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Sparen in unruhigen Zeiten: Warum Aktienfonds immer noch sicherer sind als Gold
DPA

Über Jahre ging es an den Börsen nach oben, jetzt droht neue Unsicherheit - auch durch die politischen Manöver des US-Präsidenten. Ist es in so einer Situation überhaupt noch sinnvoll, mit Aktien zu sparen?

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StromkundeHH 11.02.2017, 09:15
10. Nicht aussteigen?

Gewinne sichern hat bislang niemanden arm gemacht. Anschließend ratierlich wieder aufbauen. Vielleicht auch mal in einen Spezialfonds, z.B. Robotics. Ach, ich vergaß, ist ja kein ETF.....

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StellaVella 11.02.2017, 09:29
11. Da geb ich Ihnen recht

Zitat von Europa!
Das Problem ist doch, dass kein Mensch 10 Jahre lang schlafen kann. 2008 sind die Kurse (auch der ETFS) so in den Keller gegangen, dass bei einer Einmalanlage im Jahre 2007 jeder Blick ins Depot jahrelang rote Zahlen zeigte, die nur allmählich wieder kleiner wurden. Eine Einmalanlage Anfang 2009 dagegen hätte das Vermögen bis heute vervielfacht. Vor diesem Unterschied den Blick zu verschließen, wird kaum jemandem gelingen, der sich für sein Geld interessiert. Die langfristigen Gewinne bei ETFS sind eigentlich nur für den interessant, der sein Geld mit einem SPARPLAN anlegt, bei dem regelmäßig für eine feststehende Summe Fondsanteile gekauft werden. Bei dieser Anlageform werden die Kursschwankungen einigermaßen neutralisiert: Sind die Kurse unten, kauft man automatisch mehr Anteile. Warum wird das in dieser Kolumne eigentlich nie erwähnt?
Da kann ich mich Ihrer Meinung nur anschliessen. Was immer verschwiegen wird, oder zumindest stark abgeschwächt: es kommt sehr wohl auf den Zeitpunkt an, zu dem man in einen ETF einsteigt. Aktuell, mit den weltweiten Rekordständen an diversen grossen Börsen (z.B. Dow) würde ich auf keinen Fall einsteigen. Der nächste Crash kommt bestimmt, ob nächste Woche oder erst in einem Jahr. Dann schaut man dumm aus der Wäsche und kann im Zweifelsfall 10 Jahre warten, bis die Verluste aus dem Crash wieder aufgeholt sind. Wenn man schon unbedingt in ETFs investieren will, dann mit einem Sparplan oder den nächsten Crash abwarten und dann einsteigen - da gehört allerdings schon eine gewisse Abgebrühtheit dazu! Aus eigener Erfahrung kann ich statt ETFs die Direktanlage in Aktien empfehlen, allerdings natürlich zu einem höheren Risiko. Solange man sein Vermögen aber gut streut und nicht in jede kleine Firma spekulativ investiert kann man damit sehr gut fahren...

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mikechumberlain 11.02.2017, 09:40
12. Reine Wetten!

Nichts anderes sind Aktien auch. Und "hätte man 2009..." ist bla bla bla.

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Solid 11.02.2017, 09:49
13.

In den Medien wird garantiert nichts angepriesen, mit dem man keinen Verlust macht.
Wenn ein Anlageberater was taugt, hat er es nicht nötig, als Anlageberater zu arbeiten.

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alexdsmith 11.02.2017, 10:02
14. Gold

sollte trotz allem immer Bestandteil des Vermögens sein. Wenn auch nur im kleinen 2 stelligen Bereich.

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romeov 11.02.2017, 10:23
15. Ich glaube denen nichts

Diese sogenannten Experten lagen in den letzten Jahren dermaßen daneben, sie versuchen halt die Anlageformen zu pushen in denen sie selbst investiert sind, das ist alles. An Gold wird keiner vorbeikommen, der klar denkt. Die Welt nämlich ist recht konfus: Der unberechenbare Trump, Europakrise, Rechtspopulisten, Kalter Krieg, America First, Deregulierung der Banken in den USA, Griechenland als Totalausfall, Wilders, Le Pen, Polen, Ungarn, Ukraine-Experimente, Türkei, Protektionismus, Schwache Führungspersönlichkeiten im gesamten Westen, dazu noch eine neue industrielle Revolution (E-Mobilität) etc, etc.

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monoman 11.02.2017, 10:38
16. Anlegen und schlafen gehen

Interessant im Zusammenhang mit ETFs ist auch die sehr junge Fintechbranche. Dort wird die Anlagesumme in kostengünstigen ETFs angelegt (keine Einzelaktien) und der Algorithmus verwaltet das Depot. Die Mitarbeiter solcher Unternehmen sind IT-Fachleute und keine überbezahlten Fondsmanager.

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hagr 11.02.2017, 10:54
17. Finanztest

Ich habe bei Tenhagen gemischte Gefühle. Z.B. empfahl die Finanztest, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, einmal einen Riesterrentenvertrag von UnionInvest. Kann das die Uni-Profi-Rente gewesen sein? Oder war das nicht der Fonds, der da verkauft wurde? Später geriet genau dieser Vertrag dann in starken Verruf, weil im Rahmen der Finanzkrise Anteile in andere Fonds umgeschichtet wurden. Wie auch immer, sind alles vage Erinnerungen.
Ich will nur sagen, am Ende weiß auch Tenhagen nicht, was die Zukunft bringt. Vieles kann man nicht vorher sehen und viele Fallstricke von Riesterverträgen hätte man auch damals schon erkennen können, hat sie aber entweder übersehen oder falsch bewertet.
Dann die Themen Krieg, Inflation, Währungsreform. Wenn Sie heute 100 Jahre alt sind, haben sie in Deutschland zwei Hyperinflationen, drei Währungsreformen und zwei Weltkriege erlebt. Und die letzten hundert Jahre waren im historischen Kontext eher ruhige Zeiten. Viele mittlerweile alte Menschen, die vor allem die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts erlebt haben, haben die Erfahrung gesammelt, wie es war, als plötzlich Geld, Aktien und Rentenansprüche nichts mehr wert waren. Die wissen auch, das Schulden von Reichsmark in DM 1:1 umgerechnet wurden, während Guthaben praktisch völlig entwertet wurden (kleiner Hinweis für die Immobilienprofis unter uns).
Nur aus meiner Erfahrung heraus, kann ich sagen, dass es doch auffällig zu sein scheint, das praktisch in jeder Familie irgendwo ein Münzset vor sich hin staubt, das von dieser Generation angelegt wurde.
Insofern kann ich Tenhagen hier nicht so ganz folgen. Geldanlage ist immer die Kunst, das zu kaufen, was zum Zeitpunkt t1 gegenüber anderen Anlagen gering bewertet ist. Anlageformen sind z.B. Bargeld, Anleihen, Aktien und Rohstoffe zu denen auch Edelmetalle zählen. Was hiervon im Verhältnis zu den Anderen gering bewertet ist, muss halt jeder für sich selbst überlegen. Es gilt: Ein Geschäft macht der, der eintauscht, wenn etwas relativ gering bewertet ist und hergibt, wenn es relativ hoch bewertet ist.

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futtereimer 11.02.2017, 11:03
18.

Wer in Aktien investiert, und alles verliert, ist selber schuld ! Die Banken selber sind doch die größten Geldschlucker aller Zeiten....da ein "Ausgabeaufpreis" dort die "Depotgebühr" usw... Meine Eltern haben jede menge Kohle wegen der Banken verloren Einzig EIN Mitarbeiter sagte ihnen kurz vor dem Crash, sie sollen verkaufen. Die anderen alle Gebetsmühlenartig "Neeeeeiiin, halten Sie die Aktien"--hätten sie das getan , hätten sie ALLES verloren (ein Paket, geschnürt von der Bank). Gott sei dank war dieser Mitarbeiter aber verbissen genug, damit meine Eltern verkauften, und somit "nur" 30 Prozent verloren... Aktien ??? NEVER EVER !!!! Banken und Investment"manager" ?? Die größten Betrüger ! Uns wollen sie auch immer "Sparvertäge" aufdrücken, mit "attraktiven" Zinsen....rechne ich dann aber bei denen VOR ORT die "Bearbeitungsgebühr" diese Gebühr und jene Gebühr vor, spare ich im Endeffekt null komma null... Dann lege ich lieber in Gold oder anderes Edelmetall oder Imobilien an...hab ich mehr davon--und ich SICHER!

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muellerthomas 11.02.2017, 11:07
19.

Zitat von hagr
Dann die Themen Krieg, Inflation, Währungsreform. Wenn Sie heute 100 Jahre alt sind, haben sie in Deutschland zwei Hyperinflationen, drei Währungsreformen und zwei Weltkriege erlebt.
Vergessen Sie die Weltwirtschaftskrise nicht - eine Deflationskrise, so wie nahezu alle großen Wirtschaftskrisen.

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