zu sehen ist, stellt sich diese "Der hat ja böse" schlichtweg einfach als billige und ziemlich abartige Hetze gegen einen Lieferanten der auf bezahlen seiner Rechnungen dringt und alle mittel , nämlich das abschalten der Leitungen zurückgreift.
Überall in Europa gilt der Grundsatz das nach spätestens 4 Wochen nicht bezahlen einfach die Leitungen dicht sind .. und das sogar dieses Recht mit staatlicher Gewalt (Gerichtsvollzieher) durchgesetzt wird.. Komischerweise scheint die EU-Kommission dieses Recht aber weder zu kennen geschweige den umsetzen zu wollen.. Den ansonsten hätte sie der Ukraine nicht ebenfalls drohen müssen, sondern mal ganz fix all die Mrd. die man den dortigen Oligarchen in den Arsch schiebt schlicht und einfach nicht überweisen dürfen!

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derwadenbeisser 09.02.2016, 09:46
9.

Zitat von milpark
Russland hat noch nie jemandem den Gashahn zugedreht, der das Gas auch bezahlt hat. Die Ukraine ist nicht nur ein säumiger Zahler, sondern ein Wegelagerer. Insofern steht nicht die Unabhängigkeit, sondern die von der Ukraine auf der Tagesordnung. Deshalb ist Schröders Nordpipeline das einzig Richtige.
Die Russen haben der Ukraine die Krim weg genommen und müssen dafür bezahlen. Ebenso müssen die Russen für den Wiederaufbau im Donbass bezahlen. Alles was sie dort zertrümmert haben auf ukrainischen Staatsgebiet.

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