Forum: Wirtschaft
S.P.O.N.: Der fatale Euro-Domino-Effekt

Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*

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badsch 16.11.2011, 16:24
70. Münchau als Apokalyptiker

Zitat von sysop
Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.* (...) Da helfen alle Beschwörungen und Europa-Bekenntnisse nichts. Wenn der letzte Domino erst einmal kippt, dann ist es aus mit dem Euro.
Wenn die Aufrechterhaltung des Euros - und so argumentiert Herr Münchau ja wohl - bedeutet, dass wir die Schulden der ganzen Südperipherie zu tilgen haben, dann kann mir dieser Euro gestohlen bleiben. Dann sollten wir ihn endlich auf den Schrotthaufen der Geschichte werfen und Ruh' is.

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regula2 16.11.2011, 16:24
71. Wozu lernen ?!

Von wem könnte denn unser Beamtenadel etwas lernen ?
Vom gemeinen Volk etwa ?!
Wozu sollte er denn lernen ? Solange seine Pensionen und Privilegien sicher sind, ist doch alles im Lot !

Wem sollte er denn Rechnenschaft ablegen für den Unsinn, den er zu unseren Lasten verbricht ? Den Wählern etwa, die wie Lemminge "Volks"parteien wählen ?

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Progressor 16.11.2011, 16:25
72. Makroökonomie

Zitat von t.o`malley
Die Sozialisten und Kommunisten sind bereits 1989 mit ihren "Ideen" auf die Nase gefallen. Zudem sollten Sie Ihren Neid auf den Besitz anderer nicht so offen zur Schau tragen.
Wenn ein Staat Schulden macht, dann ist es oft so, dass im Gegenzug dafür an anderer Stelle der Volkswirtschaft Vermögen aufgebaut wird.

Will man nun Schulden zurückführen, müssen wiederum im Gegenzug diese Vermögen abgebaut werden.
Kann oder will man das nicht ("Substanzbesteuerung", "Vermögen sind doch schon mehrfach besteuert worden", "Steuern sind Diebstahl", "Die obersten 20 % zahlen so schon 80 % der Steuern", "Vermögen wandern dann ins Ausland ab" etc. pp)
dann ist die Schuldenrückführung des Staates schlicht nicht konjunkturneutral. Sprich: Es geht in die Rezession.

Das kann man nicht verstehen, wenn man nicht weiss, dass unser Wirtschaftssystem darauf basiert, sich jedes Jahr neu und höher zu verschulden.

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newliberal 16.11.2011, 16:25
73. Common sense

Im Moment passiert etwas ueberaus positives, die Marktteilnehmer sind aufgewacht und haben angefangen nachzudenken. Dazu benoetigt man keine Ratingagentur sondern nur common sense- gesunden Menschenverstand. Man sieht sich die derzeitige Verfassung der jeweiligen Staaten, die aktuelle Verschuldung, Arbeitslosenquoten und die wirtschaftliche Dynamik an. Dann sieht man sich die Geschichte des jeweiligen Landes an, wie hat es sich in der Vergangenheit verhalten, wie oft ging es pleite, war es schon einmal in einer aehnlichen Situation, was passierte damals- dann zieht jeder Markteilnehmer seine Schluesse und heraus kommt eine Einschaetzung- finanzmathematisch auch Zins genannt. Erst wenn die jeweiligen Staaten positive Indikatoren vorlegt, erst dann gibt es wieder guenstig Kohle. BTW Deutschland hat seinen Laden im Griff, deswegen Niedrigstzinsen.

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kapito 16.11.2011, 16:27
74. Vorteile

Zitat von marcaurel1957
Ich bin sicher, daß sehr viele Menschen den Euro wollen, aus guten Grund sogar. Die wirtschaftlichen und politischen Vorteile, die die gemeinsame Währung bringt sind für jeden der ökonomische Daten lesen kann offensichtlich. Die Schuldenkrise wird sicher Geld kosten, aber auch dafür sorgen, dasß die Staaten zu vernünftigen Wirtschaften zurückfinden. Ich bin sicher, daß ich meine Silvestergans 2020 mit Euro bezahlen werde, den Champagner übrigens auch
Hmmm, was sind denn für mich, den normalen Arbeitnehmer diese hochgelobten Vorteile?

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Munku 16.11.2011, 16:27
75. Markt

Zitat von pax
das problem besteht darin, dass man sich zum einen massiv über die freien Märkte finanziert (finanzieren muss) , es aber zum anderen nicht hinbekommt diesen glaubhaft zu versichern , dass diese ihr Geld auch tatsächlich wieder bekommen.
Natürlich muss man, wenn man finanzieren möchte, auf den Markt gehen. Dann ist man den Erwartungen der übrigen Marktteilnehmer ausgeliefert - und das meistens auch zurecht.

Aber warum muss man sich denn erst finanzieren ? Kann man nicht zur Abwechslung mal ausgeglichen wirtschaften ?

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huberwin 16.11.2011, 16:28
76. Dieser Artikel sagt gar nichts

er stellt fest das das problem noch nicht gelöst ist, bietet aber selbst keinen Lösungsansatz.....
dann biete ich Ihnen mal einige:
- für Schuldenabbbau-
-für Eurobonds-
-für ein vereintes Europa mit festen Regeln-
-für eine Gesamtabwertung des Euros-
-fürs Gelddrucken durch die EZB-
-für eine Regulierung der Finanzmärkte auf Realniveau-

ich schlage einen ausgewogenen Mix dieser Mittel vor

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alexbln 16.11.2011, 16:29
77. .

in den 90er wären italienische anleihen auch schon mit über 9% verzinst.
italien soll seinen haushalt in ordnugn bringen, aber auf eigene kosten und nicht auf kosten anderer ländern.
sonst ist das projekt europa eh kaputt, wiel niemand duaerhaft geld für seinen nachbarn ausgeben will- noch dazu geld was er selber nicht hat udn einsparen muß.

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Beo21 16.11.2011, 16:29
78. Na und?

...dann ist es halt aus mit dem Euro - die Welt wird schon nicht untergehen, insbesondere für Deutschland. Schwach Länder dürfen Abwerten und müssen auf Grund von hohen Zinsen mit niedriger Verschuldung leben.
Deutschland wird die Banken retten müssen, aber auch dies ist kein Problem, Die ganze Welt wird sich um die Neue Deutsche Mark (NDM) reissen und die Chinesen, Araber, Russland werden Deutschland unbeschränkt Kredite zur Verfügung stellen.
Und der Export? ...die Schweiz überlebt auch mit starkem Franken, da in Deutschland die Löhne im produzierendem Gewerben 30% niedriger sind als in Griechenland wird Deutschland auch dies meistern. Desweiteren wir viel importiert (z.B. aus der Tschechei) und diese Importe werden billiger und senken die Kosten.


Etwas MUT ist angesagt, Deutschland kann es auch OHNE EURO GUT GEHEN. ...die ständige ANGSTMACHE der Politik/Medien nervt!

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DCWorld 16.11.2011, 16:29
79. Die EZB interveniert

Die EZB muss seit Tagen enorm in den Anleihemarkt eingreifen um den Dominoeffekt der Staatspleiten zu verhindern.

http://www.start-trading.de/blog/201...anken-betteln/

Die Investoren wollen den Pleitestaaten kein Geld mehr geben. Also bleibt nur noch die EZB um die Fasse aufrecht zu erhalten.
Das Gerüst des Finanzsystems ist deutlich angeknackst.

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