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Sparer und Anleger: Geldvermögen der Deutschen steigt erstmals auf mehr als sechs Bil
DPA

Die Deutschen bunkern ihr Erspartes weiterhin auf kaum verzinsten Bankkonten. Dennoch wächst das Geldvermögen der Privathaushalte. Wegen der Inflation haben sie aber nichts davon.

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kaltmamsell 16.01.2019, 19:49
1. "In der Summe" ein sehr irreführender Artikel,der Deutschland schadet

im europäischen Verhandlungspoker. Hier wird nämlich deftig gezockt. Das muss man nicht verurteilen, aber wissen. Richtig ist: 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben kein Vermögen oder Schulden. Nächster Punkt: Da stehen offenbar etliche Cash-Halter an der Seitenlinie und warten ab, was so passieren könnte. Wenn man mal Vermögen nach Privathaushalten betrachtet, nur schon Medianwerte, ist Deutschland weit hinter beispielsweise Italien (Faktor ca. 2,5), da sind staatliche Renten- und Pensionsanwartschaften jetzt nicht dabei, rechnet man diese hinzu, reduzieren sie den Gap, aber sie schließen ihn bei Weitem nicht. Ja, nicht jeder italienische Innenstadt-Palazzo mit Sanierungsstau ist nur mal gerade so einen symbolischen Euro wert. Davon abbeißen kann man nicht, logisch. Aber man kann ihn veräußern, für ein Beträglein, nicht zu knapp. Lasst Euch doch da nicht so komplett an der Nase herumführen.

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Meier001 16.01.2019, 19:58
2. Steile These

'... der Deutschen...'.

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hape72 16.01.2019, 20:45
3.

"Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor. "
Schade, gerade das wäre doch der interessante Teil oder auch zu erfahren wie sich das Gesamtvermögen zusammen setzt: x % der Deutschen haben ein Vermögen >= 500 Mio; 200 Mio; 100 Mio; 50 Mio; 10 Mio;... 500 EUR; -500 EUR; -1.000 EUR; -50.000 EUR; etc...

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ptb29 16.01.2019, 21:00
4. Da bin ich ja froh

Ich weiß nicht, wo mein Geld sein könnte, aber es fühlt sich gut an, reich zu sein.

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Melissa85 16.01.2019, 21:16
5. nur mal Interesse halber:

" Das liegt vor allem daran, dass die Bürger einen wachsenden Teil ihres verfügbaren Einkommens sparen. "

Könnte es nicht auch einfach daran liegen das die reichsten 5% Deutschlands die ohnehin fast schon mehr haben düften als die restlichen 95% einfach wie bisher immer reicher werden da es in Deutschland ja üblich ist Menschen mit wenig Vermögen extra zu belasten ?

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interessierter Laie 16.01.2019, 21:48
6. @hape72

kann man googeln. Die Untersuchungen sind zwar teilweise unvollständig, aber die Tendenz ist klar erkennbar und die Ursache meines Erachtens auch. Eine der wichtigsten davon ist die im Artikel erwähnte Tendenz der Deutschen zu vermeintlich sicheren Anlagen (die tatsächlich aber sichere Verlustbringer sind). Eigentum an Unternehmen und Aktien ist selten und nur bei den bereits Reichen verbreitet. Nur dieses Vermögen wächst. Wenn weite Teile der Bevölkerung extrem risikoavers handeln, hat das zwei Auswirkungen: Die Mehrheit der passiven Investoren gewinnt kaum etwas dazu und es gibt auch keine guten Bedingungen für Gründer den es mangelt an Risikokapital.
Ergo: Es gibt so gut wie keine Aufsteiger.
Die reichsten Deutschen haben im Schnitt 4/5 ihres Vermögens geerbt (und bei dem 5. Fünftel handelt es sich überwiegend um Wertzuwachs des bestehenden Vemögens).

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susie.soho 16.01.2019, 21:57
7. Die "reichsten Deutschen"

Zitat von Melissa85
" Das liegt vor allem daran, dass die Bürger einen wachsenden Teil ihres verfügbaren Einkommens sparen. " Könnte es nicht auch einfach daran liegen das die reichsten 5% Deutschlands die ohnehin fast schon mehr haben düften als die restlichen 95% einfach wie bisher immer reicher werden da es in Deutschland ja üblich ist Menschen mit wenig Vermögen extra zu belasten ?
....lagern ihr Geldvermögen in aller Regel nicht auf Bankkonten oder Sparbüchern. Und da Immobilieneigentum in der Studie nicht berücksichtigt worden sind, geht es wohl mehrheitlich um Geldvermögen der breiten Mittelschicht.

Und dass die Deutschen von ihrem Vermögen nicht profitieren, weil die Inflation ihnen keinen Gewinn bringt, stimmt auch nicht. Der sog. Warenkorb, nach dem die Inflation berechnet wird, enthält zahlreiche Produkte, die von den meisten Bürgern gar nicht gebraucht werden, jedenfalls nicht jährlich neu.

Rentner/innen haben in den letzten Jahren jeweils Rentenerhöhungen erhalten, die die Inflationsrate überstieg. Dabei ist die Erhöhung des Pflegebeitrags schon enthalten.

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firefox34 16.01.2019, 21:59
8.

"Der Schuldenstand der Bundesrepublik Deutschland betrug am 31. Dezember 2017 insgesamt 1.967,2 Milliarden Euro, davon entfallen 1.242,5 Milliarden Euro auf den Bund, 586,2 Milliarden Euro auf die Länder und 138,0 Milliarden Euro auf die Kommunen sowie 0,4 Milliarden Euro auf die Sozialversicherung.[1]"

"Ende September steckten 2405 Milliarden Euro in Bankeinlagen oder wurden als Bargeld aufbewahrt." Nur auf das Bargeldvermögen ab 1 Mio Euro eine Vermögenssteuer von 10% erheben und Deutschland wäre wohl in spätestens 10 Jahren schuldenfrei. Das würde niemandem wirklich weh tun und allen helfen. Kein Kleinunternehmer und kein Häusle von Oma wäre dadurch betroffen. Es geht nur um Geld, das mehr oder weniger nutzlos rumliegt. Deutschland ist reich... nicht alle, aber wenige sind sehr reich. Diese wenigen müssen sich endlich adäquat an den allgemeinen Ausgaben beteiligen.

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Nordstadtbewohner 16.01.2019, 22:05
9. Deutschland geht es gut

Ich denke, der Artikel stützt die Beobachtungen in meinem Umfeld. Viele verdienen momentan auf Grund der guten Wirtschaftslage sehr gut und können davon etwas auf die Seite legen. Entgegen vieler Miesmacher geht es den Menschen in Deutschland mehrheitlich gut. Das einzige, was zu kritisieren wäre, ist, wie wenig die Menschen ihr Vermögen in Neues investieren (in aufstrebende Volkswirtschaften) und ihr Geld auf dem Konto für Nullzins brachliegen lassen.

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