Forum: Wirtschaft
Sparprogramm: Griechenland streitet mit seinen Rettern

Die Stimmung zwischen Griechenland und seine Rettern verschlechtert sich: Verhandlungen zwischen dem Staat und Vertretern von EU, IWF und EZB verlaufen offen schwierig. Zeitungen berichten von einem Eklat - die Regierung wiegelt ab.

Seite 1 von 15
mitwisser 02.09.2011, 13:19
1. sympathische Ganoven

Einerseits sympathisch, dass den Conquistadoren vom IWF & Co die Stirn geboten wird. Andererseits bedenklich und vorhersehbar, dass die Griechen weiter bescheissen, bleibt ihnen ja auch nur wenig anderes übrig.
Danke Schäuble, danke Merkel, dass ihr letztes Jahr rund 30 deutsche Milliarden und dieses mal im Juni - lernresistent - die gleiche Summe verschleudert habt.
Danke, im Namen der Rentner, der Familien, der Kinder, Jugendlichen und vor allem, im Namen der Steuerzahler.
Danke, dass ihr uns immer weiter reinreiten wollt.

Macht schnell mit dem Einsatz der BW im Innern, sonst fliegt ihr schneller aus euren Ämtern. als ihr euch das vorstellen könnt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wifgas 02.09.2011, 13:20
2. Liegt das vielleicht an der Mentalität der Griechen,

Zitat von sysop
Die Stimmung zwischen Griechenland und seine Rettern verschlechtert sich: Verhandlungen zwischen dem Staat und Vertretern von EU, IWF und EZB verlaufen offen schwierig. Zeitungen berichten von einem Eklat - die Regierung wiegelt ab.
die zwar gerettet werden wollen oder sollen, aber nur zu deren Bedingungen oder halt so, dass es auf keinen Fall weh tut?
Nun ist es aber unter der Sonne mal so, dass eine rücksichtslose jahrelange Sause und Illusionenpflege auf Kosten irgendwelcher Partner zu nicht ganz schmerzfreien Neben- und Nachwirkungen führt.
Man möchte denen wünschen, dass sie mal an die eine Möglichkeit denken, die ohnehin kaum vermeidbar ist (anstatt auf Barmherzigkeit der zähneknirschend zahlenden Partner zu bauen):
Augen zu und durch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flötrolf 02.09.2011, 13:58
3. Was ich noch zu sagen hätte!!!!

Zitat von sysop
Die Stimmung zwischen Griechenland und seine Rettern verschlechtert sich: Verhandlungen zwischen dem Staat und Vertretern von EU, IWF und EZB verlaufen offen schwierig. Zeitungen berichten von einem Eklat - die Regierung wiegelt ab.
Es bleibt bei der Berichterstattung unerwähnt, dass der griechische Haushalt trotz aller Einsparankündigungen noch einmal gegenüber dem Haushalt 2010 angestiegen ist, obwohl die Wirtschaft in 2010 und 2011 einbrach und obwohl die Einsparungen durchs arlament gegangen sind.

D.h. Griechenland betrügt weiter und entnimmt aus den Hilfepaketen Gelder für Unvereinbartes. Das ist Betrug!

Verrottetes Land!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lomert 02.09.2011, 14:14
4. Nicht sympathisch !

Der Beitritt zum Euro wurde mit konspirativen und betrügerischen Mitteln erreicht. Finde ich überhaupt nicht sympathisch !
Damit nicht genug, man dachte nicht im mindesten daran sich wenigstens nach dem erschwindelten Beitritt an die Spielregeln zu halten, geschweige denn sich einigermassen wettbewerbsfähig zu machen. Im Gegenteil, es wurde auf "Pump" geprasst als gäbe es kein Morgen. Das leicht verfügbare Geld, die billigen Kredite, wirkten wie Drogen als eine Art Dauerparty.
Jetzt benimmt man sich nur folgerichtig wie ein Junkie auf Entzug und so etwas ist in der Regel gar nicht lustig und auch nicht im mindesten sympathisch. Das wird aufgrund der "Schmerzen" noch viel heftiger werden.
Im Übrigen kann man "Drogenabhängigen" nur helfen wenn sie es selbst wollen. Etwas aufzwingen zu wollen funktioniert überhaupt nicht, -am Ende ist man dann nur selbst der "Dumme" !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
detektuv 02.09.2011, 14:33
5. Mehr Sensibiltät bitte

Zitat von wifgas
die zwar gerettet werden wollen oder sollen, aber nur zu deren Bedingungen oder halt so, dass es auf keinen Fall weh tut? Nun ist es aber unter der Sonne mal so, dass eine rücksichtslose jahrelange Sause und Illusionenpflege auf Kosten irgendwelcher Partner zu nicht ganz schmerzfreien Neben- und Nachwirkungen führt. Man möchte denen wünschen, dass sie mal an die eine Möglichkeit denken, die ohnehin kaum vermeidbar ist (anstatt auf Barmherzigkeit der zähneknirschend zahlenden Partner zu bauen): Augen zu und durch.
Finanzkontrolleure und -berater allein genügen nicht. Die EU sollte auch ihre besten Kriminologen,Psychologen und Pädagogen nach Athen abordnen. Vielleicht kann Schäuble noch den Posten seines griechischen Amtskollegen übernehmen.
Vielleicht würde diese Maßnahme das Vertrauen in seine scheibchenweise vorgetragen Vorschläge stärken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
detektuv 02.09.2011, 14:36
6. Mehr Sensibiltät bitte

Zitat von wifgas
die zwar gerettet werden wollen oder sollen, aber nur zu deren Bedingungen oder halt so, dass es auf keinen Fall weh tut? Nun ist es aber unter der Sonne mal so, dass eine rücksichtslose jahrelange Sause und Illusionenpflege auf Kosten irgendwelcher Partner zu nicht ganz schmerzfreien Neben- und Nachwirkungen führt. Man möchte denen wünschen, dass sie mal an die eine Möglichkeit denken, die ohnehin kaum vermeidbar ist (anstatt auf Barmherzigkeit der zähneknirschend zahlenden Partner zu bauen): Augen zu und durch.
Finanzkontrolleure und -berater allein genügen nicht. Die EU sollte auch ihre besten Kriminologen, Psychologen und Pädagogen nach Athen abordnen. Vielleicht kann Schäuble noch den Posten seines griechischen Amtskollegen übernehmen.
Vielleicht würde diese Maßnahme das Vertrauen in seine scheibchenweise vorgetragene Vorschläge stärken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xeniabloom 02.09.2011, 14:52
7. Das FMS beteiligt sich mit rund 1 Mrd

zur Rettung Griechenlands? Das FMS ist, wie SPON richtig schreibt, die Bad-Bank von der Hypo Real Estate und wird vom deutschen Steuerzahler finanziert.
Also unter uns Pfarrerstöchter sollte doch etwas klarer gesprochen werden. Wie sagte neulich der Muster-Europäer, Dr. Schäuble, etwas verschämt: Deutschland hätte nicht einen Euro für Griechenland bezahlt. Das seien nur Bürgschaften.
Die Abschreibungen bei den Landesbanken und beim FMS sind für den Finanzminister sicher auch nur Bürgschaften. Es wird Zeit, dass jemand das Finanzministerium übernimmt, der wenigstens diese Unterschiede aus einander halten kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Krolog 02.09.2011, 14:57
8. Griechenland schafft sich ab

Ich habe schon vor Monaten in diesen Foren geschrieben, dass Griechenland keinen Sanierungsweg beschreitet, sondern gnadenlos seine Wirtschaft ruiniert, unter Schonung seiner Eliten. Da besserte sich gar nichts. Insofern überrascht mich auch das gescheiterte "Rettungsprogramm" nicht.

Auch in Spanien und Portugal türmen sich die Probleme, die, wie ich gestern lesen musste, als Fortschritt zur Gesundung interpretiert werden. Da findet eine brutale Deflationierung statt, die einen Brüning wie einen Waisenknaben erscheinen lassen.

Diese Länder werden letztlich selbst aus dem Euro austreten, vorher aber noch etliche Mrd. an weiteren "Hilfen" absaugen. Wir zahlen! Die leiden!
Die Einführung des Euros in diesen Ländern war schon ein großer Fehler. Seine bis zur Selbstaufgabe gehende Aufrechterhaltung übertrifft diesen Fehler noch.

Noch nie wurde in der friedlichen Geschichte so viel bezahlt, um ein paar Gesichter der politische Kaste zu wahren. Was letztlich auch sie demaskieren wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterhausdoerfer 02.09.2011, 15:40
9. Mehr als Griechenlands Hand halten kann die EU nicht

Zitat von sysop
Die Stimmung zwischen Griechenland und seine Rettern verschlechtert sich: Verhandlungen zwischen dem Staat und Vertretern von EU, IWF und EZB verlaufen offen schwierig. Zeitungen berichten von einem Eklat - die Regierung wiegelt ab.
sanieren muss sich das Land selbst.
Das Privatvermögen Griechenlands beträgt 600 MRD Euro, das ist fast das doppelte der Staatsverschuldung. Das Land kann sich also problemlos helfen.
Hier zeigt sich auch wie wichtig es ist mit dem Thema Eurobonds sorgfältig unzugehen und den Missbrauch durch ein Regelwerk auszuschliessen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 15