Forum: Wirtschaft
Sparkurs: Barmer GEK streicht jede fünfte Stelle
DPA

Eine der größten deutschen Krankenkassen setzt den Rotstift drastisch an. Etwa 3500 Stellen will die Barmer GEK streichen, die Anzahl der Geschäftsstellen soll halbiert werden. So sollen bis zu 300 Millionen Euro gespart werden.

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tripleeight 24.02.2014, 00:09
1. Zeit wird's

So blöd es für die Angestellten sein mag, es ist lange überfällig. Jede dieser alten Verschwenderkassen hat Filialen ohne Ende, die alle Versicherten mitbezahlen müssen. Schließen, online Service ausbauen und an den aus irgendwelchen Gründen nötigen Standorten die Büros aller Kassen zusammenlegen...

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urbaine 24.02.2014, 08:04
2. Seit einiger Zeit können

Mitglieder ihre Abrechnungsdaten im Internet abrufen. Allerdings benötigt die KV mehrere Monate, um die Daten an die Krankenkasse zu senden.

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denkdochmal 24.02.2014, 08:26
3. Freie Marktwirtschaft und hervorragendes Management!

Vor Jahren habe ich die einstmals sehr gute Barmer wegen schlechter Leistungen und unerirdischem Management verlassen und bin zur hervorragenden GEK gewechselt.
Mit der Einverleibung der GEK durch die Barmer war es für mich nur eine Frage der Zeit, wann diese tollen Manager mich einholen und abkassieren würden.
So ist das nun mal, im Bestreben, für immer höhere Beiträge bei gleichzeitiger Minimierung der Leistunden und des Services nähert man sich dem Idealziel der Versicherungen: Hohe Beiträge möglichst ohne Gegenleistung...

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annibertazeh 24.02.2014, 08:45
4. Nicht verwunderlich

Seit und wegen dem Zusammenschluß von Barmer und Gmünder Ersatzkasse zur BEK/GEK waren ja viele Funktionen überbesetzt. Die 'Verschlankung' im Personalbereich war also absehbar.

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u.loose 24.02.2014, 08:55
5. Nachvollziehbar

Mir ist bis heute nicht klar, warum in jedem zweiten Kaff eine "Geschäftsstelle" vorhanden ist... Mehr als Grünpflanzenpflege im Büro kann da doch kaum als Arbeit vorhanden sein...

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dernachdenklich 24.02.2014, 09:01
6. Das klingt für mich nach hausgemachten Problemen

So eine Hauruck-Aktion, bei der 20% der Mitarbeiter auf der Strecke bleiben, klingt bei mir nach Wildwest-Manier.

Offenbar hat die Führungsriege urplötzlich erkannt, dass es das Internet gibt man bestimmte Verwaltungsabläufe standardisieren kann oder man ist wieder einmal irgendeinem Unternehmensberater aufgesessen.

Die Quintessenz wird sein: es werden Versicherte zu anderen Kassen wechseln, weil die Hälfte der Filialen dicht gemacht wird und die nette Dame in der alten Filiale gekündigt wurde.

Kundenorientierung sieht für mich anders aus.

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twws04 24.02.2014, 10:12
7. Tolle Idee

mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die vor der Entlassung stehen, "Qualitätssteigerung" erzielen zu wollen. Lt. Bericht im WDR sind betriebsbedingte Kündigungen zu erwarten, da steigt doch die Motivation gleich drastisch (Sarkasmus aus)

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barros 24.02.2014, 11:29
8. Super...

Zitat von tripleeight
So blöd es für die Angestellten sein mag, es ist lange überfällig. Jede dieser alten Verschwenderkassen hat Filialen ohne Ende, die alle Versicherten mitbezahlen müssen. Schließen, online Service ausbauen und an den aus irgendwelchen Gründen nötigen Standorten die Büros aller Kassen zusammenlegen...
...mach mer so! Da wird sich meine fast blinde Oma aber freuen, dass sie jetzt noch "Internet lernen" darf und nicht mehr in die Geschaeftsstelle gehen kann, wenns was zu tun gibt! Schoen dass Sie nur an sich denken und jegliche soziale Komponente vergessen... Eine Verschlankung ist sicher teils notwendig und Einsparungen auch. Aber wo es eben Sinn macht, besonders nach einer Fusion. Ein gewisser Service-vor-Ort sollte schon noch gegeben sein. Sonst kann man ja gleich zu einer reinen online-Kasse ohne Service wechseln. btw... aus gut unterrichteter Quelle weiss ich dass die Arbeitsbelastung schon jetzt enorm hoch ist und unbezahlte Ueberstunden zur Regel gehoeren.

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kylling19 24.02.2014, 12:26
9. Immer weg mit den Stellen

Zitat von sysop
Eine der größten deutschen Krankenkassen setzt den Rotstift drastisch an. Etwa 3500 Stellen will die Barmer GEK streichen, die Anzahl der Geschäftsstellen soll halbiert werden. So sollen bis zu 300 Millionen Euro gespart werden.
Ich wette, dass diejenigen, die hier aus der Ferne meinen, der Stellenabbau sei schon längst überfällig, weil all die Mitarbeiter in den "Vor-Ort-Geschäftsstellen" ja eh nix tun haben (weiß man ja ...), genau diejenigen sind, die sich selbst (wahrscheinlich sogar zu Recht) über die Arbeitsverdichtung am eigenen Arbeitsplatz beklagen.

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