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Solarenergie: Chinesen wollen sich an Conergy beteiligen
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Die Chinesen sind den meisten Solar-Firmen aus der Bundesrepublik überlegen - und drängen zusehends auf den deutschen Markt: Laut "Financial Times Deutschland" will ein Hersteller nun bei der Hamburger Firma Conergy einsteigen.

Niamey 10.05.2012, 10:41
1. Einsteige, teilweise!

Zitat von sysop
Die Chinesen sind den meisten Solar-Firmen aus der Bundesrepublik überlegen - und drängen zusehends auf den deutschen Markt: Laut "Financial Times Deutschland" will ein Hersteller nun bei der Hamburger Firma Conergy einsteigen.
Die sollen nicht teilweise einsteigen sondern bei uns einkaufen! Denn überlegen sind sie uns nicht in Punkto Technik, sondern in der Herstellungsmenge und deren Kosten. Einsteigen heißt hier meist nur die Technologie zum günstigsten Preis navh China holen und dann ganz schnell aussteigen und verschwinde! Wer will das?

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vincent1958 10.05.2012, 11:26
2. ob..

Zitat von Niamey
Die sollen nicht teilweise einsteigen sondern bei uns einkaufen! Denn überlegen sind sie uns nicht in Punkto Technik, sondern in der Herstellungsmenge und deren Kosten. Einsteigen heißt hier meist nur die Technologie zum günstigsten Preis navh China holen und dann ganz schnell aussteigen und verschwinde! Wer will das?
..man das will ist hier nicht die Frage.Es geht für viele Unternehmen aus der Branche um das nackte Überleben.Der Dank hierfür gilt vor allem Herrn Röttgen und Herrn Rösler!

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MiniDragon 10.05.2012, 12:38
3. Warum

Zitat von vincent1958
..man das will ist hier nicht die Frage.Es geht für viele Unternehmen aus der Branche um das nackte Überleben.Der Dank hierfür gilt vor allem Herrn Röttgen und Herrn Rösler!
Warum sind chinesische Solarfirmen überhaupt noch an solchen deutschen Pleitiers interessiert?

Marktanteile, Know How sind da wohl noch zu holen.
Sollte es vielleicht darum gehen, dass für sie die deutsche Art der Subventionierung von Solardächern noch immer irgendwie interessant ist?

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vincent1958 10.05.2012, 15:18
4. Sie..

Zitat von MiniDragon
Warum sind chinesische Solarfirmen überhaupt noch an solchen deutschen Pleitiers interessiert? Marktanteile, Know How sind da wohl noch zu holen. Sollte es vielleicht darum gehen, dass für sie die deutsche Art der Subventionierung von Solardächern noch immer irgendwie interessant ist?
...meinen die Einspeisevergütung für PV Anlagen auf Dächern?Das ist keine Subvention sondern eine Umlagefinanzierung.

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karlgutknecht 10.05.2012, 15:22
5. Chroniken einer Bananenrepublik.

Wieder hat die Subventionsmaschine Solarbranche zugeschlagen, nach alt bewährter Manier, wurden zum wiederholtem Male die Legion der politischen Landschaftspfleger und Lobbisten losgeschickt, um der Welt zu verkünden, das die Solarsubventionen doch nicht bereits im März drastisch gekürzt werden sollten, sondern zu einem späteren Zeitpunkt.

Den Unternehmen, so das politische Kredo, sollten Zeit gegen werden, die Aufträge abzuarbeiten, nun verkünden uns SMA und Solarworld – beide Unternehmen mit den besten Beziehungen zu GRÜNEN und den Sonnenpabst Röttgen – stolz, von neuen Rekorden in Sachen Absatz, durch vorgezogene (!) Investitionen, um auf Deutsch gesagt, rechtzeitig noch die maximalen möglichen Subventionen abzugreifen.

Und wieder hat sich das Geschäftsmodell „Subventionen“ durchgesetzt und die Unternehmen die dieses Konzept verinnerlicht haben werden belohnt, mit Subventionen zu Lasten der privaten Verbraucher.

Während die Besserverdienenden sich über die staatlich garantierte Solarrente freuen, wird jährlich 600 000 Haushalten der Strom abgestellt, weil die Betroffenen die Rechnung nicht bezahlen können.
Jetzt soll die Sozialhilfe einspringen...
So etwas nennt man ein Armuts-Beschaffungsprogramm.
Es sind schon über 120 Milliarden Euro für Einspeisegebühren für den Solarwahn fällig, ohne dass sich der durchschnittliche Anteil des Sonnenstroms signifikant erhöht hätte und das ohne, die anderen direkten Subventionen durch Bund, Länder und EU hinzuzurechnen.

Werden diese Entscheidungen getragen und forciert von der Kanzlerin, die die Griechen und die Partnerländer in der EU auffordert ihre Wettbewerbsfähigkeit endlich zu erhöhen?

Die dazu auffordert, sich den Anforderungen des Marktes zu stellen und mit innovativen, wettbewerbsfähigen Produkten auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren?

Ist dies nicht die Kanzlerin, die die Marktwirtschaft und das Leistungsprinzip des Einzelnen und der Wirtschaft, als Erfolgsquelle der deutschen Wirtschaft hervorhebt?

Wenn die Kanzlerin und im Besonderen die Ministerpräsidenten, der Ostdeutschen Bundesländer - die ja nun die Folgen von Planwirtschaft am eigenen Leibe erfahren haben -, sich zur Marktwirtschaft bekennen, dann ist es "alternativlos", sofort alle Subventionen für den wenig effektive PV-Solarstrom zu stoppen.

Sollte die Kanzler nicht endlich die vollmundigen Aussagen der Solarbranche ernst nehmen, die immer wieder behaupten, das der EE-Strom schon jetzt, hier und heute so wettbewerbsfähig ist, das der konventionell erzeugte Strom, nunmehr gar keine Daseinsberechtigung mehr hätte?

Für Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur, ist es wegen der Kostenbelastung unverständlich, dass ein Gewinnerfeld der Energiewende so vernachlässigt wird - das unumschränkt umweltfreundliche Energiesparen.

Bund und Länder streiten seit fast einem Jahr über Steuerboni für energetische Gebäudesanierungen, EU-Vorschläge für mehr Effizienz wurden von Rösler torpediert, intelligente Zähler für eine sparsamere Steuerung des Verbrauchs stecken noch in der Pilotphase. „Das ist die große Baustelle der Energiewende“, sagt Kohler.

Wie lange werden uns noch Solarworld und SMA an der Nase herumführen und beklagen, wie im Falle von SMA, das im ersten Quartal 2012, lediglich nur 20 % Rendite erwirtschaftet worden sind?

Es REICHT Frau Dr. Merkel!!!

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mr future 10.05.2012, 15:32
6. Knallharter Systemkampf

Zitat von sysop
Die Chinesen sind den meisten Solar-Firmen aus der Bundesrepublik überlegen - und drängen zusehends auf den deutschen Markt: Laut "Financial Times Deutschland" will ein Hersteller nun bei der Hamburger Firma Conergy einsteigen.
Immernoch gibt es eine PV Überproduktion von mindestens 10 Gigawatt pro Jahr. China setzt auf die Strategie, seine Industrie von staatlicher Seite zu unterstützen, bis die Überproduktion abgebaut ist. Es gibt auch ein kapitalistisches Pendant: so hat haben sich Sunpower und Tenesol unter den Schirm von TOTAL gestellt und die Dünnfilmfirma Solar Frontier lässt sich von Saudi Arabien aushalten. Nur so hat man anscheinend eine Chance den gandenlosen Durchhaltekampf durchzustehen. Auf der Strecke bleiben wichtige Initiativen (z. B. Module-Recycling) die man nur aufrecht erhalten kann, wenn man vorher etwas verdient hat. Warum das deutsche EEG ohne jegliche "local content" Verpflichtung die chinesische PV Industrie so stark machen musste und damit den deutschen volkswirtschaftlichen Vorteil preisgab, gilt es hier immer noch zu diskutieren. re future

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