Forum: Wirtschaft
Sozialer Widerstand: Hier haben die Gelbwesten recht
Virginia Mayo/ AP/ DPA

Der Protest der französischen Gelbwesten ist ein Ventil für Unzufriedenheit, die sonst nur den Populisten helfen würde. Eigentlich müssten sie in ganz Europa demonstrieren - auch in Deutschland.

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claus7447 12.05.2019, 08:30
70. Jeder meckert... Und handeln?

Wer hat die deutsche Politik in 70 Jahren dominiert?

Ich werde mich hier nicht hinstellen und behaupten die Sozialdemokraten hätten alles richtig gemacht, beileibe nicht. Aber das System ist auf die Industrie ausschliesst ausgelegt. Wie hat man sich gegen die Einführung von Mindestlöhne gesträubt. Die Stimmen aus der Arbeitgeber Seite sagten den Kollaps des Systems voraus.

Es ist der Wähler der entscheidet wie die Zukunft gestaltet wird. Machen wir weiter so, oder überlassen wir es den Populisten

Um dän vom REGEN IN DIE TRAUFE zu kommen. Denn die stopfen sich nur die eigenen Taschen voll. Lösungen haben die nicht.

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ingenieur-aus-überzeugung 12.05.2019, 08:43
71. Applause für Nr. 5: Alleinerziehende

Das habe ich in dieser Sichtweise geschrieben noch nicht gesehen. Es erweitert meine Standpunktargumente das sich einfach zu viele zu passiv verhalten.
Warum lassen die „armen“ AN so mit sich umspringen? Warum wechseln Sie nicht in Arbeitsverhältnisse die besser bezahlt werden, nicht so anstrengend sind, so weit weg sind, wo nur tolle Chefs sind? Weil sie es nicht können oder, viel schlimmer, nicht wollen. Ja, nicht können, nicht wollen. Nicht können: weil sie lieber in die Disko gegangen sind, als sich gut Auszubildenden! Nicht wollen: weil es einfacher ist zu bleiben, als sich nach einem neuen Job umzuschauen. Kurzum: ZU FAUL die Situation zu ändern.

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raton_laveur 12.05.2019, 08:47
72. Gelbwesten keine Umstürzler?

Wie kann man so etwas in dem Artikel schreiben, nachdem sie lauthals den Rücktritt Macrons forderten und ankündigten, den Élysée zu stürmen? Die Gelbwesten haben sich vollständig als anerkennenswerte Bewegung diskreditiert, indem ihre große Mehrheit die regelmäßigen Gewaltexzesse, die Angriffe auf Polizisten sogar mit Selbstmordaufforderungen, antisemitische Beleidigungen und Drohungen gegenüber ihren dialogbereiten Mitgliedern zuließ. Die von vielen beklagten Einkommensunterschiede und Kaufkraftverluste werden sie durch die von Ihnen angerichteten Schäden noch verstärken. Sogar die Wohltaten, die sie erpressen konnten, werden das tun, denn sie müssen finanziert werden denn wer bezahlt wohl die Zinsen für die dadurch steigende Staatsverschuldung? Die Reformpolitik Macrons ist ohne Alternative und beklagenswerte Mißstände Frankreichs haben all die Chiracs, Sarkozys und Hollandes zu vertreten, die dazu zu bequem waren und sich jetzt ins Fäustchen lachen, daß Macron die von Ihnen eingebrockte Suppe auslöffeln muß.

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spon_5217121 12.05.2019, 08:49
73. Gefahr erkannt?

Gestern fragten sich die Parlamente nach jedem hart erarbeitetem Beschluss;Was sagt der Souverän dazu? Heute fragen sich die Parlamente;Was sagt der Globalisierungsprozess dazu?
Wo führt das hin? Zur Entfremdung der Parlamente vom Souverän weil das Volk zu lernen hat,dass die Eigeninterressen des eigenen Landes h i n t e r der Globalisierung eizuordnen ist. Ob das jede Demokratie auf Dauer hin nimmt? (Brexit )

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Meconopsis 12.05.2019, 08:50
74. Schmerzgrenze

Im Zentrum des Kapitalismus, den USA, gibt es auch eine große Schicht der Working Poor, die sich lieber noch in einem Drittjob abrackert, um irgendwie über die Runden zu kommen, als dass sie sich für eine Veränderung des Systems einsetzen und in größerer Zahl demonstrieren gehen würden. Warum sollte das bei uns anders sein ? Viele Geringverdiener sind so durchdrungen von der ganzen Denke dieses Wirtschaftssystems, dass es weit ausserhalb ihres Horizonts liegt, es ginge auch anders. Viele sind so konditioniert, dass sie durchaus gerne in der Illusion leben, es doch vielleicht irgendwann schaffen zu können. Wenn sie dann älter werden, resignieren sie, oder spielen Lotto. Erst wenn bestimmte Schmerzgrenzen unterschritten werden, gehen die Menschen auf die Straße. Genau das macht die Politiker zu Recht nervös, weil niemand genau sagen kann, wo genau die Schwelle liegt. Höhere Energiepreise, eine unsozial gesetzte CO2-Steuer, die maßgeblich auch die kleinen Leute tragen müssten, weitere Gerichtsurteile, die Geringverdienern das Auto enteignen - das könnte der Funken sein. Niemand sollte dann aber einen konstruktiven, von Intellektuellen getragenen, ideologisch unterfütterten Protest erwarten. Das wird dann rein destruktiv, aber mit einer klaren, sehr einfachen Zielrichtung, so wie bei den Gelbwesten in Frankreich. Mit der Linken werden sich die Menschen, die dann auf die Straße gehen, nicht verbünden. Aus gutem Grund. Wer Open Borders proklamiert und weitere Konkurrenz im Wohnungs- und im Arbeitsmarkt für Geringqualifizierte zulässt, der wird zu Recht nicht gewählt. Dumm sind an dieser Stelle die Intellektuellen, nicht die Arbeiter.

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quidquidagis1 12.05.2019, 09:01
75. Ja..

Zitat von Ein Stein!
für LeistungsEMPFÄNGER ist Deutschland ein Schlaraffenland! Ob es die NettoZAHLER auch so sehen?
..und zwar dann,wenn aus dem Nettozahler ein Leistungsempfänger wird,und das kann schneller gehen als man glaubt!

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schwäbischalemannisch 12.05.2019, 09:01
76. @#28-Staatsquote zu hoch? Sozialquote auch!

Sehr guter Beitrag, der das ganze Dilemma aufzeigt. Es gibt nämlich einen Grund, weswegen die Staatsquote viel zu hoch ist. In Frankreich sowieso, aber auch in Deutschland. Der Franzose an sich war es gewohnt wenig zu arbeiten und trotzdem gut leben zu können. Keine Ahnung auf wessen Kosten das früher funktioniert hat. Vermutlich auf Kosten der Kolonien und später dann durch steigende Staatsschulden und Inflationierung derselben. ………/////………

In Deutschland wurde durch die Agenda 2010 und der Rigorosität der Agentur für Arbeit der größte Niedriglohnsektor in Europa geschaffen. Quasi amerikanische Verhältnisse. Das hätte nie passieren dürfen. Welche Folgen das hat hättest schon vor Jahrzehnten an der Entwicklung in den USA ablesen können. ………////……… die SPD versucht nun auf völlig falsche Art diese Entwicklung zu bekämpfen. Nämlich durch UMVERTEILUNG. Das zementiert Armut, was das Gegenteil von beseitigen ist. Diese Politik der Umverteilung hat dafür gesorgt, dass die Staatsquote viel zu hoch ist UND die Sozialquote. ………/////………

Ich sehe außer der FDP niemand, der diese Fehlentwicklung korrigieren will. Merkel hat hier komplett versagt, bzw durch Unterlassung das Ganze noch befördert. Es gibt in der CDU auch Kräfte, die das erkannt haben und korrigieren wollen. Aber AKK gehört leider nicht dazu. Der wirtschaftliche Sachverstand ist der Politik in weiten Teilen abhanden gekommen. So auch den Grünen, die mit ökologischer Planwirtschaft die vermeintliche Rettung des Planeten über alles stellen. ………/////………

Was wir brauchen ist nichts anderes als eine liberale Revolution, die die Dinge wieder ins Lot bringt. Normalerweise verursachen linke Regierungen solche Ungleichgewichte, die dann liberal-konservative Regierungen wieder korrigieren müssen. Diesmal waren die vermeintlich konservativen mit an der Regierung und haben den Schlamassel mit verursacht. ………//::………

So wie es aussieht, können uns diesmal nur die Liberalen Kräfte retten. Leider erhalten die viel zu wenig Zuspruch von Wähler. Dem fehlt in der Breite leider das Verständnis für die Zusammenhänge.

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schwäbischalemannisch 12.05.2019, 09:05
77. @#28-Staatsquote zu hoch? Die Sozialquote auch!

Sehr guter Beitrag, der das ganze Dilemma aufzeigt. Es gibt nämlich einen Grund, weswegen die Staatsquote viel zu hoch ist. In Frankreich sowieso, aber auch in Deutschland. Der Franzose an sich war es gewohnt wenig zu arbeiten und trotzdem gut leben zu können. Keine Ahnung auf wessen Kosten das früher funktioniert hat. Vermutlich auf Kosten der Kolonien und später dann durch steigende Staatsschulden und Inflationierung derselben. ………/////………

In Deutschland wurde durch die Agenda 2010 und der Rigorosität der Agentur für Arbeit der größte Niedriglohnsektor in Europa geschaffen. Quasi amerikanische Verhältnisse. Das hätte nie passieren dürfen. Welche Folgen das hat hättest schon vor Jahrzehnten an der Entwicklung in den USA ablesen können. ………////……… die SPD versucht nun auf völlig falsche Art diese Entwicklung zu bekämpfen. Nämlich durch UMVERTEILUNG. Das zementiert Armut, was das Gegenteil von beseitigen ist. Diese Politik der Umverteilung hat dafür gesorgt, dass die Staatsquote viel zu hoch ist UND die Sozialquote. ………/////………

Ich sehe außer der FDP niemand, der diese Fehlentwicklung korrigieren will. Merkel hat hier komplett versagt, bzw durch Unterlassung das Ganze noch befördert. Es gibt in der CDU auch Kräfte, die das erkannt haben und korrigieren wollen. Aber AKK gehört leider nicht dazu. Der wirtschaftliche Sachverstand ist der Politik in weiten Teilen abhanden gekommen. So auch den Grünen, die mit ökologischer Planwirtschaft die vermeintliche Rettung des Planeten über alles stellen. ………/////………

Was wir brauchen ist nichts anderes als eine liberale Revolution, die die Dinge wieder ins Lot bringt. Normalerweise verursachen linke Regierungen solche Ungleichgewichte, die dann liberal-konservative Regierungen wieder korrigieren müssen. Diesmal waren die vermeintlich konservativen mit an der Regierung und haben den Schlamassel mit verursacht. ………//::………

So wie es aussieht, können uns diesmal nur die Liberalen Kräfte retten. Leider erhalten die viel zu wenig Zuspruch von Wähler. Dem fehlt in der Breite leider das Verständnis für die Zusammenhänge.

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frenchie3 12.05.2019, 09:05
78. Was ein Geschwafel

Die Anliegen der Gelbwesten sind durchaus verständlich. Wenn man es aber nicht schafft sich zu organisieren so daß nichts außer "ich will, ich will" rauskommt sollte man schon mal über die Strategie nachdenken. Verantwortung für die Erfüllung der Forderungen übernehmen scheitert schon daran daß man, wenn sich schon mal jemand findet der es will, dieser keine Legitimation der Mitwesten erhält. Und die paar mal wo es tatsächlich mal einer in eine Fernsehsendung geschafft hat haut er dann ab weil er meint der Politiker habe keine Ahnung, sei zu überprivilegiert um darüber zu sprechen und haste noch. Dafür feiert man sich danach wie man "es denen gegeben" hat. Das läuft ab wie das Eheklischee "Schatz, was hast Du denn?" "Nichts" "Na, dann ist ja gut" "Du Schuft, Du hättest ja wenigstens fragen können was nichts ist". An dem Tag wo die GW fähig sind die Forderungen verständlich und sortiert zu artikulieren und dann eine Kommunikationskultur und Struktur zur Besprechung und Umsetzung von Lösungen haben werden sie glaubwürdig. Da wird man aber etwas länger warten. Ich kenne meine Mitbürger, meckern immer, was tun "dafür werde ich nicht bezahlt".

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so-long 12.05.2019, 09:43
79. Deutsche Gelbwesten

müßten diejenigen sein, die hier n den Laden mit Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen einzahlen und dann zB sehen dürfen, wie die Gelder an Menschen verteilt werden, die Zeit Lebens diesbezüglich wenig geleistet haben.

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