Forum: Wirtschaft
Sozialabgaben: GroKo hält an 40-Prozent-Grenze fest
DPA

Die Sozialbeiträge sollen nicht über 40 Prozent steigen: Darauf haben sich Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen verständigt. Mit Frankreich wollen sie wirtschaftlich künftig enger zusammenarbeiten.

Seite 1 von 3
Nordstadtbewohner 31.01.2018, 20:01
1. Erschreckend

Es ist erschreckend, wie weit Arbeitnehmer und Unternehmer in Deutschland in Zukunft noch belastet werden sollen. Bis zu 40% des Einkommens und dann noch die Einkommensteuer. Ich frage mich wirklich, wie das mal enden soll.

Zum Glück muss ich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sehe aber auch meine monatlichen Bezüge, die vom Staat über Gebühr hinaus mit Steuern und Abgaben belastet werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GoaSkin 31.01.2018, 20:30
2. Hohe Abgaben sind eine Notwendigkeit - willkommen in der Realität

Die Leute haben wenig Nachwuchs und sperren sich zugleich, wenn es um die Zuwanderung von Fachkräften geht. Wenn wenige Arbeitnehmer von ihrem Einkommen viele kranke Rentner versorgen müssen, dann bedeutet das hohe Sozialabgaben. Und diese gibt es im Umkehrschluss nicht deshalb, weil die Politiker, die sie beschliessen, böse sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kirschlorber 31.01.2018, 20:35
3. Interessant

Beitragssenkungen in der GKV. Interessant. Gleichzeitig war von Wiedereinführung der paritätischen Beiträge die Rede. Also Umlage der Zusatzbeiträge auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Es würde nicht überraschen wenn die Beitragssenkungen für die Arbeitgeber genau so viel ausmachen wie sie durch Wiedereinführung der paritätischen Beiträge hätten mehr zahlen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 31.01.2018, 20:56
4. schön für Sie...

Zitat von Nordstadtbewohner
Es ist erschreckend, wie weit Arbeitnehmer und Unternehmer in Deutschland in Zukunft noch belastet werden sollen. Bis zu 40% des Einkommens und dann noch die Einkommensteuer. Ich frage mich wirklich, wie das mal enden soll. Zum Glück muss ich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sehe aber auch meine monatlichen Bezüge, die vom Staat über Gebühr hinaus mit Steuern und Abgaben belastet werden.
Offensichtlich brauchen Sie ja auch keine öffentliche Infrastruktur wie Straßen und Schulen etc., die ja von unseren Steuern bezahlt werden. Die Rente ist ein Umlagesystem, wenn keiner einzahlt wird auch nix rauskommen. Und wenn Sie schon keine Rente haben soll auch kein anderer eine kriegen - oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
citizen_k 31.01.2018, 21:07
5. Das 40-Prozent-Mantra

Es ist an der Zeit, dass die knappste GroKo aller Zeiten gesamtgesellschaftliche Aufgaben definiert. Die Deckelung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge bei 40 Prozent (letztlich Lohnbestandteil und ausschließlich Arbeitnehmerlasten) ist nicht der große Wurf. Sie schreibt die Haftungsgemeinschaft der Arbeitnehmer und Rentner fort, die die Transfers untereinander regeln müssen. Die Privilegien der in berufsständigen Versorgungssystemen zugeordneten Kammerberuflern sowie der Beamten bleiben unangetastet, obwohl der Seeheimer Kreis 2003 die inhaltsgleiche Übertragung der Agenda 2010 - absichtswidrig - vollmundig versprochen hat. Zum Beispiel ist eine Rente auf österreichischem Niveau in Deutschland ebenfalls finanzierbar. Leider sind SPD und Gewerkschaften zu allererst effiziente Besitzstandswahrer der nicht dem Solidarsystem zugeordneten Bürger und ineffiziente, nur Vertretung der Mehrheitsgesellschaft vorschützende Organisationen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
liberaleroekonom 31.01.2018, 21:12
6. Eine Grenzbelastung von 75 % ist doch nur gut für die Familie

Der im Artikel erwähnte Grenzsteuersatz von 50,4 % (42 % Spitzensteuersatz Einkommensteuer zzgl. darauf 20 % Soli) ist nur die halbe Wahrheit. Rechnet man noch die Kirchensteuer von 8 bzw. 9 % hinzu und addiert auch noch die Sozialversicherungsbeiträge von ca. 20 % hinzu kommt man auf eine Grenzbelastung von nahezu 75 % in der Gleitzone (zu versteuerndes Einkommen zwischen 61.000 und 76.350 Euro). Oder einfacher ausgedrückt: Wer in dieser Tarifzone zusätzlich 1.000 Euro z.B mit Überstunden hinzuverdient, darf immerhin davon 250 Euro behalten.

Aus Sicht der SPD ist das vermutlich völlig in Ordnung und einer dieser genialen Vorschläge zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Denn wer bereits soviel verdient braucht auch nicht noch mehr Geld und sollte anstatt Überstunden zu machen sich lieber verstärkt um seine Mitmenschen oder vielleicht sogar um seine Familie kümmern. Toll gemacht - Glückwunsch zu soviel Mitmenschlichkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
citizen_k 31.01.2018, 21:17
7. @ #2 GoaSkin

Die Menschen sperren sich nicht gegen die Zuwanderung von Fachkräften! Die Finanzierung von Nichtfachkräften ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dazu gehört zum Beispiel die Erstattung der tatsächlichen Krankenversicherungskosten von etwa 280 Euro/Monat aus Steuermitteln und nicht die rechnerische „Rückstellung“ in Höhe von nur rund 90 Euro/Monat aus Mitteln der Arbeitnehmerschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxx5 31.01.2018, 21:18
8. unpräzise

Worum geht es Ihnen? Das die Beiträge insgesamt zu hoch sind?
Oder zu stark steigen? Aktuell liegen die Beiträge bei insgesamt etwas über 38 %. Also so viel Steigerung ist das nicht.
Für den Arbeitnehmer wird davon nur die Hälfte fällig also aktuell etwas über 19 %, und zukünftig maximal 20 %.
Dafür erhält er als Gegenleistung Absicherung im Falle von Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit und auch einen Rentenanspruch. Scheint mir ein gutes Geschäft. Alternative Modelle bieten da deutlich weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxx5 31.01.2018, 21:26
9. unpräzise

Worum geht es Ihnen? Das die Beiträge insgesamt zu hoch sind?
Oder zu stark steigen? Aktuell liegen die Beiträge bei insgesamt etwas über 38 %. Also so viel Steigerung ist das nicht.
Für den Arbeitnehmer wird davon nur die Hälfte fällig also aktuell etwas über 19 %, und zukünftig maximal 20 %.
Dafür erhält er als Gegenleistung Absicherung im Falle von Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit und auch einen Rentenanspruch. Scheint mir ein gutes Geschäft. Alternative Modelle bieten da deutlich weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3