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Spitzenverdiener im Visier: DGB-Chef Sommer setzt auf Steuer-Rundumschlag

Wer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr.

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Lieben!Leben!Lachen! 18.12.2011, 11:37
1.

Zitat von sysop
Wer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener.
Das klingt sympathisch. Noch sympathischer allerdings fände ich es, wenn der Staat und seine Diener endlich, wirklich und wahrhaftig anfangen würden zu sparen, anstatt die Kohle mit vollen Händen auszugeben. Wo gespart werden kann, verrät alljährlich das "Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler.

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zeitmax 18.12.2011, 11:40
2. In erster Linie

...ist das eine Finanzsystemkrise, Herr Sommer, verursacht durch das Zinseszins-Geldsystem des Westens.
Dann ist es eine Bankenkrise (zwingend werden sogar betrügerische Finanzprodukte geschaffen und bewettet, nur um die erforderlichen Nachschuldner zu erzeugen, die das System wegen Punkt 1 immer dringender benötigt).
Undes ist eine politische Krise, weil die Politik wider besseres Wissen versagt bei der Reglementierung und Regulierung.
Und: Wo waren Sie und die Gewerkschaften in den letzten Jahren, als europaweit die Löhne um 40-50% angepaßt wurden - nur in D sind sie real um 15% gesunken?
Wo haben Sie sich da verkrochen?

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bissig 18.12.2011, 11:49
3. ...

Zitat von sysop
"Wenn wir heute noch die Steuergesetze des Jahres 2000 hätten, hätte der Staat in diesem Jahr 50 Milliarden Euro Mehreinnahmen. Dann kämen wir heute ohne Neuverschuldung aus."
Das ich nicht lache. Wenn wir heute noch die Steuergesetze des Jahres 2000 hätten, wären wir genauso arm dran. Nur die Staatsangehörigen hätten mehr Geld, die Pensionen wären höher, der Staat hätte noch mehr Staatsbesitz, die Strassen wären vielleicht etwas besser, und die Gesamtschulden höher. Und vielleicht einige Subventionen noch nicht abgebaut. Ach ja: und in Brüssel wäre wahrscheinlich auch mehr von unserem Geld.

Fakt ist: Wenn mehr Geld da ist, wird auch mehr ausgegeben. Ist ja nicht das eigene, sondern das Geld der Steuerzahler.

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naturfreund 18.12.2011, 11:52
4. Soziales Verhalten

Zitat von sysop
Wer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr.
Es kommt meiner Meinung nach nicht darauf an, wieviel jemand verdient oder besitzt, sondern es kommt darauf an, wie der Betreffende damit umgeht. Wenn er seine Umgebung daran teilhaben lässt, dann ist das doch nicht schlecht. Leider geht der Staat nicht unbedingt gut mit dem Geld der Leute um. Deshalb wäre es gut, wenn die Spendenpraxis verbessert würde und Ausgaben für die Allgemeinheit begünstigt würde. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist nicht unbedingt sinnvoll, weil sowieso zuviel Blödsinn produziert wird. Das wird dann alles weggeschmissen und beschäftigt die Leute auf sinnlose Art und Weise. Aber die Unterstützung von Schwächeren wäre doch sozial. Ich plädiere daher für höhere Sozialabgaben, die auch nicht für Kriege und Subventionen verwendet werden dürfen, also eine Art Sozialsteuer, die aber durch Spenden reduziert werden kann.

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zudummzumzum 18.12.2011, 11:53
5. Wunschzettel für Sozialneider ...

Zitat von sysop
Wer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener.
Ja - ein grundsätzliches Nachjustieren der Gesamt-Steuersystematik ist seit Jahren überfällig. Aber auch Herr Sommer unterliegt dem typischen Denkfehler aller Edelsozen, wonach "gutverdienend" gleich "reich" ist. Er möge sich nur mal eine halbe Minute zurücksetzen und darüber nachdenken, warum man denn reflexhaft für einen 35-jährigen "Leistungsträger" fordern muss, über 50% des Einkommens wegzubesteuern? Viel cleverer - und gerechter - ist es doch, beim Einkommen nicht so hart zuzuschlagen, dafür aber beim Vermögen etwas mehr. Nicht der Versuch reich zu werden sollte besteuert werden, sondern der Erfolg! Und auch nicht als Vermögenssteuer, sondern weitgehend mit der Erbschaftssteuer - diese wäre als Nachholen der Vermögenssteuerung zu begreifen. Das tut keinem weh und bringt eine Menge ein!

Und über den Mindestlohn hinaus sollte Herr Sommer schon mal weiterdenken: In der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung ("Leiharbeit") müssten befristete Arbeitsverhältnisse ("Zeitarbeit") schlicht verboten werden. Wenn ein Unternehmen vorübergehenden Bedarf hat, soll es befristet einstellen können. Aber in der Leiharbeit dürfte es - nach 3-monatiger Probezeit - nur unbefristete Arbeitsverhältnisse geben. Dann hätten sich schon viele der Probleme rund um den Mindestlohn erledigt!

Schlaf weiter, DGB - und lass Deinen Vorturner weiter blöde Wunschzettel schreiben. Ach so - und natürlich auch Wunzettelinnen - weil gendercorrectnes ja zu den Arbeitsbedingungen gehört!

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Lahare 18.12.2011, 12:01
6.

Zitat von sysop
Wer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr.
Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach unumgänglich sein, auch die Steuern zu erhöhen, wenn die Schuldenkrise irgendwann gelöst werden soll - ok. Wir würden ohne Neuverschuldung auskommen, wenn wir heute noch die Steuergesetze von 2000 - schon das wage ich zu bezweifeln, wenn man sich das Ausgabeverhalten der Regierungen seitdem anschaut.

Wenn ich mir dann noch die Wunschliste der wieder einzuführenden Steuern ansehe, die ja offenbar über die Steuergesetzgebung des Jahres 2000 hinausgeht, bin ich mir sicher dass selbst die in ein paar Jahren nicht mehr ausreichen werden, um den Ausgabewahn der kommenden Regierungen zu stillen. Was denn dann Herr Sommer? Definieren wir dann den Begriff "reich" einfach so um, dass jeder mit nichtüberzogenem Bankkonto die Reichensteuer Zahlen muss?

Vielleicht sollten wir einfach mal mit ein bisschen Sparen anfangen!

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warlock2 18.12.2011, 12:03
7.

Ich frage mich oft; auf welchem Planeten leben eigentlich unsere Politiker? Ohne diese ganzen Steuer-Trix, was so schön als Steuersenkung verkauft wird, hätte ich bestimmt mehr Geld in der Tasche. - Wenn ich mir meinen Lohn auch selber erhöhen könnte, wie die Politiker ihre Diäten, dann würde ich es vielleicht nicht merken?!
- Es wird ja auch nicht alles als Steuer deklariert! Aber die Wohnungsbauprämie ist futsch, Kilometerpauschale ist eingegrenzt, Soli ist immer noch nicht abgeschafft, höhere Sprit- und Mehrwertsteuer und weil das Geld aus der Rentenkasse zweckentfremdet wurde muss man auch noch selber vorsorgen. Wer Geld anlegt wird mit 25% zugewinn Steuern bestraft, ...
Echt abgedreht wer so eine Meinung vertritt. Es wäre schön mal ein Gesetz zu entwickeln, dass Politiker während ihrer Amtszeit nicht Privat versichert sein dürften und wie ein Normalbürger gesetzlich versichert sein müssten!

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schönbergwebernberg 18.12.2011, 12:15
8. Sommer wird es nie kapieren.

Zitat von sysop
Wer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr.
Ich weiß nicht, von welchen Steuersenkungen der letzten Jahre die Rede ist. Bislang wurde immer alles "gegenfinanziert", sodass unterm Strich nichts dabei für den Bürger herumkam.

Vielleicht erinnert sich Sommer auch noch daran, dass die Menschen, die er vertritt, zuallerst für sich und ihre Familien arbeiten und nicht um den Staat zu finanzieren. Die Bürger haben seit Jahren sinkende Einnahmen, weil Inflation und kalte Progression für sprudelnde Steuereinnahmen sorgen. Ich sehe mich nicht solidarisch mit dem Staat, dem ich hohe Steuereinnahmen gönne. Ich sehe doch, wohin das Geld fließt: Es wird regelrecht verplempert. In den Arbeitsämtern schickt man Computerfachleute in IT-Kurse. (Daran verdienen Gewerkschaften!) Akademiker bekommen eine Wurf- und Herdprämie. (Seltsame Sozialpolitik, die sich nicht mehr um die Schwächsten der Gesellschaft kümmert.) Ein Hartzer hat pro Monat (ca. 900 Euro) mehr als mancher Arbeitnehmer, und die jammern immer noch. (900 Euro: 364 Euro Hartz IV + Übernahme von Miete, Heizung usw. + Befreiung von GEZ + sonstige Vergünstigungen)

Ich bin seit zehn Jahren Anhänger der FDP und halte immer noch zu ihr. Angesichts der überwältigen Mehrheit gegen die FDP, angesichts des ganzen FDP-Bashings, da kann die FDP einfach nur noch recht haben. Vermeintliche Wahrheiten werden nicht dadurch wahr, dass 90 % der Bürger von der vermeintlichen Wahrheit überzeugt sind.

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GustavMager 18.12.2011, 12:15
9. Solche Aussagen sind völliger Blödsinn.

Zitat von sysop
"Wenn wir heute noch die Steuergesetze des Jahres 2000 hätten, hätte der Staat in diesem Jahr 50 Milliarden Euro Mehreinnahmen. Dann kämen wir heute ohne Neuverschuldung aus."
Der DGB möge doch mal versuchen, die Beiträge zu erhöhen. Dann wird er lernen, dass es einen Punkt gibt, an dem mehr Leute kündigen und Beitragseinnahmen sinken.

Die Wirtschaftsentwicklung ist auch von der Steuergesetzgebung abhängig. Die Gleichung höhere Steuersätze = höhere Steuereinnahmen gilt nur, wenn man keine Verhaltensänderungen der Steuerzahler (Investoren, Unternehmen, Verbraucher) annimmt.

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