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Soziale Ungleichheit: Rund jeder sechste Deutsche von Armut bedroht
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Im Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.

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kapuki 27.03.2012, 15:19
10.

Zitat von Crocofrog
Anderes Beispiel: Wenn einige Milliardäre vom Schlage Bill Gates nach Deutschland umsiedeln würden, würde sich statistisch automatisch ergeben, dass mehr Menschen als "arm" gelten, obwohl sie keinen Cent weniger zur Verfügung haben.
Das ist grottenfalsch. Sie müßten sich mal näher mit dem Begriff "Medianeinkommen" auseinander setzen, da spielen solch ein paar wenige Vermögende keine Rolle, außerdem geht es um Einkommen und nicht Vermögen. Statistisch gesehen hat jeder Deutsche ein FinanzVermögen von 80.000 €.

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Bezahler 27.03.2012, 15:58
11. Luxusarmut zur Verhöhnung der 3. Welt

Zitat von sysop
Im Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.
Jetzt wird wieder die Deutsche Luxusarmutssau durch Dorf getrieben.
Bei uns sehe ich keine materielle Armut.Eigentlich eine Verhöhnung der in Globalem Maßstab wirklich Armen. So eine typische Wohlstands-und Anspruchsblase zur befeuerung unserer Sozialindustrie.
Begründet auf der Dekadenz und Antriebslosigkeit der verwöhnten, faulen,disziplinlosen und dummen.Da kommt man hin wenn man alles um der Wählerstimmen willen durchgehen läßt.H4 sollte nur ein Anfang sein.
Ich kanns als nicht mehr hören.

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Bezahler 27.03.2012, 16:10
12. Anderstrum wird ein Schuh draus

Zitat von loukramer
...hätten die Parteien an den politischen Rändern sichere Mehrheiten, was die regierenden Politiker unter Druck setzen würde, dieses Thema endlich ernsthaft anzugehen. Aber solange die Betroffenen sich verkriechen und in Lethargie verfallen passiert rein gar nichts, weil das genau das ist was die Politiker wollen. Die Medien leisten hierzu übrigens auch ihren Beitrag..
Wählen gehen beinhaltet ein Tun.Damit sind wir am Kernpunkt.Die armen Armen tun eh nichts .Bis die aus dem Bett sind haben die Wahllokale schon wieder zu.
Ausserdem, die Politik braucht die Armen! Wenn keiner durch nichtstun mehr arm wird tut doch keiner mehr was.Wem sollen die Politiker dann noch das Geld aus der Tasche ziehen können.Wessen Leistung sollen die dann abgreifen.
Für wen würde den z.b. eine Sarah Wagenknecht eintreten wollen wenn es keine Armen mehr gäbe.Wer braucht jetzt wen dringender?
Sahra die Armen? Oder die Armen die Sahra? Das ist der Mechanissmuß welchem wir solche ,global gesehen Menschenverachtende,Statistiken verdanken. Und genau aus dieser Ecke kommt dieser Statistikquatsch ja auch her.

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Crom 27.03.2012, 16:13
13.

Als Single mit rund 11.000 Euro Jahreseinkommen gilt man als arm? Wie dekadent ist das denn? Die hier gewählte Armutsdefinition ist schlicht pervers und verhöhnt die wirklich Armen Menschen, hier in Deutschland und auf der Welt.

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marvin07 27.03.2012, 16:37
14.

Zitat von Crocofrog
Sie haben offensichtlich die Aussage des Foristen nicht verstanden. Es geht eben grad nicht um eine feste Armutsgrenze, sondern eine, die je nach Situation sich ändert. Anderes Beispiel: Wenn einige Milliardäre vom Schlage Bill Gates nach Deutschland umsiedeln würden, würde sich statistisch automatisch ergeben, dass mehr Menschen als "arm" gelten, obwohl sie keinen Cent weniger zur Verfügung haben. Hier ist die Frage, ob diese "politisch gewählte" Armutsdefinition von allen geteilt werden muss. Von den 50%, 60%, 90% oder 10% mal ganz abgesehen.
Die EU-Definition nimmt den Median(!) des Netto-Äquivalenzeinkommens. Da fallen die Extrempunkte weg. Ein oder mehrere Bill Gates spielt dabei also keine Rolle. Dennoch stellt die Definition ein Maß für die Einkommenshomogenität dar. Über die Sinnhaftigkeit kann man sich tatsächlich streiten. Auf jeden Fall sind Vergleiche der Absolutwerte beim Einkommen mit anderen Ländern (insbesondere auf anderen Kontinenten) nicht sinnvoll. Zum einen leben wir nunmal hier mit dem örtlichen Peisniveau und zum anderen hat Orientierung nach unten noch nie geholfen.

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ein schelm ... 27.03.2012, 17:05
15.

Zitat von Crom
Als Single mit rund 11.000 Euro Jahreseinkommen gilt man als arm? Wie dekadent ist das denn? Die hier gewählte Armutsdefinition ist schlicht pervers und verhöhnt die wirklich Armen Menschen, hier in Deutschland und auf der Welt.
An Lächerlichkeit in der Tat nicht zu überbieten, davon konnte u.a. ich trotz Neben- und Ferienjobs während Studium oder Zivildienst nur träumen! Aber wenn man halt keine relevante Anzahl an Armen hat dann rechnet man sie eben statistisch her, ohne diese Pseudoarmen würde schliesslich die ganze Betroffenheitsindustrie zugrunde gehen.

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cirrusMinor 27.03.2012, 17:53
16.

Zitat von Crom
Als Single mit rund 11.000 Euro Jahreseinkommen gilt man als arm?
Nein, man gilt dann als armutsgefährdet.

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artusdanielhoerfeld 27.03.2012, 17:54
17. Gottseidank...

...sind die 16% der Bevölkerung nur von der Armut "bedroht" und nicht tatsächlich arm, denn das wäre ein Skandal.

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marvin07 27.03.2012, 17:54
18.

Zitat von Bezahler
Jetzt wird wieder die Deutsche Luxusarmutssau durch Dorf getrieben. Bei uns sehe ich keine materielle Armut.Eigentlich eine Verhöhnung der in Globalem Maßstab wirklich Armen. So eine typische Wohlstands-und Anspruchsblase zur befeuerung unserer Sozialindustrie. Begründet auf der Dekadenz und Antriebslosigkeit der verwöhnten, faulen,disziplinlosen und dummen.Da kommt man hin wenn man alles um der Wählerstimmen willen durchgehen läßt.H4 sollte nur ein Anfang sein. Ich kanns als nicht mehr hören.
Mal beiseite, dass das Armutsthema ständig wieder aufgelegt wird.

Aber provokant gefragt: hätten Sie lieber die Bedingungen derjenigen Gegenden der Welt, deren Armut hier "verhöhnt" wird? Da geht es nämlich hin, wenn wir weiter vom Sozialgedanken abrücken. Aber wenigstens dürfen sich die hiesigen Armen dann auch endlich so nennen...

Ich möchte das jedenfalls nicht. Zumal das durchaus abwendbar ist. Und Vergleiche nach unten widersprechen doch eigentlich dem kapitalistischen Siegergedanken, oder nicht? ;)

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marvin07 27.03.2012, 17:55
19.

Zitat von ein schelm ...
An Lächerlichkeit in der Tat nicht zu überbieten, davon konnte u.a. ich trotz Neben- und Ferienjobs während Studium oder Zivildienst nur träumen! Aber wenn man halt keine relevante Anzahl an Armen hat dann rechnet man sie eben statistisch her, ohne diese Pseudoarmen würde schliesslich die ganze Betroffenheitsindustrie zugrunde gehen.
Ging mir ähnlich, wobei ich am Ende der Bundeswehrzeit (normaler W10) ein ganz ordentliches Sümmchen hatte. War es als Abiturient eben nicht gewohnt, viel Geld zu haben. Die vorher Berufstätigen mit einem entsprechend ausgerichteten Leben hatten da durchaus Probleme.
Daher ist der Vergleich eines Studenteneinkommens mit dem eines Berufstätigen nur bedingt sinnvoll - insbesondere, wenn der Berufstätige vielleicht noch eine Familie zu ernähren hat. 11.000 Euro sind da selbst Netto nicht gerade viel.
Arm heißt in der BRD ja nicht, dass derjenige in der Gosse liegen muss.

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