Forum: Wirtschaft
Sorgen um Reformpaket: Panikverkäufe an Griechenlands Aktienmarkt
REUTERS

In Griechenland brechen die Börsen noch stärker ein als im Rest der Welt. Anleger sorgen sich um die Zukunft des Landes. Denn die Auszahlung neuer Hilfsgelder könnte sich verzögern.

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karend 09.02.2016, 09:17
1. .

"Eigentlich hätte der erste Prüfbericht schon im Oktober den Eurofinanzministern vorgelegt werden sollen. (…)
'Griechenland macht viel auf dem Papier', wurde ein Vertreter der Geldgeber zitiert. Doch bei der Umsetzung passiere wenig."

Geändert hat sich - wie von vielen Foristen vorausgesagt - also gar nichts. Warum auch? Stehen doch die Steuerzahler dank williger Politiker bereit, um für Schulden anderer zu haften.

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wgundlach 09.02.2016, 09:17
2. Die armen Investoren!

Die Bevölkerung ist Nebensache. Die reichen Griechen haben ihr Geld längst anderswo untergebracht.

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ein-berliner 09.02.2016, 09:23
3. Ruhig abwarten

Generalstreik über Wochen und das Geld fließt weiter (in die Steuerparadiese).

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mesteiner 09.02.2016, 09:36
4. Oh Griechenland

Solange bei vielen Griechen immer noch die Bereitschaft fehlt, einzugestehen, dass ihr Land nach Einführung des Euros weit über seine Verhältnisse gelebt hat, wird sich in Gr nichts wesentliches ändern und der Bankrott wird kommen. Es ist ja so leicht, andere für eigene Fehler verantwortlich zu machen. Aber wie gesagt, zuerst muss ein Mentalitätswechsel erfolgen (alle Griechen müssen ihre Steuern bezahlen) und dann ist auch Besserung in Sicht. Der große Fehler der EU inkl. Merkel war, dass man 2010 nicht die involvierten Banken sowie Gr Bakrott gehen ließ.

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jorgos 09.02.2016, 09:39
5. Streik, schon klar...

So dämlich kann doch eigentlich keiner sein, das eigene schon am Boden liegende Land durch einen albernen Streik weiter zu schädigen. Was glauben die Streik-Griechen denn, da kommt Zeus und rettet das Land? Wenn man den geldgebenden Staaten ein Zeichen geben wollte, dass man weiter dazugehören will, ist ein Streik geradezu das Gegenteil.

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kayakclc 09.02.2016, 09:53
6. Mutlose Politik im Spielball der Egosimen

Die Situation war und ist in Griechenland ganz klar: die Wirtschaft produziert viel weniger Warenwart als konsumiert wird. Der Konsum (ob privat oder vom Staat) wird auf Kredit finanziert. Leider nur Konsum und keine Zukunftsinvestitionen. Da die Lohnstückkosten viel zu hoch sind, und die Produktivität nicht gesteigert wird, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Geldabwertung durch Inflation und verteuerung der Importe, damit pychologisch die Löhne und Renten gleich bleiben können, oder die Senkung von Löhnen und Renten. Solang Griechenland im Euro und der EU bleibt, bleibt der erste Schritt verwert. Um Lohn und Rentenkürzung kämme man nur durch einem masssive nationale Anstrengung zur Produktionssteigerung herum. Das ist aber mit den Egosimen und den ständigen Streiks nicht zu machen. Zu neuen innovativen Wegen, wie sie eigenlich Varoufakis und Schäuble gehen wollten, fehlte allen der Mut. Die bisherige Politik ist gescheitertm, die mutlose Allianz aus Konservativen (von Linken, über Sozialdemokraten bis zu Rechten) haben sich durchgesetzt. Dann muss man eben damit leben. Ich bin überzeugt, angesichts der Flüchlingskrise ist das Griechenlandthema für die EU durch. Die Griechen muss jetzt nach drei Hilfspakten selbst mit ihren Entscheidungen zurecht kommen.

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sarkasmis 09.02.2016, 10:02
7.

Die Griechen müssen pleite gehen, sonst lernen sie es nie. Von den bisherigen Hilfsgeldern ging ein Drittel für Zinsen drauf ein weiteres Drittel wurde von den Griechen ins Ausland transferiert und ein Drittel schlicht verkonsumiert. Das Problem Griechenlands ist es zu meinen Anspruch auf einen Lebensstil wie in Mitteleuropa zu haben obwohl die Wirtschaft ähnlich unterentwickelt wie auf dem Rest des Balkans ist. Griechenland will fremdes Geld ohne jede Gegenleistung. Griechenland ist ein bisschen wie ein Alkoholiker der nicht einsehen will, dass er etwas an seinem Verhalten ändern muss. Aber Deutschland hat sich politisch und wirtschaftlich erpressen lassen und sich noch abhängiger gemacht. Aber das war der Hokzweg. Es wird nicht besser. Griechenland muss fallen gelassen werden. Leere Versprechungen müssen abgestraft werden!

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auweia 09.02.2016, 10:02
8. Kaufgelegenheit?

Wenn die Kurse so niedrig sind sollte man eigentlich zugreifen.
Dumm nur, dass ich so wenig "cash in de täsch" habe.
Auf der andere Seite - hätte ich's würde ich aktuell eher in D zukaufen...Eine Investition in den griechischen Markt wäre also eher ein Diversifikationsinstrument mit spekulativem Charakter.

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Ezechiel 09.02.2016, 10:08
9. Ausser unseren betriebsblinden Politikern ...

... hat auch niemand erwartet, dass Reformen umgesetzt werden. Trotz ihrer generellen Unfähigkeit sind die Griechen doch lernfähig. Das Modell "wir bekommen neues Geld wenn wir nur etwas vereinbaren" funktioniert doch. Wenn das aktuelle Hilfspaket aufgebraucht ist werden unsere Politiker sagen, dass Griechenland wegen der Belastungen durch die Flüchtlinge nicht in der Lage war die Reformen umzusetzen. Griechenland wird neues Geld bekommen.
Im Pflegewesen würde man Griechenland als "Person ohne jegliche Alltagskompetenz" bezeichnen. Griechenland ist der Pflegefall europas. Die Pfleger können nur hoffen, dass es bei diesem einen schweren Fall bleibt.

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