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SPD-Konzept: Heil verteidigt Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung
DPA

SPD und CDU streiten um die Grundrente: Arbeitsminister Hubertus Heil hält an seinem Konzept ohne Bedürftigkeitsprüfung fest. Das Arbeitsministerium dementiert einen Bericht über eine Einigung in der Koalition.

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mtt 13.02.2019, 09:04
1. Zahnarzt

Man sollte sich mal die Frage stellen, wie viele der ominösen Zahnarztgattinen tatsächlich 35 Jahre im Niedriglohnsektor arbeiten! Es wird immer über Bürokratiedeutschland gemeckert, aber die eine aus 500 soll herausgefiltert werden, das dabei die andern 499 auch gecheckt werden und der Aufwand dies zu tun, viel teuerer kommt, intressiert natürlich nicht.

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pierrotlalune 13.02.2019, 09:09
2.

Deutschland könnte mal nach andere Möglichkeiten schauen, Schweiz, Österreich, Belgien alles kleinere Länder mit kleinerem Bruttoinlandsproduktion, die schaffen es, dass die Menschen im alter einigermaßen gut leben können. In Belgien erhält jeder Rentner als Mindesrente 1200 Euro, das ist die Mindesrente, ob du gearbeitet hast oder nicht, hast du mehr verdient, kriegst auch du auch mehr Rente als die 1200.
In Deutschland gibt es keine Mindesrente , es gibt eine Grundsicherung die eigentlich nicht ausreicht und den alten Menschen in einer Schublade steckt. Es sollte unterschieden werden Grundsicherung im alter und wenn man noch arbeitsfähig ist.
Herr Heil bringt eine Grenze von 35 Arbeitsjahren, was nach den prekären Arbeitssituationen nur wenigen was bringen wird oder den falschen. also muss die Mindesrente her, alles andere ist wischiwaschi und hilft nichts.
Zudem wird dann wieder eine Neiddebatte entstehen und weitere Grenzen gezogen und weiterhin die wirklich armen weiterhin arm gelassen und mit dem Gefühl der Bedürfdigkeit. Eine Mindesrente würde den Menschen auch Würde geben. Aber Deutschland ist dazu anscheinend nicht bereit.

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reswer 13.02.2019, 09:10
3. Der Herr Heil verwechselt da etwas!

"Die Rentenversicherung kennt keine Bedürftigkeitsprüfung, darum sieht mein Plan diese auch nicht vor", sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Diese Erhöhung wird aber vom Steuerzahler bezahlt werden...….und der hat ein Recht auf Überprüfung wo sein Geld hinfließt!

Herr Heil ,einer der vielen, vielen Politiker ,die in ihrem Leben nur als Politiker tätig waren.

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joomee 13.02.2019, 09:11
4. Nicht das eigene Haus

So, das eigene Haus soll bei einer Bedürftigkeitsprüfung außen vor bleiben.

D.h., wenn sich jemand ein Haus zusammen gespart hat was mittlerweile 1 Million Euro wert ist dafür dass behalten. Wenn aber jemand zu Miete wohnt und aber dafür 1 Million Euro über Aktien und Fonds angespart hat musst er das zuerst aufbrauchen oder wie?

Das sieht man wieder, wie eindimensional manche Regierungsvertreter ticken.

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helmut.alt 13.02.2019, 09:13
5. Eine Grundrente hat mit sozialer Gerechrigkeit

nichts zu tun. Warum soll eine Person, die 35 Jahre lang zu wenig in die Rentenkasse eingezahlt hat, aus welchen Gründen auch immer, fast genauso viele Rente beziehen, wie eine Person, die ausreichend eingezahlt hat? In den letzten 50 Jahren war der Arbeitsmarkt in D attraktiv genug, um für das Leben im Alter Vorsorge treffen zu können. Wenn Zuzahlungen zu mageren Renten, dann nur bei Bedürftigkeit, ansonsten haben wir den Wohlfahrtsstaat erreicht, der kontraproduktiv für Leistungswillige ist.

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HH-Hamburger-HH 13.02.2019, 09:14
6. Ungerechtigkeit

Die Anerkennung einer "Lebensleistung" und das Ziel, Beitragszahler besser zu stellen als Personen, die nicht regelmäßig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, ist sicherlich richtig. Eine grobe Ungerechtigkeit liegt allerdings darin, dass lediglich Beitragsjahre berücksichtigt werden, nicht aber der Umfang der geleisteten Arbeit. Mit welcher Begründung soll eine Person, die 35 Jahre lang 15 Sunden in der Woche (ggf. sogar mit einem guten Stundenlohn) beschäftig war, besser gestellt werden als jemand, der über den selben Zeitraum hinweg Vollzeit (mit geringem Stundenlohn) tätig war oder eben nur 30 Jahre gearbeitet hat?

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av-bero 13.02.2019, 09:17
7. Ach ja, die SPD ...

Die ganzen Reformvorschlage zur Grundrente dienen allein dazu, um verlorengegangene Wählerstimmen zurück zu bekommen. Es kommt sicher gut an, beim kleinen Bürger, das Wahlbarometer steigt langsam in die Höhe für die Genossen... Nur über finanzielle Umsetzbarkeit des Ganzen, da gibt es keine wirklichen Konzepte, die überzeugen. Für mich eine Milchmädchenrechnung. Und dass das alles noch ohne Bedürftigkeitsprüfung durchgesetzt werden soll, setzt dem ganzen die Krone auf. Da werden sich viele Teilzeitbeschäftigte, die sich es leisten konnten nur drei Tage in der Woche zu arbeiten aber die Hände reiben ....

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HH-Hamburger-HH 13.02.2019, 09:17
8. Ein netter Bonbon

Zitat von mtt
Man sollte sich mal die Frage stellen, wie viele der ominösen Zahnarztgattinen tatsächlich 35 Jahre im Niedriglohnsektor arbeiten! Es wird immer über Bürokratiedeutschland gemeckert, aber die eine aus 500 soll herausgefiltert werden, das dabei die andern 499 auch gecheckt werden und der Aufwand dies zu tun, viel teuerer kommt, intressiert natürlich nicht.
Wenn ich nur 15 Stunden in der Woche (mit)arbeite, muss dies nicht im Niedriglohnsektor geschehen. In diesem Fall wird der Rentenanspruch nahezu immer unterhalb der Grundsicherung bleiben. Ein schönes Zubrot also für alle Teilzeitarbeitnehmer/innen.

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kleinsteminderheit 13.02.2019, 09:19
9. Prüfung ergibt keinen Sinn

Warum soll ausgerechnet hier geprüft werden, wenn z.B. bei Kindergeld , Elterngeld und Mütterrente nicht geprüft wird? Hier profitieren alle, also auch Zahnarztkinder und Notarsfrauen.

Ganz im Gegensatz zur Grundrente. Wer nach 35 Beitragsjahren unter 500€ Rente erhält, der hat für einen Mickerlohn gearbeitet, den kein Zahnarzt seiner Frau zumutet.

Bis zur Einführung des Mindestlohns gab es nun mal erbärmliche Löhne. Und wenn wir zu lange toleriert haben, dass Friseurinnen, Reinigungskräfte oder Verkäuferinnen für unter 4€ arbeiten, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn da keine Rente rauskommt, die den Namen verdient.

Die Menschen, die trotz dieser miesen Entlohnung überhaupt gearbeitet haben , verdienen unsere Hochachtung.

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