Forum: Wirtschaft
S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: 60 Milliarden sind Peanuts
DPA

Zu spät, zu wenig: Die Pläne für eine Bankenunion sind schon gescheitert, bevor sie überhaupt beschlossen wurden. Denn Europas Problembanken fehlen nicht 60 Milliarden, sondern mindestens eine Billion Euro.

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Hank the voice 19.06.2013, 18:05
1. Lasst sie pleite gehn!

dann werden Sie schon vorsichtiger mit dem Geld anderer Leute spekulieren

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sagauchmalwas 19.06.2013, 18:13
2. unbestrafte Unfähigkeit

Wer in so einem guten Klima (Geld von der EZB und vom Sparer für fast 0%, dem Kunden werden 15% berrechnet, Bad-Banks) pleite geht ist als Banker unfähig. Leider tun die Politiker alles um den Banken weiter Zucker in den Allerwrtesten zu blasen.
Wo sind die Vorstände, Aufsichtsräte und Aktionäre wenn es darum geht, für die gemachten Fehler gerade zu stehen?

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yovanka 19.06.2013, 18:19
3. Seien sie doch...

Zitat von sysop
Zu spät, zu wenig: Die Pläne für eine Bankenunion sind schon gescheitert, bevor sie überhaupt beschlossen wurden. Denn Europas Problembanken fehlen nicht 60 Milliarden, sondern mindestens eine Billion Euro.
kein Spielverderber, Herr Münchau. Wir müssen bei unserem Friedensprojekt "Neues Europa" in großen Dimensionen denken -immer diese "kleinstaatlichen" Bedenkträger, die sich auf lächerliche Milliarden-Beträge fixieren.. 2 Billionen? Peanuts für den brav-anständigen deutschen Steuerzahler, würde ich sagen. Wenn es nicht reichen sollte, machen wir es über unsere Staatsverschuldung. Da ist nach oben -auf Japans Niveau- noch jede Menge Luft drin. Nebenbei gesagt, wir "verdienen" ja noch dran - schreibt bekanntlich jeder deutsche Wirtschaftsjournalist, auch Sie.

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ton.reg 19.06.2013, 18:23
4. Leider fehlt in dem Artikel....

.... eine Aufschlüsselung an wen oder was die ganzen Ausfallkredite vergeben wurden.
Sind das Anleihen der Pleiteeurostaaten, Privat- oder Unternehmenskredite oder Verluste aus Zockergeschäften (div. Derivate, Eigenhandel usw.) ?
Wie können die bestdotierten Wirtschaftsfachleute (und das noch unter der Aufsicht div. bestdotierter Bankenkontrolleure) einen so hohen Schlamassel anhäufen ?

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analyse 19.06.2013, 18:25
5. Wie konnte Frau Merkel nur dieses Chaos steuern ?

Immerhin,die von Herrn Münchau ,als einzige halbwegs richtige Lösung ist gleichzeitig die schlechteste für Deutschland ! Gut das Frau Merkel sich dagegen stemmt,deutsche Steuergelder für aussichtslose (wie scheinbar ja auch Herr Münchau erkannt hat!) "Rettungsaktionen" zu opfern ! Wenn,dann sollen erst mal eigene Mittel,wie hohe Goldreserven,Vermögenswerte,Bodenschätze,Berluscon i-Milliarden eingesetzt werden ehe man auf Steuergelder deutscher Facharbeiter zugreift ! Da seien Merkel und Schäuble davor,wenn sie auch von den "armen" Ländern + ROTGRÜN unter Druck gesetzt werden !

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Spiegelkritikus 19.06.2013, 18:37
6. Südliche Banken und Staatshaushalte hängen am Tropf der EZB

Zitat von sysop
Zu spät, zu wenig: Die Pläne für eine Bankenunion sind schon gescheitert, bevor sie überhaupt beschlossen wurden. Denn Europas Problembanken fehlen nicht 60 Milliarden, sondern mindestens eine Billion Euro.
Von wegen einer Billion Euro: Die Gesamtverschuldung südlicher Banken liegt bei ungeheuren 9 Billionen Euro, alles andere ist Augenwischerei. Weil da auch kein ESM helfen kann, hält die EZB die maroden Banken und die südlichen Staatshaushalte mit immer neuem Geld über Wasser. Der Mechanismus ist ganz banal: Die EZB bzw. die nationalen Notenbanken versogen ihre jeweiligen Geschäftsbanken mit billigsten Milliarden (0 bis 1%), diese kaufen Staatsanleihen südlicher Länder und kassieren sagen wir 4% Zins oder investieren gleich auf dem deutschen Aktienmarkt (daher die Blase). Dadurch werden einerseits die Staaten vor dem finanziellen Kollaps bewahrt und andererseits können sich die Pleitebanken über Wasser halten.

Die EZB verletzt und überschreitet mit diesem Treiben ihr Mandat schon seit geraumer Zeit, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, weil die Medien stllhalten. Es wurde ein veritabler Sozialismus für marode Banken und Staatshaushalte im Süden implementiert und die dicke Rechnung wird in absehbarer Zeit unseren Bürgern und Steuerzahlern präsentiert.

Es ist hohe zeit, dass sich Herr Münchau mal mit den Fakten befasst und aufhört, hier regelmässig Nebelkerzen zu zünden!

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Watschn 19.06.2013, 18:44
7. Die Bankenschulden allein der €-Krisen-PIIGZS belaufen sich auf 9,5 Billionen €...!

Die Schätzungen des Kolumnisten Wolfgang M. liegen weit entfernt von den Realitäten....

Allein die Bankenschulden der €-Krisenländer PIIGZS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Zypern und Spanien) summieren sich auf 9,5 Billionen € = 9'500 Mrd. €..!
Wenn man noch die Banken-(konglomerate) der übrigen, ebenfalls stark verschuldeten €-Länder F, B, SLOWE, NL, A, LUX und Deutschland (insbes. F, B mit seinen südlichen Verflechtungen, die Niederlande durch die ausgebrochene Immobilienkrise
und Slowenien mit dem überherrschenden, maroden Bankengeflecht à la Zypern) miteinbezieht, kommt man für diese Länder ohne weiteres auf 7 Billionen € Bankenverschuldung...

Somit beläuft sich allein die Bankenverschuldung der gesamten €urozone auf ca. 16 - 17 Billionen €uro = 16'000 - 17'000 Mrd. €....!

Wenn man vom beschriebenen Beispiel Island
ausgeht, welches einen Verlust von 40%-50% aufwies, muss man mit einem Rekapitalisierungsbedarf alleine der €-Zonenbanken von ca. 7 - 8 Billionen € ausgehen....!!!


Die €urozonen-Staatsverschuldung welche sich auf zusätzliche 8 - 9 Billionen € beläuft, ist bei dieser Rechnung noch aussen vor....

Und wohlgemerkt, da sind die horrend verschuldeten EU-Mitgliedsländer aber Nicht-€-Länder wie GB, Ungarn, Slowakei, Rumänien, Bulgarien..und das kommende Kroatien nicht dabei...!

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germanos-elinas 19.06.2013, 18:47
8. Wieso

kann mir bitte einer plausibell erklären wozu Banken noch eine existentielle Berrechtigung haben?. Die Nationalbanken der Länder und die EZB reicht für mich völlig aus. dan bekomme ich für 0,5% meinen Kredit, und der ist schnell abbezahlt. Aber sowas geht ja nicht, ist des teufels, also bei den banken bei 12 %. Das ist nicht logisch, nicht vernünftig und sinnlos. Solange das so ist, und die Banken schalten und walten wie sie lustig sind, werden wir natürlich auch diese 2 Milliarden auch zu bezahlen haben. Die demokratische Institutionen haben nichts mehr zu melden, haben die Entscheidungen anderen überlassen. Wählen gehen? wozu, andere bestimmen übers ganze, nicht Frau merkel, nicht herr Schäuble, geschweige den der Bankvorträger Steinbrück, was geschieht. Alles totengräber der Demokratie.

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z_beeblebrox 19.06.2013, 18:50
9. Soll man lachen, oder ...

Hauten wir vor wenigen Monaten noch die Milliarden und Abermilliarden raus, kommen wir jetzt schon bei den Billionen an. Soll man jetzt drüber lachen oder weinen?

Zitat von Münchau
Wenn der Staat Pensionskassen bluten lässt, weil Bankanleihen nicht zurückgezahlt werden, wird der Staat am Ende die Pensionäre irgendwie entschädigen müssen.
Was versteht Münchau unter "Pensionskassen"? Die Pensionskassen von Firmen, die ihren Angestellten neben der staatlichen Rente noch ein Bonus in Form einer Betriebsrente angedeihen lassen wollen oder (ich hoffe nicht, befürchte es aber), Münchau meint tatsächlich die staatlichen Rentenkassen, die nun zugunsten der Banken geplündert werden sollen?

Nur die staatlichen Rentenkassen haben ja gar keine Kohle auf der hohen Kante. Da wird das, was von der aktuell schwer arbeitenden Bevölkerung - auf das wahnwitzige Versprechen einer schönen Rente - brav eingezahlt wird, gleich wieder an die aktuellen RentnerInnen ausgegeben.

Pensionskassen ist ein Begriff aus dem angelsächsischen, lieber Herr Münchau - die dürfen wir allerdings gerne plündern; immerhin haben diese Pensionskassen an dem ganzen Schlamassel einen sehr starken Anteil.

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