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Soziale Ungleichheit: Rund jeder sechste Deutsche von Armut bedroht
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Im Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.

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edmond_d._berggraf-christ 27.03.2012, 18:36
20. Die bitteren Früchte der überaus schändlichen Vielparteienherrschaft

Die Deutschen mögen hier an das Dichterwort denken, während die Parteienhydra Unsummen an das Ausland verschenkt, für welche sie, ihre Kinder und Kindeskinder mit ihrem Einkommen und ihrem Vermögen haften müssen: „Nicht tadeln kann ich sie: was gilt es ihnen? Dein Gut, und nicht ihr eignes, geben sie. Seeräuber können leicht spottwohlfeil handeln Und Freund' erkaufen und an Dirnen schenken, Hoch lebend so wie Herrn, bis alles fort: Indes des Gutes blöder Eigentümer Darüber weint, die bangen Hände ringt Und schüttelt seinen Kopf und steht von fern, Weil alles ausgeteilt wird und verstreut, Und darf verhungernd nicht, was sein, berühren.“
Am Ende wird der deutsche Staatbankrott sein, ohnmächtig sich seiner Feinde zu erwehren –im selben Augenblick, wo die Parteinhydra an das Ausland Unsummen verschenkt und Deutschland immer höher verschuldet, läßt sie zugleich die Reste der deutschen Kriegsmacht zerstören – und so hat die Parteienhydra ihren wahren Herren, den Landfeinden, treu gedient.
Noch allerdings haben es die Deutschen in der Hand: Die Landfeinde sind durch ihre eigene Dummheit selbst ins Verderben gelaufen; und so ist es möglich mit ein wenig Glück die Parteienhydra zu stürzen und die Verteidigungskraft wiederherzustellen.

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spügel 27.03.2012, 19:04
21. tatsächlich arm

Zitat von artusdanielhoerfeld
...sind die 16% der Bevölkerung nur von der Armut "bedroht" und nicht tatsächlich arm, denn das wäre ein Skandal.
Sorry, wenn die Nerven blank liegen, sind 16& verdammt viel.

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loukramer 27.03.2012, 19:26
22. Richtigstellung

Zitat von ...ergosum
Jetzt sind die Allerärmsten im Lande IHRER Ansich nach auch noch für den politischen Verfall verantwortlich ? WOHER nehmen SIE diese Feststellungen ? Haben Sie vielleicht sonst noch Probleme an denen die Ärmsten im Lande schuld sein sollen ? 1. gehen die Bürger NICHT nach Einkommen wählen oder eben nicht wählen (Das weiß ich genau aus meinem Umfeld) 2. was genau hat der Wahlgang mit dem Einkommen für eine Schnittmenge ? 3. wer der Ansicht ist das er keine "Wahl" hat, der ist eben garade NICHt doof oder faul oder sollte derjenige villeicht aus Frust dann besser die NPD wählen ? Wäre Ihnen DAS lieber? Na Hauptsache er geht überhaupt, nicht wahr ? Also mal ehrlich, - Aussagen gibt es hier ... ist ja noch unter Kindergartenniveau.
Sie haben meine Ausführungen komplett in den falschen Hals gekriegt: ich mache "arme" Menschen für gar nichts verantwortlich. Ich wollte lediglich andeuten, dass man durch taktisches Wahlverhalten sehr wohl etwas ändern kann. Und zwar indem man den Spieß umdreht und die Politiker durch die Wahl von Randparteien (auch wenn man die nicht gut findet aber die kriegen ja sowieso keine Mehrheiten zusammen) unter Druck setzt ihre Positionen zu überdenken. Bestes Beispiel aus der jüngsten Zeit ist doch die Kanzlerin, die plötzlich von Mindestlöhnen redet. Das macht die nur aus dem Grund weil das linke Lager plötzlich Zweidrittel der Wählerstimmen ausmacht und die FPD am Ende ist.

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wibo2 28.03.2012, 10:08
23. Nur jeder sechste soll weniger als 940 Euro Einkommen pro Monat haben?

Armutsgefährdet ist nach der EU-Definition, wer über weniger
als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung
eines Landes verfügt. In Deutschland liegt die Grenze bei einem
Jahreseinkommen von 11.278 Euro. Es wird hier nur offensichtlich
nur der Faktor zu geringe Entlohnung betrachtet.

Sind die anderen Armutsfaktoren wie
- niedrige Renten,
- Arbeitslosigkeit (Hartz4),
- Schulden,
- Trennung/Scheidung/Alleinerziehung,
- Familien mit vielen Kindern
in der Statistik in diesem SPON Artikel berücksichtigt?

Das frei verfügbare Einkommen der meisten Menschen in Deutschland
ist leider sehr gering, weil das meiste Geld schon für Fixkosten
benötigt wird.

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kapuki 28.03.2012, 10:18
24.

Zitat von wibo2
Das frei verfügbare Einkommen der meisten Menschen in Deutschland ist leider sehr gering, weil das meiste Geld schon für Fixkosten benötigt wird.
Definieren Sie doch mal bitte ihren Begriff "frei verfügbares Einkommen" und "Fixkosten".
Diese 940 € und weniger ist ALLES, was diese Menschen als Singles im Monat für ALLES haben. Bei Paaren, Eltern mit Kinder usw ist das keineswegs das Viefache, sondern bei einem Paar mit 2 Kindern rund 1.700 € im Monat. Inclusive aller Sozialleistungen wie Kindergeld, Wohngeld, Zuschlag zum Kindergeld oder HartzIV-Aufstockung .... sind über 13 Millionen Menschen in D armutsgefährdet oder arm.

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Crom 28.03.2012, 10:34
25.

Zitat von marvin07
Daher ist der Vergleich eines Studenteneinkommens mit dem eines Berufstätigen nur bedingt sinnvoll - insbesondere, wenn der Berufstätige vielleicht noch eine Familie zu ernähren hat. 11.000 Euro sind da selbst Netto nicht gerade viel.
1. Geht es um Singles bei dieser Tabelle, Familie fällt also schon einmal weg.
2. Es wird nicht zwischen berufstätig etc. unterschieden. Warum auch?

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marvin07 28.03.2012, 11:43
26.

1. Geht es um Singles bei dieser Tabelle, Familie fällt also schon einmal weg. Okay. Gute Aussichten für die Gründung einer Familie ist das dennoch nicht.

Zitat von
2. Es wird nicht zwischen berufstätig etc. unterschieden. Warum auch?
Der Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" hat durchaus seine Berechtigung. Wenn absehbar ist, dass sich die Lebenssituation einkommensmäßig verbessern wird, sobald die Ausbildung abgeschlossen ist, kommt man eher damit klar, als wenn es die Lebensperspektive darstellt, am Rande des Existenzminimums herumzukrebsen. Es stellt also schon einen Unterschied dar. Aber warum soll es nicht trotzdem in beiden Fällen als "arm" zählen?
(auch wenn Forist lezel hier wahrscheinlich einwenden wird, dass sich derjenige nur entsprechend weiterbilden muss, dann klappt's auch mit dem höheren Einkommen)

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ein schelm ... 28.03.2012, 11:46
27.

Zitat von marvin07
Ging mir ähnlich, wobei ich am Ende der Bundeswehrzeit (normaler W10) ein ganz ordentliches Sümmchen hatte. War es als Abiturient eben nicht gewohnt, viel Geld zu haben. Die vorher Berufstätigen mit einem entsprechend ausgerichteten Leben hatten da durchaus Probleme.
Wenn bei manchen Ansprüche > Einkommen sind muss das Problem, natürlich beim Einkommen liegen, dass andere mit dem gleichen Geld gut auskommen spielt da keine Rolle? Das kanns doch nicht sein!

Zitat von marvin07
Daher ist der Vergleich eines Studenteneinkommens mit dem eines Berufstätigen nur bedingt sinnvoll - insbesondere, wenn der Berufstätige vielleicht noch eine Familie zu ernähren hat. 11.000 Euro sind da selbst Netto nicht gerade viel.
Es geht explizit um alleinstehende Singles, da ist nix mit "Familie ernähren". Man kann es durchaus vergleichen, das Ergebnis gefällt halt nur den meisten nicht...

Zitat von marvin07
Arm heißt in der BRD ja nicht, dass derjenige in der Gosse liegen muss.
Von Arm spricht man ja noch nicht mal, um eine signifikante und Aufmerksamkeitsheischende Zahl zu erreichen heisst es "von Armut bedroht". Merken Sie was?

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wibo2 28.03.2012, 11:58
28. Wie hoch ist der Anteil der Geringverdiener an allen Arbeitnehmern?

Zitat von kapuki
Definieren Sie doch mal bitte ihren Begriff "frei verfügbares Einkommen" und "Fixkosten". Diese 940 € und weniger ist ALLES, was diese Menschen als Singles im Monat für ALLES haben. Bei Paaren, Eltern mit Kinder usw ist das keineswegs das Viefache, sondern bei einem Paar mit 2 Kindern rund 1.700 € im Monat.
Als Geringverdiener gelten alle Personen mit einem Jahreseinkommen
von weniger als 22.500 Euro brutto.
Von den 38,4 Millionen Steuerpflichtigen sind 19,2 Millionen,
also genau die Hälfte, Geringverdiener.

Also die Hälfte der Leute sind Geringverdiener. 1/6 der Leute
sind arm. Also 4/6=2/3 der Leute in Deutschland sind schon
jetzt "arm" dran.

Allzu viel frei verfügbares Geld in ihrem Geldbeutel werden diese
Leute nicht haben. Die müssen jeden Euro 3 mal umdrehen,
ehe sie ihn ausgeben können!

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kapuki 28.03.2012, 12:08
29.

Zitat von wibo2
Als Geringverdiener gelten alle Personen mit einem Jahreseinkommen von weniger als 22.500 Euro brutto. Von den 38,4 Millionen Steuerpflichtigen sind 19,2 Millionen, also genau die Hälfte, Geringverdiener. Also die Hälfte der Leute sind Geringverdiener. 1/6 der Leute sind arm. Also 4/6=2/3 der Leute in Deutschland sind schon jetzt "arm" dran.
Ich weiß wirklich nicht, wie sie mit lauter neuen Definitionen alles durcheinanderbringen.
Wir haben in D 22 Millionen sv-pflichtige VollzeitAN und 5 Millionen sv-pflichtige TeilzeitAN. Davon arbeiten rund 8 Millionen im Niedriglohnbereich. Zusätzlich gibt es noch Millionen Menschen in 400-€-Jobs, EinEuroJobber und Menschen vom Schüler bis zum Rentner, die sich wöchentlich mit mindestens einer bezahlten Stunde etwas hinzuverdienen, das ergibt die rund 40 Mio "Erwerbstätigen".

Steuerpflichtig sind auch Firmen, Unternehmen, Selbständige, Freiberufler, Bauern ... und ihre Definition von Bruttoeinkommen und "arm dran" sind so diffus, dass niemand etwas damit wirklich anfangen kann. Haben Sie schon mal was von durchschnittlem Einkommen pro Haushalt gehört? Arm dran sind Sozialhilfe- und Hartz IV-Bezieher sowie Menschen mit Bruttoeinkommen bei Vollzeitarbeit von unter 1.000 € im Monat.

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