Forum: Wirtschaft
Sparpolitik: Bundesbank-Chef tadelt Frankreich

Die EU-Kommission hat Frankreich gerade mehr Zeit gegeben, um das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Doch nun erhöht Bundesbank-Präsident Jens Weidmann den Druck auf Paris: "Das ist für mich kein Sparen", sagte der Deutsche.

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Chiff_er 09.05.2013, 14:48
190. Geld

Zitat von RenegadeOtis
Wie kann in einem geschlossenen System der Schuldanteil ansteigen, ohne dass Vermögen ansteigen? Diverse Hauptsätze der Thermodynamik krümmen sich gerade vor Schmerzen.
In diesem System gibt es kein positives Geld, Schulden und Geld sind zwei Seiten derselben Medaille, durch Zins und Zinseszins, die bei der Geldschöpfung nie mitgeschöpft werden steigen die Schulden ständig, alles Geld in diesem System sind Schulden

(Zinseszins laut Meyer Amschel Bauer, das 8' Weltwunder)

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pronpat 09.05.2013, 14:49
191. Die Banken

es ist doch recht erstaunlich, dass so viele Menschen nicht erkennen, dieser Weg sei falsch. Immer mehr Länder rutschen ab, die Arbeitslosigkeit steigt und es wird immer mehr gestrichen. Die Staaten nehmen immer weniger ein, müssen aber immer mehr sparen. Die Sozialleistungen werden überall drastisch gekürzt und der versprochene Wohlstand und Luxus bezieht sich nur auf wenige Menschen. Es bildet sich ein neues Adel, dass Unsummen zusammen rafft, während der Mittelstand immer mehr schwindet. Sie wollen keine Steuer bezahlen, deshalb muss die Mehrheit auch immer mehr bezahlen. Es wird Zeit, dass sich etwas tut, das kann so nicht weiter gehen!!!

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august-michel 09.05.2013, 14:49
192.

Zitat von Progressor
Das europäische Experiment einer Gemeinschaftswährung wird in einer Tragödie enden. Sie können wählen was Sie wollen.
Vielen Dank für Ihre (ehrliche) Antwort!

Ich frage mich allerdings, angesichts der Möglichkeiten, die es Ihrer Meinung nach noch gibt, wieso sind Sie dann noch (als ESM-Befürworter) im SpOn-Forum aktiv, anstatt möglichst schnell das "Weite" zu suchen... ;)

Zum Thema "Lohnstückkosten" hab ich noch was für Sie.

Ich bin übrigens durchaus für einen "satten" Mindestlohn, um die Menschen in Deutschland, die anscheinend keine Lobby haben, am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu beteiligen. Insbesondere: Friseure/Innen, Krankenpfleger/Innen uns sonstige Dienstleister. Aber ob das den in der sogenannten "Euro-Krise" befindlichen Ländern wirklich helfen würde?

Einmal abgesehen von dem dem Einfluss angemessener (und damit höherer) Einkommen bei den Betroffenen auf die bisher konsequent geleugnete (-> Geldmenge / M3) Inflation, wäre wohl China mit einem vergleichsweise großen Angebot an Billigkram-Plasik-Artikeln der größte Profiteur...

Einen schönen Feiertag wünsche ich Ihnen!

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roland56 09.05.2013, 14:50
193. Nicht nur das...

Zitat von ak-73
So wie es Herrn Draghi nicht zusteht einfach mal so ein OMT in Aussicht zu stellen und dumm-dreist zu behaupten, dass das im Rahmen des EZB-Mandats wäre, weil der Transmissionsmechanismus gestört wäre. Dumm deshalb, weil er dabei auch noch zugibt, dass die EZB alles tun wird, was nötig ist um den Euro zu erhalten. Und so wie es den Regierenden nicht zusteht, mal eben die No-Bailout-Klausel von Maastricht mir-nichts-dir-dichts außer Kraft zu setzen - obwohl den Deutschen ganz anderes versprochen wurde. Das war dann wohl ein Versprecher. Alex
... das grundsätzliche Übergehen von z.B. der No-Bailout-Klausel wird in der Presse überhauptnicht thematisiert. Die europäischen Steuerzahler werden schlicht vor vollendete Tatsachen gesetzt.

Ich erinnere an die Worte von Hr.Junker: "Eine Transferunion ist so unwahrscheinlich wie eine Hungersnot in Bayern"

DAS waren die Versprechungen: keine Tranferunion.

Zum Thema: betrachtet man die Aussagen anderer europäischer Politker (Berlusconi, Junker, Barroso usw.) bezüglich Deutschland so kann man sich über die hier im Forum herrschende Empörung gegenüber der leisen Kritik von Hrn. Weismann nur noch wundern. In keinem Land auf der Welt leben wohl derart viele Deutschlandhasser wie im eigenen Land.

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Progressor 09.05.2013, 14:52
194. Antwort

Zitat von kurve
Frage 1: Wer sitzt denn in dem Flugzeug? Frage 2: Tragödie enden? Tragödie ist es wohl schon, oder? Frage 3: Kann man das Desaster am Ende der Tragödie vielleicht vergrössern oder verkleinern?
Im Endeffekt sitzt die ganze Welt im Flugzeug. Die Banken werden global umkippen wie Dominosteine. Das wird eine größere Tragödie als jetzt.

An einem Totalbankrott lässt sich nichts mehr vergrößern oder verkleinern. Hinauszögern geht noch, aber nicht wie Weidmann sich das vorstellt. Die EZB könnte, wie bereits begonnen, mit der monetären Staatsfinanzierung fortfahren.

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roland56 09.05.2013, 14:54
195. Dazu ein Link...

Zitat von ursel.aga
Ja das war früher so, da ist die EZB aber auch nicht unzulässiger weise zur Staatenfinanzierung eingesetzt worden, durch Ankauf von ansonsten unverkäuflichen staatsanleihen, extremen niedrigzinsen etc. Weidmann hat völlig recht, nur leider wird die Bundesbank im EZB Rat von den anderen überstimmt, so dass ganz einfach Weiter Geld gedruckt werden kann.. Warum Schiesst der Dax auf rekordstand? Das viele EZB Geld weiss nicht wohin!
... Ratingagentur: Deutschland verliert 350 Milliarden Euro aus Target 2 | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

der unsere ach so dominante Stellung in Europa und hier speziell in der EZB beschreibt. Eine Privatperson die solche Verträge abschließen würde wie unsere korrupten Politker bezüglich des ESM wäre schon lange in die geschlossene Abteilung abgeliefert worden.

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ernstrobert 09.05.2013, 14:56
196. Immerhin...

Zitat von UweZ+
...Frau Merkels exekutive Vorstellung von "Finanzmarktregulierung" erschöpfte sich beim damalig noch freimarkttrunken-halluzinierenden G8-Treffen in Heiligendamm allerdings nachweislich im Wunsch nach einem ...:-)
... akzeptieren Sie die Fakten, danke.
Bedenken Sie: das war 2007, ein Jahr vor dem offenen Ausbruch der Krise, die alle auf einmal 'so schlau' gemacht hat.
Dass die Wortwahl ('freiwillig') mit Rücksicht auf die Angelsachsen so sanft war, hat diplomatische Gründe. Angela war denen wegen ihrer DDR-Jugend sowieso verdächtig. Bitte die Relationen beachten!
Mir geht es aber um die Rolle Frankreichs. Denn tatsächlich verfolgt es eine rückwärts gewandte Finanzpolitik nach angelsächsischem Muster, die vor allem das Vermögen der Franzosen und den Spekulationsspielraum seiner Banken schützen soll. Das ist zwar verständlich, verträgt sich aber nicht mit einer Sozialpolitik auf Kosten der EU-Partner.

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apetri1 09.05.2013, 15:01
197.

Herr Weidemann mag zwar in vielem durchaus Recht haben. Sein oberlehrerhaftes Gehabe dürfte aber kontraproduktiv sein und nur weiter zum Bild des hässlichen Deutschen beitragen und so unseren Einfluss weiter schwächen. Im Übrigen scheint er entweder zu jung oder zu vergesslich zu sein, um sich daran zu erinnern, dass Sparen auf Teufel komm raus eine Volkwirtschaft auch an den Rand des Ruins führen kann. Es gab ferner einmal Zeiten, in den sogar der IMF zu dieser Erkenntnis gekommen war und dann für eine Weile einen etwas milderen Kurs gefahren war. Nämlich nach der Argentinienpleite in den 80-ern.

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UweZ+ 09.05.2013, 15:02
198. Nun ja,...

Zitat von celino
Nicht unbedingt! Deutschland kann sich gerade verschulden zu Niedrigst- bis Nullzinsen. Paradoxerweise müsste gerade Deutschland das tun, was es bei Draghi so kritisiert: bei einem "Nordeuro" müsste es, um den Aufwertungseffekt zu dämpfen, den Markt mit Liquidität fluten. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Die "Südeuroländer" fluten den Markt mit Geld ("drucken" Geld), um ihre lahmenden Volkswirtschaften anzukurbeln. Die "Nordeuroländer" machen in ihrem Währungsgebiet das Gleiche, um die Aufwertungseffekte zu dämpfen. Wohin wird das Investorenkapital fließen?
... gegenwärtig "fliesst das Investorenkapital" offensichtlich nach Frankreich...!

Zitat von
Frankreichs Wirtschaft stockt, doch Anleger vertrauen dem Euro-Land. ...
Ein egalitär-öffentlicher Markt-Umstand, der entweder dem elitär-geheimen "Sachverstand" des Herrn Weidmann gänzlich entgangen wäre - oder alternativ dem massenmedial "sachverständigen" Bundesbank-Frühstücksdirektor ein homo-ökonomisches Geschäftsmodell beschert hat...

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psteuer2005 09.05.2013, 15:02
199. Da muss , und möchte ich....

Zitat von altarek
So ist es richtig! Diese scheissfaulen überbezahlten Beamten müssen mal so richtig einen eingeschenkt bekommen. Wenn man dann auch solchen Leuten wie neolibby die Hälfte des Einkommens abnimmt, dann können wir die Staatsschulden ja noch schneller bezahlen. Übrigens bekommen jetzt alle Beamten morgens ein Stück trockenes Brot, damit wenigstens der Magen etwas zu tun hat.
WIDERSPRECHEN.

Die Beamten in der Finanzverwaltung --Beamte-- nicht andere , obwohl Ausnahmen die Regel usw. -- würden gerne mehr , vor allem ungehindert arbeiten.

Sie werden jedoch regelmäßig von CDU/FDP REGIERUNGEN im Land und im Bund daran gehindert.
Warum gibt es so wenig Finanzbeamte , (in Bayern fehlen 42% ) weil die durch und durch korrupte Regierung das nicht will.
Seit Jahrzehnten gehen in Bayern , Hessen , und anderen vormals von CDU regierten Ländern in den KNAST weil sie IHRE ARBEIT machen wollten.
Das interessiert niemanden , außer Finanzbeamte im Land !!!!!

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