Forum: Wirtschaft
SPD-Wirtschaftspolitik: Wie die Sozialdemokraten ihre Ideologie verloren
DPA

Sparen, kürzen, drücken: In der Wirtschaftspolitik bieten die Sozialdemokraten keine ideologische Alternative zur Bundesregierung - und haben deshalb auch keinen Erfolg beim Wähler. Peer Steinbrück täte gut daran, den Keynesianismus für seine Partei neu zu entdecken.

Seite 10 von 27
muellerthomas 04.09.2013, 18:06
90.

Zitat von Am_Rande
Ich schrieb: "Und zitiert weiter aus einer Buchkritik.." das ist faktisch richtig.
Nun ja, Sie führen eine Aussage der Herausgeber (also keine Kritik) an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Am_Rande 04.09.2013, 18:08
91.

Zitat von hman2
Soso. Nur hat noch niemand (!) je eine bessere Theorie vorgelegt. Alle Alternativen sind grandios gescheitert, teilweise mit desaströsen Folgen, etwa die "Reaganomics" - die noch viel viel mehr Schulden erzeugten.
"Niemand"?

Warum so apodiktisch?

Lesen Sie einmal:

"Das Räderwerk der Freiheit" von David D. Friedman als Beispiel für eine anarcho-kapitalistische Alternative.

Oder:

"Liberalismus" von Ludwig von Mises als Beispiel für den Klassischen Liberalismus.

Es gibt schon noch Alternativen zum neoliberalen Korporatismus, wie er heute herrscht, nur liegen diese in marktwirtschaftlicher Richtung, nicht in etatistischer...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 04.09.2013, 18:08
92.

Zitat von keenox
Das Keynes Theorie in der Praxis nicht funktioniert müsste doch mittlerweile wohl auch dem Allerletzten klar sein. In meinen 35 Lebensjahren habe ich zumindest noch nie einen Boom mitbekommen in dem schulden zurückgezahlt werden. Irgendwie ist immer Rezession...
Dann schauen Sie sich die Schuldenquoten in Spanien oder Irland von Mitte der 90er bis 2007 - also in der Boomzeit - mal an. Dort sehen Sie deutliche Rückgänge. Ebenso in den USA in der Mitte der 90er während des New Economy Booms ebenso wie im Nachkriegsboom der 50er, 60er und 70er Jahre. Auch die skandinavischen Länder können Sie sich ansehen oder Italien von 1996 bis 2007.... Wieviele Beispiele benötigen Sie?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 04.09.2013, 18:10
93. Huch

Zitat von Am_Rande
Ich schrieb: "Und zitiert weiter aus einer Buchkritik.." das ist faktisch richtig. Da Sie nicht einmal fähig sind, stichhaltige Kritik an meinem kurzen Beitrag anzubringen, kann ich vielleicht anzweifeln, dass ihre Kritik an Herrn Hazlitts Werk gehaltvoller ist...?
Sie selbst schrieben das unter die Zeile "Die englischsprachige Wikipedia schreibt dazu:", garniert mit der falsch Aussage, das Werk wäre nie übersetzt, nebst ein paar Schlüssen, die Sie aus der falschen Aussage gezogen haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 04.09.2013, 18:10
94.

Zitat von Am_Rande
Aber es gibt eine noch eine weitere Alternative: die freie Marktwirtschaft ohne jegliche Wirtschaftspolitik, nach Maßgabe des Klassischen Liberalismus. ?
Klar ein Schritt zurück zu der Zeit, wo es Marktversagen, öffentliche Güter, natürliche Monopole, adverse Selektion, Informationsasymmetrien und all das nicht gab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 04.09.2013, 18:11
95. Huch

Zitat von keenox
Das Keynes Theorie in der Praxis nicht funktioniert müsste doch mittlerweile wohl auch dem Allerletzten klar sein. In meinen 35 Lebensjahren habe ich zumindest noch nie einen Boom mitbekommen in dem schulden zurückgezahlt werden. Irgendwie ist immer Rezession...
Das hat doch nichts mit der Theorie zu tun! Im Gegenteil. Das ist die Schuld der Leute, die die Theorie eben nicht anwenden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tolotos 04.09.2013, 18:12
96. Eine ideologische Alternative wäre Selbstkritik und somit parteipolitisch unzumutbar!

Zitat von sysop
Sparen, kürzen, drücken: In der Wirtschaftspolitik bieten die Sozialdemokraten keine ideologische Alternative zur Bundesregierung - und haben deshalb auch keinen Erfolg beim Wähler. Peer Steinbrück täte gut daran, den Keynesianismus für seine Partei neu zu entdecken.
Ähnlich wie die CDU ihren Kohl-Messias hat, hat die SPD ihren Schröder-Messias. Und da Schröder die marktradikale Position so massiv vertreten hat, dass Merkel sie nur noch weiter führen muste, kann die SPD den Wählern wohl keine "ideologische Alternative zur Bundesregierung"anbieten, ohne sich parteipolitsch dem Vorwurf der Messiasbeschmutzung auszusetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 04.09.2013, 18:12
97. Huch

Zitat von Am_Rande
Aber es gibt eine noch eine weitere Alternative: die freie Marktwirtschaft ohne jegliche Wirtschaftspolitik, nach Maßgabe des Klassischen Liberalismus. Herr Hazlitt gilt zu recht als einer der Protagonisten einer solchen Wirtschaftsauffasung. Er war "Mitglied" der sogenannten "Österreichischen Schule". Sie haben recht: der Neoliberalismus hat versagt. Aber Keynesianismus und Sozialismus sind noch mangelbehafteter. Warum versucht man dann nicht endlich die freie Marktwirtschaft...?
Davor bewahre uns Gott. Übrigens, der Versuch läuft doch schon seit Schröder, nicht mitbekommen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaiserbubu1 04.09.2013, 18:15
98. Offensichtlich etwas vergessen in Ihren Erinnerungen

Zitat von redrum
Darf ich daran erinnern daß wir die letzten Jahrzehnte auf Pump lebten und dass wir 2000 Milliarden Schulden haben.
Den 2000 Milliarden Schulden stehen 100000 Milliarden Vermögen gegenüber. Dieses Vermögen teilen sich aber nur wenige während die Schulden hauptsächlich von denen getragen werden die wenig bis nichts haben. Abgesehen davon sind die größten Schulden die Kosten der Wiedervereinigung und der Bankenkrise zu verdanken und nicht keynsianischen Programmen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatfrank 04.09.2013, 18:15
99. Konsum (fast) ohne Wachstum

Zitat von Gotthold
wenn das Wachstum nur entsteht wenn ich Dinge kaufe, die mich produktiver machen, was ist dann mit meinem Bett, Kühlschrank, Stereoanlage etc...???
Ich nehme mal an, Ihr Bett ist weicher und erholsamer als das, worauf sie vorher geschlafen haben. Das führt evtl. dazu, dass sie erholter zur Arbeit gehen und bessere Ideen haben (bei dem, was auch immer sie tun). Die ersten Feder-Betten haben, z.B. im Vergleich zu einfachen Holzlatten, damit durchaus zu einem (kleinen) Wirtschaftswachstum beigetragen. Heute sind die Unterschiede zwischen den Betten kaum noch auszumachen. Jedes weitere Bett macht uns nicht wesentlich produktiver. Beim Kühlschrank (weniger Essen muss weggeworfen werden, d.h. letztlich wurde die Landwirtschaft produktiver) und der Stereoanlage (wieder Erholung) ist es ähnlich. Aber die Effekte der Konsumgüter sind ohnehin sehr marginal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 27