Forum: Wirtschaft
Spende für Notre-Dame: Milliardärsfamilie Pinault will auf Steuervorteil verzichten
IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

Die Spenden von Milliardären für den Wiederaufbau von Notre-Dame sorgt in Frankreich für Diskussionen. Kritiker vermuten Eigennutz. Die Familie Pinault kündigte nun den Verzicht auf den Steuerbonus an.

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Kurt-C. Hose 17.04.2019, 17:03
30.

Zitat von kh.groenewald
Ihr Kommentar ist ist vom ersten bis zum letzten Wort vollkommener Unsinn. Zum ersten gehört die "Bude", schon eine Frechheit ihrerseits, Notre Dame so zu bezeichnen, dem Staat und nicht der Kirche. Zum zweiten versichert der Staat eigene Gebäude selbst. Bauwerke wie Notre Dame, werden allerdings nicht im vollen Umfang, wenn überhaupt, versichert, da die Prämien unermesslich wären und die Versicherungssumme auch begrenzt wäre. Sollten den dort tätigen Baufirmen eine Schuld nachgewiesen werden, spränge deren Haftpflichtversicherung ein, allerdings auch nur bis zur maximalen Versicherungssumme.
Ihre Wut ist verständlich aber der Staat versichert vermutlich (wenn er es wie der deutsche macht), seine Gebäude gar nicht.

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schwerpunkt 17.04.2019, 17:04
31.

Zitat von Björn L
Ist das Objekt versichert ? Unwahrscheinlich wenn dem nicht so wäre. Desweiteren gehört die Bude der katholischen Kirche. Die haben über Jahrhunderte hinweg durch Brandschatzung, Kreuzzüge und Ablasshandel genug ergaunert. Schön zu sehen was die Elite zu schenken bereit ist während Menschen/Tieren/Umwelt mit deutlich kleineren Summen geholfen werden kann.
Mein lieber Schwan. Wenn Ihre Einstellung weltweit Usus wäre, dass Völker / Nationen für alle Zeiten jedes Unbill aushalten müssten, dass sie selbst mal angerichtet haben, würde ich als Deutscher schleunigst zusehen, das ich meine Staatsbürgerschaft los werde.
… oder alternativ immer mit dem Blick über die Schulter auf die Straße gehen.

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Kurt-C. Hose 17.04.2019, 17:06
32. Heute

vermeldete die Presse 700 Mio. an Spenden. Ich finde das großartig.

Und allen die das finden, dass man lieber hungernden Kindern in Afrika helfen sollte, empfehle ich ihre monatliche Internetflatrate der Welthungerhilfe zu spenden. Oder ist "Im Internet surfen" wichtiger, als hungernde Kinder zu retten?

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schwerpunkt 17.04.2019, 17:11
33.

Zitat von gräulich
Nachdem nun die Eigentums-, Steuer- und Versicherungsfragen ausreichend beleuchtet sind, mal ein positiver Aspekt dieses Unglücks: Hier werden in den nächsten Jahren viele (mehr als bei der routinemäßigen Instandhaltung) Steinmetzte, Zimmerer, Dachdecker und Fachleute weiterer Berufe arbeiten können. Zudem kann Nachwuchs ausgebildet werden und all diese Menschen bekommen die Gelegenheit, an der Wiederherstellung dieser großartigen Kirche mitzuwirken. Dies wird für viele eine unglaublich schöne und wertvolle Erfahrung sein, die sie in ihrem weiteren Berufsleben weitergeben können.
Vielen Dank, dass Sie hier einen weiteren Aspekt mit einbringen, der in der aktuellen Diskussion noch gar nicht vorkam (oder ich habe es überlesen). Das hebt sich wohltuend von der verkappten Neiddebatte ab, welche sich wohl allermeisten nur daran entzündet, dass anderen überhaupt so viel Geld haben, dass sie 100 Mio Euro spenden KÖNNEN.
Würden die Spender Geld für Projekte spenden (was viele übrigens auch tun, ohne dass es an der großen Glocke hängt), welche tatsächlich Hunger und elend entgegenwirken sollen, würden genau diese Neidhammel, andere "Argumente" finden, weshalb das nun auch wieder nicht recht ist.

.. und damit habe ich Ihren positiven Post ebenfalls wieder in diese würdelose Diskussion zurück geführt. Asche auf mein Haupt.

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albatross507 17.04.2019, 17:11
34. Steuer"vorteil"

Zitat von kKaosKatte
Ich möchte den Großspendern auch keine unlauteren Motive unterstellen, aber wenn die 100 Mio EUR spenden und sich dabei die Steuerschuld um 60 Prozent reduziert, entgehen dem Staat, der vermutlich gleichbedeutend ist mit der Institution, die den Rest für den Wiederaufbau aufzubringen hat, 60 Mio EUR Steuereinnahmen. Faktisch werden also nur 40 Mio. EUR von privater Hand gespendet, dazu kommen 60 Mio. aus dem Steuersäckl, also vom Staat. Wenn man also plakativ damit werben will "ich habe 100 Millionen gespendet", ist es nur konsequent, dann auch auf den Steuervorteil zu verzichten. Oder man muss sich zumindest den Vorwurf gefallen lassen, eigentlich nur 40 Millionen gespendet zu haben.
Die Rechnung ist korrekt, man kann sie allerdings von 2 Standpunkten aus erklären:
1. Der Spender zahlt mehr durch die Spende, auch mit "Steuervorteil" wird netto bei 100 Millionen immer noch 40 Millionen gezahlt. Insofern ist die Bezeichnung "Vorteil" missverständlich. Unlautere Motive abzuleiten, ist IMHO absurd. Jedem steht frei, ebenfalls zu spenden.
2. Allerdings werden, da 100 Millionen an den Wiederaufbau fliessen, 60 Millionen von den Steuern des Spenders auf die Spende umgelegt, insofern würde sich der STaat mit 60 Millionen ungefragt beteiligen.

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DönerMan 17.04.2019, 17:12
35.

"Kritiker vermuten Eigennutz". Was für ein Quatsch. Als ob die Spender am Ende mehr zurückbekommen würden, als sie spenden. An diesen Spenden ist nichts Eigennutz, auch wenn teilweise eigennützige Beweggründe vorhanden sein könnten - wie z.B. Image+++. Falls die Kritiker am Reichtum dieser Leute ein Problem sehen, dann sollten sie das Steuersystem kritisieren, aber keine Spender oder diese Spendenaktion.

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kh.groenewald 17.04.2019, 17:13
36. PeterAlef

Weil Sie selber unfähig sind, gibt das Ihnen noch lange nicht das Recht, ihren geistigen Müll über reiche Menschen auszuschütten. Viele Milliardäre unterhalten Stiftungen für soziale Projekte, für die Umwelt usw. und spenden beträchtliche Beträge ihres Vermögens. Für Leute wie Sie wäre es besser keinen Kommentar zu schreiben, als seine Defizite der Öffentlichkeit zu offenbaren.

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s.l.bln 17.04.2019, 17:18
37. 700 Millionen klingt...

...als könne man damit eine Menge hochspezialisierter Firmen beschäftigen. Gut so.
Es wäre fatal gewesen, eines der bekanntesten Bauwerke der Welt an einen möglicherweise simplen Bauunfall zu verlieren. Von der Bedeutung für die Franzosen ganz abgesehen.

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spmc-135322777912941 17.04.2019, 17:21
38. Kleine Berichtigung

Zitat von sven2016
Diese Bauwerke sind nicht versichert, auch der Kölner Dom nicht. In Frankreich ist alleine der Staat für den baulichen Erhalt von Kirchen zuständig, auch für die Finanzierung. Der Vatikan hat damit nichts zu tun.
Dem franösischen Staat (Kultusministerium) wurden die Kosten für den baulicher Erhalt von N.D. de Paris zu teuer weswegen man an das Bistum Paris herantrat. Diese wiederum haben eine Wohltätigkeitsorganisation des Namens "Freunde von N.D. de Paris gegründet die sich um Spenden bemüht. Die Kirche tut also rein gar nichts.

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kh.groenewald 17.04.2019, 17:24
39. Kurt-C Hose

Da gebe ich Ihnen Recht, da der Staat für seine eigenen Gebäude selber aufkommt.

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