Forum: Wirtschaft
SPD-Kritik an Schäubles Steuerkonzept: "Die Union kann nicht mit Geld umgehen"
DPA

Willkommen im Wahlkampf: Finanzminister Schäuble erntet mit seinem Steuerkonzept harsche Kritik vom Koalitionspartner. SPD-Vize Stegner wendet ein altes Vorurteil über Sozialdemokraten gegen die Union.

Seite 20 von 20
ulrich_loose 11.04.2017, 12:09
190. Das ist ganz und gar nicht lächerlich

Zitat von Patrik74
Kommt ihnen das nicht irgendwie komisch vor? Sagt ihnen da nicht schon ihr Bauchgefühl, dass da irgendetwas an der Statistik nicht stimmen kann? Mir schon, und deshalb habe ich lange nachgebohrt (u.a. auch das DIW) direkt kontaktiert und die Wahrheit ist (siehe Verweis auf meinen vorigen Post): Die wirklich reichen gehen in die Statistik gar nicht erst ein! Kein Wunder, dass jemand aus .......
sondern extrem Besorgnis erregend. Die kommunistische DIE LINKE tritt doch generös mit 5% auf Vermögen, die erste Mio ist frei an... Ich fühle mich mit einer Mio durchaus nicht reich, werden aber zum Reichen von ALLEN Linken erklärt, die an meine sauer verdiente Kohle wollen. Dazu ist denen keine "Argument" zu schräg, Hauptsache die Unterschicht wird noch weiter appaniert.

Beitrag melden
n.wemhoener 11.04.2017, 12:43
191.

Zitat von ulrich_loose
Es ist doch völlig natürlich, dass die Bevölkerungsgruppen die von der Hand in den Mund leben und auch noch Transfers benötigen, kein Vermögen haben. Da helfen auch die tollen Prozentzahlen nicht weiter - um zu den "reichsten" 10% zu gehören reichen läppische 400.000 Euro aus, inkl. Eigentumswohnung. Für das "reichste" 1% ist nicht mal eine läppische Million nötig. Das wären dann also die Reihenhausbesitzer im .......
Und warum ist der Sozialhaushalt so hoch ?
Weil allein 60 % davon für Rentenzuschüsse draufgehen !

Warum soviel ?

Wegen der jahrzehntelangen Fehlverteilung der Produktivitätszuwächse auf die privaten Konten der Reichen.
Einer der wesentlichen Gründe für die wachsende soziale Ungleichverteilung und für den Zusammenbruch der Altersvorsorge.

Beitrag melden
Patrik74 11.04.2017, 12:50
192. Sie verstehen es nicht

Zitat von ulrich_loose
sondern extrem Besorgnis erregend. Die kommunistische DIE LINKE tritt doch generös mit 5% auf Vermögen, die erste Mio ist frei an... Ich fühle mich mit einer Mio durchaus nicht reich, werden aber zum Reichen von ALLEN Linken erklärt, die an meine sauer verdiente Kohle wollen. Dazu ist denen keine "Argument" zu schräg, Hauptsache die Unterschicht wird noch weiter appaniert.
Es geht eben genau darum, dass jemand mit 1 Mio. heutzutage eben bei weiten nicht zu "den reichen" in diesem Land gehört, nur erfassen die amtlichen Statistiken die wirklich reichen eben nicht, weil es (fadenscheinige Begründungen):

1. So schwer ist ihr Gesamtvermögen/-einkommen überhaupt zu erfassen
2. Dieses adäquat zu bewerten
3. Weil es ja so wenige sind, wären sie in den üblichen Stichproben (ca. 2000 Haushalte) überrepräsentiert und würden (das wird dann nicht gesagt) wegen ihres exorbitant höheren Vermögens und Einkommens, die Statistik "verfälschen"...

Lieber verbreitet man also ein Zerrbild, in dem die EFH-Besitzer in diesem Land schon zum Jetset erklärt werden als die ungeschminkte Wahrheit zu präsentieren.
DIE LINKE repräsentiert vornehmlich die Transferempfänger und natürlich erscheint aus Sicht eines Transferempfängers bereits jemand mit einem eigenen Haus als "reich"; meiner Ansicht nach tut sich diese Partei aber keinen Gefallen damit aus populistischen Gründen diesem Zerrbild zu frönen anstatt verstärkt dafür zu sorgen, dass die wahren Verhältnisse schonungslos offengelegt werden - die sind schlimm genug.

Niemand will ihnen an die "sauer verdiente Kohle", wenn sie in dieser Größenordnung mitspielen, gehören sie nicht zu "den reichen" - noch lange nicht.

Beitrag melden
karl-felix 11.04.2017, 19:05
193. Natürlich

Zitat von ulrich_loose
1)Es ist doch völlig natürlich, dass die Bevölkerungsgruppen die von der Hand in den Mund leben und auch noch Transfers benötigen, kein Vermögen haben. 2)Um bei den Prozentzahlen zu bleiben - die unteren 50% mit weniger als 2% des Privatvermögens dürften im Gegenzug den Sozialhaushalt von über 150 Mrd Euro im Jahr wohl alleine weitestgehend ausschöpfen. 3) . Wenn es Ihnen also reicht, die "Reichen" arm zu machen damit es "Gerecht" zugeht... Meinetwegen, ich sehe das allerdings völlig anders.l
1)mit der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland und der Belastung der Armen durch nicht progressive Steuern . Ich dachte das sei deutlich geworden , womit ich ein Problem habe.

Und nein . es ist nicht natürlich , dass alle Menschen frei und gleich an Rechten geboren von der Hand in den Mund leben müssen und Transfers benötigen während 0,1% sich über 22% des gesamten Vermögens bemächtigen .
70.000 Menschen besitzen fast ein Viertel des Gesamtvermögens während , während 40. 000.000 Menschen praktiusch nichts haben . Eine direkte Folge unserer Steuerpolitik, insbesondere der
nicht progressiven Mehrwertsteuer.
Und das ist politisch so gewollt. Die SPD hat die eigenen Leute verraten und diese Steuer- entgegen den Wahlversprechen sie nicht zu erhöhen - um 3% erhöht während selbst Frau Merkel sah wie ungerecht das war und nur 2 % forderte.

2) Nein . Die Menschen mit den höchsten Einkommen bekommen am Ende auch die höchsten Renten . Das ist schon so gewollt dass der Teufel immer auf den dicken Haufen sch..t.
Der Einkommensmillionär setztsein Kind von der Steuer ab und lacht über die 192 Euro Kindergeld des kleinen Mannes. Der Staat lässt sich das Kind eines Reichen ein Vielfaches kosten als das Kind eines Armenn .
Und das ist politisch so gewollt, dass der Teufel ... nach ja Sie wissen es ja selber.

Richtig ist nur, dass kein Multimillionär Hartz IV auf Sozialhilfeniveau bekommt. Das möchten Sie dem auch noch zuschustern ? Irre. Es gibt Leute die kriegen den Hals nicht voll.

3) Ein Mangel an Fantasie und Visionen : Gerecht heisst , Wohlstand für alle. Es ist Geld da wie Dreck. Beispiel : 6% Rentenerhöhung bekam die Zahnarztgattin aus Weimar genauso wie die Witwe des Strassenfegers aus Gelsenkirchen , die Mütterrente die Einkommensmillionärin ebenso wie die Putzfrau.
Und 7% auf den Hummer und den Kaviar wie auf altbackenes Brot vom Vortag, das ist nicht gerecht. Ihre Sorge um die verarmenden Superreichen ehrt Sie ist aber absurd. Zumwinkel hat Ihnen doch gezeigt wie Sie es machen : Burg in Italien kaufen und 20 Millionen an Pension mitnehmen . .

Beitrag melden
karl-felix 11.04.2017, 19:11
194. Nun

Zitat von ulrich_loose
sondern extrem Besorgnis erregend. Die kommunistische DIE LINKE tritt doch generös mit 5% auf Vermögen, die erste Mio ist frei an... Ich fühle mich mit einer Mio durchaus nicht reich, werden aber zum Reichen von ALLEN Linken erklärt, die an meine sauer verdiente Kohle wollen. Dazu ist denen keine "Argument" zu schräg, Hauptsache die Unterschicht wird noch weiter appaniert.
dieses Phänomen der sauer verdienten Kohle ist allseits bekannt.
Im Print Spiegel wurde es neulich noch einmal thematisiert. Der eine Spieler bekam direkt zu Beginn des Spieles mehr Bargeld als die anderen und jedesmal wenn er über Los kam die doppelte Summe. Nach seinem Sie gefragt woran das denn läge , meinte er an seinen richtigen Entscheidungen und an seinem Können .
Und genauso - in der Realität - rechtfertigen Manager ihre unanständigen Millionengehälter bis sie selber glauben das hätte etwas mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu tun .
Nein , es liegt insbesondere an unserem Steuersystem , dass diese Personengruppe schlichtweg bevorzugt. Da macht sich eben die Nähe zur Legislative und zu den anderen Verfassungsorganen bemerkbar, weltweit. .

Beitrag melden
ulrich_loose 12.04.2017, 07:57
195. Doch, die drei deutschen Linksparteien

Zitat von Patrik74
Es geht eben genau darum, dass jemand mit 1 Mio. heutzutage eben bei weiten nicht zu "den reichen" in diesem Land gehört, nur erfassen die amtlichen Statistiken die wirklich reichen eben nicht, weil es (fadenscheinige Begründungen): 1. So schwer ist ihr Gesamtvermögen/-einkommen überhaupt zu erfassen 2. Dieses adäquat zu bewerten 3. Weil es ja so wenige sind, wären sie in den üblichen Stichproben (ca. 2000 Haushalte) überrepräsentiert und würden (das wird dann nicht gesagt) wegen ihres exorbitant höheren Vermögens und Einkommens, die Statistik "verfälschen"... Lieber verbreitet man also ein Zerrbild, in dem die EFH-Besitzer in diesem Land schon zum Jetset erklärt werden als die ungeschminkte Wahrheit zu präsentieren. DIE LINKE repräsentiert vornehmlich die Transferempfänger und natürlich erscheint aus Sicht eines Transferempfängers bereits jemand mit einem eigenen Haus als "reich"; meiner Ansicht nach tut sich diese Partei aber keinen Gefallen damit aus populistischen Gründen diesem Zerrbild zu frönen anstatt verstärkt dafür zu sorgen, dass die wahren Verhältnisse schonungslos offengelegt werden - die sind schlimm genug. Niemand will ihnen an die "sauer verdiente Kohle", wenn sie in dieser Größenordnung mitspielen, gehören sie nicht zu "den reichen" - noch lange nicht.
wollen unbedingt an meine Kohle ran... Die kommunistische DIE LINKE will 5% pro Jahr haben, die SPD führt auch ständig die läppische Million an und die grüne Linke meint ebenfalls eine Million, benennt sie aber als die "Superreichen"....

Merkwürdigerweise gelten bei den drei genannten aber Pensionszusagen und mehrfacher Millionenhöhe für ihre Politiker nicht als Vermögen und auch die Rentenzusagen die bei der üblichen Lebenserwartung ebenfalls viele Hunderttausende bis Million ausmachen können, nicht.

Es bleibt dabei - die wollen allesamt an die kleinen Privatvermögen ran um ihre Klientel mit noch mehr Steuergeldern zu versorgen. Dabei spielt es auch keine Rolle, woher das Vermögen stammt und vor allem welchem Zweck das Vermögen dient. Ich als Beispiel habe keinerlei andere Altersversorgung und man unterstellt mir, ich könne über mein Vermögen frei verfügen. Das kann ich aber nicht, denn mein Vermögen muss bis zu meinem Ableben reichen. Ich habe eben den wirklich privaten Weg gewählt, mich eigenverantwortlich um meine Alterversorgung zu kümmern und habe Jahrzehnte in Etwa die Summen angelegt, die sonst in die Rentenkasse inkl. Arbeitgeberanteil gewandert wären. Nach ca. 20 Jahren war das eine Art Selbstläufer und die Erträgnisse reichten aus, durch Wiederanlage das Vermögen bzw. die Vorsorge zu mehren. Mein Risiko, meine Chance - nur wollen die drei genannten Parteien genau an meiner Eigenleistung partizipieren.

Beitrag melden
Seite 20 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!