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SPON-Wirtschaftsmonitor: Den Deutschen geht es gut - doch sie fürchten den Abstieg
Getty Images/EyeEm

Den jahrelangen Aufschwung spüren viele Bürger auch persönlich. Sie sind gegen Ungleichheit und für Umweltschutz. Eine alte Plage hat außerdem ihren Schrecken verloren. Das zeigt der erste SPON-Wirtschaftsmonitor.

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draco2007 15.07.2019, 13:40
1.

Tja, wenn man den Bürgern oft genug Angst macht, funktioniert es halt.

Sieht man sehr gut an den Umfrageergebnissen der AfD, die aus allen anderen herausstechen.

Das war auch Trumps Erfolgsrezept, so lange erzählen, WIE schlecht die USA doch dastehen und dass nur er es wieder great machen könne.

So funktioniert Propaganda heute. Sollte die AfD an die Macht kommen und man diese Umfrage erneut tätigen, würde man das exakte Gegenteil bei den AfD Wählern sehen. Auf einmal wäre alles wieder ganz toll, weil die Rechten (vorsicht Wortspiel) bekommen es ja hin.

Gefühlte Realität eben, keine gute Basis für echte Politik...

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jonath2010 15.07.2019, 13:45
2. Pauschale Feststellung

"Den Deutschen geht es gut", schreibt Spiegel-Online in seiner Überschrift. Diese Feststellung ist mir zu pauschal. Warum zählt man dann in Deutschland über 900.000 Obdachlose? Warum schießen die Lebensmittel-Tafeln in ganz Deutschland wie Pilze aus dem Boden? Warum verfügen über 6 Millionen Rentner über eine Monatsrente von weniger als 500 Euro? Warum müssen viele Menschen einen Zweitjob annehmen, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können? Richtiger wäre gewesen, wenn die Überschrift gelautet hätte: "Einem Teil der Deutschen geht es gut".

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andneu 15.07.2019, 13:47
3. Den Deutschen geht es gut - doch sie fürchten den Abstieg?

Dann geht es es Ihnen ja nicht gut. Sicherheit gehört ja nun zu einem guten Leben dazu. Klassisches Doppeldenk.

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AttaTroll 15.07.2019, 13:48
4.

Jahre, in denen die Arbeitslosigkeit von einem Tiefenrekord zum nächsten dahinschwand? Und warum wohl? Massiver Anstieg von Niedriglohnjobs. Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes haben doch die Arbeitssuchenden millionenfach in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gebracht.

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hansaeuropa 15.07.2019, 13:53
5. Bildungsrepublik

wir sind seit über einem Jahr in einer Abwärtsbewegung und die Deutschen beurteilen die wirtschaftliche Lage des Landes als gut. Herzlichen Glückwunsch an die Medien für diese Leistung!

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meinungsforscher 15.07.2019, 13:53
6. logisch

Natürlich geht es und im Verhältnis zu vielen anderen Ländern in Europa immer (noch) gut. Und selbstverständlich weiß jedes Kind, dass nach einem Aufschwung irgendwann die Stagnation und dann der Abschwung kommt. Grund genug, um jetzt klug zu entscheiden und in die Zukunft zu investieren. Ein "mehr" an Steuern (incl. der viel diskutierten CO2 Steuer) und Abgaben ist daher der absolut falsche Weg. JETZT die Bürgerinnen und Bürger der Mittelschicht endlich faktisch entlasten. Parallel ENDLICH Bürokratieabbau in der Wirtschaft und dazu der längst überfällige Ausbau der Infrastruktur (Breitband und Verkehrsinfrastruktur). NUR SO geht es vorwärts!

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schwerpunkt 15.07.2019, 13:53
7.

Welchen Blick muss man auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland haben um diese als "sehr schlecht" zu beurteilen? Möglicherweise verwechseln da die Leute die persönliche Lage mit der Deutschlands. Ob sie "sehr gut" ist, kann man auch zur Diskussion stellen, angesichts dessen dass es sicher noch besser ginge. Aber im vergleich zu den allermeisten Ländern steht Deutschland wirklich gut da.
Wer die wirtschaftliche Lage in Deutschland als "sehr schlecht" beurteilt, jammert meiner Ansicht nach auf sehr hohem Niveau.

Was die künftige Aussichten betrifft bin ich auch eher pessimistisch, dass sich die lage eher verschlechtern wird als verbessern, da Deutschland wirtschaftlich derzeit so weit oben ist, dass die Luft bereits dünn wird und der Abstieg angesichts der derzeitigen Risiken (Trump+Putin+Konsorten, Diesel, Klima, etc.) eher wahrscheinlich wird, wie ein weiterer Aufstieg. Aber wenn wir nicht senkrecht abstürzen (was ich nicht glaube) wird es Deutschland damit noch eine ganze Weile besser gehen, als den meisten anderen vergleichbaren Ländern.

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irobot 15.07.2019, 13:58
8.

Zitat von jonath2010
Warum zählt man dann in Deutschland über 900.000 Obdachlose?
Keine Ahnung, woher Sie diese Zahl haben, aber stimmen kann sie nicht.
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/obdachlosigkeit-deutschland-ausmass-unbekannt-100.html

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andneu 15.07.2019, 14:02
9. @schwerpunkt

Zitat von schwerpunkt
Welchen Blick muss man auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland haben um diese als "sehr schlecht" zu beurteilen? Möglicherweise verwechseln da die Leute die persönliche Lage mit der Deutschlands.
Aha! Und wie soll es Deutschland gut gehen wenn es Menschn persönlich schlecht geht? Damit sind wir wieder beim Doppeldenk. Hatten wir in der DDR bereits.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Vielen geht es in diesem Land wirklich gut. Aber das darf man nicht verallgemeinern. Sonst wird es nämlich zynisch und ideologisch.

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