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SPD-Vorschlag: Bundesagentur lehnt längeren Anspruch auf Arbeitslosengeld I ab
DPA

Der Vorschlag der SPD, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I zu verlängern, stößt bei der Bundesagentur für Arbeit auf wenig Begeisterung. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Behörde ganz andere Vorstellungen.

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andreas_bulkens 15.02.2019, 18:28
1. Typische Augenwischerei

Die SPD will jetzt wieder sozialer werden,
AKK mit der CDU steicht das C in Sachen Flüchtlingspolitik,
passieren wird letzlich nichts und somit liefern die beiden uralten "Volksparteien" frisches Wasser auf die Mühlen der "Randschichtenbediener".

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Newspeak 15.02.2019, 18:28
2. ...

"Die aktuelle Ausgestaltung der Anspruchsdauer von derzeit in der Regel zwölf Monaten und bis zu 24 Monaten für ältere Versicherte sei an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes ausgerichtet, heißt es in dem Papier."

Und das eben ist das Problem. Da ALG 1 eine Versicherungsleistung ist, sollten die Erfordernisse, an denen man Zahlungen ausrichtet, die Hoehe der zuvor eingezahlten Beitraege und die Dauer der Beitragszahlung sein. Nur wenn jemand aufgrund vorheriger Niedriglohnbeschaeftigung oder zu kurzer Einzahlungsdauer unter einen bestimmten Satz faellt, sollte man das pauschal behandeln. Bei ALG 2 als Sozialleistung kann man sich nach anderen Kriterien richten, nur waere es auch dort schoen, wenn nicht der Arbeitsmarkt das Kriterium waere, sondern der Mensch. Siehe Grundgesetz Artikel 1.

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Newspeak 15.02.2019, 18:30
3. ...

P.S. Nebenbei, die Bundesagentur fuer Arbeit ist eine nachgelagerte Behoerde, die gesetzliche Vorgaben umsetzt. Seit wann macht diese Regierungspolitik, und weshalb sollte man deren Meinung hoeren?

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hardy.stiefel 15.02.2019, 18:34
4. Es gibt Zwischenschritte

So z.B. kann das ALG I im ersten Jahr (bzw. 2 Jahre für Ältere) voll ausgezahlt werden, dann wird es um 20% abgeschmolzen. Damit erreicht es nicht ALG II Höhe und auch der Besitzstand, das Geldvermögen und Versicherungen bleiben so lange unangetastet. Aber es erhöht den Druck. Und genau das ist wohl politisch nicht gewollt.
Zur Steuerfinanzierung:
Schon heute ist der Steuerbeitrag für die Rentenversicherung in schwindelerregender Höhe und nähert sich der 100 Milliarden € Grenze. In der nächsten Legislaturperiode werden wir feststellen, dass dieser Betrag mangels Masse eingefroren wird. Somit muss das Geld über die Arbeitnehmer verdient und abgeführt werden. Beispiele aus der Vergangen gibt es genügend. Rasen für die Rente, Rauchen für die Sicherheit usw. Heute kein Wort oder Geld mehr dafür aus dem Steuertopf. Nein, die Politik ist bekannt, beschwichtigen, kleinrechnen und dann, wenn Gras über die Sache gewachsen ist, die Gelder anderweilig kassieren.

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blume4000 15.02.2019, 18:36
5. ALG I sollte verlängert werden

Die Verlängerung wäre für viele hilfreich, den wer gearbeitet hat sollte länger abgesichert sein, und nicht nach 1 Jahr in Hartz 4 fällt. Es gibt Schicksalsschläge und ältere die nicht so leicht eine neue Arbeit finden, warum soll jemand der sein Leben lang gearbeitet hat Hartz 4 beziehen, wie andere die nicht oder kaum gearbeitet haben? Und teilweise seine Ersparnisse für die Rente aufbrauchen? Ich finde das alles andere als Gleichberechtigung.

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kirschlorber 15.02.2019, 18:39
6. Kaum Chancen auf Wählerstimmen

In D gibt es aktuell 4 Mio H4 Empfänger. Wenn sich von denen etwa 50% an den Wahlen beteiligen und davon 50% bei SPD ein Kreuz machen dann hat SPD 1 Mio Wähler gewonnen. Immerhin. Das ist wohl der Plan. Der große Wurf kann es angesichts dieser Zahlen jedoch nicht werden. Warum? Weil SPD die normalen Arbeitnehmer mal wieder im Regen stehen lässt. Diese dürfen einzahlen, einzahlen, einzahlen. Zur Belohnung gibts dann die Schrödersche 43% Rente.

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HuFu 15.02.2019, 18:42
7. Vorschlag

BGE für unter 50 jährige. Die darüber. Lasst sie doch buckeln! Renteneintrittsalter für die aktuelle Generation 50: 80+
DAS wäre doch mal ein Vorschlag, den nun keiner ablehnen kann!
... oder doch?
Da buckelt man ohne Ende und am Ende kriegt man nicht mal 2-3 Jahre Arbeitslosengeld. Was für eine Farce. Was wollen sie stattdessen? Klar, "eher in Rente gehen lassen, natürlich niemals nich ohne Abstriche".....

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three-horses 15.02.2019, 18:48
8. Der Wille ist da, sonst aber nichts.

"längerer Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu einer durchschnittlichen längeren Arbeitslosigkeit führt"...also 12 Monate später nach ALG2. Also nix 3 Millionen Arbeitslose. Was für eine Begründung. Lieber ein paar Kröten für
Wenige, wenn es schon sein muss. Man soll es so lange diskutieren bis es langweilig ist. Dann kann man es auch
leichter vergessen.

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Rubikon_2016 15.02.2019, 18:59
9. Das ist ja das Kernproblem:

An den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ausgerichtet - es sollte nicht an die Bedürfnisse irgendwelcher Märkte orientiert sein, sondern an den Bedürfnissen der MENSCHEN!!!

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