Forum: Wirtschaft
Soziale Ungleichheit: Rund jeder sechste Deutsche von Armut bedroht
DPA

Im Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.

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labudaw 27.03.2012, 13:13
1. armutsgefährdet oder arm ? we legt eigentlich die 60 % fest und warum ?

und warum sind das nicht 50 oder 40 oder 30 % ?

Unter armutsgfährdet kann man viel mehr packen - obwohl gar keine Armut herrscht. Das ist einzig und allein vom Lebensstil und vom Lebensmittelpunkt abhängig.

Wer mit 60 % in München lebt gilt als armutsgefährdet - klar.
Dann zieht er eben nach Augsburg oder Nürnberg - dann ist er es nicht mehr.

Wenn wir die "Armutsgefährdungsgrenze" auf 90 % legen, sind 80 % in Deutschland armutsgefährdet !

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review 27.03.2012, 13:30
2.

Zitat von labudaw
und warum sind das nicht 50 oder 40 oder 30 % ? Unter armutsgfährdet kann man viel mehr packen - obwohl gar keine Armut herrscht. Das ist einzig und allein vom Lebensstil und vom Lebensmittelpunkt abhängig. Wer mit 60 % in München lebt gilt als armutsgefährdet - klar. Dann zieht er eben nach Augsburg oder Nürnberg - dann ist er es nicht mehr. Wenn wir die "Armutsgefährdungsgrenze" auf 90 % legen, sind 80 % in Deutschland armutsgefährdet !
Wenn für Sie nur das Verhungern von Menschen als Beweis für Armut gilt haben Sie recht, aber auch nur dann.

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fin2010 27.03.2012, 13:30
3.

Das jeder 6. als arm gilt, liegt schlicht daran, dass "arm" abhängig vom mittleren Einkommen definiert wird und nicht von einem absoluten Einkommen.

Als Gesellschaft sind wir auf dem richtigen Weg, was durch die geringere Spreizung Arm / Reich im Vergleich zum Rest der EU gezeigt wird. Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland um das 4,5fache auseinander gegenüber dem 5,0 fachem in der EU

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ginfizz53 27.03.2012, 13:30
4. Nur zur Information:

Zitat von sysop
Im Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.
"Die EU-Statistiker definieren Personen,[2][3][4] die vom Median des Netto-Äquivalenzeinkommens weniger als
70 Prozent zur Verfügung haben, als armutsgefährdet in sozialen Risikosituationen („prekärer Wohlstand“),
60 Prozent zur Verfügung haben, als armutsgefährdet," Zitat Wikipedia Armutsgrenze.

Solange solche Definitionen existieren, können auch solche Artikel geschrieben werden.

Wie dämlich diese Definition ist, erkennt man am Folgenden:

Würde von Heute auf Morgen jeder das Doppelte an Geld zur Verfügung haben, hätte sich die Armut(-sgefährdung) um keine Prozentpunkt geändert.

Nach dieser Definition waren auch die Menschen in der DDR viel weniger arm als diejenigen in der BRD.

Sonderbar, dass dann die Volkswanderung in die falsche Richtung ging...

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review 27.03.2012, 13:56
5.

Zitat von ginfizz53
"Die EU-Statistiker definieren Personen,[2][3][4] die vom Median des Netto-Äquivalenzeinkommens weniger als 70 Prozent zur Verfügung haben, als armutsgefährdet in sozialen Risikosituationen („prekärer Wohlstand“), 60 Prozent zur Verfügung haben, als armutsgefährdet," Zitat Wikipedia Armutsgrenze. Solange solche Definitionen existieren, können auch solche Artikel geschrieben werden. Wie dämlich diese Definition ist, erkennt man am Folgenden: Würde von Heute auf Morgen jeder das Doppelte an Geld zur Verfügung haben, hätte sich die Armut(-sgefährdung) um keine Prozentpunkt geändert. Nach dieser Definition waren auch die Menschen in der DDR viel weniger arm als diejenigen in der BRD. Sonderbar, dass dann die Volkswanderung in die falsche Richtung ging...
Hätte man die DDR alleine betrachtet hätte man einen geringen Anteil an Armen in Bezug auf das DDR Durchschnittseinkommen festgestellt. Hätte man DDR und BRD gemeinsam betrachtet, würde Sie die Wanderungsrichtung nicht überraschen. Polemik ist schön, geistreiche Polemik ist schöner.

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loukramer 27.03.2012, 14:13
6. Wenn diese 16% alle wählen gehen würden...

Zitat von sysop
Im Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.
...hätten die Parteien an den politischen Rändern sichere Mehrheiten, was die regierenden Politiker unter Druck setzen würde, dieses Thema endlich ernsthaft anzugehen.
Aber solange die Betroffenen sich verkriechen und in Lethargie verfallen passiert rein gar nichts, weil das genau das ist was die Politiker wollen. Die Medien leisten hierzu übrigens auch ihren Beitrag..

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marthaimschnee 27.03.2012, 14:15
7.

Zitat von
Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.
Gut, daß wir, denen es nachweisich am Besten in Europa gehen müßte, immer daran gemessen werden, wie schlecht es anderen doch geht.

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Crocofrog 27.03.2012, 14:51
8. Verhungern

Zitat von review
Wenn für Sie nur das Verhungern von Menschen als Beweis für Armut gilt haben Sie recht, aber auch nur dann.
Sie haben offensichtlich die Aussage des Foristen nicht verstanden. Es geht eben grad nicht um eine feste Armutsgrenze, sondern eine, die je nach Situation sich ändert. Anderes Beispiel: Wenn einige Milliardäre vom Schlage Bill Gates nach Deutschland umsiedeln würden, würde sich statistisch automatisch ergeben, dass mehr Menschen als "arm" gelten, obwohl sie keinen Cent weniger zur Verfügung haben. Hier ist die Frage, ob diese "politisch gewählte" Armutsdefinition von allen geteilt werden muss. Von den 50%, 60%, 90% oder 10% mal ganz abgesehen.

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...ergosum 27.03.2012, 14:55
9. Auch DAS noch !

Zitat von loukramer
...hätten die Parteien an den politischen Rändern sichere Mehrheiten, was die regierenden Politiker unter Druck setzen würde, dieses Thema endlich ernsthaft anzugehen. Aber solange die Betroffenen sich verkriechen und in Lethargie verfallen passiert rein gar nichts, weil das genau das ist was die Politiker wollen. Die Medien leisten hierzu übrigens auch ihren Beitrag..
Jetzt sind die Allerärmsten im Lande IHRER Ansich nach auch noch für den politischen Verfall verantwortlich ?
WOHER nehmen SIE diese Feststellungen ?

Haben Sie vielleicht sonst noch Probleme an denen die Ärmsten im Lande schuld sein sollen ?

1. gehen die Bürger NICHT nach Einkommen wählen oder eben nicht wählen (Das weiß ich genau aus meinem Umfeld)
2. was genau hat der Wahlgang mit dem Einkommen für eine Schnittmenge ?
3. wer der Ansicht ist das er keine "Wahl" hat, der ist eben garade NICHt doof oder faul oder sollte derjenige villeicht aus Frust dann besser die NPD wählen ? Wäre Ihnen DAS lieber? Na Hauptsache er geht überhaupt, nicht wahr ?

Also mal ehrlich, - Aussagen gibt es hier ... ist ja noch unter Kindergartenniveau.

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