Forum: Wirtschaft
Sozialer Abstieg und Aufstieg: Wer in Deutschland dauerhaft arm bleibt
Getty Images

Armut ist ein Gift, das langsam wirkt - und lang. Und wer erst einmal arm ist, wird von der Gesellschaft regelrecht abgekoppelt. Eine Studie zeigt: Die Zahl der Abgehängten ist gestiegen. Die der Reichen allerdings auch.

Seite 1 von 31
claus7447 05.11.2018, 11:56
1. Der Anfang wäre ein neues..

... gerechteres Steuersystem. Aber da traut sich keiner dran .... und ein Herr Merz, der da plötzlich auftaucht wird sicherlich keine Veränderung herbei führen wollen, denn wir brauchen unten Entlastung, dafür oben ein bisschen mehr. Das Beste wäre ohnehin eine komplette Entschlackung, insb. der Abschreibungsmöglichkeiten - den die nutzen Otto Müller nichts - da hat lediglich der, der schon HAT was davon. Ich denke da auch an Obergrenzen Vorstandsgehälter als "Kosten" unlimitiert zuzulassen.

Zudem, warum müssen nicht auch Kapitalerträge über eine gewissen Höhe (sagen wir mal 20.000 Euro/Jahr) wie normale Einkommen versteuert werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ned divine 05.11.2018, 11:57
2. Wie bitte?

Hiess es letzte Woche nicht noch so schön: "Finanzielle Zufriedenheit in Deutschland steigt auf Rekordhoch" ?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vermoegensbarometer-deutsche-sind-zufrieden-mit-ihrer-finanziellen-lage-a-1234752.html

Ach ja, sorry, das wa ja vor der Wahl in Hessen. Da mussten ein paar warme, schöne Worte her, nicht wahr? Sicherlich in Auftrag gegeben von unseren "besonders volksnahen" Politikern.
Nun da freuen wir uns doch alle jetzt schon auf Kanzlerkandidaten wie Friedrich Merz, der ja berüchtigt und bekannt ist für neoliberale Wirtschaftsfreiheit, um die Reichen noch ein wenig reicher zu machen. Immerhin wird er es Ihnen leichter machen, ist er doch Strippenzieher bei Blackrock (Aufsichtsrat) und die Armen ganz sicher noch ärmer.
Danke !!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guest40233-98101 05.11.2018, 11:57
3. was ist reich?

als Einkommensreich gelten Singels mit mehr als 40.639??
das kann doch nur ein Witz sein
ok, mit 40k pa geht es einem nicht schlecht, aber nach Abzug von Miete und privater Altersvorsorge ist von "reich" nichts zu spüren

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt-C. Hose 05.11.2018, 12:00
4. Politische Schlüsse

Entscheidend ist, was man daraus folgert:
Die hohe Abgabenbelastung führt dazu, dass man selbst mit hohen Einkommen kaum reich werden kann.
Eigentlich müssten Erbschaften höher, und Einkommen (auch und vor allem hohe) niedriger besteuert werden, damit man die soziale Mobilität erhöht. Was den Politikern einfällt, sind immer nur neue soziale Transferleistungen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomxxx 05.11.2018, 12:02
5. Und schon wieder das HArtz-IV-Gedöns....

Leute... Ihr müßt mal das normale Gehalt von jemanden der arbeitet nehmen, dann nehmt mal den Netto-Betrag, dann wiederum zieht Ihr die Wohnkosten (warm) ab, dann zieht ihr wiederum die Kosten ab, die einfach anfallen weil man arbeitet (Verkehr, Berufskleidung, Kantine). Dann gestattet der Person noch ein wenig für die eigene Rente zurückzulegen, damit man Altersarmut vermeiden kann. Und dann gestattet der Person 400 Euro zum Leben (wie einem Hartz 4-Empfänger). Bei einem Normalverdiener ist dann die Bilanz schon tiefrot, dann kommt noch das Weihnachtsgeld, dass das ausgleicht und vielleicht der Lohnsteuerjahresausgleich!

Ihr könnt Euch sicher sein, dass die Frau im Supermarkt die dort arbeitet (und dafür sorgt, dass der Hartz 4ler auch etwas im Regal findet), keine 400 € zum ausgeben hat!
Und von Urlaub hat man dann noch nicht geredet! Und wir sollen uns hier Gedanken machen, dass die HArtz-4ler Urlaub machen wollen? Irgendwas läuft hier verkehrt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nic 05.11.2018, 12:04
6. Die der Reichen allerdings auch.

Die Krux daran ist aber, dass im Gegenzug noch mehr verarmen. Der Reichtum des einen ist die Armut des anderen. So funktioniert eben der reine Kapitalismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 05.11.2018, 12:04
7. Reich????

Irgendwie nichts Neues dieser Beitrag. Mich hat aber ein Satz ganz besonders erregt: "Die dauerhaft Reichen sind Doppelverdiener und haben keine Kinder!" Diese Menschen sind in meinen Augen ganz besonders zu bedauern, weil Kinder unheimlich glücklich machen und man mit Kindern niemals arm ist. Schaufelt Euer Geld, aber Eure Seele ist ganz, ganz arm!!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muunoy 05.11.2018, 12:08
8. Komische Definition

Na, nach der Definition bin ich ein dauerhaft Reicher. Meine Lebenspartnerin trotz Tochter auch. Dennoch konnte auch ich mir erst nach jahrzehntelangem Sparen ein Häuschen auf dem Land kaufen. O. k., als Selbständiger reichen 20% Eigenkapital nicht. Es sollten schon 50% sein. Aber wirklich reich ist man mit einem Jahresnettoeinkommen knapp über 40 TEUR nicht. Reichtum sollte eigentlich über den Besitz und nicht über das Einkommen definiert werden. Ich kenne Leute, die deutlich besser als ich verdienen, im Vergleich aber arm sind (3 Scheidungen, 4 Kinder u. ä. Desaster).
Mehr Umverteilung an die Sozial- und Betroffenheitsindustrie wird übrigens keine Verbesserungen bringen. Deutschland muss es auch Normalverdienern ermöglichen, wieder Vermögen aufbauen zu können. Hierzu müssten die Steuern auf Arbeitseinkommen drastisch reduziert werden. Außerdem muss der Steuerfreibetrag für Kapitalerträge wieder auf den Wert früherer Zeiten oder noch mehr erhöht werden. Derzeit hat man nur mit sehr hohen Einkommen oder als Erbe noch die Chance, Vermögen aufzubauen. Das ist die eigentliche Ungerechtigkeit des sozialistischen Umverteilungsstaates. Solche sozialistischen Systeme sorgen immer dafür, dass irgendwann alle bis auf eine unfassbar reiche Elite gleich arm sind. Wir brauchen weiterhin weniger Armutsmigration, was aus dem Artikel ja auch hervorgeht. Ansonsten muss man gerade jungen Leuten wieder die klassischen Tugenden wie Fleiß, Strebsamkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Neugier usw. beibringen. Hier sehe ich die größten Defizite in unserm Bildungssystem der letzten Jahre. Mit mehr Geld wird man das nicht ändern können. Und die SPD könnte vielleicht wieder eine Partei des Aufstiegs anstatt der Umverteilung werden. Ansonsten kann sie nämlich weg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pom_muc 05.11.2018, 12:09
9. Auftragsstudien

Wir wissen dass die meisten Ausländer gemäß unserer Armutsdefinition als "Arme" nach D kommen. Dass sie ein Drittel der Hartz 4-Empfänger ausmachen also auch in D überwiegend (gemäß Definition) auch "arm" bleiben. Dass der Ausländeranteil in der Bevölkerung von 1990 5.6 Mio auf 2016 9.2 Mio gestiegen ist.
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61622/auslaendische-bevoelkerung

Was wir nicht wissen ist warum dieser Spiegelartikel darüber kein Wort verliert und einfach aus einer Studie zitiert die anscheinend ganz triviale Sachverhalte nicht beleuchtet hat.

Man muss in Zeiten in denen Hunderttausende (oft auch Vermögende) auswandern und Millionen (meist Arme) einwandern auch diese Bewegungen in Langzeitvergleichen berücksichtigen.
Ansonsten sind die gezogenen Schlussfolgerungen für die Katz. Außer man wollte als Ziel der Studie "rechtfertigende Ergebnisse" für die vorgeschlagenen Maßnahmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 31