Forum: Wirtschaft
Sparkurs des spanischen Premier: "Wir müssen aus diesem Loch heraus"
AP

Mit einem dramatischen Appell hat der spanische Ministerpräsident Rajoy die Bürger auf seinen Sparkurs eingestimmt, 65 Milliarden Euro sollen gekürzt werden. "Wir haben keine Wahl", sagte er im Parlament. Lob kommt von der EU-Kommission, doch in Spanien selbst brodelt es.

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capitain_future 11.07.2012, 15:47
20. Wir sind ein Europa

Zitat von sysop
Mit einem dramatischen Appell hat de
Spainen sollte einen großen EU Kongress z.b. in Madrid,von sämtlichen EU Wirtschaftsminister & führende Chefs von Wirtschaftsunternehmen einberufen und sämtliche Staatsunternehmen unterhalb den EU Staaten anteilsmäßig zum Verkauf anbieten.

Dann könnten sich alle EU Staaten an den Problemen per Euros beteiligen und das Geld und die Arbeit bleibt in der EU(ro) Familie.

Außerdem sollte Spainen ein Grundeinkommen für seine Bürger einführen um Nahrung und Energie Produktion zu steigen und somit schon einmal für die Zukunft ohne fossile Energieträger gerüstet zu sein.

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megabeck 11.07.2012, 15:49
21. Wir sparen uns zu Tode

Spanien hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt und viele haben Gesetzeslücken und mangelnde Kontrolle ausgenutzt um Steuern zu hinterziehen und Gelder zu unterschlagen. Doch genau die, die Rajoy jetzt verstärkt zur Kasse bittet, tragen nicht die Schuld an der Staats- und Bankenmisere. Als normaler Steuerzahler ist man in Spanien viel transparenter als in Deutschland und selbst Zinsgewinne auf Sparkonten werden direkt am Ende des Monats versteuert. Abschreibungen gibt es nur beim Erstwohnsitz und der Miete, Kinderbeihilfen gibt es nur indirekt über die Steuererklärung und sie sind minimal. Pflegegeld für Hilfsbedürftige wird erst nach Jahren, wenn überhaupt, bezahlt. Ich könnte diese Liste endlos weiterführen, möchte jedoch damit eigentlich nur verdeutlichen, dass die geringere Steuerbelastung in Spanien darin begründet und gerechtfertigt war, dass man vom Staat auch nix bekommt. Statt aber die Zahl von 450000 Politikern zu reduzieren und Steuerhinterziehung und Betrug ins Auge zu fassen, macht Rajoy genau das, was er versprochen hatte nicht zu tun: er greift dem Mittelstand in die Tasche (bei der Unterschicht war sowieso nichts zu holen) und lässt die Oberschicht unbehelligt. Doch Schuld daran ist nicht nur Rajoy, denn Zapatero, der vermeintliche Sozialist, hat die Reichen auch fröhlich machen lassen, was sie wollten und den Armen Geld gegeben, das er nicht hatte.

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thueringenomsker 11.07.2012, 15:50
22. Eben Kapitalismus!

Dieses Vorgehen ist eben typisch kapitalistisch! Von den Armen nehmen und den Reichen geben!! Der Kapitalismus zeigt eben nun sein wahres Gesicht! Nachdem die Sozialistischen Staaten in Euopa alle verschwunden sind, muss man ja nun keine Ruecksicht mehr auf eine soziale Marktwirtschaft (so wie bis 1990) nehmen!

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erstnachdenken 11.07.2012, 15:56
23. Schwierige Situation

Die notwendigen Reformen und Einsparungen sind natürlich auch die Nachwehen dieses Irrwitzigen Immobilienbooms. Die Mieten bleiben hoch weil die Kredite noch in den Büchern stehen. Wer hat nur all diese Immobiliendarlehen vergeben? Durch das Bankenrettungspaket bleiben die Personen wahrscheinlich auch noch alle im Amt. Eine bittere Situation für Spanien

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Andreas J. 11.07.2012, 16:00
24. Wollen Sie eine Hyperinflation ...

Zitat von lizenz
ich kann diese "alternativlos" Doktrin nicht mehr hören. Wollen die, können die oder dürfen die nicht das ganze Geldsystem in Frage stellen? Denn fragwürdig ist es nämlich allemal: Warum muss z.B. ein Staat von privatwirtschaftlichen Banken Geld gegen Zinsen kaufen, nur um es in Umlauf zu bringen? Geld das von den Banken auch noch aus dem Nichts, einfach so, erzeugt wird (2000,- € Reservekapital einer Bank für 100.000 € "Giralgeld") Warum kann ein Staat sein Geld nicht selber drucken und so diese ganze private Bankenmafia austrocknen? Warum den Bürgern immer mehr Steuern abpressen um es genau diesen Vögeln hinterherzuwerfen? Dieses Thema scheint auf ganzer Ebene völlig tabu. Ja warum nur? ...
Letztendlich führt aber eine Politik des (unbegrenzten) Gelddruckens in eine Hyperinflation und große soziale Verwerfungen. Sie erhöhen damit auch die Preise für alle Importe. Sie könnten mit dem Gelddrucken und der Abschlaffung der Bank nur dann Erfolg haben, wenn alle benötigten Güter im Land vopm Staat hergestellt und verkauft würden. Sobald Sie aber importieren oder exportieren müssen, bricht das Ganze wie ein Kartenhaus zusammen.

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Andreas J. 11.07.2012, 16:04
25. Wie soll das gehen..

Zitat von Tilted_Arc
Was zur Hölle hat (knappes) Steuergeld in den Schatullen der Privatveranstaltung "Bank" zu suchen? Man muss die Pleitebanken nach den Erfahrungen mit Lehman Brothers ja nicht zwangsläufig über Nacht zumachen, aber eine gewisse Markthygiene muss doch möglich sein.
Wenn eine Bank kein Geld mehr hat, muss sie schliessen, weil die Summe der Verbindlichkeiten die Summe der Einlagen übersteigt. Wird bekannt, daß eine Bank kurz vor der Pleite stehet, werden alle, die dort ein Konto haben, dieses plündern wollen und alle diejenigen, die dort Schulden haben, nichts mehr zurückzahlen.

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habnichviel 11.07.2012, 16:11
26. Das stimmt.......

der Euro hat Elend geschaffen, wenns stimmt, was man so liest. Und Elend kann Sprengwirkung haben. Nun ergibt sich die Frage, ob Deutschland in seiner Inselrolle verharren kann. Es kann ganz schnell gehen und der Euro wird mit Elend in Verbindung gebracht. Aber bei uns ist ja noch alles in Ordnung. Ich kann mir nicht vorstellen, daß immer mehr Menschen in Europa sich ihres Elends schämen und sich ganz still verhalten, so wie bei uns eine begrenzte Anzahl von Leuten, die aber zumindest noch eine Grundversorgung beanspruchen können. Ob das nämlich bei unseren südlichen Nachbarn noch lange von den Familien aufgefangen werden kann, möchte ich nicht glauben. Und zu uns werden die auch nicht alle kommen. Diese Schieflage kann man als düster bezeichnen. Na mal sehen, wann sich bei uns was bewegt, ich meine damit Kürzungen oder volkstümlich ausgedrückt: Grausamkeiten, zugunsten unserer Euro-Familienangehörigen. Ich kauf mir ja auch kein Eis kaufen und lasse meine Kinder zuschauen, wie ich es vertilge. Müßte Frau Merkel eigentlich wissen. Es sei denn, wir sind in Europa gar keine Familie. Dann leben wir auf der Insel der Glückseligen. Aber halt, da is noch der Euro, den wollen wir aber behalten, komme was wolle, mit dem sind wir bis jetzt gut gefahren. Ich würde da mal ganz vorsichtig von einer Paranoia oder auch Stammtischduselei sprechen.

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Tilted_Arc 11.07.2012, 16:18
27.

[QUOTE=Andreas JWird bekannt, daß eine Bank kurz vor der Pleite stehet, werden alle, die dort ein Konto haben, dieses plündern wollen und alle diejenigen, die dort Schulden haben, nichts mehr zurückzahlen.[/QUOTE]

Da hat aber primär nicht der Staat ein Problem, sondern die Anteilseigner der Bank.
Deren Anteile (z.B. Aktien) verlieren evtl. bis zum Totalverlust an Wert.
Wollen Anteilseigner die Schließung ihres Unternehmens und den Totalverlust verhindern (z.B. weil sie an seine Zukunft glauben), so steht es ihnen frei, weiteres Kapital (z.B. über eine Kapitalerhöhung) zuzuschießen.
Dies ist *nicht* die Aufgabe des Staates - ihm gehört die Bank nicht.

Der Staat kann *nach* der Pleite unter Umständen die Härten für die kleinen Sparer abfangen. Glauben sie mir, das kostet dann keine 100 Mrd. Euro.
Bei derartigem Vorgehen wäre das Signal in die Branche deutlich:
wer seine Arbeit schlecht macht, der verschwindet vom Markt.
Als ob das überhaupt erwähnenswert ist.
Alle schon komplett gebrainwashed?

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realist29 11.07.2012, 16:24
28. race to the bottom geht weiter

Rajoy erhöht die Steuerbelastung der normalen Bevölkerung und verschlechtert die unzureichenden Sozialleistungen noch weiter. MDR Info meldet dass die Einkommenssteuer in Spanien gesenkt werden soll. Umverteilung von unten nach oben par excellence. Rajoy sollte lieber mal die heute veröffentlichte DIW Studie lesen.

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Cortado#13 11.07.2012, 16:24
29. Sie schreiben....

Zitat von wibo2
Wenn die spanische Wirtschaft implodiert, so wird dies für die Weltwirtschaft bei Weitem schlimmere Folgen haben. Wenn die spanische Wirtschaft zusammenbricht, wird dies eine Schockwelle auslösen, die weltweit für ......
richtig, dass Spanien "die EU" (die aufgeblasene EU - Wahnidee von den Verieigten Staaten von Europa) "und den Euro "( den geldvernichtenden Molloch Euro) vernichten könnte! Nur zu, da kann nur zur Stabilität in Europa führen, dann hätte Spanien endlich seine guten alten Pesetas (Pta) wieder. Dann wäre endlich Land in Sicht!

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