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Sorge um Arbeitsplätze: IG Metall fordert Staatshilfe für Rüstungskonzerne
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Deutsche Rüstungsexporte beschränken? Solche Pläne alarmieren die IG Metall. Die Gewerkschaft fordert nach SPIEGEL-Informationen Staatsgelder für Waffenhersteller, damit die sich auf den zivilen Markt ausrichten können.

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Herr Hold 13.07.2014, 17:12
1. Staatshilfe?

Wenn ein Geschäftsmodell am Markt nicht ohne staatliche Zuschüsse existieren kann, hat es dort nichts zu suchen. Gilt für Lohnzuschüsse (Aufstocker) wegen zu geringer Löhne doch auch.

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karlsiegfried 13.07.2014, 17:13
2. Lese ich richtig?

Steuergelder für Rüstungsbetriebe damit keine Arbeitsplätze verloren gehen? Zitat: ' Vorstände mehrerer Waffenproduzenten warnten, wenn sie nicht weiterhin Waffen in Staaten wie Saudi-Arabien oder Katar ausführen dürften, könnten Jobs ins Ausland abwandern.' Die Jungens haben völlig recht. Irgend jemand liefert immer. Warum also nicht auch Deutschland?

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Flieger56 13.07.2014, 17:14
3. Abrüstung statt Aufrüstung

Zitat von sysop
Deutsche Rüstungsexporte beschränken? Solche Pläne alarmieren die IG Metall. Die Gewerkschaft fordert nach SPIEGEL-Informationen Staatsgelder für Waffenhersteller, damit die sich auf den zivilen Markt ausrichten können.
Geht es eigentlich noch ? Deutsche Waffen mit Steuergeldern herstellen ?
Wer auf dem Markt nicht bestehen kann,muß halt Insolvenz anmelden.Haben die noch nichts von Marktwirtschaft gehört ?
Abrüstung heißt das Gebot der Stunde !

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tjivi 13.07.2014, 17:21
4. bitte nicht

immer dieselben Phrasen: ziviler Gebrauch und Garantie von Arbeitsplätzen. Es gibt bereits zu viele Waffen. Die Rüstungswirtschaft sollte weltweit gächtet werden. Natürlich weiß ich, dass dieses Anliegen naiv ist. Aber "ehrenwerte" Ziele zu formulieren, um die Rüstungsindustrie zu legitimieren: diese Lügen brauche ich wirklich nicht mehr.

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interessierter Laie 13.07.2014, 17:29
5. Die Hilfe

wird nur nötig, weil der Staat diesen Firmen Geschäfte verbietet. Ich bin auch der Meinung, dass das sinnvoll ist, aber mit einem nicht tragfähigen Geschäftsmodell hat das Problem rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil: Der Staat greift ein weil diese Geschäfte so gut laufen...

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Hornblower 13.07.2014, 17:35
6. Eine annehmbare Reaktion der IG-Metall

Gefällt mir. Immerhin die größte Gewerkschaft der Welt.
Von mir aus stellen wir die Waffenproduktion auch auf "zivile Waffen" um und produzieren die in Europa oder Deutschland.
Aber der Parlamentsvorbehalt darf nicht fallen.
Jetzt haben sich Merkel und Gauck Gott sei Dank verbraucht.
Aber man kann nicht garantieren, dass nicht wieder militärisch so "sattelfeste" Leute politisch an die Macht kommen wie die Beiden.
Ich wußte nicht, dass Merkel gedient hat als Offizier(?)der NVA und möchte nach wie vor wissen, ob sie nicht auch mit der Waffe an der Mauer gestanden hat.
Mich nervt dieses moralische Mäntelchen, dass man ja als CDU-Kanzlerin tragen kann, aber gedient hat sie.
Ebenso Gauck.
Er wurde mir "verkauft" als Bürgerrechtler.
Da assoziiere ich doch nicht strammem Anti-"Russlandismus" und militärische Herkunft.
Wenn die Grünen, die SPD und hauptsächlich die CDU sich weiter vor den Karren solcher in meinen Augen "dubiosen" Politiker spannen lassen, dann machen sie sich schuldig, wenn eine weitere Militarisierung Deutschlands die Welt ins Unglück stürzt.
Herr Schwennike(?) hat beim Presseclub unsere Zurückhaltung eigentlich gut dargelegt und das Eingreifen sollte nichts mit irgendwelchen Vorbehalten Russland gegenüber zutun haben, die noch aus der Nazi-Zeit stammen und die Ukraine muss nicht vor Russland geschützt werden.
Letzteres hatte m.E. aber Gauck gesagt.
Auf keinen Fall eine weitere Amtszeit für Mekel oder Gauck.

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thorsten.brandt.et 13.07.2014, 17:39
7. lächerlich

hat schon mal jemand von denen die hier vorschläge machen, dass rüstungsfirmen zivile produkte entwickeln sollen, einen oder mehrere ingenieure mit einigen jahren background aus dem rüstungsbereich an eine zivile entwicklung gesetzt - da kostet dann jedes drehteil und jede elektronikeinheit gleich eine grössenordung mehr als dies entwickler aus dem zivilen bereich überahupt andenken würden ...

aber schön - dass man offensichtlich unzureichende f&e-mittel für zivile firmen nun nicht nur nicht bereitstellt - sondern auch noch konkurrenz züchtet mit entwicklungsresourcen, die nicht marktkonform sind - china und die anderen jungs, die kosten können, wird es freuen ...

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ashrak2014 13.07.2014, 17:41
8.

Staatshilfe kann es nicht geben, wie jedes Andere Unternehmen muß man sich an die Regel halten und auf geänderte Regel reagieren. Wenn man das nicht will, dann kann man nicht erwarten das man durch Steuergelder gerettet wird. Das entspricht sicher nicht dem Willen des Volkes.

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kabian 13.07.2014, 17:45
9. Schwerter zu Plugscharen? :-)

Rüstungsarbeitsplätze wurden genauso wie Arbeitsplätze für Atomkraft sehr gut bezahlt. Eine erste Maßahme ist die Kürzung auf Mindestlohnniveau. Die Rüstungsfirmen dürfen zivile Firmen in Deutschland und der EU natürlich nicht konkurenz machen, dann wären ja andere Arbeitsplätze verloren. Deswegen wäre eine Abwicklung der Unternehmen sicher am sinnvollsten. Schließlich darf man nicht vergessen das die Schleckerfrauen moralisch wesentlich hochwertigere Arbeitsplätze hatte. :-)

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