Forum: Wirtschaft
S.P.O.N.: Der fatale Euro-Domino-Effekt

Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*

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MtSchiara 16.11.2011, 14:46
10. Währungsunion in Argentinien und Asien?

Zitat von Wolfgang Münchau
Bei uns hat kein Politiker und kein Berater sich die Mühe gemacht, aus der argentinischen oder asiatischen Schuldenkrise zu lernen.
Ich wußte nicht, daß ein Währungsunion in Argentinien oder Asien die Ursache der dortigen Probleme gewesen ist. Aber man kann ja noch jeden Tag etwas neues lernen. Und ohne Währungsunion gäbe es die aktuelle Krise nicht, da jedes Land sein eigenes Geld drucken könnte. Somit ist die aktuelle Krise in Europa sehr spezifisch und unvergleichbar. Und daß die Politik unterschiedliche Alternativen nicht öffentlich diskutieren können soll aus Angst vor den scheuen Märkten, widerspricht meiner Vorstellung eines demokratischen Gemeinwesens.

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masc672 16.11.2011, 14:50
11. Gut, und was ist

Zitat von sysop
Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*
nun Ihr Vorschlag?

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idealist100 16.11.2011, 14:50
12. Lieber EURO BÜRGER

Zitat von sysop
Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*
Lieber Euro Bürger mat hat Dir versprochen, wenn du von Holland nach Belgien weiter nach Luxemburg, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland fährst brauchst du nicht mehr umzutauschen und sparest Tauschgebühren. Na ja jetzt darfst du die Gebühren Millionenfach bezahlen. Selber schuld wenn du auch alle 5 minuten über die Grenzen fährst. Oder bist du etwa nur einmal im Jahr über die Grenze in Urlaub gefahren, da macht man natürlich Miese.

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bauagent 16.11.2011, 14:51
13. Rothschild Speichellecker!

Auch Münchau ist als leitender Mitarbeiter der Financial Times Deutschland nichts anderes, als ein Sprachrohr unserer verkorksten Hochfinanz und der Anteilseigner von FTD ( Gruner + Jahr bzw. Bertelsmann ).
Im übrigen sollte der Spiegel besser recherchieren, da Münchau kein Gründungsmitglied der FTD in 2001 war. Er stieß
erst 2002 von London zur FTD.

Die Konsequenzen aus der vom ihm geforderten ultimativen Ankauforgie durch die EZB verschweigt er, oder er hat den Auftrag seiner Chefin Liz Mohn von Bertelsmann, die Bevölkerung auf die Ausplünderung über Inflation vorzubereiten.
Ansonsten glänzt die FTD, wie die meisten Bertelsmann - Ableger durch Abschreiben von Reuters oder dpa.

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t.o`malley 16.11.2011, 14:51
14. Unsinn

Zitat von sysop
Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*
Dem Autor krankt es an seiner unbedingten Gläubigkeit in Richtung Euro/Europa. Dieser Glauben geht so weit, daß er ihm den Blick auf die Tatsachen und Hintergründe vernebelt.
Fakt ist, daß das gesamte Gebäude des Euro auf Sand gebaut ist.
Es liegen hier Bilanzfälschungen vor, durch welche sich eigentlich untaugliche Kandidaten in den Euro hineinbetrogen haben.
Die maßlose Überschuldung der Euro-Staaten fordert nun jetzt ihren Tribut. Der Autor hingegen möchte, daß Investoren und Märkte dieses Faktum ignorieren, sich selbst die Augen zuhalten und schlicht weiter gutes Geld in marode Euro-Staaten pumpen sollen, damit das Kasino weiterjubelt.
Der wichtigste Punkt jedoch ist die Erkenntnis, daß sich nun die Tragweite des Fehlers zeigt, daß man die Menschen nicht selbst über den Euro hat abstimmen lassen. Die Euro-Krise hat Europa politisch drastisch entzweit, die Menschen sind gegeneinander aufgebracht. Unter diesen Umständen fällt die politische Rückendeckung für finanzielle Himmelfahrt-Kommandos direkt weg.
Unter dem Strich ist zu sagen, daß die Sache jetzt durchgestanden werden muss. Dies bedeutet, daß man ein reinigendes Feuer braucht, in welchem die Sünderstaaten geläutert werden. Nur dann kann man sauber und sicher neu anfangen.
Auf dem jetzt vorhandenen Sand kann man nichts mehr bauen - selbst von Deutschland eingezogene Stützen und Träger versinken in diesem Morast.

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sajuz 16.11.2011, 14:52
15. Ach...

wenn uns alles um die Ohren fliegt, müssen wir die gesamte EU für "Schuldenfrei" erklären = alle Enteignen und dann mit ausgeglichenen Haushalten wirtschaften. Statt Renten gibt es dann nur noch Essensmarken und Wohnraumzuteilung.
Und dann macht das Casino einfach wieder auf und der Wohlstand wächst wieder.

Der einzige Unterschied zu den anderen Szenarien, ist dass dann auch die Reichen von Essensmarken leben, für den einfachen Bürger läuft es eh immer aufs selbe hinaus.
Wird schon.

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WILHHERDE 16.11.2011, 14:53
16. Lernen ist eines der schwersten

Bei uns hat kein Politiker und kein Berater sich die Mühe gemacht, aus der argentinischen oder asiatischen Schuldenkrise zu lernen.<

Münchau hat, das muss man sagen^, aus der argentinischen und der asiatischen Krise das Wichtigste nicht gelernt.
Die argentinische Währung (Peso) und die asiatischen Währungen hatten ihren Wechselkurs an den Dollar gebunden.
Die zu lange Bindung an den Dollar hatte die Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder untergraben, zuviele Importe ermöglicht und das Exportieren erschwert.

Die Lösung der beiden Krisen bestand letztlich darin, diese Bindung wieder zu lösen.
Herr Münchau, trösten Sie sich. Unsere Poltiker verstehen den Zusammenhang auch nicht. Sie befinden sich in guter Gesellschaft.

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Spiegelkritikus 16.11.2011, 14:56
17. Krisenbewältigung durch Inflation und weitere Verschuldung?

Zitat von sysop
Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*
Der Kolumnist sagt nichts Neues, wenn er auf das Versagen der Politik bei der Krisenbewältigung hinweist, das wurde in den Foren hier schon zig Mal rauf und runter diskutiert. Aber unsere Politiker haben wohl Wichtigeres zu tun, als SPON zu lesen.

Eine Antwort auf die Frage, was denn nun zu tun sei, bleibt der Autor freilich schuldig. Einerseits betrachtet er die Konsequenzen eines Austritts Griechenlands aus dem Euro als fatal, andererseits müsse schnell gehandelt werden, "so oder so", um Domino-Effekte zu verhindern. Das ist übrigens auch das Credo unserer Regierung, nur dass diese ebenfalls nicht weiss, wie die beste Lösung aussehen könnte. Es läuft darauf hinaus, dass nicht über den Rettungsschirm, sondern die EZB quasi unbegrenzte Liquidität zum Erwerb von Anleihen bzw. zur Senkung der Zinsen bereitgestellt wird. Die Konsequenzen sind klar: Per Inflation sollen alle Verbraucher und Bürger an der Schuldenreduzierung beteiligt werden - durch höhere Preise bzw.die Entwertung von Einkommen und Ersparnissen. Deutschland als wichtigstes Geberland wird also sowohl via höherer Verschuldung (Rettungsschirm) als auch Inflation (EZB-Geldschöpfung) zur Kasse gebeten.

Bis jetzt haben die meisten deutschen Bürger noch gar nicht begriffen, wie ihnen geschieht und was Politik und Hochfinanz mit ihnen vorhat. Sobald das klar wird, dürfte sich massiver Widerstand gegen dieses unverantwortliche Treben regen!

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kalle blomquist 16.11.2011, 14:57
18. Falsch und wirr!

Zitat von lmxlmx
Warum wird in Griechenland wiederholt was in Argentinien nachweisbar nicht geklappt hat? Warum bekommt jetzt Italien ein knallhartes neoliberales Reformier- und Sparprogramm aufgedrückt??
Das ist, mit Verlaub, zumindest teilweise Unsinn.
In Argentinien HAT der "Austritt" aus der de-facto-Währungsunion (mit dem dem US-Dollar) geklappt. NICHT geklappt hat hingegen der Versuch, durch Beteuerungen und Schwindeleien zusammenzuhalten, was ökonomisch nicht zusammenpasst.
Zu Ihrem zweiten Punkt: Okay, man muss sich sicher wirklich fragen, ob Italien ein Austeritätsprogramm dieser Größenordnung heil übersteht. Aber wenn Sie dies verneinen, müssen Sie eben den Austritt aus dem Euro empfehlen, denn man kann nicht - und das ist überhaupt der Punkt - im Euro bleiben und diese Vorteile genießen, und zugleich so leben und wirtschaften, wie in dolce-lira-Zeiten noch ungestraft möglich. Ergo: Wenn Sie gegen Austerität sind, müssen Sie für den Austritt eintreten, und genau dies tut der Autor, den Sie loben, eben nicht.

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Bre-Men 16.11.2011, 15:00
19. Der fatale Euro-Domino-Effekt

Nachdem was Merkel so abgezogen hat, müsste das eigentlich Domina-Effekt heißen.

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