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Soldatenfliege statt Sojamehl: Geflügelkonzern will Tiere mit Insekten mästen
DPA

Sojafutter in der Tiermast steht in der Kritik, weil für den Anbau in Südamerika große Flächen gerodet werden. Der Geflügelkonzern Wiesenhof will deshalb auf alternative Futtermittel ausweichen.

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felisconcolor 11.09.2019, 15:07
1. Ja

Massentierhaltung und so weiter. Aber warum soll nicht dieser Weg beschritten werden. Wenn dann noch Nahrungsmittelabfälle zur Aufzucht des Hühnerfutter benutzt wird... Nachhaltiger geht es ja nun wirklich nicht. Ja klar ganz drauf verzichten. Aber das ist für viele Menschen auch keine Lösung. Insofern ein begrüßenswerter Konsens.

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aezakm! 11.09.2019, 15:11
2. sehr gut!

Das sind die Ansätze, die uns in Zukunft weiter bringen. Lob an Wiesenhof, und das sage ich als Vegetarier!

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Barfüsser 11.09.2019, 15:36
3. Dieser

Konzern kann verfüttern was er will, bei mir steht er schon seit vielen Jahren auf der Liste von Firmen, die ich boykottiere. Leider gibt es immer noch die Überzahl von Konsumenten, denen es egal ist, wie ihre "Lebensmittel" hergestellt werden.
Mein Geflügel kaufe ich direkt mi Hofladen und ich muss kaum erwähnen, wie riesig der Qualitätsunterschied zwischen deren wohlschmeckendem und festem Fleisch, gegenüber dem wässrigen und geschmacklosem Produkt dieses Konzerns ist.

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Leser161 11.09.2019, 15:38
4. Mal ne Idee

Man müsste das natürlich mal in Gänze prüfen ob das wirklich so gut ist und was für Ressourcen für die Aufzucht verbraucht werden ausser Nahrungsabfällen (Zuchtgebäude, Strom etc.), aber generell ist es natürlich eine Idee Nahrungsabfälle zu verwerten statt sie endgültig verderben zu lassen.

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mhwse 11.09.2019, 15:39
5. doch man kann

Zitat von felisconcolor
Massentierhaltung und so weiter. Aber warum soll nicht dieser Weg beschritten werden. Wenn dann noch Nahrungsmittelabfälle zur Aufzucht des Hühnerfutter benutzt wird... Nachhaltiger geht es ja nun wirklich nicht. Ja klar ganz drauf verzichten. Aber das ist für viele Menschen auch keine Lösung. Insofern ein begrüßenswerter Konsens.
das Soja Protein 1:1 selber essen ..
(auch in der EU lassen sich Leguminosen anbauen)
Eine Ernährung, die Bohnen, Erbsen, Erdnüsse(!), Soja als Proteinquellen bevorzugt dient der eigenen Gesunderhaltung und dem Naturschutz ..
Tiere die zuerst hochwertiges Protein essen, um dann dem Menschen als Nahrung zu dienen, und eben dabei essenzielle Aminosäuren nur weiter verwerten .. (dabei verbrauchen) - sind nahrungstechnisch kein Gewinn.

Rinderzucht ist ein Gewinn, weil ein Rind Aminosäuren aufbauen kann.

Dabei muss es aber Grass zu sich nehmen (kein Soja) - und das Rind tut es nicht selber - sondern das Rind verwendet dazu (immer schon!)
Gentechnik (von Natur aus ..) und Biotechnologie.

"Vier Mägen.." sind die Biotanks dazu ..

Ebenso machen das die Leguminosen.

Im Grunde ist also auch der Leguminosen Anbau "natürliche" Gen- und Biotechnik ..

daher sollte man das langfristig direkt nutzen ohne überhaupt "den Umweg Landwirtschaft" - das war vor 10000 Jahren mal modern, zu nutzen.

Dass da einige mentale Probleme haben - ist OK - logisch ist Landwirtschaft nicht mehr.
(heute ist Landwirtschaft ökologische Zerstörung - auch Bio Landwirtschaft, ist ökologische Zerstörung)

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Pless1 11.09.2019, 16:07
6. Guter Ansatz

Vermutlich wird das hier gleich von einigen Foristen ziemlich zerrissen. Letztlich ist das aber ein sehr guter und nachhaltiger Ansatz. Es erfolgt eine sinnvolle Nutzung sonst zu verwerfender Ressourcen und tierisches Eiweiß ist für Hühnervögel die natürliche Eiweißquelle. Bei Geflügel muss ohnehin weniger Futter eingesetzt werden als bei der Produktion von Schweine- und Rindfleisch.

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Simmentaler 11.09.2019, 16:10
7. @mhwse

Das Synthesepotential beim Rind ist auch begrenzt, bei höherer (Milch-)Leistung benötigen sie auch ein paar spezifische Aminosäuren. Diese sind optimal in Soja enthalten - oder in Tiermehl. Die Insekten wären nicht nur in der Tierfütterung eine Alternative, sondern auch direkt für unsere Ernährung. Warum keine Insekten-Burger? Hier ist ein Umdenken erforderlich!
Übrigens ist die Futtereffizienz bei wechselwarmen Tieren deutlich besser als bei Säugetieren.

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brainchain 11.09.2019, 16:16
8. Das ist schön für Sie,...

Zitat von Barfüsser
Konzern kann verfüttern was er will, bei mir steht er schon seit vielen Jahren auf der Liste von Firmen, die ich boykottiere. Leider gibt es immer noch die Überzahl von Konsumenten, denen es egal ist, wie ihre "Lebensmittel" hergestellt werden. Mein Geflügel kaufe ich direkt mi Hofladen und ich muss kaum erwähnen, wie riesig der Qualitätsunterschied zwischen deren wohlschmeckendem und festem Fleisch, gegenüber dem wässrigen und geschmacklosem Produkt dieses Konzerns ist.
... aber leider nicht auf die gesamte Bevölkerung umzulegen. Es hat nicht jeder einen Hofladen ums Eck, es legt nicht jeder die selben Maßstäbe beim Thema Qualität an, und auch die Herstellung ist vielen einfach egal. Insofern ist das Vorhaben von Wiesenhof auf jeden Fall zu begrüßen, auch wenn Sie deren Angebote nicht in Anspruch nehmen. Ich kaufe auch keine Wiesenhof-Produkte, allerdings nicht aus einem Boykott-Gedanken heraus, sondern weil ich derart verarbeitetes Fleisch einfach nicht esse. Für alle anderen, die sich auf diese Weise ernähren, ist eine solche Lösung nunmal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Besser wäre natürlich ein Umdenken in der Bevölkerung was den Fleischkonsum insgesamt angeht, aber wenn man an mehreren Schrauben drehen kann, sollte man das auch tun. Jede Maßnahme hilft.

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Koda 11.09.2019, 16:18
9. Wiesenhof vermeide ich so oft wie es geht weil....

weil deren Massentierhaltung mich abstößt
Da hilft die Umstellung auf zermahlene Insekten wenig.

Da bei Hühnern und Schweinen problemlos in der Natur Insekten essen würden, scheinen da sicher weniger Probleme zu sen als beim Verfüttern von Fischmehl an Pflanzenfresser.wie Kühe und Schafe.

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