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SPON-Wirtschaftsmonitor: Den Deutschen geht es gut - doch sie fürchten den Abstieg
Getty Images/EyeEm

Den jahrelangen Aufschwung spüren viele Bürger auch persönlich. Sie sind gegen Ungleichheit und für Umweltschutz. Eine alte Plage hat außerdem ihren Schrecken verloren. Das zeigt der erste SPON-Wirtschaftsmonitor.

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zzipfel 15.07.2019, 15:55
50. Weil es zu viele überschüssige Lebensmittel gibt

Zitat von jonath2010
"Den Deutschen geht es gut", schreibt Spiegel-Online in seiner Überschrift. Diese Feststellung ist mir zu pauschal. Warum zählt man dann in Deutschland über 900.000 Obdachlose? Warum schießen die Lebensmittel-Tafeln in ganz Deutschland wie Pilze aus dem Boden? Warum verfügen über 6 Millionen Rentner über eine Monatsrente von weniger als 500 Euro? Warum müssen viele Menschen einen Zweitjob annehmen, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können? Richtiger wäre gewesen, wenn die Überschrift gelautet hätte: "Einem Teil der Deutschen geht es gut".
gibt es so viele Lebensmittel-Tafeln. Wenn es vielen Menschen schlecht geht (zB. direkt nach dem letzten WeltKrieg) gibt es kaum gratis Lebensmittelangebote, es ist ein Zeichen von Überangebot und Wohlstand, daß es viele Gratisangebote wie Tafeln gibt.

Obdachlose: viele aus Osteuropa ohne festen Job und Lebensplanung hergezogen. Das ist traurig und mehr Hilfsangebote sind nötig. Noch mehr Leute sind obdachlos, weil sie Drogen nehmen (auch ein Wohlstandsphänomen, manche Leute haben zu viel Geld, so daß sie anfangen davon Crack und Heroin kaufen und damit ihr Leben aus der Spur bringen).

Rentner erhalten nur 500 EUR Rente, wenn sie nicht Vollzeit erwerbstätig waren oder große Zeiträume, in denen sie nicht in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Auch das eine Frage der individuellen Lebensgestaltung.

"Warum müssen viele Menschen einen Zweitjob annehmen, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können?" Weil es viele Menschen gibt, die einfach zu viel ausgeben, Luxusprodukte wie ein Auto betreiben wollen, ständig überteuertes Fastfood erwerben möchten, jedes Jahr ein SmartPhone neu kaufen oder für sich andere sehr materiell orientierte Lebensmodelle wählen.

Diiese Phänomene können Sie letztlich nur mit massiven Freiheitseinschränkungen zurückdrängen, wenn Sie das wollen. Oder für sich eben entscheiden, einen anderen Lebensstil zu wählen. Stichwort: Eigenverantwortung.

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janos71 15.07.2019, 15:56
51. Schlagzeilen

Zitat von jonath2010
"Den Deutschen geht es gut", schreibt Spiegel-Online in seiner Überschrift. Diese Feststellung ist mir zu pauschal. Warum zählt man dann in Deutschland über 900.000 Obdachlose? Warum schießen die Lebensmittel-Tafeln in ganz Deutschland wie Pilze aus dem Boden? Warum verfügen über 6 Millionen Rentner über eine Monatsrente von weniger als 500 Euro? Warum müssen viele Menschen einen Zweitjob annehmen, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können? Richtiger wäre gewesen, wenn die Überschrift gelautet hätte: "Einem Teil der Deutschen geht es gut".
Den Deutschen geht es gut. Wenn man solche Sätze nur oft genug nutzt glauben es die meisten auch. Ok im Vergleich mit Afrika, Teilen Asiens und Osteuropa mag Deutschland ganz gut beim Lebensstandard dastehen jedoch sollte man Deutschland als westeuropäische Nation viel eher mit West- und Nordeuropa vergleichen und da wird man schnell feststellen, dass wir eher im unteren Drittel landen. Unser sogenanntes Fachkräftemanel problem können wir ja nicht mal mit den gut ausgebildeten Schweizern, Schweden, Dänen, ... lösen weil die nicht wirklich in ein Land mit deutlich geringerem Lebensstandard migrieren möchten. Wohingegen die Deutschen in der Schweiz mit eine der größten Gruppen stellen.

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jujo 15.07.2019, 15:56
52. ....

Ich kenne niemanden, dem es wirklich schlecht geht. Ich lebe nicht in der Blase der abgehobenen. Gut oder schlecht ist doch auch subjektiv.
Im übrigen gilt es national wie international. Damit es Leuten gut geht muß es Leute geben denen es schlecht geht. Die Relation ist natürlich variabel. Das es allen Menschen gut geht ist Illusion, das hat es noch nie gegeben und wird es nicht geben!

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tretertruppe 15.07.2019, 15:57
53. Der Wirtschaft ging es gut...

diese hat aber bewusst den fleißigen Arbeitnehmer nicht daran teilhaben lassen.... Vielen Dank für Nichts. Jetzt müssen wir Arbeitnehmer auch noch für den Abschwung bezahlen.... Nochmals DANKE

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draco2007 15.07.2019, 15:58
54.

Zitat von ecki in mexico
aber irgendwann kann man auch die robusteste Wirtschaft kaputt machen. Priorität Nummer 1 der Politik sollte es sein: Jobs schaffen!!! Koste es was es wolle!!! Heute geht es um Luftschlösser wie Klima, Migration, Schutz von Hamstern und Kröten. Die Tatsache , dass man allen Ernstes die Steuern in Deutschland nun weiter erhöhen will ist der finale Beweis, dass die Politik keinen Kontakt mehr zum Volk hat.
Ernsthaft? Jobs, koste es was es wolle?

Also wenn die Generation nach ihren Kindern kein lebenswertes Leben mehr hat, weil wir den Planeten ruiniert haben, ist das für sie "koste es was es wolle"?

Nach ihnen sie Sintflut was?

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themistokles 15.07.2019, 16:00
55.

Zitat von ecki in mexico
aber irgendwann kann man auch die robusteste Wirtschaft kaputt machen. Priorität Nummer 1 der Politik sollte es sein: Jobs schaffen!!! Koste es was es wolle!!! Heute geht es um Luftschlösser wie Klima, Migration, Schutz von Hamstern und Kröten. Die Tatsache , dass man allen Ernstes die Steuern in Deutschland nun weiter erhöhen will ist der finale Beweis, dass die Politik keinen Kontakt mehr zum Volk hat.
Entschuldigen Sie bitte, aber das ist kompletter Unsinn, den Sie da schreiben. Priorität Nummer 1 der Politik ist die Aufrechterhaltung der rechtsstaatlichen Ordnung, das friedliche Zusammenleben von unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen und die Organisation des Gemeinschaftslebens, Erhaltung und Ausbau von Infrastruktur, Bildung, etc. "Jobs schaffen" tut die Wirtschaft, auch wenn Sie noch so viele Ausrufezeichen dahinter setzen. Der Staat kann lediglich Rahmenbedingungen schaffen.

Warum die Themen Klima sowie Umwelt- und Natursschutz nur "Luftschlösser" und nicht wichtig sein sollen, wissen wohl nur Sie. Auf einem kaputten Planeten brauchen Sie auch keine Jobs mehr.

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klichti 15.07.2019, 16:01
56.

Zitat von Watschn
mit Leiharbeit, Zeitarbeit, Niedriglohnsektor, befr. Anstellungen, Lohndrückereien... Auch dementsprechend sind die Arbeitslosenstatistiken schönfrisiert. Die goldene Zeit mit den besten Arbeits-Aufstiegschancen gab es -abgesehen von den Wirtschaftswunderzeiten der 50ziger-60ziger Jahre - von den Siebzigern bis frühen Neunzigern. Also genau in der Zeit, als es nur eine bescheidene adäquate EWG mit einem gewissen Arbeitsmarktschutz gegen 'Europa' gab. Mit der EU (Personenfreizügigkeit, freie EU-Märkte in jeder Hinsicht, sog. 'Globalisierung') war dies dann vorbei. Was folgte, war der Abstieg der Arbeiterschaft (Hartz, Konzernsteuerextremsenkungen, u. andere SPD/Grünen-Arbeitsmarktenfesselung -aka- Neoliberalismus)
Es liegt also an der "Globalisierung" und am mangelnden Schutz des Arbeitsmarktes gegen die pöhsen Migranten, aha. Kind, es liegt an der rückgratlosen Politik in Deutschland, die denjenigen bedient, der am lautesten schreit - und das können Groß-Industrie und Groß-Kapital viel besser als Sie und ich. In diesem SPON ist ein Artikel, der feststellt, daß die Deutschen ihr Kapitalvermögen substantiell erhöht haben dieses Jahr - die Spareinlagen würden allerdings stagnieren. Ein Hoch auf die Durchschnittswerte, sie leben hoch, hoch, hoch! Also, liebe Närrinnen und Narrelesen: Freut Euch auf die Zeit, die kommt. Daß ihr nichts mehr zu fressen haben werdet, ist ein statistischer Ausreißer, im Durchschnitt geht's Euch spitze, so im Vergleich zum Rest der EU.

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m.gu 15.07.2019, 16:03
57. Da gebe ich Ihnen doch recht. Doch die Masse dieser Menschen

Zitat von severus1985
Nicht jeder, der nichts anspart, ist arm. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat auch ca. die Hälfte kein Sparvermögen, obwohl die alle gut verdienen. Die fliegen in ihrer Naivität lieber 2x im Jahr in den Urlaub, fahren gehobene Autos und essen viel zu viel außer Haus oder rauchen. Diese Leute sind nicht arm, sie gönnen sich halt viel mehr als ich. Damit will ich keinesfalls negieren, dass viele Löhne nicht zum Sparen reichen, aber allein aus der Sparerquote ein Armutsverhältnis abzuleiten funktioniert nicht.
leben von der Hand im Mund, ohne Rücklagen. Geht z.B. die Waschmaschine kaputt, womit eine neue kaufen. Persönlich kenne ich zahlreiche Menschen, die von Monat zu Monat gerade über die Runden kommen. Vor allem Alleinerziehende, diese Geldknappheit bewirkt, dass täglich in unserem reichen Land Zwangsräumungen in großer Zahl stattfinden. Denn heute gibt es bereits in unserem reichen Land ca. 1,2 Millionen Wohnungslose, gezählt Ende 2016 siehe Fakt Quelle. "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Woher denn? Unser Volk mit ca. 83 Millionen Menschen hat lediglich ca. 1,2 Millionen Sozialwohnungen für diese Masse von Menschen und den Asylsuchenden zur Verfügung. Sehen Sie sich unsere Nachbarländer an wie z.B. Niederlande mit ca 17 Millionen Einwohner hat ca. 2,4 Millionen Sozialwohnungen, Österreich mit ca. 8,7 Millionen Menschen ca. 900 000 Sozialwohnungen und Dänemark mit 5,7 Millionen Einwohner hat ca. 500 000 Sozialwohnungen. Sämtliche Länder haben diese Sozialwohnungen unter kommunaler Verwaltung, vom Staat gestützt.
Vor allem in unseren Großstädten fehlen allein ca. 1,9 Millionen Sozialwohnungen, warum? Haben unsere gewählten Politiker nicht die Hauptschuld zu diesem Desaster? Zu ihren Urlaubsreisen kann ich nur sagen, all die Menschen, die kein Geld angespart haben können nachweisbar nur auf Balkonien ihren Urlaub verleben. Sie leben wahrscheinlich in einem anderen Deutschland, denn der Osten in unserem Land hat nachweisbar einen anderen Lebensstandard als der Westen.

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ÖstlichesMorgenrot 15.07.2019, 16:04
58. Über 70 Jahre Friede hinterlassen halt auch ihre Spuren.

Wer sich ständig Probleme einredet und dazu noch die Welt retten will, hat natürlich Angst. Dabei liegt es letztlich nur daran, das ess uns halbwegs gut geht, denn sonst würden wir uns ganz was anders kümmern. Etwa so, wie unsere Eltern, die dieses Land wieder aufgebaut haben und sich angesichts der heutigen Überfressenheitsprobleme nur noch wundern würden. Insoweit mag es uns hoffentlich bald schlechter gehen, damit wir uns wieder auf Wesentliches konzentrieren. Über 70 Jahre Frieden hinterlassen halt auch ihre Spuren.

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klichti 15.07.2019, 16:06
59.

Zitat von senneka
Wenn einfach gefragt worden wäre, ob Umweltschutz wichtig wäre, wären es sicher mehr, die das bejahen. FÜr mich ist die Frage der Vereinbarkeit von Wirtschaft und Umweltschutz zweitrangig, wenn es ums Überleben geht.
Und was ist, wenn der Umweltschutz zur entscheidenden Frage fürs Überleben wird? In den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat der "Club of Rome" bereits prognostiziert, was hier gerade abläuft. Was ich wahrnehme, sind die letzten Verteilungskämpfe, die nicht uns Menschen als Zielobjekte haben. Bis dahin kann es aber auch nicht mehr lange dauern. Ich bin so alt, daß ich vielleicht meine Leibeigenschaft nicht mehr erlebe, aber viele jetzige Zeitgenossen werden genau das erleiden. Unsere Ressourcen sind begrenzt, und es gibt andere mit viiiieeel größeren Mündern, die gewaltig um sich fressen können. Wir alle, die wir nicht drumherum können, unser Leben durch Arbeit zu "finanzieren", sind die Verlierer in diesem zum größten Teil bereits durchgespielten Szenario.

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