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SPD-Plan: Wohnungskauf soll günstiger werden
DPA

Die Mietpreisbremse funktioniert nicht. Nun hat die SPD einen neuen Plan: Beim Kauf von Immobilien sollen weniger Kosten anfallen.

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joomee 10.01.2017, 13:27
190. Und bei Verlust?

Zitat von Lobhudel
Das sich hier augenscheinlich jeder über die Grunderwerbssteuer echauffiert, eine kleine Anregung: Habe vor gut 15 Jahren in einer süddeutschen Mittelstadt anteilig für ca. 150k eine eigengenutzte Immobilie (150 m²/ETW) erworben und Sie zwischenzeitlich für ca. 60k modernisiert. Die Grunderwerbssteuer lag damals bei - glaube ich 3,5%. U.a. durch allgemeine städtebauliche/verkehrliche Maßnahmen ist der .....
Und was wäre, wenn man 100.000 € und mehr Verlust macht? Das gab's schon oft und wird wohl auch wieder so kommen... Leider darf man Verluste nicht mehr mit anderen Einkommensarten verrechnen.

Aber Sie dürfen auch nicht vergessen, dass Sie auf den Gewinn sowieso Steuern zahlen müssen, wenn Sie die Immobilie kürzer als zehn Jahre halten.

Deshalb verstehe ich nicht, wie Sie "dem kurzfristigen Spekulations-Irrsinn einen Riegel vor schieben möchte". Dafür gibt es doch die Zehnjahresfrist. Oder was ist für Sie kurzfristig?

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notbehelf 10.01.2017, 13:33
191. Unsozial

Zitat von Ruth aus der Kurpfalz
Sie ist immer dann unsozial, wenn sich junge Familien Wohneigentum zur Selbstnutzung schaffen wollen - Das Häuschen im Grünen oder die Eigentumswohnung. Eine Partei, die in jedem Bundesland, wo sie an der Regierung war oder ist, die Grunderwerbsteuer erhöht, bzw. erhöht hat, trägt zu unrecht das Wort "sozial" im.....
Die Steuer trägt dazu bei, dass die Stadt/Gemeinde soziale Leistungen für Familien und Einzelpersonen übernehmen kann, die sich Grunderwerbsteuer hin oder her, nicht nur kein Eigentum, sondern auch vieles andere nicht leisten können.

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notbehelf 10.01.2017, 13:41
192. ?

Zitat von santoku03
Was reitet diese Leute? Gibt es da Maulwürfe wie bei den Grünen, die daran arbeiten, ihre Partei lächerlich und unwählbar zu machen? Pauschalen sind stets eine Subvention der Gutbetuchten. Sinnvoll wäre eine progressive Staffelung der Gebühren und der Steuern, wenn man den weniger Betuchten den Kauf erleichtern wollte.
Derzeit erfolgt eine prozentuale Besteuerung. 6% vom niedrigen Kaufpreis sind weniger als 6% vom höheren Kaufpreis. Eas genau meinen Sie also mit "progressiv"?

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coentas 10.01.2017, 13:42
193. SPD und Populismus

Die sog. Mietpreisbremse der SPD ist verfassungswidrig und rein populistischer Natur. Der Gesetzesentwurf (BT-Druck) ist unsauber recherchiert und durch die Entwicklung der Mietenspiegel in den Großstädten nicht zu unterlegen. Die Mietpreisbremse verhindert die Sanierung und Modernisierung eines kriegsbedingten alten Wohnungsbestandes. Die SPD setzt auf staatliche Eingriffe, ohne die Folgen zu bedenken. Die Hürden bei der Eigenbedarfskündigung sind schon sehr hoch, hier braucht es keine "Nachbesserung". Auch das ist purer Populismus. Die "richtige" Miethöhe ist aus Angeboten im Internet nicht ablesbar, da Modernisierungszuschläge zu einer höheren Miete führen können. Die Hetze des DMB gegen Vermieter ist unglaublich. Der Ansatz bei der Grunderwerbsteuer ist richtig. Viele Länder kennen diese Steuer gar nicht, sie sollte stark reduziert, wenn nicht gar abgeschafft werden. Die SPD regierten Bundesländer haben die höchste GrESt, das sagt schon alles.

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joey55 10.01.2017, 13:44
194.

Zitat von notbehelf
Die Steuer trägt dazu bei, dass die Stadt/Gemeinde soziale Leistungen für Familien und Einzelpersonen übernehmen kann, die sich Grunderwerbsteuer hin oder her, nicht nur kein Eigentum, sondern auch vieles andere nicht leisten können.
Ein sehr guter Schutz gegen Altersarmut ist ein Eigenheim. Das bietet auch Schutz gegen Mietsteigerungen. Daher sollte die Eigentumsquote erhöht werden. Insofern sind die Forderungen der SPD schon richtig, allerdings handelt sie widersprüchlich, indem sie die Grunderwerbssteuer ständig erhöht. Hier gäbe es andere Möglichkeiten, wie z. B. Staffelung zwischen selbst-/fremdgenutzten Immobilien. Aber das der Staat auf Einnahmen verzichtet, kommt bei der SPD nicht vor. Lieber wird gegen Notare und Makler Stimmung gemacht. Und gerade die Abwälzung der Maklergebühren auf den Verkäufer wird nicht zur Senkung der Kosten führen, sondern einfach auf den Kaufpreis draufgeschlagen.

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notbehelf 10.01.2017, 13:44
195. Lustig

Zitat von carlitom
Zum einen erleichtert es den Kauf von Wohneigentum (bezahlbarem) und zum anderen ist zu Wohneigentum zu geringer erworbenen Kosten auch zu geringeren Mieten zu vermieten.
Ich vermiete meine Wohnung für eine Miete nach Wohnungsmarktpreis und nicht nach Kaufpreis. Für eine geschenkte oder geerbte Immobilie nimmt man ja auch Miete.

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jujo 10.01.2017, 13:47
196. ....

Zitat von e-dirk
Bei Vermietungen gebe ich Dir recht, aber beim Kauf, sehe ich das etwas differenzierter. Beim Kauf meines Grundstückes beispielsweise, konnte ich die Maklerin, mit der Frage von wem sie ihr Geld bekomme, davon "überzeugen" nochmals und mehrfach mit dem Verkäufer zu verhandeln. Das Ergebnis war ein um ein drittel günstigerer Preis.
Ich habe mir vor einem Jahr in Bernau zur Geldanlage eine Wohnung gekauft, Ich konnte den Kaufpreis um ziemlich genau die Maklergebühr drücken.

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notbehelf 10.01.2017, 13:56
197. Hm

Zitat von kurz&bündig
Die Verschärfung des Kündigungsschutzes bei Wohnraum bringt nicht mehr Wohnraum, den aus Sicht des Vermieters mag es eben notwendig und auch interessengerecht sein, eine Wohnung für ein Au-Pair oder ein Familienmitglied .....
Ich würde das Gegenteil annehmen: Wenn ich als Vermieter jemanden dafür bezahle, damit er mir das abnimmt, warum sollte ich mich dann selbst darum kümmern?

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notbehelf 10.01.2017, 14:01
198. Nein

Zitat von ichsagwas
Ganz genau, das wäre der einzig richtige Weg. Jeder Bürger, der bisher zur Miete gelebt hat, sollte einmal im Leben die Möglichkeit haben, selbst zu nutzendes Wohneigentum steuerfrei zu erwerben. Das wäre auch ein Ausgleich für die skrupellos .....
Jemand, der sich die Grunderwerbsteuer nicht leisten kann, kann sich auch kein Eigentum leisten. Das wird dann früher oder später zwangsversteigert.

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notbehelf 10.01.2017, 14:08
199. Naja

Zitat von MissMorgan
Bei einem Autokauf brauchts auch keinen Notar. Und da können alte und wehrlose bzw nicht geschäftsfähige Personen ebenfalls übers Ohr gehauen werden.
Da gibt es schon einen Unterschied. Nicht umsonst gibt es ein Grundbuchrecht. Mit dem ganzen Kram wie Auflassungsvormerkungen, Lasten Abt. 2 und 3, Löschungsbewilligunge. etc. hat der Grundstücks- und Immobilienerwerb ein ganz andere Bedeutung. Schiffe haben eine ganz ähnliche Rechtstellung (Schiffsregister). Mal abgesehen davon, dass über die Abwicklung über Notaranderkonten auch sichergestellt ist, dass die Zahlung des Kaufpreises mit den erforderlichen Eintrag gen im Grundbuch einhergeht.

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