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Sofortkredite, Handyverträge, Online-Handel: Warum Sie öfter nach der PIN gefragt wer
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"Ein seriöser Anbieter wird Sie nie nach Ihrer PIN fragen": Was früher ehernes Gesetz war, verliert an Bedeutung. Immer mehr Anbieter wollen einen Blick in das Konto werfen. Wie riskant ist das?

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rgw_ch 30.07.2018, 06:47
40. Alternativlos

Solange man noch Alternativen hat, kann man über die naiven Leute lächeln, die irgendwelchen Geschäftemachern aus Gründen der Bequemlichkeit Zugang zu ihrem Konto geben. Das Problem ist aber: Die Naiven sind dermassen in der Überzahl, dass wir früher oder später gar keine Alternativen mehr haben werden. Es wird dann einfach keinen Handyanbieter, Vermieter, Versicherer etc. mehr geben, der einen Vertrag ohne Kontozugriff anbietet. Und die Missbräuche werden natürlich zunehmen. Kriminelle werden die Daten abfischen, und Konten werden entweder leergeräumt oder mit jahrelangen, unbemerkten Klein-Abbuchungen gemolken.

Dass der Gesetzgeber so etwas zulässt, ist ein (weiteres) Armutszeugnis.

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SusiSonnenschein 30.07.2018, 06:58
41. Einfache Antwort.

Auf die aufgeworfene Frage des Autors "Was ist dabei zu beachten?" gibt es eine und nur eine vernünftige Antwort:
Man sollte einfach darauf achten dies zu verweigern und daran denken den Anbieter zu Fragen, was dies für ein unseriöser Mist ist und ihm sagen, dass er da hin soll wo der Pfeffer wächst.

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zac.m 30.07.2018, 07:03
42. Boykott

der Unternehmen, die solche Methoden anwenden. Meine Zahlungsdaten gehören mir und keinem anderen. Ich verzichte lieber auf die "Dienstleistungen" dieser Unternehmen, als fremden Menschen Zugang zu gewähren. Aber wie könnte man es andererseits den Unternehmen verdenken, gibt es doch immer mehr "Kunden" die "keine Probleme" haben, alles in ihrem Leben vor der Öffentlichkeit breitzutreten. "Ich habe nichts zu verbergen" heißt es dann lapidar, wundern sich aber, dass man dann tatsächlich alles über sie weiß. Facebook hat uns allen geschadet und Instagram ist nicht besser.

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thiloj 30.07.2018, 07:15
43. Möglichkeiten 3 und 4

Für mich wäre die Weitergabe von PIN (und erst recht TAN) ebenfalls ein No-Go. Warum als dritte Möglichkeit nicht anstatt Screen-Scraping einfach Screen-Sharing betreiben, indem man dem Sachbearbeiter der neugierigen Firma erlaubt, per Fernschalte den eigenen Desktop zu sehen, auf dem MAN SELBST die Zugangsdaten eintippt? Und wenn es neue um die Transaktionshistorie gehen sollte: Kontoauszüge ausdrucken und per Post schicken.

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Plasmabruzzler 30.07.2018, 07:23
44.

Ob legal oder nicht - solche Machenschaften unterwandern peu à peu die Persönlichkeitsrechte und führen den Datenschutz ad absurdum. Wer so etwas mitmacht, wurde wohl mit dem Klammerbeutel gepudert. Ich würde niemals meine PIN für irgendwas an irgendwen herausrücken oder gleich entgegnen mit "Ich habe gar kein Online-Konto".
Leider sehe ich dabei nicht nur unsere Gesetzgebung in der Pflicht, sondern auch die Bevölkerung. Damals hatte man noch heftigst gegen die Volkszählung demonstriert und heute unterwirft man sich freiwillig Diensten wie Facebook, WhatsApp, Google, Amazon und co. Vorläufiger Höhepunkt war für mich bislang, dass WhatsApp in seine AGB schrieb, dass der Nutzer die Zustimmung eingeholt hat, Daten seiner Kontakte an Facebook übertragen zu dürfen. Und was hat sich getan? Es scheint legal zu sein und WA erfreut sich immenser Beliebtheit.
Ich fürchte, dass Firmen ab sofort nicht mehr allein auf Kontobewegungen aus sind, sondern bald auch auf medizinische Daten, d. h. bei Abschluss eines Krankenversicherungsvertrags werden online alle Daten vom Hausarzt und/oder weiteren behandelnden Ärzten eingeholt. Auch wenn die Aussage abgenutzt klingt, mag sie trotzdem wahr sein: Wehret den Anfängen!

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Max Super-Powers 30.07.2018, 07:47
45.

Meine zutiefst ehrliche Meinung dazu: Wie bescheuert muss man sein, um irgendwem seinen Bank-PIN zu verraten? Ganz im Ernst. Auf der einen Seite ist heute gefühlt jeder ein "Datenschützer", der sich vor Facebook, Drittpartei-Cookies und Co. fürchtet, auf der anderen Seite dann solch ein Schwachsinn. Ich verstehs einfach nicht. Und dann rumheulen, wenn einem das Konto leergeräumt wird.

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jutta_weise 30.07.2018, 08:00
46.

Zitat von levitenknaller
In USA, gibt es einen eindeutigen Schlüssel für jede Person im Lande - Sozialversicherungs-Nummer, 10 Nummern lang xxxx.xx.xxxx und wird überall als Erkennung verwendet, vollständig, 10 Nummern oder Teile davon, meistens die letzten 4 Nummern - Versicherungen, Banken, Kredit-Anstalten, Stadtverwaltungen, was, immer... Traum aller Geschäfte, ein Schlüssel und alles kann darauf bezogen werden. Protestieren dagegen - vergiß es! Gibst sie nicht aus, kriegste keinen Service..., schreib eine Beschwerde, viel Glück! Aus dem Lande Trump.....
gibt es seit ewigen Zeiten auch in Schweden!

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Plasmabruzzler 30.07.2018, 08:00
47.

Zitat von thiloj
Und wenn es neue um die Transaktionshistorie gehen sollte: Kontoauszüge ausdrucken und per Post schicken.
Bei solchen Infos sind auch Daten Dritter zu sehen, die niemanden, außer die überweisende Person und die empfangende Person etwas angehen. Ich lasse ja auch niemanden auf mein Filofax zugreifen, um meine Termine oder Kontakte zu durchforsten.
Außerdem erkenne ich die Sinnhaftigkeit solch einer Aktion überhaupt nicht. Um festzustellen, ob ich liquide bin, recht eine SchuFa-Auskunft und/oder die Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate.

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acitapple 30.07.2018, 08:02
48.

Will gar nicht wissen was möglich wäre, wenn ein frustrierter Mitarbeiter mal eben diese Daten entwendet und ins Internet stellt oder Hackern übergibt. Als nächstes kommen Klauseln in die AGB, die die Weiterverwendung speziellen Zwecken regeln. Dann werden die Admins zu Blockwarten und melden verdächtige Zahlungen an die Behörden oder weiß der Teufel was die noch alles damit anstellen. Aber zum Glück ist die Regierung ja der Meinung, dass man finanzielle Kompetenz im Elternhaus erlernt. Da freuen sich diejenigen, die Üblees im Schilde führen, denn ein zu großer Teil der Bevölkerung hat diese Kompetenz eben nicht und gibt sie auch so weiter.

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Baustellenliebhaber 30.07.2018, 08:05
49. Niemals

Bekommt jemand online meine Pin, lieber kaufe ich nichts oder gehe zu meiner Hausbank.
Wer diese Nummer herausgibt kann nicht allen Latten am Zaun haben.

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