Forum: Wirtschaft
Sollten Verträge leichter befristet werden können?

Getreu der Koalitionsvereinbarung will Bundesarbeitsministerin von der Leyen die Hürden für befristete Arbeitsverhältnisse reduzieren. Der bestehende Kündigungsschutz wäre dann nur noch Makulatur. Ein richtiger, sinnvoller Weg zu mehr Arbeitsplätzen?

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lucky001 18.03.2010, 18:21
10. ..........

Zitat von Sapere aude
Tolles Gesellschaftskonzept. Arbeitsplätze unsicherer machen und soziale Sicherung absenken. Mindestlohn blockieren so das Doppelverdiener Pflicht sind, aber keine akzeptable Kinderbetreuung anbieten. Und da wundert sich jemand über zu wenig Kinder?
Da gebe ich Ihnen vollkommen recht!
Dazu kommt noch das ein Befristeter Vertrag Probleme macht bei manchen Mietern....
und jedes Jahr das bangen übernehmen die mich wieder oder nicht?Um in den Genuss eines unbefristeten Vertrages zu gelangen hat mein Arbeitgeber von mir beispielsweise
Mehrarbeit ohne Gegenforderung über ein Jahr eingefordert und auch bekommen. Mag manchen vielleicht ein wenig naiv vorkommen dies zu tun aber hallo? Der nächste klopft schon an der Türe und Schleckt sich den Finger ab nach deinem Job

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jl1952 18.03.2010, 18:22
11. Abfindungen

Zitat von T. Wagner
Es werden doch fast nur noch befristete Arbeitsverträge geschlossen. Eben weil es sehr schwer ist, Leute zu feuern. Würde man den übertriebenen Kündigungsschutz zurückfahren, wären auch mehr Arbeitgeber bereit, unbefristete Arbeitsverträge abzuschliessen. Vor allem die mittlerweile gängige Praxis, die Leute mit einer Abfindung (wofür eigentlich?) loszuwerden sollte gestoppt werden. Weg mit den Abfindungen!
Kündigungsschutz lockern und keine Abfindungen mehr davon träumen viele Arbeitgeber. Die Beschäftigten sind dann noch mehr erpressbar. Solange keine zusätzlichen Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt geschaffen werden, bin ich absolut gegen so eine Verfahrensweise. In den letzten zehn Jahren haben die Arbeitnehmer schon genug bluten müssen. Langsam habe ich die Nase voll von all den sogenannten Experten für den Arbeitsmarkt. Denen wünsche ich mal in die Situation zu kommen, den Arbeitsplatz zu verlieren und kein Netzwerk zu haben, das sie auffängt. Jeden Monat bis zu 50 Bewerbungen zu schreiben und für Vorstellungsgespräche durch ganz Deutschland zu touren, natürlich ohne Fahrtkostenersatz. Eine Reduzierung der befristeten Arbeitsverträge ist statt dessen angesagt und ein Mindestlohn. Wenn Verträge befristet werden, so müssen die betroffenen Arbeitnehmer einen höheren Lohn erhalten als die Stammbelegschaft.

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schustea 18.03.2010, 18:22
12. Befristete Verträge für schnelle Kündigung nicht nötig

Wenn Sie einen Mitarbeiter schnell entlassen möchten, ist das heute sehr einfach
- wenn er am Arbeitsplatz private Telefongespräche führt
- wenn er über seinen dienstlichen Emailaccount private Emails verschickt
- wenn er trotz betrieblichem Internetsurfverbot einen einzigen Link aufruft, der nicht eindeutig einen betrieblichen Hintergrund hat.
- wenn er auf seinem Rechner private Dateien gespeichert hat

Nach einigen Abmahnungen haben Sie dann genug Material, um ihn so zu kündigen, dass ihm auch der Gang zum Arbeitsgericht nicht hilft.

Befristete Verträge für schnelle Kündigungen sind daher nicht erforderlich.

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jocurt1 18.03.2010, 18:23
13. Denken Sie einfach mal marktgerecht und lesen Sie das BGB

Zitat von T. Wagner
Es werden doch fast nur noch befristete Arbeitsverträge geschlossen. Eben weil es sehr schwer ist, Leute zu feuern. Würde man den übertriebenen Kündigungsschutz zurückfahren, wären auch mehr Arbeitgeber bereit, unbefristete Arbeitsverträge abzuschliessen. Vor allem die mittlerweile gängige Praxis, die Leute mit einer Abfindung (wofür eigentlich?) loszuwerden sollte gestoppt werden. Weg mit den Abfindungen!
Ein Vertrag, sei es ein Liefervertrag, Dienstlesitungsvertrag oder eben Arbeitsvertrag stellt einen Geldwert dar, der bspw. beliehen werden kann.

Wenn der Auftraggeber einen Liefervertrag oder Dienstlesitungsvertrag vorfristig kündigt ist Schadensersatz angesagt, bspw. nach BGB.

Nichts anderes gilt für einen Arbeitsvertrag.

Alles klar Herr Wagner?? Dafür sind Abfindungen da, um dem Erleidenden eines Schadens durch Aufhebung eines Vertrages ABZUFINDEN.

Ich nehme an, SIE haben nichts gegen Abfindungen für Vorstände und Geschäftsführer. SIE bestimmt nicht.

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lupenrein 18.03.2010, 18:23
14.

Frau V.D.L ist natürlich gehalten, die Kleintelpolitik von Schwarz/Gelb zu vertreten.
(wes Brot ich ess', dess' Lied ich sing...')

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jocurt1 18.03.2010, 18:28
15. Irgendwie makaber oder eben vollkommen verantwortungslos

Zitat von sysop
Getreu der Koalitionsvereinbarung will Bundesarbeitsministerin von der Leyen die Hürden für befristete Arbeitsverhältnisse reduzieren. Der bestehende Kündigungsschutz wäre dann nur noch Makulatur. Ein richtiger, sinnvoller Weg zu mehr Arbeitsplätzen?
dass gerade die Frau, die als Familienministerin Familienförderung mehr recht als schlecht aber wenigstens noch halbwegs betrieben hat, als Arbeitsministerin etwas durchsetzt, was die Geburtenrate in D endlich unter 1 Kind bringen wird.

Dann passts auch wieder mit den Krippenplätzen zur Kinderzahl.

Wir altern und haben angeblich bald zu wenig Arbeitskräfte, DIE, die wir aber haben, werden ständig in den A.... getreten.

TOLLLLL !

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_gimli_ 18.03.2010, 18:29
16.

Zitat von T. Wagner
Es werden doch fast nur noch befristete Arbeitsverträge geschlossen. Eben weil es sehr schwer ist, Leute zu feuern. Würde man den übertriebenen Kündigungsschutz zurückfahren, wären auch mehr Arbeitgeber bereit, unbefristete Arbeitsverträge abzuschliessen. Vor allem die mittlerweile gängige Praxis, die Leute mit einer Abfindung (wofür eigentlich?) loszuwerden sollte gestoppt werden. Weg mit den Abfindungen!
Falls Sie ein Arbeitnehmer sind:
Würden Sie sich unter den von Ihnen vorgeschlagenen Verhältnissen Kinder anschaffen? Würden Sie ein Haus bauen? Etc. etc.

Falls Sie ein Arbeitgeber sind:
Wir können auf Sie verzichten.

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Blautopas 18.03.2010, 18:30
17. Terrorgefahr

Frau von der Leyen bombardiert zuerst die Freiheit im Internet und jetzt torpediert sie den Kündigungsschutz. Damit ist sie ein größerer Feind für Deutschland, als jeder Taliban.

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_gimli_ 18.03.2010, 18:33
18.

Zitat von schustea
Wenn Sie einen Mitarbeiter schnell entlassen möchten, ist das heute sehr einfach - wenn er am Arbeitsplatz private Telefongespräche führt - wenn er über seinen dienstlichen Emailaccount private Emails verschickt - wenn er trotz betrieblichem Internetsurfverbot einen einzigen Link aufruft, der nicht eindeutig einen betrieblichen Hintergrund hat. - wenn er auf seinem Rechner private Dateien gespeichert hat Nach einigen Abmahnungen haben Sie dann genug Material, um ihn so zu kündigen, dass ihm auch der Gang zum Arbeitsgericht nicht hilft. Befristete Verträge für schnelle Kündigungen sind daher nicht erforderlich.
Ein Arbeitgeber, der so vorgeht, muss aber in seinem Geschäftskonzept auch gleich seinen Personenschutz einrechnen. Ein Durchgeknallter genügt.

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Analyser 18.03.2010, 18:36
19. Einstellungshemmnisse beseitigen

Zitat von sysop
Getreu der Koalitionsvereinbarung will Bundesarbeitsministerin von der Leyen die Hürden für befristete Arbeitsverhältnisse reduzieren. Der bestehende Kündigungsschutz wäre dann nur noch Makulatur. Ein richtiger, sinnvoller Weg zu mehr Arbeitsplätzen?
Besser wäre den Kündigungsschutz gleich abzuschaffen. Er ist nutzlos und schadet mehr als er nützt. Nützen tut er allenfalls Arbeitnehmern, die ihre Leistung reduziert haben. Vielen Arbeitssuchenden schadet er, vielen Unternehmen, die gegenüber Neubetrieben ins Hintertreffen Geraten, die nicht die Risiken von Festeinstellungen eingehen können, der ganzen Volkswirtschaft ebenfalls. Eintellungshemmnisse kann Deutschland bei 3,5 Mio. Arbeitslosen nicht gebrauchen.

Wer einstellt, sollte auch entlassen dürfen. Laut Grundgesetz gilt Handlungs- und Vertragsfreiheit. Das sollte wieder ernster genommen werden.

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