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SPD-Wirtschaftspolitik: Wie die Sozialdemokraten ihre Ideologie verloren
DPA

Sparen, kürzen, drücken: In der Wirtschaftspolitik bieten die Sozialdemokraten keine ideologische Alternative zur Bundesregierung - und haben deshalb auch keinen Erfolg beim Wähler. Peer Steinbrück täte gut daran, den Keynesianismus für seine Partei neu zu entdecken.

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hman2 04.09.2013, 16:29
20. Huch

Zitat von redrum
Darf ich daran erinnern daß wir die letzten Jahrzehnte auf Pump lebten und dass wir 2000 Milliarden Schulden haben.
Wovon 500 Milliarden Angela Merkel "gehören"... Der größte Anstieg aller Zeiten.

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kettbach 04.09.2013, 16:29
21.

Wenn die Bundesrepublik dank Harz-Reformen und der Beweglichkeit der Unternehmer zum verbliebenen Anker in der EU geworden ist, warum wollen Sie die Wirtschaft von den Füßen auf den Kopf stellen und in Richtung unserer aufgabenorientierten Nachbarn bringen? Sie sollten sich auch entscheiden, ob die hiesige Wettbewerbsfähigkeit, die ja wohl in einem Zusammenhang mit der Produktivität steht, nun zu stark oder zu gering ist. Dass die eigentliche Gefahr in der massiven Verschuldung bei abnehmender Bevölkerung liegt, ignorieren Sie ebenso wie die Destabilisierungstendenzen durch die schwelende Euro-Krise. Wenn man den armen Sozialdemokraten jetzt auch noch eine keynsianische Ausgabenpolitik empfiehlt, muss man entweder borniert oder bar jeder Einsicht eben "ideologisch" fixiert sein.

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anton_otto 04.09.2013, 16:29
22.

Das Problem am Keynesianismus ist, daß er nicht funktioniert. Der angebliche Weltökonom Helmut Schmidt saß am Ende seiner Kanzlerschaft auf einem Schuldenberg und die Konjunktur lief trotzdem nicht. Großbritannien lag in den 70ern nach den Ausgabenorgien auf Pump zuvor am Boden.
Die einzigen, denen eine neue Schuldenparty helfen würde, wären die Banken - Münchaus Kunden.

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fatfrank 04.09.2013, 16:30
23. Vergesst Keynes!

Die Wirtschaft wächst nicht, weil die Steuern oder Zinsen gesenkt werden. Mehr Konsum hat erstmal überhaupt nichts mit mehr Wachstum zu tun. Wenn ich das fünfte oder sechste Mobiltelefon kaufe, aber doch nur eines zum Arbeiten(!!!) nutze, dann ist der Produktivitätszuwachs gleich Null. Das Entscheidende ist doch, was mit den gekauften Gütern angestellt wird. Als ich mein erstes Mobiltelefon kaufte, wurde ich im Vergleich zum Festnetz-Anschluss wesentlich produktiver: Ich konnte auch unterwegs arbeiten, hatte mehr Zeit für andere Dinge, hab in der gleichen Zeit mehr geschafft, war also produktiver. Dadruch wuchs die Wirtschaft (ein kleines bisschen). Aber jedes weitere Mobiltelefon macht mich nicht produktiver. Also hört auf daran zu glauben, die Wirtschaft ließe sich über Zinsen, Steuern und Abgaben ankurbeln.

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peter78 04.09.2013, 16:30
24. Nein, das wird nix mehr mit der SPD

Zitat von sysop
Peer Steinbrück täte gut daran, den Keynesianismus für seine Partei neu zu entdecken.
Das würde ja voraussetzen, dass die SPD eine demokrtisch organisierte Partei ist.
Sie ist aber längst zum neoliberalen Führerprinzip übergewechselt.
Wer anderer Meinung ist, wird aus der Partei gemobbt.

Falls jemand Interesse hat, Politik für die überwiegende Mehrheit der Bürger zu machen, der wird wohl eine neue Partei gründen müssen
(und dabei den Gegenwind aus den weitgehend gleichgeschalteten Medien aushalten müssen)

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okokberlin 04.09.2013, 16:31
25.

Zitat von shran
Keynes ist tot. Lang lebe Mises und Hayek. Von wegen weltweite Renaissance des Keynesianismus. Wie hat es ein anderer Forist mal ausgedrückt. Keynes ist nur Opium für die Politiker.
das ist nur münchaus +plus poltiker-nicht-verstandener keynes. keynes schuldenrückführung lassen politker und münchausen immer gerne unter den tisch fallen. keynes würde im grabe rotieren , müßte er münchau lesen.

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okokberlin 04.09.2013, 16:32
26.

Zitat von M. Michaelis
Die Politik hat den Keynesianismus nie verstanden. Keynes Idee war Schulden machen in der Krise und tilgen wenn es wieder gut läuft. Die Politik hingegen hat nie antizyklisch operiert, sondern Schulden auf Schulden gestapelt.
100% korrekt was sie schreiben.

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muellerthomas 04.09.2013, 16:33
27.

Zitat von cobden27
Obama hat in den letzten Jahren einen Supterkeynesianismus betrieben.
Nein, hat er nicht, das Konjunkturpaket war eher klein im Vergleich zum BIP.


Zitat von
Folgen: 12 Billionen Dollar Schulden
Folge: Die Gesamtschuldenquote von privaten Haushalten, Unternehmen und Staat stagniert seit 2009.

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tropfstein 04.09.2013, 16:33
28. Schuldenmach-Partei Deutschlands ?

Drei Jahrzehnte hat die SPD gebraucht, den Ruf abzubauen, Geld mit vollen Händen auf Pump auszugeben! Sollen sie das jetzt aufgeben, um den SED-Nachfolgern ein paar Stimmen abzujagen?

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muellerthomas 04.09.2013, 16:36
29.

Zitat von anton_otto
Das Problem am Keynesianismus ist, daß er nicht funktioniert.
Die Fakten sprechen eine andere Sprache.


Zitat von
Der angebliche Weltökonom Helmut Schmidt saß am Ende seiner Kanzlerschaft auf einem Schuldenberg und die Konjunktur lief trotzdem nicht.
Das durschnittliche BIP-Wachstum war unmittelbar nach der Ölkrise wieder hoch und die Arbeitslsoenquote sank. Und für die beiden Ölkrisen kann man wohl kaum Schmidt verantwortlich machen.

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