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Spende für Notre-Dame: Milliardärsfamilie Pinault will auf Steuervorteil verzichten
IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

Die Spenden von Milliardären für den Wiederaufbau von Notre-Dame sorgt in Frankreich für Diskussionen. Kritiker vermuten Eigennutz. Die Familie Pinault kündigte nun den Verzicht auf den Steuerbonus an.

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loeweneule 17.04.2019, 16:03
10.

Zitat von Björn L
Ist das Objekt versichert ? Unwahrscheinlich wenn dem nicht so wäre. Desweiteren gehört die Bude der katholischen Kirche. Die haben über Jahrhunderte hinweg durch Brandschatzung, Kreuzzüge und Ablasshandel genug ergaunert. Schön zu sehen was die Elite zu schenken bereit ist während Menschen/Tieren/Umwelt mit deutlich kleineren Summen geholfen werden kann.
Es wurde nun mindestens hundertmal gesagt, daß die "Bude" dem französischen Staat gehört. Und nicht der katholischen Kirche.

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alt-nassauer 17.04.2019, 16:07
11. Ich bleibe dabei...

Ich bleibe dabei (auch auf die Gefahr hin es nicht hier Öffentlich wird). Die Sache ist und bleibt Grotesk und nein nicht Aberwitzig. Dennoch schon sehr Fragwürdig...

Der französische Staat als Eigentümer und die Kirche als Mieter von Notre Dame, streiten sich über Jahre, während das Bauwerk Marode wird um die Renovierungskosten. Veranschlagt wurden 60 Millionen Euro. So wie es rüber kam, haben sich beide Seiten gestritten, wer wie viel zu Zahlen hat.

Wobei der Staat wohl Gelder aus der Staatlichen Lotterie heranzieht. Hat die Kirche ein Steuermodell für Reiche Amerikaner sich Ausgedacht. US Mäzene sollten Geld bei steuern und einen Art Steuervorteil beziehen.. Dann einigte man sich darauf das der Staat Zwei drittel übernimmt und die Kirche Ein drittel. So nun hatte man Angefangen, eingerüstet, die Apostel vom Holzturm entfernt und schon Reinigungsarbeiten vor genommen.

So nun liegt Notre Dame in Schutt und Asche und innerhalb von vier Tagen eine Milliarde Euro zur Verfügung...

Ehrlich ich kratze mir schon an den Kopf... Die letzten vier Jahre oder länger hat es keinem gejuckt.. nicht einmal die 60 Millionen.


Von daher so traurig wie das mit Notre Dame und dem Feuer passiert ist. Aber auch hier zeigt sich erst sehe Spät guter Charakter.. Für mich nun ein fader Beigeschmack und kein Grund zum Jubeln!

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kKaosKatte 17.04.2019, 16:08
12. rechnerisch schon richtig

Ich möchte den Großspendern auch keine unlauteren Motive unterstellen, aber wenn die 100 Mio EUR spenden und sich dabei die Steuerschuld um 60 Prozent reduziert, entgehen dem Staat, der vermutlich gleichbedeutend ist mit der Institution, die den Rest für den Wiederaufbau aufzubringen hat, 60 Mio EUR Steuereinnahmen.
Faktisch werden also nur 40 Mio. EUR von privater Hand gespendet, dazu kommen 60 Mio. aus dem Steuersäckl, also vom Staat.
Wenn man also plakativ damit werben will "ich habe 100 Millionen gespendet", ist es nur konsequent, dann auch auf den Steuervorteil zu verzichten. Oder man muss sich zumindest den Vorwurf gefallen lassen, eigentlich nur 40 Millionen gespendet zu haben.

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ph74 17.04.2019, 16:08
13.

Zitat von Björn L
Ist das Objekt versichert ? Unwahrscheinlich wenn dem nicht so wäre. Desweiteren gehört die Bude der katholischen Kirche. Die haben über Jahrhunderte hinweg durch Brandschatzung, Kreuzzüge und Ablasshandel genug ergaunert. Schön zu sehen was die Elite zu schenken bereit ist während Menschen/Tieren/Umwelt mit deutlich kleineren Summen geholfen werden kann.
Wenn man keine Ahnung hat ...
Notre Dame ist wie alle fränzösischen Kirchen seit 1905 in Staatsbesitz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Trennung_von_Kirche_und_Staat_(Frankrei ch)

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hardy.stiefel 17.04.2019, 16:09
14. Beispiel Frau Ochsenknecht

Sie hat sich gegen diese Großspender für NotreDame gewendet. Hungernde Menschen seien bedürftiger. Und ja, dieses Gebäude gehört der kath. Kirche und war nicht gegen Brand versichert, da die Prämien zu hoch waren. Fakt ist:
Der Aufbau ist also von Spender abhängig, dieses sollten sich alle vor Augen führen, welche jetzt gegen die Spender hetzen. Dabei aber das System Deutschand 1:1 auf System Frankreich übertragen. Das geht mächtig schief! Z.B. hat nur Deutschland das System, Kirchensteuer über das Finanzamt einzuziehen. Und wenn die Kirche jetzt Geld für diesen Aufbau aufnehmen müsste, würde sie an anderer Stelle, zB bei Kindergärten, Altenheime, Hospize, mobile Pflege usw. sparen. Denn auch die kath. Kirche kann das Geld nur einmal ausgeben.
Anders wäre es, hätte die kath. Kirche für Notre-Dame seit Jahrzehnten Geld für den Eintritt genommen. Hat sie aber nicht. Auch das muss einfach gewürdigt werden.
Nur dumpfes, ideen- und wissenloses Draufhauen und auf hungernde Menschen hinzuweisen hilft nicht. Lässt in der Regel nur den Adressaten in keinem guten Licht stehen. Und ändert weder am Aufbau noch am Hunger dieser Menschen etwas.

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charlydw8 17.04.2019, 16:12
15. Prestige ist alles!

Da spenden Milliardäre bereitwillig soviel Geld für ein Objekt, dass der reichsten Organisation dieser Erde gehört, während wirklich wirklich WIRKLICH sehr dringendere andere Projekte nie eine Beachtung finden.

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kh.groenewald 17.04.2019, 16:13
16. Björn L.

Ihr Kommentar ist ist vom ersten bis zum letzten Wort vollkommener Unsinn. Zum ersten gehört die "Bude", schon eine Frechheit ihrerseits, Notre Dame so zu bezeichnen, dem Staat und nicht der Kirche. Zum zweiten versichert der Staat eigene Gebäude selbst. Bauwerke wie Notre Dame, werden allerdings nicht im vollen Umfang, wenn überhaupt, versichert, da die Prämien unermesslich wären und die Versicherungssumme auch begrenzt wäre. Sollten den dort tätigen Baufirmen eine Schuld nachgewiesen werden, spränge deren Haftpflichtversicherung ein, allerdings auch nur bis zur maximalen Versicherungssumme.

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hcmc01 17.04.2019, 16:20
17. Für

sowas rollt der Rubel sofort - 900 Millionen!!!! Aber um Flüchtlinge im Mittelmeer zu helfen; da versagen alle......ALLE!

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fatherted98 17.04.2019, 16:21
18. Liegt wohl daran...

Zitat von pepe83
Die Leute wollen einen riesigen Betrag für eine gute Sache spenden und es werden direkt unlautere Motive unterstellt. Man sollte froh sein, dass diese Form der Zivilgesellschaft funktioniert.
....dass man die "lauteren Motive" dieser Klientel sehr gut kennt und entsprechende Erfahrungen mit "diesen Leuten" hat.
Das Argument, dass man für abgebrannte Ruinen Geld spendet, die Menschen aber in Armut belässt (ja auch in Frankreich gibt es Armut an vielen Ecken)...ist nicht von der Hand zu weisen.
Im übrigen...wenn das Gebäude der RKK gehört und nicht dem französischen Staat...stellt sich die Frage ob dieser dafür Geld aufwenden darf...Steuergeld. Private Spenden sind gut und schön....nur leider hört man eben von diesen "guten Menschen" erst bei solchen Gelegenheiten etwas....da liegt der Verdacht nahe, dass man sich durch solche Geldspenden (und machen wir uns nichts vor...das zahlen die aus der Portokasse...und noch ist es nicht auf dem Spendenkonto)....die Öffentliche Meinung oder aber wenn man den religiösen Weg geht....den Ablass erkauft...wäre zwar recht teuer...aber seit dem Mittelalter sind eben die Preise auch fürs Paradies gestiegen.

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pepe le moko 17.04.2019, 16:23
19.

Es ist schon klar, dass Notre Dame nicht dem Vatikan gehört. Sie gehört auch nicht den Pinaults und den anderen Spendern. Trotzdem stellen sie Geld für den Wiederaufbau bereit.

Was gedenkt der Vatikan bereit zu stellen für eine seiner wichtigsten Filialen hier unten auf Erden? Wie gedenkt der Vatikan den Eindruck zu zerstreuen, dass religiöse Symbole und Orte gar nicht so wichtig seien?

Unabhängig von der Eigentumsfrage, ich sehe hier zu allererst den Vatikan in der Verantwortung! Vor allem vor dem Hintergrund der Bescheidenheit und Demut, die man dem aktuellen Pabst so nachsagt.

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