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Sozialpolitik: Wie die Städte die Mietpreisbremse nutzen wollen
ASSOCIATED PRESS

Eine günstige Mietwohnung? Reine Glückssache. Die Mietpreisbremse könnte, so die Hoffnung der Bundesregierung, das Problem zumindest mildern. Die zuständigen Bundesländer wollen das Instrument sehr unterschiedlich nutzen.

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Timson 25.03.2015, 15:38
1. Soso, die Städte hoffen...

Es ist doch so, dass Länder und Kommunen den Mietwucher jahrelang gefördert haben. Steuern und Abgaben wurden erhöht, Zuschüsse gestrichen und der soziale Wohungsbau Wurde beerdigt. Stattdessen wurde, privatisiert, energetisch saniert und gentrifiziert. Auch Bauland wurde extrem überteuert und ohne Konzession für Wohnende an Investoren verschachert. Und jetzt kommt man mit so Luftnummern wie der Mietpreisbremse wobei die Lösungen mehr als auf der Hand liegen. s.o. unglaublich.

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eggie 25.03.2015, 15:41
2.

"Die Mietpreisbremse könnte, so die Hoffnung der Bundesregierung, das Problem zumindest mildern".

guter Scherz. Warum sollte jemand, der eine Wohnung besitzt oder zwei, die ihm die Altersversorgung erleichtert, wo nicht wenige Nebenkosten anfallen - warum also sollte der seine Hütte zu Schleuderpreisen vermieten, nur damit die Bundesregierung ihr Pseudo-Sozial-Image pflegen kann, während sie alle eigenen Wohnungen, die ihr eine Kontrolle der Mietpreise ermöglichen und zugleich Milieuschutz darstellen, zu Schleuderpreisen an dahergelaufene Investoren verscherbelt? Ich meine damit auch ganz speziell die SPD und ihre Scheinheiligkeit. Alles vollkommen verlogen und lächerlich.

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auf_dem_Holzweg? 25.03.2015, 16:20
3. Mietpreisbremse: es ist eine illegale Einmischung des Staates

zuerst führt die CDU den Euro ein, ohne Volksbefragung, ohne Sinn und Verstand werden ohne Regeln und ohne Überwachungen neue Länder aufgenommen. Das führt innerhalb von 15 Monaten zu einer gesamten Preissteigerung von 100% in ALLEN Bereichen. Nur nicht bei den Löhnen. Mittlerweile liegen wir bei ca. 150% bis 200% Preissteigerung gegenüber den DM-Zeiten.
Nach 15 Jahren möchten Vermieter auch mal so langsam die Mieten anpassen - denn umgerechnet befinden sich diese meist noch auf DM-Niveau - alleine um die erhöhren Nebenkosten abzudecken - und an die ansonsten üblchen Wucherpreise im Euroraum anzupassen. Und genau das wird jetzt seitens des Staates verboten.
Mir scheint wir sind hier im Berliner Hauptfilm "denn sie wissen nicht was sie tun" mit Vorsitz Frau Merkel persönlich.

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hanseat52 25.03.2015, 16:40
4. Romantik

Nur eins ist sicher. Es wird nicht die gewünschten Folgen haben, denn der Markt lässt sich nicht austricksen. Besonders wenn man noch auf die glorreiche Idee kommt, Flüchtlinge in den Metropolen anzusiedeln (innenstadtnah) statt in den leerstehenden Wohnungen und Häusern im Osten, im Harz oder in der Eifel. Die Menschlichkeit in der Mietenpolitik übersetzt man am besten mit Romantik!

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MichaelundNilma 25.03.2015, 16:51
5. Städte ohne soziale Wohnungspolitik

Die Vernachlässigung des Wohnungsmarktes durch den Verkauf von Sozialwohnungen und deren anschließende Umwandlung in Luxuswohnungen, hat in manchen Städten zum Mangel bezahlbaren Wohnraums geführt. Aber auch die starke Nachfrage nach Wohnungen für Singles und der starke Zuzug in die Städte, führte zu Wohnungsmangel und als Folge zu hohen Mieten. Gleichzeitig trieben die Städte und Gemeinden die Preise für Bauland und Grundsteuern in die Höhe. Der Gesetzgeber forderte die Ausweisung eines Energiepasses und die Vermieter reagierten, wie gewünscht, mit energetischer Sanierung. Auch der Einbau von Wasserentkeimungsanlagen in Gebäuden ab 3 Wohnungen, wurde Gesetz. Das BSG hat sich in seiner Anspruchshaltung, was das Mietrecht anbelangt, massiv gesteigert, auch dies ein Kostentreiber. Die ersten Verlierer einer solch verfehlten Wohnungspolitik sind Familien. Denn bei, in der Regel, nur noch einem Hauptverdiener und gleichzeitig notwendiger größerer Wohnung, kommen viele Familien schnell an ihre finanziellen Grenzen. Die Kosten einer solchen Politik werden natürlich auf die Miete aufgeschlagen, sonst wird der Vermieter zum Sozialfall und nicht der Mieter. Die Kosten für Städte und Gemeinden ist Verlust von Kaufkraft der Familien, sowie den nicht verifizierbaren Kosten wegen z.B. Abwanderung von unentbehrlichen, unterbezahlten Polizisten, Feuerwehrmännern, Krankenschwestern und Kellnerinnen.

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PowlPoods 25.03.2015, 20:35
6. Natürlich

wird auch dieses Gesetz wieder am Bürger vorbeirauschen. Dem Michel wird der letzte Penny aus der Tasche gezogen werden und der Minister mit seiner von keinerlei Sachkenntnis getrübten Meinung er hätte wohlfeil gehandelt wird eines besseren Belehrt. Glauben sie nicht? Dann kommen sie nach München. Hier gibt es inzwischen Seminare für Hausbesitzer, wie man das neue Recht leicht und locker umgehen kann und noch mehr rausholt, als vor der Änderung. Gut gemacht, SPD.

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mmy 25.03.2015, 21:52
7. ich sage es immer wieder

die mietpreisbremse bringt nichts, da sie das problem nicht an der wurzel packt. es gibt genügend freien bezahlbaren wohnraum. gehe ich in kiel nach gaarden oder mettenhof finde ich aofort eine bezahlbare whg zum teil super ausgestattet problem ist nur, dort will keiner wohnen. will heißen was bringt mir die mietpreisbremse wenn die wohnungen nicht dort verfügbar werden wo ich wohnen will da hilft aber nur neubau oder eben eine mietpreisdeckelung auf den durchschnittsmietpreis

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mh online 25.03.2015, 22:10
8. Kappes

In der langen Tradition, Vermietern schnelle unverdiente Profite zu sichern, ist das doch nur eine Episode, vielleicht eine etwas perfide, aber letztlich eben nur eine, der weitere folgen werden. Mieterhöhungsbegehren ohne wirtschaftlichen Bezug, flotte Abschreibungssätze, Zwangswerterhöhungen von Immobilien nach BilModG, Energieeinsparungsinvestitionen ohne Energieeinsparung, alles folgt der gleichen Logik, unter einem dünnen Mäntelchen von Legalität den Mietern aus der Tasche zu ziehen was geht. Wo stand denn zuletzt mal was von preiswertem Bauen, einer Wohnungsgemeinnützigkeit, die den Namen verdient hätte, oder das der Staat einfach nur mal selbst was hinstellen, weil das letztlich billiger ist, als Investoren über Wohnraumförderung das Abkassieren bei sozial Schwächeren zu versüssen? Eben. Und jetzt lassen wir schnell noch mal den Mietenspiegel durch die Decke gehen? Öde das alles ..

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Abronzius 25.03.2015, 22:29
9. Neuvermietungspreisbremse

Es geht nicht um bestehende Mietverhältnisse, für die bereits eine Bremse besteht, sondern um die Preis für die Neuvermietung. Geschnitten sind die anständigen Vermieter , die nicht jede Mieterhöhungsmöglichkeit ausgeschöpft haben ..Netter Gesetzgeber. Statt sehr niedrigen Mieten eine höhere Steigerungsmöglichkeit zu gewähren, nun die Rasenmähermethode.Und gibt es auch eine Kommunalgebühren - und Handwerkerpreisbremse?Wäre konsequent, aber dann eben der pure Sozialismus.

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