Forum: Wirtschaft
Sojaanbau in Südamerika: Wie der Urwald für deutsches Fleisch gerodet wird
Mighty Earth

In Südamerika werden Tausende Hektar Urwald gerodet, ein einzigartiges Ökosystem ist bedroht. Unternehmen schaffen dort riesige Flächen für den Anbau von Sojabohnen - vor allem für deutsche Fleischproduzenten.

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pek 26.03.2018, 14:23
170. Lügenpresse?

Gut, gebe zu, hab mich kurz gefasst. Mir ist auch bewußt das ich die Welt nicht retten kann. Sie scheinen aber den Artikel nicht gründlich gelesen zu haben, denn dann würden sie mir zustimmen das hier alles gut durchgerührt und mit "Meinung" angereichert wurde.
Ja, auch ich finde manches in der "Industriellen Landwirtschaft" nicht optimal. Andererseits wollen knapp 8 Milliarden ernährt werden. Und das zu bezahlbaren Preisen. Was wollen sie denn ändern, ohne mit Dirigismus zu operieren?
Zum Schluß noch was konstruktives: Auf abgeholztem "Regenwald" kann man keine Landwirtschaft betreiben. Leider. Die Böden geben das nicht her. Das musste Brasilien schmerkhaft lernen, als es seine Landlosen auf gerodeten Regenwald umsetzte.
Ich bin Fotograf, kein Lohnschreiber. Das nehme ich ihnen aber nicht übel.

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derleibhaftige 26.03.2018, 14:26
171.

Zitat von fleischwurstfachvorleger
wenn ich inh nicht töte (sagt der Auftragskiller, der Mafia), dann nimmt ein anderer den Auftrag an. Ich kann dieses Totschlagargument, welches auch sehr gern in der Waffenindustrie genutzt wird, einfach nicht mehr hören. Was Sie vergessen haben, sind die "sicheren Arbeitsplätze" in der fleischverarbeitenden Industrie. Sind zwar nur selbständige Wanderlohnsklaven, aber die wollen ja schließlich auch ein Schnitzel auf dem Teller.
Der deutsche Bauernverband nagt deswegen sicherlich nicht am Hungertuch, wird ja auch noch kräftig mit EU Subventionen gestützt dafür.
Und Wanderlohnsklaven gibt es in jeder Branche, ist ja auch von der Politik so gewollt, dass es immer genügend davon gibt.

Jetzt müsste man denen eben nur noch vorschreiben, was sie noch essen dürfen und die Sache wäre perfekt.

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deftone23 26.03.2018, 14:28
172. Schön den Kopf in den Sand stecken!

Zitat von C-Hochwald
Ich stelle die Aussage infrage, daß der Urwald hauptsächlich für das Viehfutter deutscher Fleischproduzenten gerodet wird! Ich habe das Gefühl, daß dies ein tendenziöser Beitrag ist, mit dem Ziel der Erziehung zu fleischloser Ernährung, mittels der Schaffung eines schlechten Gewissens bei uns Lesern. Ich kann nicht überprüfen, ob die Behauptungen des Artikels stimmen, muß sie glauben oder auch nicht. Die Medien sind voll von Artikeln, die das Verhalten der Menschen anprangern. Wenn ich mir überlege, für was ich als einzelner Mensch alles mitschuld sein soll, und mein Verhalten ändern soll, dann kann ich nur sagen SCHLUSS! Lasst mich mit eurem Negativjournalismus in Ruhe!
Im Prinzip können Sie alles infrage stellen, sollten dann aber in der Lage sein ihre Skepsis mit Argumenten zu untermauern.

Tendenziös ist an dem Artikel gar nichts. Im Gegenteil, es geschehen noch widerlichere Dinge als hier dargestellt.

Doch, Sie können die Behauptungen überprüfen. Sofern man denn will. Und ja, Sie sind Mitschuld daran. Höre ich da etwa das schlechte Gewissen heraus? Ignorieren Sie es ruhig weiter, die Probleme verschwinden trotzdem nicht ;)

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hwdtrier 26.03.2018, 14:31
173. @ Turambar

Auch wenn Sojaöl nur 25% ausmacht: es ist der wichtige Teil. Soja liefert halt nur 25% Öl. Aber die werden gebraucht für den Ölbedarf. Der Rest : Tofu und andere Vegetarierorodukte und was dann übrig bleibt ist fürs Vieh

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deftone23 26.03.2018, 14:36
174.

Zitat von ScheinweltBasher
Wo bekommen Sie dann das lebensnotwendige Vitamin B12 her? Es ist Ihnen schon klar, dass Vegane Ernährung eben NICHT gesund und schon gar nicht "Artgerecht" ist?! Die Menschheit wäre schlicht nicht mehr hier, wären alle Veganer geworden zu einer Zeit, wo man Vitamin B12 nicht künstlich herstellen konnte! Diese Debatte erinnert mich sehr an "Ideocrazy". Die Medien haben hier einen sehr großen Einfluss bei der Gehirnwäsche.
Mich erinnert diese Debatte auch an Idiocracy, aber eben anders herum.

Sie vergleichen den heutigen Menschen mit dem der alles gegessen hat um zu überleben. Darüber hinaus, wir können jetzt B12 künstlich herstellen. Wo bleiben denn jetzt ihre Argumente pro Fleischkonsum um an B12 zu gelangen?

Dass vegane Ernährung per se nicht gesund sei ist Quatsch. Offensichtlich haben Sie einfach keine Ahnung von dem Thema, sind da allerdings in guter Gesellschaft.

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Turambar 26.03.2018, 14:37
175.

Zitat von pek
Gut, gebe zu, hab mich kurz gefasst. Mir ist auch bewußt das ich die Welt nicht retten kann. Sie scheinen aber den Artikel nicht gründlich gelesen zu haben, denn dann würden sie mir zustimmen das hier alles gut durchgerührt und mit "Meinung" angereichert wurde. Ja, auch ich finde manches in der "Industriellen Landwirtschaft" nicht optimal. Andererseits wollen knapp 8 Milliarden ernährt werden. Und das zu bezahlbaren Preisen. Was wollen sie denn ändern, ohne mit Dirigismus zu operieren? Zum Schluß noch was konstruktives: Auf abgeholztem "Regenwald" kann man keine Landwirtschaft betreiben. Leider. Die Böden geben das nicht her. Das musste Brasilien schmerkhaft lernen, als es seine Landlosen auf gerodeten Regenwald umsetzte. Ich bin Fotograf, kein Lohnschreiber. Das nehme ich ihnen aber nicht übel.
Die FAO hat festgestellt, dass weltweit gesehen eine vegetarische Ernährungsweise die vorhanden Ressourcen am besten nutzt. Ortsabhängig verbunden mit Fleischproduktion aus lokaler Weidewirtschaft. D.h. wenn wir auch bei wachsender Bevölkerungszahl unsere Ressourcen und kurzer nicht völlig aufbrauchen wollen, dann müssen wir alles tun, um uns diese Richtung zu entwickeln.
Dazu hat die Politik sehr wohl Gestaltungsinstrumente, gerade im Agrarbereich gibt es doch in der EU überhaupt keine Marktwirtschaft. Und selbst in der Marktwirtschaft kann ich über Steuern, Abgaben und Vorschriften Entwicklungen anstoßen. Ich finde es interessant, dass in vielen anderen Gebieten "Dirigismus" gang und gäbe ist(Erdölsteuer, Mietpreisbremse etc.) nur beim Fleisch hört der Spaß anscheinend auf.

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fleischwurstfachvorleger 26.03.2018, 14:39
176. Sie irren

Zitat von querdenker1964
Ja, die Schlinge zieht sich immer enger - nicht mehr Autofahren, nicht mehr Fleisch essen, vor dem (einvernehmlichen) Sex eine notariell beurkundete Einverständniserklärung erwarten, gender und politisch korrekt sprechen und am Besten denken......kommt einem irgendwie vor, wie in einer "schönen", neuen Welt....
bzw. übertreiben Sie bewußt, um die Diskussion ins Lächerliche zu ziehen.

Ein ganz normales Leben ohne Übertreibungen wäre doch schon mal ein Anfang, oder?

Was spricht denn Ihrer geschätzten Meinung nach gegen den Sonntagsbraten, wie ihn unsere Eltern und Großeltern kannten und zu schätzen wussten?

Man kann doch auch beußt ein (!) gutes Stück Fleisch genießen - muss es denn wirklich jeden Tag und wenn es grob kommt, zweimal am Tag auf den Tisch kommen?

Die Automobilindustrie nimmt eine sehr ungesunde Größenordnung in Deutschland ein. Die angestellten (!!) Manager und ihre Interessenverbände, versuchen mit Lug und Trug, noch die letzte Rendite aus der Cash-Cow Verbrennungsmotor heraus zu pressen. Nur so gibt es weiterhin fette Gehälter und Boni.

Was hier in der Wirtschaft teilweise abgeht, hat doch nichts mehr mit dem "ehrbaren Kaufmann" zu tun

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querdenker1964 26.03.2018, 14:42
177.

Zitat von Turambar
Also ich bin schon der Meinung, dass man Massentierhaltung rechtfertigen muss, das war mit "Fleischkonsum GENERELL rechtfertigen" gemeint, auch wenn sich dies (zu?) leicht überlesen lässt. Und interessanterweise sind das wohl auch die meisten Fleischesser. Nicht umsonst wird in solchen Diskussionen sehr oft auf die extensive Weidewirtschaft als vertretbare Tierzucht hingewiesen. Dem kann ich mich auch ohne Einschränkung anschließen. Nur stammen eben leider bei uns nur weniger als 1% aus so einer Tierhaltung.
Mag ja alles sein - keine extensive Weidehaltung, da nicht umweltverträglich, keine Massentierhaltung, da nicht zu rechtfertigen - Was bleibt? Kein Fleisch essen! Sie haben recht, bleiben Sie dabei ;) Ich auch!

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Turambar 26.03.2018, 14:42
178.

Zitat von hwdtrier
Auch wenn Sojaöl nur 25% ausmacht: es ist der wichtige Teil. Soja liefert halt nur 25% Öl. Aber die werden gebraucht für den Ölbedarf. Der Rest : Tofu und andere Vegetarierorodukte und was dann übrig bleibt ist fürs Vieh
Das ist schlicht falsch. Wenn es um das Öl geht werden Ölpalmen angebaut, die geben den 7-10fachen Ertrag pro Fläche. Das Soja wird wegen dem Sojaeiweiß für das Tierfutter angebaut, der Rest sind Nebenprodukte.
Außerdem sollten Sie genau lesen, Soja hat nicht einen ÖlGEHALT von 25%, sondern die Sojaproduzenten machen 25% GEWINN mit dem Öl, d.h. sie machen 3mal mehr GEWINN mit dem Sojaeiweiß/Tierfutter.
Das Öl als den "wichtigen" Teil zu bezeichnen ist daher schon abenteuerlich.

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Unbequeme-Wahrheit 26.03.2018, 14:43
179. „Wir“ fressen den Planeten (sämtliche Lebensgrundlagen) auf, restlos!

Die Tierhaltung, damit der Konsum von „Produkten“ tierlichen Ursprungs, ist die P R I M Ä R E Ursache für die größten Probleme unserer Zeit: Klimakatastrophe, Rodung aller Wälder, Ressourcenverschwendung, Trinkwasserproblematik GIGANTISCHEN Ausmaßes, Grundwässerverseuchung (Nitrat), katastrophales Ausbreiten antibiotika-/multiresistenter Keime (ESBL, MRSA...), usw, usw...! Zudem auch DIE primäre Ursache für das Hungern (2017: >810 Mio.) und Verhungern (2017: ~20Mio.) Abermillionen Säuglinge, Kinder und Erwachsener, unsägliches Leid von 900 Mio. (Deutschland) / 65 Mrd. (weltweit) Tiersäuglingen- (Kalb, Ferkel, Lamm...) & Kindern (Kuh, Schwein, Schaf...), etwa 2,5 Bill. nichtmenschliche Tiere der Meere, Flüsse und Seen / jährlich, letztlich verantwortlich für die Zerstörung ALLER Lebensgrundlagen ALLEN Lebens auf diesem Planeten! Wem vor Erwähntes (einige wenige Beispiele unzähliger) nicht gleichgültig sein sollte, wem nur etwas an unserem Planeten liegt, dann gibt es nur Einzige Lösung: vegan leben! Alles andere wäre völlige Ignoranz und Leugnung, zudem pathologischer Egoismus & nach dem Prinzip & Motto: „was interessiert mich milliardenfaches Tierleid“, „was interessieren mich andere & Verhungernde“, „was interessiert mich die Welt“, „nach mir die Sintflut“, „nichts interessiert mich, nur ICH“, sonst nichts!

Info! Ökologische Schäden (globale Umweltzerstörungen) durch omnivore Ernährung/Lebensweise: rund 600.000.000 $ weltweit / jährlich! Tendenz, RAPIDE steigend!

Info! Die „Nutztierindustrie“ (Tierqualindustrie) und ihre Produktion von Fleisch, Milch, Eier... ist durch den Ausstoss von Treibhausgasen wie Methan und CO2 (hinzu kommt Ammoniak und Stickoxide aus der Düngung, letzteres, da die gequälten nichtmenschlichen Tiere ja g i g a n t i s c h e Mengen Futter [Nahrung, welche den hungernden und verhungernden Menschen vorenthalten/gestohlen wird] benötigen) noch vor dem g e s a m t e n Verkehrssektor (Auto, LKW, Flug, Schiff) der Hauptverursacher der globalen Erwärmung u. damit der Klimakatastrophe.

Das renommierte WorldWatch Institute hat bereits am 21.10.2009 eine Studie über die Bedeutung der Tierhaltung u. des Konsums tierlicher Produkte für den Klimawandel veröffentlicht. Demnach ist der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51% (Ein Und Fünfzig!!!) der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich!

Dokus: Cowspiracy, Meat The Truth, What the Health, Hope For All, H.O.P.E., Earthlings, Land of hope and glory (Earthlings Ed), Home (Extended Version - Yann Arthus-Bertrand), Gabel statt Skalpell...

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