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Sojaanbau in Südamerika: Wie der Urwald für deutsches Fleisch gerodet wird
Mighty Earth

In Südamerika werden Tausende Hektar Urwald gerodet, ein einzigartiges Ökosystem ist bedroht. Unternehmen schaffen dort riesige Flächen für den Anbau von Sojabohnen - vor allem für deutsche Fleischproduzenten.

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fettdeckel 26.03.2018, 10:34
1. Rindfleisch

Auch wenn sich die Umweltschützer momentan auf Stickoxid einschießen und CO2 nicht mehr ganz "im Trend" ist: Mehr als 50% des weltweiten CO2s werden direkt oder indirekt durch Rindfleischproduktion, vor allem in Südamerika, in die Atmosphäre geblasen.
Autos (inklusive LKWs usw) machen dagegen weniger als 8% aus.
Das ist tatsächlich mal ein vernünftiger Grund weniger Fleisch zu essen (man muss ja nicht gleich Veganer werden...).
Es gibt einer super Dokumentation namens "Cowspiracy" zu dem Thema.Vielleicht sollte man sich mal in diese Richtung engagieren anstatt sich mit Autos zu beschäftigen, die verschrottet und gegen neue Modelle ausgetauscht werden, die ein kleines bischen weniger Abgase produzieren. Nicht, dass das nicht gut wäre, aber der positive Effekt, der darauf für die Umwelt entsteht, ist minimal.

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remcap 26.03.2018, 10:40
2.

Eher für den Umschlagsplatz in Deutschland würde ich sagen, wo diese dann in Europa weiter verteilt wird. Aber jetzt nur Deutschland als den Einzigen Verbraucher darzustellen, ist so nicht richtig.
Die Kunst liegt doch darin genau Herauszufinden wer für wen Produziert und wer die Eigentümer dieser Plantagen in Südamerika sind. In diesem Fall macht man es sich aber sehr einfach, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.

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bigroyaleddi 26.03.2018, 10:41
3. Es ist eine Ungeheuerlichkeit!

Da dachte ich, die schlimmsten Zustände - gerade bei den Urwqldrodungen hätte man schon gehört - da muss ich feststellen, dass alle Schreckensmeldungen aus der Vergangenheit immer wieder getoppt werden können. Um das noch mal ganz klar herauszustellen: hier arbeiten Multinationale kapitalistische Monopolisten an Gewinnmaximierung unter bewusster Inkaufnahme von Umweltzerstörungen, Umweltvergiftungen und Vertreibungen.

Und das schärfste ist, unsere deutsche und europäische Landwirtschaft wird durch diese Handslungsstränge dabei auch noch erheblich unter Preisdruck gesetzt. Wie lange wollen wir uns eigentlich diese Sauereien noch gefallen lassen? Wenn diese Unternehmen so weitermachen können wie bisher, dann können wir uns auch alle Klimavereinbarungen irgendwo hinschieben. Das ist ein globaler Angriff auf die Menschheit unter dem Mäntelchen der billigen Verfügbarkeit von Fleisch.

Das ist eine Steilvorlage für Vegetarier und Veganer. Ich hoffe, die nutzen das auch entsprechend.

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C-Hochwald 26.03.2018, 10:43
4. Ist das so?

Ich stelle die Aussage infrage, daß der Urwald hauptsächlich für das Viehfutter deutscher Fleischproduzenten gerodet wird!
Ich habe das Gefühl, daß dies ein tendenziöser Beitrag ist, mit dem Ziel der Erziehung zu fleischloser Ernährung, mittels der Schaffung eines schlechten Gewissens bei uns Lesern.
Ich kann nicht überprüfen, ob die Behauptungen des Artikels stimmen, muß sie glauben oder auch nicht.
Die Medien sind voll von Artikeln, die das Verhalten der Menschen anprangern. Wenn ich mir überlege, für was ich als einzelner Mensch alles mitschuld sein soll, und mein Verhalten ändern soll, dann kann ich nur sagen SCHLUSS! Lasst mich mit eurem Negativjournalismus in Ruhe!

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Sakuraba 26.03.2018, 10:44
5. Ist doch alles längst bekannt!

Als ob das eine neue Nachricht ist. Jeder der sich minimal mit dem Thema beschäftigt weiß das schon. Aber den Verbrauchern ist das egal, hauptsache das Fleisch ist schön günstig, damit man im Idealfall zwei bis drei Mal am Tag Fleischprodukte zu sich nehmen kann.

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regiles 26.03.2018, 10:44
6. Nur halb so viel Fleisch essen und vieles wäre besser

Wenn alle nur einfach halb so viel Fleisch essen würden, wäre in der Welt einiges um ein Vielfaches besser.
Hier geht es nicht darum Vegetarier zu werden, sondern einfach nur darum, die Hälfte an Fleisch zu essen.

Die Vorteile:
Deutlicher weniger Landverbrauch für das Tierfutter, deutlich mehr Fläche für den Anbau gesunder Nahrung, deutlich weniger Wasserverbrauch für die Tieraufzucht, weniger Antibiotika- und Medikamenteneinsatz und somit deutlich kleineres Risiko für multiresistente Keime, deutlich weniger Gülle und somit deutlich weniger Nitratbelastung des Trinkwassers, deutlicher weniger Methanbelastung und somit effiziente Reduzierung von Treibhausgasen, geringerer Einsatz von Pestiziden, weniger Fettleibigkeit, weniger Herz-Kreislauferkrankungen, niedrigere Krebsrate. Und schlussendlich: Weniger Tierleid.
Nachteile gibt es nicht.

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sponcon 26.03.2018, 10:44
7. Der Urwald ...

... wird auch für Biosprit, Palmöl und -fett gerodet. Hat mit Fleisch nicht das gringste zu tun.

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querdenker1964 26.03.2018, 10:49
8. und die "Moral" von der Geschicht....

werdet Vegetarier ;) Geht aber auch nur eingeschränkt, da Soja und Bananen und wohl etliche andere pflanzliche Lebensmittel ebenfalls auf gerodeten Flächen angebaut werden - am Besten gar nichts mehr essen - aus Solidarität mit denen die auch nichts zu Essen haben - leerer Magen aber "gutes Gewissen" ;) Ich gehe jetzt zu Aldi und kaufe mir.......

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hitcher 26.03.2018, 10:51
9. und jetzt?

Was ist die Konsequenz? Darf ich jetzt kein Fleisch mehr essen? Wenn für Deutschland schon so viel gerodet wird, wie groß ist die zusätzliche Fläche für Frankreichs Fleischesser? Oder die Fleischesser der anderen EU- Länder?
Ich lass mir hier kein schlechtes Gewissen einreden, nur weil ich mal bei ALDI Grillgut einkaufe.

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