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Sozialer Widerstand: Hier haben die Gelbwesten recht
Virginia Mayo/ AP/ DPA

Der Protest der französischen Gelbwesten ist ein Ventil für Unzufriedenheit, die sonst nur den Populisten helfen würde. Eigentlich müssten sie in ganz Europa demonstrieren - auch in Deutschland.

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hredinger 11.05.2019, 20:08
1. So sind die Deutschen...

...sie sind einfach das dümmste Volk der Welt. Leider!

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Neapolitaner 11.05.2019, 20:20
2. Die mittlere Mittelschicht

klingt witzig, aber das sind die "Gelbwesten" . Denn die untere Mittelschicht ist längst bei den "Working Poor" angekommen. Deren natürliche Interessensvertretung ist die Linke - sofern sie nicht unter "reich" einsortiert werden, da sie -gerade noch - für sich selbst sorgen können. Die eigentliche Mittelschicht, die "Gelbwesten" sind die, die unmittelbar davor stehen, bei den"Working Poor" zu landen. Diese Gruppe hat politisch überhaupt keine Vertretung - außer bei den "Populisten". Für andere Parteien ist sie schlicht unerwünscht. Deswegen artikuliert sich diese in FR so heftig. Ob sich der "Rassemblement National" oder "La France insoumise" derer annimmt, wird man noch sehen. Macron sicherlich nicht. Was Deutschland und seinen "Reichtum" anbetrifft: Solange der Target II Saldo (Immerhin ca. 1 Billion Euro) nicht kapitalisiert wird, hat von ihm niemand etwas : Weder die Mittelschicht noch die Reichen. Nur sind in D. die Menschen insgesamt erheblich duldsamer als in Frankreich, was für ein Glück für die Bundesregierung.

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vantast64 11.05.2019, 20:22
3. Die Regierenden machen das Volk arm

Das gesamte System der demokratischen Repräsentation ist in das Gegenteil seiner selbst mutiert.
Die Staatsgewalt geht nicht mehr vom Volk aus, und sie wird auch nicht mehr für das Volk und schon
gar nicht vom Volk ausgeübt. Das Volk spielt in den entwickelten Demokratien nur noch eine
untergeordnete Rolle - als Legitimationsbasis für die Ausübung von Herrschaft, als Quelle
endlosen Schröpfens und als Staffage für die politische Show, die für die Volksparteien so
sehr viel wichtiger als politische Inhalte geworden ist.
Das führt dazu, dass alle Kräfte des politischen Systems im Ergebnis die Lage des Volkes
progressiv verschlechtern. die Parteien schaffen die Demokratie gegen zum eigenen Vorteil ab.
"Die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht!"

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three-horses 11.05.2019, 20:23
4. Baden ohne Wasser.

"auch in Deutschland"...wofür denn...ist schon alles kaputt, die Kasse
ist schon lange nur leer und die Reserven gerade auch geplündert.
An Kapital bleiben so nur Schulden und davon haben die "gelbe Westen" aus Germany auch genug. Alle meine reiche Freunde sind
gepackt verschwunden. Ist nichts mehr mit schnorren. Das Leben ist echt eine Bestie wenn man so vor Aldi steht der auch schon lange zu ist und verblast sind die Magen Erinnerungen satt und voll. Nun jage ich die letzten noch vorhandene Ratten, die mal von mir gelebt haben
und nun die Lage umgekehrt ist.

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Nordstadtbewohner 11.05.2019, 20:24
5. Eltern bleiben Eltern

"Gelbwesten sind die überforderten Alleinverdiener mit Kindern"

Ich gehöre zu jenen, die selbst Kinder haben, und dieses - Entschuldigung - Gejammer um Alleinerziehende nicht mehr hören können. Meine Partnerin und ich haben 3 Kinder und sind Eltern. Wir bleiben auch nach einer Trennung das, was wir jetzt als Paar sind: Eltern. Das bedeutet auch in letzter Konsequenz, dass die Unterhaltspflicht nicht nach einer Trennung endet, ebenso die Betreuung und gemeinsame Erziehung der Kinder. In Deutschland hat sich mittlerweile ein alleinerziehendes Einzelkämpfertum gebildet, das nach der Devise "Ich alleinerziehend gegen den Rest der Welt!" lebt. Vor allem gegen den Expartner. Und dann wird gejammert, dass ein Halbtagsjob mit 20 Stunden die Woche nicht für die alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern in der hippen Großstadt reicht. Expartner mit Kindern müssen lernen, wie man die Lasten nach einem Beziehungsende so teilt, dass keiner übervorteilt wird. Das gilt für das Finanzieller, aber auch für die gemeinsame Erziehung der Kinder. Von daher bin ich strikt gegen das, was der Autor des Artikels fordert. Der Steuerzahler kann nicht alles und jeden alimentieren, nur weil Menschen ihr Privatleben nicht geregelt kriegen.

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kalle_may 11.05.2019, 20:34
6. Müsste Sie auch in D

wenn der Deutsche mal nicht so fett ,faul und behäbig wäre.So lange der Kühlschrank noch voll ist,der Diesel noch fahren darf und im Sommer Malle noch bezahlbar ist,tut sich hier gar nichts. In Berlin weiss man das.

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Schlaflöwe 11.05.2019, 20:36
7. Die Unterschicht leidet doch nicht nur

an der Globalisierung, also der Auswanderung einfacher Tätigkeiten in die weite Welt, sondern auch daran, dass die abenteuerlichen Steuernachlässe an Konzerne und Reiche durch die neoliberale/marktradikale Politik, die enorme Löcher in die öffentlichen Haushalte gerissen haben, durch höhere indirekte Steuern und Abgaben von Unter-und Mittelschicht zum Ausgleich zusätzlich gezahlt werden mussten und müssen. Ich staune immer wieder darüber, dass die neoliberalen Parteien, die Verursacher der Überforderung von Mittel- und Unterschicht, immer wiedergewählt werden, wodurch sie mit der Umverteilung von unten nach oben stetigweitermachen können.

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spontanistin 11.05.2019, 20:47
8. Wohlstand für alle!

Und die naiven Bundesbürger glauben auch noch, dass die politischen Eliten ein Interesse hätten, die soziale Hackordnung und Hühnerleiter abzuschaffen. Das Volk muss schon seinen Willen stärker zum Ausdruck bringen und die Volksvertreter in die Pflicht nehmen. Wie wäre es mit jährlicher Zielvereinbarung und für Abgeordnete und Jahresendgespräche mit dem Souverän? Aber die Berufspolitiker scheuen ja schon ein Mehr an direkter Demokratie wie der Teufel das Weihwasser. Schließlich ist der Wähler ja zu dumm! Qed.

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three-horses 11.05.2019, 20:52
9. Die Folgen des Gutes.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Gelbwesten sind die überforderten Alleinverdiener mit Kindern" Ich gehöre zu jenen, die selbst Kinder haben, und dieses - Entschuldigung - Gejammer um Alleinerziehende nicht mehr hören können. Meine Partnerin und ich haben 3 Kinder und sind Eltern. Wir bleiben auch nach einer Trennung das, was wir jetzt als Paar sind: Eltern. Das bedeutet auch in letzter Konsequenz, dass die Unterhaltspflicht nicht nach einer Trennung endet, ebenso die Betreuung und gemeinsame Erziehung der Kinder. In Deutschland hat sich mittlerweile ein alleinerziehendes Einzelkämpfertum gebildet, das nach der Devise "Ich alleinerziehend gegen den Rest der Welt!" lebt. Vor allem gegen den Expartner. Und dann wird gejammert, dass ein Halbtagsjob mit 20 Stunden die Woche nicht für die alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern in der hippen Großstadt reicht. Expartner mit Kindern müssen lernen, wie man die Lasten nach einem Beziehungsende so teilt, dass keiner übervorteilt wird. Das gilt für das Finanzieller, aber auch für die gemeinsame Erziehung der Kinder. Von daher bin ich strikt gegen das, was der Autor des Artikels fordert. Der Steuerzahler kann nicht alles und jeden alimentieren, nur weil Menschen ihr Privatleben nicht geregelt kriegen.
Habe es mal scherzhaft aufgeworfen...nun ist so ein Fall hier die Wahrheit. Eine ledige Mama, das zweite Kind mit einem der Junges aus der ferne Heimat. Einem, so richtig weiß die auch nicht...ist auch nicht wichtig. Tja Junges aus der nahe Heimat, da habt ihr was zu versorgen. Des Eines das Vergnügen, des Anderes das Geld.

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