Forum: Wirtschaft
Sollte Sarrazin zurücktreten?

Die Bundesbank degradiert Thilo Sarrazin. Er verliert wichtige Zuständigkeiten und ist künftig nur noch für Nischengeschäfte zuständig. Demonstrativ distanziert sich der Vorstand von Sarrazins umstrittenen Äußerungen über Migranten. Sollte Sarrazin konsequenterweise zurücktreten?

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smallbrother 16.10.2009, 11:43
2250.

Zitat von M. Michaelis
Da gibt es nichts zu interpetieren. Das Grundgesetz bezieht sich auf die Ehe ohne Zusatzbedingungen.
Mich würde mal interessieren, wie ein in Deutschland lebender Sozialhilfeempfänger es praktisch anstellen konnte, eine tausende Kilometer entfernt lebende Person kennen und lieben zu lernen, sodass beide nun heiraten möchten ??

Und mit Verlaub: wieso solch` Tun vom deutschen GG besonders geschützt werden soll.

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roswitha.lebbe 16.10.2009, 11:44
2251. Fragestellung

Zitat von waitzschrat
Die Zahlen mögen stimmen, blos die Interpretation derselben ist abenteuerlich. Eine Gegenfrage: Warum kommen Menschen aus allen Herren Ländern nach Deutschland, wenn die Deutschen so schreckliche Heuchler und Diskriminierer sind? Warum wollen die Migranten nicht wieder weg in ihre Heimatländer, wenn es doch für sie so .......
Genau diese Fragen stelle ich mir auch immer.

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Hardliner 1 16.10.2009, 11:46
2252.

Zitat von Tom Berger
Zum "westberliner Schlampfaktor" kann ich mich nicht äußern, weil ich anders als Herr Sarrazin, der jahrelang für die Berliner Bürokratie mitverantwortlich war, kein Insiderwissen habe. Zur 68er Tradition kann ich nur sagen: na gottseidank. Die 68er stehen für individuelle Freiheitsrechte, für Menschenrechte, für Demokratie, für Chancengleichheit und gegen Nationalismus, Faschismus und sonstige Schlechtmenschen. Zur Tradition der 68er gehört das Prinzip, dass ein Land den Menschen gehört, die es bewohnen. Ich bin stolz darauf, ein 68er zu sein und diese Werte offensiv zu vertreten. Und noch was: ich bin immer gerne in Berlin.
Die negativen gesellschaftlichen Folgen der 68er lassen Sie natürlich unter den Tisch fallen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Stellung der Familie sind aufgeweicht worden. Antiautoritäre Erziehung hat dazu geführt, dass Kinder keine Grenzen kennengelernt haben und teils asoziale Verhaltensweisen an den Tag gelegt haben. Auch die Errungenschaften der Emanzipation von Frauen hat nicht nur neue Freiheiten gebracht. Heute gibt es ein Riesenheer von Alleinerziehenden, die größtenteils von Hartz IV leben. Ist das ein befriedigendes Leben? Und total geirrt haben sich die Alt-68er in Sachen Nachrüstung. Trotz massivster Proteste wurde diese von Schmidt und Kohl durchgezogen. Das Ergebnis ist bekannt.

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fx33 16.10.2009, 11:46
2253.

Zitat von QuixX
Kranke Gesellschaft? Sarrazin hat etwas erkannt und geäussert. Niemand kann dies als Unwahrheit entlarven. Wer hier geboren ist und glaubt er sei Türke soll nach Instambul gehen. Dort bekommt er dann sein Fett weg. Es gibt viele gut integrierte türkischstämmige die reibungslos in unserer Gesellschaft aufgehen, sogar in den Hochgenuß deutscher Frauen kommen. Dann gibt es noch welche, die anhand ihrer Bordmitteln hier einfach nicht als "Edelstein" erkannt werden und sich daher etwas auf einen Ursprung einbilden müssen. Wenn die in der Gruppe auftreten, sollte man die Straßenseite wechseln. Da wird gerne ein Schweinefresser geopfert, bevor ein Schatten auf die Eseltreiber-Ehre fällt. Eigenartigerweise steht bei uns Schweinefressern körperliche Unversertheit vor Ehrgefühl. Welcher Integrationswille nochmal?
Es wundert mich, dass dieser rassistische und volksverhetzende Beitrag es durch die Modearation geschafft hat...

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OlivierDjappa 16.10.2009, 11:50
2254.

Zitat von Hardliner 1
Es ist schon merkwürdig: Kaum steht vor einer Studie OECD, UNO oder EU, dann glauben viele, dass die Studie die Realität widerspiegelt und als bare Münze genommen kann. Die Fragwürdigkeit beim Zustandekommen solcher Studien wird kaum noch thematisiert. .
Seltsamerweise sind Sie bei Statistiken, die Ihre Meinung zu bestätigen scheinen, wie etwa die, dass Jugendliche aus türkischen und arabischen Familien häufiger kriminell seien, lange nicht so kritisch, sondern nehmen diese einfach für bare Münze, ja, sogar als Argumentersatz.

Natürlich glauben auch Sie nur Statistiken, die Sie selbst gefälscht haben, nicht wahr?

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OlivierDjappa 16.10.2009, 11:50
2255.

Zitat von Eliza
Nichts trifft angesichts der Plebejisierung Berlins eine Ursache genauer als Sarrazins Aussage zum West-Berliner Schlampfaktor und dessen korrekte Verortung bei dieser larmoyanten selbstgerechten und jedes Gemeinwesen durch ihre Faulheit und Verwöhntheit belastenden Truppe. Die Motive Ihrer Aggressivität gegen Andersdenkende erscheinen nach diesem Ihrem Selbstbekenntnis dankenswert klargestellt.
Welcher Selbsttäuschung muss man erliegen, wenn man ernsthaft glauben will, dass Westberlin, die Stadt von Diepgen, Landowski und anderen CDU-Räubern, von "68ern" ruiniert worden sei? Ihre pauschalen und indifferenten Diffamierungen dieser Gruppe zeigen im übrigen, dass Sie rein ideologisch und kein bisschen sachlich argumentieren.

Die Motive Ihrer Aggressivität gegen Andersdenkende erscheinen nach diesem Ihrem Selbstbekenntnis dankenswert klargestellt.

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Susi 16.10.2009, 11:54
2256.

Zitat von namlob
Schauen Sie sich doch mal die anderen SPON-Foren zur Bildung an. Die meisten Foristen dort regen sich über die Schulen - die Lehrer - auf. Das sind nicht die Migranten. Ich weiß, dass Klassen mit einem hohen Migrantenanteil von den Lehrern oft als besondere Zumutung empfunden werden. Anstatt aber in solchen ....
Es ist egal, ob von 30 Kindern 20 Rüpel sind oder von 20 Kindern 10 Rüpel. Es ist ein ordentlicher Unterricht nicht zu selebrieren.

Und für die fehlende Erziehung dieser Rüpel sind die Eltern verantwortlich.

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franziskus 16.10.2009, 11:55
2257.

Zitat von Dr. Allesklar
Dan fahren Sie mal in die Türkei, vor allem nach Istanbul, aber auch nach Izmir, Konya, zum Ararat usw., vielleicht verstehen Sie es dann.
Ich war einmal in Istanbul, früher Konstantinopel und einmal in Alanya. In Istanbul fand ich die Hagia Sophia beeindruckend. Die Stadt an sich, insbesondere die Außenbezirke, waren katastrophal. Unser Hotel in Alanya und andere Hotels, die wir uns ansahen, waren in Ordnung. Die Orte an der Küstenstraße nach Anamur machten einen lebendigen Eindruck auf mich. Aufgefallen ist mir auf der Fahrt, dass die Frauen auf den Feldern arbeiteten und die Männer vor den Kaffeehäusern saßen. Verließ man jedoch die Küstenstraße und fuhr 10 km in das Landesinnere, so fühlte ich mich in eine andere Zeit versetzt.

Wenn ich mir vorstelle, das Deutschland auch einmal so aussehen könnte, wie das ehemalige blühende oströmische Reich, dann bin ich froh, dass ich dies nicht mehr erleben werde. Auch hoffe ich, dass dieses Schicksal meinen Kindern und Enkelkindern erspart bleibt. Wenn ich so die Problemviertel in Berlin, Offenbach und Dietzenbach besuche, so fühle ich mich in die Türkei versetzt.

Damit keine Missverständnisse aufkommen, auch das ehemalige blühende weströmische Reich brauchte viele Jahrhunderte, um sich von dem Niedergang zu erholen. Man kann eine Zeit in einer eroberten Stadt gut leben, aber ohne ordentliche Verwaltung und Instandhaltung der öffentlichen Einrichtungen wird sie bald unbewohnbar.

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Eliza 16.10.2009, 11:55
2258.

Zitat von Joern-Michael
Ja, wurden sie. Mit befristeten Arbeitsverträgen als "Gastarbeiter". Zwischen Parteien war vereinbart, dass die Gäste wieder zurück gehen. Durch späteren Familienzuzug etc. hat sich das aber nun mal anders entwickelt und nun müssen wir bilateral sehen, wir wir miteinander umgehen wollen.

Der sog. Familienzuzug bedürfte schon deshalb viel stärkerer Überprüfung als bisher, weil es nicht geduldet werden sollte, dass Zwangsverheiratete diese Bestimmung nutzen, wie es jedoch in großem Maße geschah bzw geschieht.

Auch das mit den Gastarbeitern stimmt nicht ganz. Gerade die türkischen Migranten kamen weitgehend nicht als Gerufene.

Noch nach dem definitiven Anwerbestopp für Gastarbeiter in den frühen 70er Jahren wurden noch massenhaft türkische Migranten über den Ost-Berliner Flughafen Schönefeld fleißig nach West-Berlin eingeschleust, die nach den Gesetzen niemals eine Arbeitserlaubnis oder Asyl erhalten hätten. Das war eine Politik der DDR-Führung, die dadurch scharfe Kontrollen des Ost-West-Verkehrsstroms in Berlin erzwingen wollte bzw damit auf die Anerkennung einer DDR-Staatbürgerschaft hinzielte und der die soziale Stabilität West-Berlins naturgemäß nicht gerade am Herzen lag.

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Chiefli1 16.10.2009, 11:55
2259.

Zitat von smallbrother
Sehr objektive Seite....im gegensatz zur OECD, UN usw.

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