Forum: Wirtschaft
Spekulationen über Griechenlands Euro-Aus: Spiel mit dem Feuer
dapd

Philipp Rösler spekuliert über einen Euro-Austritt Griechenlands, andere Politiker sekundieren: Über die Zukunft der Währungsunion wird mittlerweile diskutiert, als ginge es um den Ausbau einer Kreisstraße. Diese neue Wurstigkeit ist brandgefährlich - denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.

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Mustermann 30.07.2012, 16:58
1. Populisten

Zitat von sysop
Philipp Rösler spekuliert über einen Euro-Austritt Griechenlands, andere Politiker sekundieren: Über die Zukunft der Währungsunion wird mittlerweile diskutiert, als ginge es um den Ausbau einer Kreisstraße. Diese neue Wurstigkeit ist brandgefährlich - denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.
Solche Leute wie Seehofer, Dobrint und Rössler interessiert nur die eigene Agenda und das ist die nächste Wahl.

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snafu-d 30.07.2012, 17:00
2. optional

Mit Verlaub: dummes Zeug, immer dieselben abgelutschten Argumente wie schröcklich das alles würde, wenn....

Ad 1 wird das vile schllimmer, wenn die Griechen im EURO bleiben.

Zum anderen iist es einfach nicht akzeptabel, diese jämmerlichen Betrüger weiter zu belohnen.

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skruffi 30.07.2012, 17:02
3. Laissez-faire-Haltung

Zitat von sysop
Philipp Rösler spekuliert über einen Euro-Austritt Griechenlands, andere Politiker sekundieren: Über die Zukunft der Währungsunion wird mittlerweile diskutiert, als ginge es um den Ausbau einer Kreisstraße. Diese neue Wurstigkeit ist brandgefährlich - denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.
Es kann auch nicht im Sinne von uns Deutschen liegen, dass die EURO-Zone, die fast dem Untergang geweiht ist, auf "Teufel komm
raus" gehalten wird, zu Lasten einer vollkommenen Überschuldung
und zu Lasten unserer Altersversorgung und unserer Kinder. Wir sind mittlerweile mit diesem Euro so weit gekommen, dass die
Staaten, die sich ohne Ende bemühen (und dass zu Lasten ihrer
Bürger- Leiharbeit, Rente mit bald 70 etc.- ) das Versagen auf
ganzer Linie der Griechen und anderer bezahlen müssen? Wir waren vor der Einführung des EURO Exportweltmeister mit der
DM. Schon vergessen?
A pro pos Panikmache:
Hier eine Einschätzung aus der "Wirtschaftswoche": Fiele die Währungsunion auseinander und kehrte Deutschland zur D-Mark zurück, würde diese wohl kräftig aufwerten. Doch nichts spricht dafür, dass die deutschen Exporte deshalb kollabierten. Empirische Studien zeigen, dass eine reale effektive Aufwertung der Währung um ein Prozent die deutschen Exporte lediglich um 0,5 Prozent verringert. Dank der hohen Produktqualität und Kundenorientierung können deutsche Unternehmen ihre Waren auch mit einer starken Währung losschlagen.
Wichtiger als Währungsfragen ist für die Exporteure, ob die Konjunktur im Ausland rund läuft. Kehrte Europa zu nationalen Währungen zurück, würden die Währungen der Krisenländer kräftig abwerten. Das regte ihre Exporte und damit die Konjunktur an. Untersuchungen zeigen, dass die deutschen Exporte um mehr als zwei Prozent zulegen, wenn sich das BIP der Handelspartner um ein Prozent erhöht.
Man schaue sich nur einmal die Preisentwicklungen seit der Euro-
Einführung an. Preissteigerungen z.T. von weit mehr als 100 %.
Einige Beispiele:
Kraftstoffe bis zu 90 %
Heizöl bis zu 130 %
Strom 80 %
Mieten 30 %
Solche Preissteigerungen waren in der Zeit von 1949 bis 2001
unvorstellbar. Dies und andere sind die Werte, die die Menschen wirklich betreffen.
Die Auswertungen der positiven Darstellung des Statistischen Bundesamtes und der Politik betreffen die Menschen nur marginal
(Porto 1 C weniger, Servietten 5 C pro Hundert, weniger Telefonge- bühren usw.)
Die obigen sind die Werte, die dem Menschen den EURO verleiden. Hinzu kommen natürlich noch die Steigerungen in der Gastronomie,
die oft 1:1 umgesetzt wurden. Laßt uns austreten. Ende mit dem EURO-Wahnsinn.

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chrimirk 30.07.2012, 17:03
4. Ausbau einer Kreisstraße?

Zitat von sysop
Philipp Rösler spekuliert über einen Euro-Austritt Griechenlands, andere Politiker sekundieren: Über die Zukunft der Währungsunion wird mittlerweile diskutiert, als ginge es um den Ausbau einer Kreisstraße. Diese neue Wurstigkeit ist brandgefährlich - denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.
Was aus GR. noch geblieben ist, reicht an das Projekt "Kreisstraße" kaum ran.
GR. ist pleite, alle Erzählungen mit gegenteiligem Inhalt sind Geschichten aus 1000 und einer Nacht!
Rösler, Seehofer & Co haben Recht.
Schluß mit dem Horror!
Wenn nichts hilft, dann muss eben D. den Euro-Raum, den Klub MED und ggf. auch die EU veralssen. Die anderen haben dann freie Hand alles wie bisher weiter zu machen.
Schöne Zeiten!

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WernerT 30.07.2012, 17:04
5. Hängt für Deutschland alles am Euro?

Zitat von sysop
Philipp Rösler spekuliert über einen Euro-Austritt Griechenlands, andere Politiker sekundieren: Über die Zukunft der Währungsunion wird mittlerweile diskutiert, als ginge es um den Ausbau einer Kreisstraße. Diese neue Wurstigkeit ist brandgefährlich - denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.
Oder hängt eher für die Journalisten des Spiegels ihre Glaubwürdigkeit und somit ihr Einkommen am Euro. Wenn morgen das erste Land aus dem Euro austritt/rausgeworfen wird, und Europa nicht untergeht, dann sieht jeder, dass die Panikmache der Journalisten falsch war und beschliesst endgültig sich bei alternativen Quellen zu informieren und Spiegel & Co links liegen zu lassen.
Immerhin hat Deutschland 50 Jahre OHNE Euro gut existiert und da haben Abwertungen von lokalen Währungen nicht gestört

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horst-kurt 30.07.2012, 17:05
6. Stete Wiederholung der falschen Argumente

Man fragt sich, wie der Autor auf seine Grundthese kommt, die da lautet: "denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.". Sie ist doch mit simplen Fakten zu widerlegen:

1. Die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik war bis zur Einführung des EUR geprägt von ständigen Aufwertungen der DM. Die starke DM hat Deutschland aber nicht geschadet, sondern wirtschaftlich gestärkt.

2. Die deutschen Exporte in die EUR-Zone haben seit der EUR-Einführung nicht an Bedeutung zugenommen (wei häufig und auch hier suggeriert wird), sondern ganz im Gegenteil an Gewicht verloren.

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Baikal 30.07.2012, 17:06
7. Es war, ist und bleibt blödsinnig

17 ökonomisch völlig unterschiedliche Volkswirtschaften unter einem Währungsdach vereinen zu wollen und Milliarden-Rettungsschirme lösen dieses Grundproblem eben nicht - es sei denn, über die nächsten Jahrzehnte (vielleicht sogar mehr) wird eine Transferunion eingerichtet. Darin besteht die Wahl. Natürlich wird die DM aufwerten, natürlich werden die Exporte leiden - dank biligerer Importe aber kann die Binnennachfrage ausgleichen. Auch vor dem Euro hat es eine deutsche Industrie gegeben und nach dem Euro wird sie ebenfalls existieren.Alles ist besser als dieses ständige Rettungsgewürge das allein der Finanzmafia nützt.

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siegfriedderdrachentöter 30.07.2012, 17:06
8. Währungunion und Griechenland

Die Analyse und Erkenntnisse sind richtig. Ich bin auch zurzeit bei allen neuen Aussagen zu Griechenland emotionaler geworden und auch froh, wenn dieses Land aussteigt, weiß aber das dies unkalkulierbare Risiken auf das gesamte Konstrukt Währungsunion mit den anderen Staaten hat. Selbstkritisch muss ich sagen, dass Basisdemokratie ein Alptraum wäre, denn der Bürger begreift nicht die ganzen komplexen Zusammenhänge, er kennt die auch nicht alle Insiderinfos etc. Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert, verstehe viel von diesen Themen, aber lasse mich durch die Medien gerne emotional beeinflussen, was falsch ist. Eigentlich werden durch Foren auch Stimmungen gemacht.

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Simax 30.07.2012, 17:07
9. Was für ein Unsinn

Zitat von sysop
Philipp Rösler spekuliert über einen Euro-Austritt Griechenlands, andere Politiker sekundieren: Über die Zukunft der Währungsunion wird mittlerweile diskutiert, als ginge es um den Ausbau einer Kreisstraße. Diese neue Wurstigkeit ist brandgefährlich - denn für Deutschland hängt fast alles am Euro.
Das geliehene Geld ist mit oder ohne Euroaustritt gleich sicher. Solange die Südländer im EZB Verbund sind häufen sie jeden Monat mehrere hundert Millionen Verbindlichkeiten im Target2 System gegenüber Deutschland an. Es gibt keine Möglichkeit dies zu stoppen solange diese Staaten im Euro sind. Schwätzer wie Junckers werden diese Rechnung nicht begleichen. Das bleibt bei den deutschen Steuerzahler hängen.

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